HeldenGenerator für "Das Weltenbuch"

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gkuhl
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Montag 1. Dezember 2008, 17:05

Guten Abend allerseits,

ich habe in den letzten Wochen damit begonnen Python zu lernen und wollte euch jetzt mal um eure Meinung/Kritik zu meinem Code bitten. Es handelt sich um ein kleinen Ansatz für ein Programm mit dem man einen Helden für das PnP Rollenspiel "Das Weltenbuch" erstellen kann.

Der Code: HeldenGenerator.py, Held.py, GetData.py, TextInput.py, TextOutput.py.
Weitere Dateien: Klischee, StartAttr.


Grüße
Gerrit


Edit: Sowas ärgerliches. Scheinbar ist beim Kopieren ein Unterstrich in HeldenGenerator.py abhanden gekommen. :shock:
Fehler korrigiert.
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cofi
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Montag 1. Dezember 2008, 21:28

Ich hab das grad nur kurz überflogen, aber kann das sein, dass du aus der Java-Welt kommst? Durch "private" Attribute, die du durch simple Getter/Setter bearbeitest, verkomplizierst du deinen Code nur unnötig.
Außerdem muss nicht alles eine Klasse sein, Python kennt durchaus Funktionen ;)

Es gibt ein paar Essays die Python und Java vergleichen: Hier zum Beispiel
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gkuhl
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Dienstag 2. Dezember 2008, 06:40

Danke für's drüber schauen. Was Programmierung angeht bin ich eigentlich ziemlicher Neuling, wenn man mal von den beiden Einführungskursen in FORTRAN und C absieht. Mit Java habe ich also noch nichts zu tun gehabt. Zum Python lernen habe ich mir "Object Oriented Programming in Python" von Goldwasser und Letscher ausgeliehen und bisher den ersten Teil von zweien gelesen.

Hab jetzt mal die ganzen Getter/Setter Funktionen und dadurch den Code doch deutlich entschlackt. Wo sollte ich denn deiner Meinung auf Klassen verzichten und stattdessen Funktionen verwenden.

Der Code: HeldenGenerator2.py
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cofi
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Dienstag 2. Dezember 2008, 08:14

Wenn ich das gerade richtig sehe, dann solltest du nur eine einzige Klasse verwenden, nämlich `Held'.
Bei der objektorientierung versucht man Objekte abzubilden, mit ihren Daten und Fähigkeiten, d.h. in dem Fall:
Benutze die Initialisierung des Helden, keine Extra Klasse. Warum Extra Klassen für input und output? Das kannst du auch gut durch Funktionen erreichen, da du nie wirklich mit den Objekten arbeitest, sondern nur mit deren Methoden -> eigentlich sind es Funktionen in einem extra Namensraum ;)

Die Extra-Dateien kannst du auch in den Anfang deiner Python-Datei schreiben:

Code: Alles auswählen

START_ATTRIBUTES = {"Elf" : (7,6,7,2,5,5)}
Oder wie auch immer du darauf zugreifen willst. Du kannst das natürlich auch in eine extra Datei `config.py' schreiben und das im Code verwenden, das verkompliziert das anpassen etwas, aber wirklich nur wenig, ausserdem sollte es sich ja um quasi Konstanten handeln, wenn ich das richtig sehe.

Auch solltest du Englisch und Deutsch nicht im Quelltext mischen, Kommentare gehn noch, aber sonst sollte man nur Englisch benutzen.

Zu dem Buch: Wow, das ist mal ein Preis oO. Aber ist wohl nicht alles Gold was viel kostet, wenn es dich so einen Code schreiben lässt, weil das doch recht Unpythonisch ist. Schau dir am besten mal das Tutorial an, das verschafft einen guten Überblick.
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Hyperion
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Dienstag 2. Dezember 2008, 09:19

Habs nur mal ganz kurz angeguckt, aber print_hero() wäre typerischerweise eine Methode von Held; so in der Richtung: Objekt.druck_dich()!
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gkuhl
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Dienstag 2. Dezember 2008, 09:44

cofi hat geschrieben:Wenn ich das gerade richtig sehe, dann solltest du nur eine einzige Klasse verwenden, nämlich `Held'.
Bei der objektorientierung versucht man Objekte abzubilden, mit ihren Daten und Fähigkeiten, d.h. in dem Fall:
Benutze die Initialisierung des Helden, keine Extra Klasse. Warum Extra Klassen für input und output? Das kannst du auch gut durch Funktionen erreichen, da du nie wirklich mit den Objekten arbeitest, sondern nur mit deren Methoden -> eigentlich sind es Funktionen in einem extra Namensraum ;)
Naja, hatte eigentlich das Buch verwendet, weil ich gehofft habe, damit objektorientiertes programmieren zu lernen. Hab mich bei meinem Programm an einem Beispiel aus dem Buch orientiert. Dort ging es um die Programmierung von Mastermind. Dabei wurde auch alles in extra Klassen ausgelagert u.a. Klassen für Input und Output um diese später durch GUI zu ersetzen zu können.
Die Extra-Dateien kannst du auch in den Anfang deiner Python-Datei schreiben:

Code: Alles auswählen

START_ATTRIBUTES = {"Elf" : (7,6,7,2,5,5)}
Oder wie auch immer du darauf zugreifen willst. Du kannst das natürlich auch in eine extra Datei `config.py' schreiben
Da es im original derzeit 15 Rassen und 55 Klischees gibt, werde ich mal versuchen mir eine 'config.py' zu basteln.
Auch solltest du Englisch und Deutsch nicht im Quelltext mischen, Kommentare gehn noch, aber sonst sollte man nur Englisch benutzen.
Da es sich um ein deutsches RPG handelt, hatte ich mich dazu entschieden, die Begriffe aus des Regeln (Held, Name, Rasse, Klischee, Hintergrund, Flags, Attribut, Fertigkeit und Ausrüstung) zu verwenden und ansonsten auf die Englisch zurückzugreifen.
Zu dem Buch: Wow, das ist mal ein Preis oO. Aber ist wohl nicht alles Gold was viel kostet, wenn es dich so einen Code schreiben lässt, weil das doch recht Unpythonisch ist.

Naja, habs mir ja nicht gekauft. Werde mir mal das Tutorial anschauen und schauen ob der Code dort pythonischer ist. :)
Hyperion hat geschrieben:Habs nur mal ganz kurz angeguckt, aber print_hero() wäre typerischerweise eine Methode von Held; so in der Richtung: Objekt.druck_dich()!
Hab's mal als "__str__" Methode eingebaut:

Code: Alles auswählen

def __str__(self):
    '''Gibt den Helden mit "print self" in der Konsole aus.'''
    return  '\n' + self.name.upper() + '\n' \
            '-----------------------------------------------' + '\n' + \
            'Rasse:               ' + self.rasse + '\n' + \
            'Klischee:            ' + self.klischee + '\n' + \
            'Klischeefertigkeit:  ' + self.klischee_fertigkeit + '\n' + \
            'Klischeeausrüstung:  ' + self.klischee_ausruestung + '\n' + \
            '-----------------------------------------------' + '\n' + \
            'Startattribute:' + '\n' + \
            'Geist:    ' + self.attribut[0] + \
            '          Sozial:   ' + self.attribut[3] + '\n' + \
            'Körper:   ' + self.attribut[1] + \
            '          Wille:    ' + self.attribut[4] + '\n' + \
            'Geschick: ' + self.attribut[2] + \
            '          Sinne:    ' + self.attribut[5] + '\n' + \
            '-----------------------------------------------\n'
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Dienstag 2. Dezember 2008, 10:29

gkuhl hat geschrieben:Naja, hatte eigentlich das Buch verwendet, weil ich gehofft habe, damit objektorientiertes programmieren zu lernen. Hab mich bei meinem Programm an einem Beispiel aus dem Buch orientiert. Dort ging es um die Programmierung von Mastermind. Dabei wurde auch alles in extra Klassen ausgelagert u.a. Klassen für Input und Output um diese später durch GUI zu ersetzen zu können.
Also das was du vom Buch erzählst macht es nicht gerade empfehlenswert. Teilung zwischen GUI und Lokig würde man sowieso anders machen. Am einfachsten ist es die Logik in einem Modul zu implementieren und die UI in einem anderen Modul. Dabei müssen Klassen gar nicht verwendet werden, insbesondere für eine einfache Textausgabe ist das völlig unnötig.
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lunar

Dienstag 2. Dezember 2008, 10:58

Hyperion hat geschrieben:Habs nur mal ganz kurz angeguckt, aber print_hero() wäre typerischerweise eine Methode von Held; so in der Richtung: Objekt.druck_dich()!
Eher nicht. Ein Objekt der Logik-Schicht hat keine Ahnung vom Darstellungsmedium und kann sich deswegen auch nicht "drucken". Dafür ist dann die entsprechende Ansicht in der Präsentationsschicht verantwortlich.
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gkuhl
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Dienstag 2. Dezember 2008, 11:06

So, hab jetzt mal eure Tipps in den Code einfließen lassen. Hat den Code doch erheblich verbessert und vor allem deutlich kürzer gemacht: Hier der Code.

Danke für die vielen Tipps
Gerrit
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cofi
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Dienstag 2. Dezember 2008, 11:22

Ich seh da jetzt allerdings noch einen größeren Haken: Du benutzt die Initialisierung nicht für eine echte Inititialisierung, sondern passt die Werte im Nachhinein an. Ich weiss jetzt nicht wie bindend die gewählten Klischees sind, aber zumindest Name, Rasse und damit zusammenhängend die Startattribute sollten sich doch nicht mehr ändern nachdem der Held erzeugt wurde - geht natürlich trotzdem - also kannst du das auch in die Initialisierung mit rein nehmen.

Zum Buch: Die Trennung von Logik und GUI ist wichtig und gut, aber Klassen? Brauchst du hier nicht wirklich und ich würde deine __str__ methode in eine Funktion abändern, die dann auf einer übergebenen `Held'-Instanz arbeitet(ohne deinen Code anderweitig anzupassen):

Code: Alles auswählen

def print_hero(hero):
    line = '-' * 42 + '\n'
    tab = ' ' * 10
    return  '\n' + self.name.upper() + '\n' + line + \
    'Rasse:               ' + hero.rasse + '\n' + \
    'Klischee:            ' + hero.klischee + '\n' + \
    'Klischeefertigkeit:  ' + hero.klischee_fertigkeit + '\n' + \
    'Klischeeausrüstung:  ' + hero.klischee_ausruestung + '\n' + \
    line + 'Startattribute:\n' \
    'Geist:    ' + str(hero.attribut[0]) + tab  + \
    'Sozial:   ' + str(hero.attribut[3]) + '\n' + \
    'Körper:   ' + str(hero.attribut[1]) + tab  + \
    'Wille:    ' + str(hero.attribut[4]) + '\n' + \
    'Geschick: ' + str(hero.attribut[2]) + tab  + \
    'Sinne:    ' + str(hero.attribut[5]) + '\n' + line
burli
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Dienstag 2. Dezember 2008, 11:41

gkuhl hat geschrieben:r das PnP Rollenspiel "Das Weltenbuch" erstellen kann.
Hi, ich bin ein alter PnP Rollenspieler, seit einiger Zeit aber im Ruhestand :(
Das Weltenbuch kenne ich allerdings noch nicht. Hab es mal überflogen und es macht einen recht spaßigen Eindruck. Spielst du das schon länger?
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gkuhl
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Dienstag 2. Dezember 2008, 12:02

@burli: Länger ja, aber leider nicht im Sinne von oft. Wir versuchen zur Zeit seit etwa einem Jahr zu spielen, haben bisher aber nur einen einzigen Spielabend geschafft. Da ich zur Zeit im Ausland bin, wird das vor nächstes Jahr wohl auch wieder nichts werden. :cry:

@cofi: Meinst du damit in etwa so etwas?

Code: Alles auswählen

if __name__ == '__main__':
    name = query_name()
    race = query_race()
    stereotype = query_stereotype(race)
    attribute = START_ATTRIBUTES[race]
    hero = Hero(name, race, stereotype, attribute)
    print print_hero(hero)
Ich hab mittlerweile übrigens nach sinnvollen englischen Übersetzungen geschaut. Man kann sich ja leider nie 120% sicher sein. :wink:
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cofi
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Dienstag 2. Dezember 2008, 13:03

Ja das meine ich - zumindest wenn __init__ entsprechend ausschaut ;)

Zu print_hero nochwas: Du kannst auch Triple Quotes nehmen (""" """), die tolerieren Zeilenumbrüche im Quelltest, so könntest du dir viele `\' und `\n' sparen. Ausserdem kannst du String-Formating benutzen und Zahlen musst du nicht explizit in einen String konvertieren. Wie das geht, erzähl ich jetzt aber nicht *g*
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gkuhl
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Dienstag 2. Dezember 2008, 15:01

cofi hat geschrieben:Du kannst auch Triple Quotes nehmen (""" """)
Danke, daran hab ich jetzt gar nicht gedacht.

Hier nochmal der neuste Code:
- HeldenGenerator2.py
- Config.py

Eine Sache noch in dem Zusammenhang. Gibts eine Möglichkeit, dass man trotzdem zwischen den Triple Quotes einrücken kann, ohne dass dies in den String übernommen wird? Negative Leerzeichen zum Beispiel...?
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cofi
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Dienstag 2. Dezember 2008, 15:39

Wenn ich dich jetzt richtig verstehe, willst du führende Leerzeichen entfernen?

Code: Alles auswählen

import textwrap
textwrap.dedent(text)
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