Anforderungen an Python-Webhosting

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dst
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Mittwoch 30. Januar 2008, 18:57

Hallo,

meine Firma ist eine kleine Webagentur, die auch einige eigene Server betreibt. Hauptsächlich um unsere Kundenprojekte unterbringen zu können, aber wir sind auch für reines Hosting offen.

Python haben wir dabei bisher recht Stiefmütterlich behandelt (nicht zuletzt, weil Python in der Webentwicklung aus verschiedenen Gründen für uns bislang nicht angesagt war, auch wenn das Interesse durchaus da ist), es ist zwar verfügbar, aber nur per CGI und auch nur mit dem Standardumfang, also z.B. ohne Datenbank-Module (zumindest, soweit ich weiß).

Derzeit sind wir dabei, eine neue Serverinfrastruktur aufzubauen. Nun liegt der Gedanke nahe, dass wir auch Python in vernünftiger Form und Abstimmung mit sonstigen Dienstleistungen (z.B. Datenbankserver) anbieten.

Grob stelle ich mir das so vor, dass Python bei Bedarf per fast-cgi (Apache 2.2 mit mod_fastcgi) eingebunden werden kann und zumindest über Module für MySQL und PostgreSQL verfügbar sind.

Jetzt zu meinen Fragen:

Sind weitere Module notwendig oder sinnvoll? Welche?

Ist es sinnvoll, verschiedene Python-Versionen anzubieten (Inkompatibilitäten zwischen 2.4 und 2.5 usw.) oder ist eine aktuelle Version ausreichend?

Gibt es weitere Anforderungen speziell für ein gutes Python-Im-Web-Erlebnis?

Weitere Anmerkungen, Ideen, Vorschläge, Beobachtungen? Ich bin für fast alles offen :wink:

Ich möchte Betonen, dass es sich hierbei nicht um einen Werbebeitrag o.ä. handelt, weshalb ich bewusst keinen Link plazieren werde (es sei denn, dass dies explizit gefordert werden sollte, weil wir so eine großartige Lösung auf die Beine stellen :D :wink:).
lunar

Mittwoch 30. Januar 2008, 19:14

dst hat geschrieben:Sind weitere Module notwendig oder sinnvoll? Welche?
Man könnte jetzt mit einer ellenlangen Liste antworten. Es gibt allein an Webframeworks eine Menge Bibliotheken, dazu kommen dann noch viele Extra-Module...

Sinnvoller wäre es, einfach eine direkte Stelle für Anfragen bereit zu stellen, z.B. in Form einer Website oder eines IRC-Channels, und gefragte Module einfach bei Bedarf zu installieren.
Ist es sinnvoll, verschiedene Python-Versionen anzubieten (Inkompatibilitäten zwischen 2.4 und 2.5 usw.) oder ist eine aktuelle Version ausreichend?
2.5 reicht. Es ist rückwärts kompatibel, außerdem die vom Upstream empfohlene Version.
Gibt es weitere Anforderungen speziell für ein gutes Python-Im-Web-Erlebnis?
Nicht direkt Python-spezifisch, aber das wichtigste ist fast Support. Schnelle Reaktionen auf Feature-Requests wie z.B. Modul-Installationen oder Fehlermeldungen wirken Wunder ;)
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veers
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Mittwoch 30. Januar 2008, 19:15

dst hat geschrieben:Gibt es weitere Anforderungen speziell für ein gutes Python-Im-Web-Erlebnis?
Shell access über SSH.

Ich stelle es mir jedoch ziemlich schwierig vor Kunden komplett von einander zu Isolieren - was für einen Ansatz habt ihr da ins Auge gefasst?

Ich denke es wird dir keiner übel nehmen wenn du den Link ins [wiki=Python_Webspace]Wiki[/wiki] einträgst ;)

Lunar, die Module können ja, sofern nicht binär auch sehr leicht von jedem User selbst installiert werden ;) Wobei Dinge wie die PIL schon vorhanden sein sollten.
[url=http://29a.ch/]My Website - 29a.ch[/url]
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dst
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Mittwoch 30. Januar 2008, 19:41

Man könnte jetzt mit einer ellenlangen Liste antworten. Es gibt allein an Webframeworks eine Menge Bibliotheken, dazu kommen dann noch viele Extra-Module...

Sinnvoller wäre es, einfach eine direkte Stelle für Anfragen bereit zu stellen, z.B. in Form einer Website oder eines IRC-Channels, und gefragte Module einfach bei Bedarf zu installieren.
Letzteres ist selbstverständlich, wobei erfahrungsgemäß telefonischer Kontakt am häufigsten ist und oftmals auch am unkompliziertesten.
Ansonsten ging es mir eher um grundlegendere Libs als um konkrete Frameworks, wo dann doch jeder seine eigenen Vorlieben hat. Wobei z.B. Django sicherlich gut zum Standardumfang gehören kann.
2.5 reicht. Es ist rückwärts kompatibel, außerdem die vom Upstream empfohlene Version.
Okay :)
Nicht direkt Python-spezifisch, aber das wichtigste ist fast Support. Schnelle Reaktionen auf Feature-Requests wie z.B. Modul-Installationen oder Fehlermeldungen wirken Wunder ;)
Normal ;)
Shell access über SSH.
Den wird es vermutlich, auf Anfrage, ohnehin geben.
Ich stelle es mir jedoch ziemlich schwierig vor Kunden komplett von einander zu Isolieren - was für einen Ansatz habt ihr da ins Auge gefasst?
Wie gesagt, im Moment sind wir noch bei der Planung und dabei auch eher noch, was reinkommen sollte als wie es konkret umgesetzt wird.
Strikte Trennung auf Benutzerebene (je ein Benutzer pro Kunde oder Webspace) wird es auf jeden Fall geben. Evtl. auch chroot.
Ich denke es wird dir keiner übel nehmen wenn du den Link ins Wiki einträgst
Joa, mal sehen. Danke für den Link, ist auf jeden Fall gut Meinungen über andere Angebote zu lesen.
Lunar, die Module können ja, sofern nicht binär auch sehr leicht von jedem User selbst installiert werden Wink Wobei Dinge wie die PIL schon vorhanden sein sollten.
PIL erscheint mir gut.
Leonidas
Administrator
Beiträge: 16024
Registriert: Freitag 20. Juni 2003, 16:30
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Mittwoch 30. Januar 2008, 23:19

Hmm, finde ich sehr gut das - wenn es ein konkretes , brauchbares Angebot gibt, kannst du es auf [wiki]Python Webspace[/wiki] verlinken. Natürlich nur, wenn es gut ist, aber wenn ihr es im Ernst anbieten wollt, dann scheint mir das zumindest ein guter Schritt zu sein.

Was die Features angeht, könnt ihr euch von ##pyhosting inspirieren lassen.

Ich habe mir viele Module lokal installiert, unter anderem Beaker und SQLAlchemy und noch ein paar andere Sachen, wo ich jetzt nachschauen müsste.

Was vielleicht auch nicht verkehrt wäre ist lxml. Django zu installieren ist IMHO nicht so sinnvoll, da viele Leute sowieso die SVN-Version verwenden und die ändert sich ab und zu und würde zu Breakage führen.
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