auf Linux umsteigen

Alles, was nicht direkt mit Python-Problemen zu tun hat. Dies ist auch der perfekte Platz für Jobangebote.
cime
User
Beiträge: 152
Registriert: Dienstag 24. Mai 2005, 15:49

auf Linux umsteigen

Beitragvon cime » Montag 1. August 2005, 13:47

hallöchen,

ich möchte auf Linux umsteigen, kenn mich aber leider nur wenig damit aus.

Daher wollt ich ma wissen, wo man (kostenlos) Linux (eine möglichst kleine Version, da das ein alter rechner mit grad ma 10GB ist und ich nicht das geld für eine neue festplatte hab) herbekommen kann und vorallem wo man sich informieren kann. Zweiteres bezieht sich vorallem auf die Aussage eines Freundes, der gesagt hat, dass man Linux am besten mit der console steuert, weil es erstens schneller geht, und zweitens, weil man einfach mehr über computer lernt.

thx schon ma im voraus

mfg cime
mawe
Python-Forum Veteran
Beiträge: 1209
Registriert: Montag 29. September 2003, 17:18
Wohnort: Purkersdorf (bei Wien [Austria])

Beitragvon mawe » Montag 1. August 2005, 14:03

Hi!

cime hat geschrieben:ich möchte auf Linux umsteigen

Ein guter Entschluss :)

Für Einsteiger (natürlich nicht nur für die, ich verwende es auch ;)) ist Ubuntu sehr empfehlenswert. Kannst Du selbst runterladen, oder Dir eine CD brennen und schicken lassen (bis auf die Versandkosten auch gratis, glaub ich). Dazu gibts auch ein sehr nettes Forum. Vom Festplattenplatz her ist das kein Problem.

Eine Übersicht über die verschiedensten Distributionen findest Du hier. Dort findet man auch Linuxe speziell für ältere Hardware, die setzen allerdings meist schon einiges an Linux-Wissen voraus.

Gruß, mawe
cime
User
Beiträge: 152
Registriert: Dienstag 24. Mai 2005, 15:49

Beitragvon cime » Montag 1. August 2005, 14:16

erstmal danke für die tolle schnelle antwort ... eine frage hätt ich noch:

wo kann man befehlssammlungen o.Ä. für Linux herbekommen? thx

mfg cime
Benutzeravatar
Leonidas
Administrator
Beiträge: 16023
Registriert: Freitag 20. Juni 2003, 16:30
Kontaktdaten:

Beitragvon Leonidas » Montag 1. August 2005, 14:31

cime hat geschrieben:wo kann man befehlssammlungen o.Ä. für Linux herbekommen? thx

Oreilly Bücher?

www.debiananwenderhandbuch.de ?

ls /bin /usr/bin (usw.)?

Für den Anfänger ist Ubuntu wohl echt gut!
My god, it's full of CARs! | Leonidasvoice vs Modvoice
mawe
Python-Forum Veteran
Beiträge: 1209
Registriert: Montag 29. September 2003, 17:18
Wohnort: Purkersdorf (bei Wien [Austria])

Beitragvon mawe » Montag 1. August 2005, 14:46

Im Ubuntu-Forum gibts ein sehr lehrreiches Wiki.
Dann gibts noch das Linux Documentation Project, wo man ein Leben lang schmökern kann ;)
cime
User
Beiträge: 152
Registriert: Dienstag 24. Mai 2005, 15:49

Beitragvon cime » Montag 1. August 2005, 15:19

erstma so danke

Leonidas hat geschrieben:ls /bin /usr/bin (usw.)?


was ist in diesem Verzeichnis???
Benutzeravatar
Leonidas
Administrator
Beiträge: 16023
Registriert: Freitag 20. Juni 2003, 16:30
Kontaktdaten:

Beitragvon Leonidas » Montag 1. August 2005, 15:49

In /bin, /usr/bin, /usr/X11R6/bin sind die meisten Programme. Dann bekommet du so mal eine Grobe übersicht, was du in die Shell hacken kannst, weißt aber immernoch nicht was sie eigentlich bedeuten ;)

mawe, sag mal, hast du Ubuntu laufen?
My god, it's full of CARs! | Leonidasvoice vs Modvoice
Benutzeravatar
gerold
Python-Forum Veteran
Beiträge: 5554
Registriert: Samstag 28. Februar 2004, 22:04
Wohnort: Telfs (Tirol)
Kontaktdaten:

Re: auf Linux umsteigen

Beitragvon gerold » Montag 1. August 2005, 15:50

cime hat geschrieben: ich möchte auf Linux umsteigen

Hi cime!

Das ist sicher keine schlechte Idee :-) halte dir aber irgendwo noch ein Windows griffbereit, da die meisten Kunden immer noch Windows einsetzen und einige Dinge einfach unter Linux nicht so funktionieren wie unter Windows.

Wie schon einige hier schrieben ist Ubuntu sicher eine gute Wahl für einen, der in Linux einsteigen will. Wenn du einmal tiefer in die Materie einsteigen möchtest, Zeit hast und dir nicht alles von der Distribution vorschreiben lassen möchtest, dann empfehle ich dir auch mal Gentoo http://www.gentoo.org anzusehen.

Die meisten Programme mit GUI erklären sich eh von selbst und für den Einstieg in die Shell und zum Nachschlagen empfehle ich dir das kleine Buch "Linux Kurz & Gut" (ISBN: 3-89721-501-2).

lg
Gerold
:-)
http://halvar.at | Kleiner Bascom AVR Kurs
Wissen hat eine wunderbare Eigenschaft: Es verdoppelt sich, wenn man es teilt.
mawe
Python-Forum Veteran
Beiträge: 1209
Registriert: Montag 29. September 2003, 17:18
Wohnort: Purkersdorf (bei Wien [Austria])

Beitragvon mawe » Montag 1. August 2005, 16:10

Leonidas hat geschrieben:mawe, sag mal, hast du Ubuntu laufen?

Ja, warum?

gerold hat geschrieben: Wenn du einmal tiefer in die Materie einsteigen möchtest, Zeit hast und dir nicht alles von der Distribution vorschreiben lassen möchtest, dann empfehle ich dir auch mal Gentoo http://www.gentoo.org anzusehen.

Gentoo ist sicher cool, wenn Du dich schon mit Linux auskennst, und viiiiiiiiiiiiiiiiiel Zeit hast :)

Noch ein Nachtrag zur Doku: Linux kommt mit sog. manpages daher. Das sind Dokus zu den Befehlen/Programmen, die man mit man aufrufen kann. Wenn Du also Leonidas' Rat folgst, in /usr/bin und Konsorten stöberst, und wissen willst was die Dinge dort tun (z.B. cp) , tipp einfach

Code: Alles auswählen

man cp

in der Console.

Noch etwas wegen älterer Hardware: Es gibt seit kurzem Ubuntulight, eine Ubuntu-Version speziell für lahme Rechner. Ist zwar noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium, sieht aber vielversprechend aus. Zum Herumprobieren reichts auf jeden Fall schon mal ;)
Benutzeravatar
Leonidas
Administrator
Beiträge: 16023
Registriert: Freitag 20. Juni 2003, 16:30
Kontaktdaten:

Beitragvon Leonidas » Montag 1. August 2005, 17:32

mawe hat geschrieben:
Leonidas hat geschrieben:mawe, sag mal, hast du Ubuntu laufen?

Ja, warum?

Ach nur so, ich nutze Debian und daran wird sich in nächster Zeit auch kaum was ändern :D

mawe hat geschrieben:Gentoo ist sicher cool, wenn Du dich schon mit Linux auskennst, und viiiiiiiiiiiiiiiiiel Zeit hast :)

Wenn du dich mit Linux mehr oder weniger auskennst, kannst du dir auch Debian ansehen.. super System, lässt dir viele Freiheiten, aber für den blutigen Anfänger vielleicht nicht so toll geeignet. War auf jeden Fall bis jetzt die einzige Distribution, mit der ich mich anfreunden konnte (weiß net, ich hatte einfach noch keine Zeit für Gentoo.. FreeBSD steht immer noch auf der zu Testen-Liste :cry:).

mawe hat geschrieben:Noch etwas wegen älterer Hardware: Es gibt seit kurzem Ubuntulight, eine Ubuntu-Version speziell für lahme Rechner. Ist zwar noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium, sieht aber vielversprechend aus. Zum Herumprobieren reichts auf jeden Fall schon mal ;)

Hehe, Debian läuft auch so ohne große Resourcenbelastung, wenn man nur das startet was man will. :D
My god, it's full of CARs! | Leonidasvoice vs Modvoice
mawe
Python-Forum Veteran
Beiträge: 1209
Registriert: Montag 29. September 2003, 17:18
Wohnort: Purkersdorf (bei Wien [Austria])

Beitragvon mawe » Montag 1. August 2005, 19:23

Hi Leonidas!

Jaja, ich weiss eh dass Debian cool ist, habs selbst gerne verwendet. Aber wie Du schon gesagt hast, sollte man sich schon mit Linux auskennen, bevor man mit Debian Spass hat :)
Deshalb hab ich auch Ubuntu und Ubuntulight empfohlen. Ich hab zwar gehört, dass Debian Sarge vor allem bei der Installation schon anfängerfreundlicher geworden ist, habs aber noch nicht ausprobiert.

Gruß, mawe
Benutzeravatar
Leonidas
Administrator
Beiträge: 16023
Registriert: Freitag 20. Juni 2003, 16:30
Kontaktdaten:

Beitragvon Leonidas » Montag 1. August 2005, 21:16

mawe hat geschrieben:Ich hab zwar gehört, dass Debian Sarge vor allem bei der Installation schon anfängerfreundlicher geworden ist, habs aber noch nicht ausprobiert.

Da fällt mir Zitat #8921 auf German Bash ein :D Nein, aber im Ernst, wenn man ein paar Grundkonzepte von Linux versteht, Mountpoints und so (also am besten vielleicht schon mal an meinem Unix gearbeitet hat) ist der Debian Installer sehr gelungen. Sowohl der von Woody, als auch der von Sarge, denn grafisch muss er nicht sein, jedoch ist die Flexibilität dieses Teils echt toll.

Aber damit es nicht heißt ich betrachte das zu einseitig gibts noch Zitat #2798 gratis dazu :twisted:
My god, it's full of CARs! | Leonidasvoice vs Modvoice
Benutzeravatar
chaos
User
Beiträge: 52
Registriert: Samstag 21. August 2004, 11:19

Beitragvon chaos » Montag 1. August 2005, 21:29

Und dann gibt es da noch Slackware.

Keine Paketabhängigkeiten, kleines Installationsprogramm, sehr performant, jede SW kompiliert problemlos............

Aber etwas Grundkenntnisse, wie man eine Festplatte für Linux mit cfdisk partitioniert, sollte man schon haben und zur Not die Lilo.conf editieren können.

;)

ciao
chaos, FreBSD-5.4
Slackware will never die.
Benutzeravatar
Mr_Snede
User
Beiträge: 387
Registriert: Sonntag 8. Februar 2004, 16:02
Wohnort: D-Dorf, Bo

Beitragvon Mr_Snede » Montag 1. August 2005, 21:46

Hi cime,
rate mal, was ich gestern gefunden habe? - Eine lustige kleine Befehlsreferenz

10Gig sind OK.
Gestern mal den neuen Debian Installer ausprobiert und bin mit meinem Desktop System unter 400 MB (kein OpenOffice ;-) ) geblieben, obwohl ich - da es ein Testsystem ist schon einigen Schund und Plunder Installiert habe.

@mawe
ja der neue Installer ist einfacher.
Wenn man eine Festplatte komplett nutzen kann, braucht man nur noch ENTER betätigen root Passwort eintippen und einen Benutzernamen eintippen + Passwort.

Einschränkungen:
die Softwareauswahl abseits von tasksel (aptitude/apt) halte ich für problematisch
Tasksel bietet als einzig interessanten Punkt "desktopsystem" - dabei wird aber KDE und Gnome installiert (etwas unsinnig)

Ich habe ubuntu noch nicht benutzt, aber ich denke mal das führt einen Anwender eher zu Erfolgserlebnissen.
Ansonsten empfehle ich Linux LiveCD's für's erste Ausprobieren:
Koppix oder Damn Small Linux
Die können von CD gestartet werden ohne etwas an dem Rechner zu verändern.

Ich empfehle: Viel Zeit, wenn die Entscheidung für Debian/ubuntu ausfällt das debianforum (rate mal wen du da alles wieder triffst)
oder http://www.debian-desktop.de/
oder Debian auf Diät ist von mir - lange noch nicht fertig aber vielleicht ist ja doch der ein- oder andere Tipp dabei.
UND GANZ BESONDERS DAS "debian Anwender Handbuch" (wie schon erwähnt)!

Zur Shell, ja damit kann man schon richtig zaubern. Das bedarf allerdings einiger Übung, macht aber gawalltig Laune.
Bei debian wird wird viel in Textdateien eingestellt. Da es Editoren wie unter Windows auch gibt, dürfte das keine allzu große Hürde sein.

cu Sebastian
Benutzeravatar
Leonidas
Administrator
Beiträge: 16023
Registriert: Freitag 20. Juni 2003, 16:30
Kontaktdaten:

Beitragvon Leonidas » Montag 1. August 2005, 21:47

chaos hat geschrieben:Und dann gibt es da noch Slackware.

Keine Paketabhängigkeiten

Und das stuftst du auch noch unter Vorteile ein? :P

"Ja, dieses Paket braucht noch irgendein anderes.. aber welches? Keine Ahnung, das steht nicht drin. Aber es ist ein Paket!"

Sorry wegen dem Slackware bashing.. ist halt eine der ältesten noch existierenden Distributionen, aber ob die für Anfänger geeignet ist? Hey, chaos, wie siehts mit FreeBSD und Anfängern aus?

Mandriva war angeblich für Anfänger auch noch geeignet..
My god, it's full of CARs! | Leonidasvoice vs Modvoice

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot]