Anonymitaet im Internet

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Rebecca
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Donnerstag 24. Mai 2007, 09:20

Gestern abend hatten wir im IRC eine kleine Diskussion über Anonymität im Internet. Ich war schon recht müde und halb auf dem Weg ins Bett, außerdem finde ich es recht mühselig, lange Gedankengänge im IRC zu artikulieren, inbesondere, wenn mehrere Diskussionen gleichzeitig laufen. Da es aber noch Dinge gibt, die ich zu diesem Thema gerne sagen würde, tue ich das hier. :)

Die Gegenposition (frei zusammengefasst): Man sollte im Internet seinen realen Namen verwenden. Schließlich stellt man sich im realen Leben auch mit seinem echten Namen vor. Man muss eben aufpassen, was für Dinge man von sich preisgibt, und Persönliches brüllt man ja auch nicht in einem voll besetzten Stadion mit einem Megaphon heraus.

Auf manche Dinge trifft das ja auch zu. Ob ich gestern Sex hatte, und wie gut der war, geht nur mich und meinen Freund was an, und das muss ich auch nicht anonym irgendwo herausposaunen.

Andererseits gibt es aber auch Dinge, die auch für andere Leute interessant sind, von denen ich aber nicht möchte, dass sie jeder mit meinem echten Namen verbinden kann. Erfahrungen und Hilfestellungen zur Krankheit X z.B. können Betroffenen eventuell helfen, trotzdem geht das meinen Arbeitgeber und meine Krankenkasse nichts an. Gleiches gilt für politische und volkswirtschaftliche Meinungen. Auch wenn es bei uns um Demokratie und Meinungsfreiheit zur Zeit recht gut bestellt ist, muss mein zukünftiger Arbeitgeber ja nicht unbedingt wissen (vielleicht würde er sonst lieber jemanden mit konformerer Meinung einstellen). Und was ist erst mit Ländern, in denen Meinungsfreiheit kaum etwas gilt, die Presse zensiert wird, Regimegegner ins Gefängnis kommen? Dort ist das Internet oft die einzige Möglichkeit, viele Menschen zu erreichen. (Und eventuell haben wir das Problem auch eines Tages, wer weiß das schon so genau?)

Im realen Leben muss ich eben nicht immer meinen Namen preisgeben, um die Öffentlichkeit zu erreichen. Wenn ein Arzt ein Buch über eine Krankheit schreibt und meine Leidensgeschichte aufnimmt, muss/wird er ja meinen Namen auch nicht dazuschreiben. Wozu auch? Wenn ich an einer öffentlichen Podiumsdiskussion aus dem Publikum heraus aktiv teilnehme, muss ich meinen Namen nicht preisgeben. Wenn Zeitungen über private Personen berichten, wird der Name oft durch einen falschen ersetzt und Gesichter auf Fotos unkenntlich gemacht. Überhaupt zählt der Informantenschutz im Journalismus sehr viel, sogar gegenüber Polizei und Gericht. Anders können Pressefreiheit und Demokratie nicht funktionieren.

Ein anderer Aspekt: künstlerische Tätigkeiten. Auch im realen Leben ist es gebräuchlich, Pseudonyme zu verwenden (Lewis Carroll, Novalis, Agatha Christie, Stephen King, ...), das Urheberrecht räumt einem das Recht dazu ein. Kaum ein Groschenroman z.B. wir unter dem realen Namen des Autors veröffentlicht, und dennoch haben viele Leute Spaß daran, sie zu lesen.

Natürlich verleitet die Anonymität im Internet dazu, Schwachsinn zu verbreiten, das Problem sehe ich durchaus. Die Diskussionen zu Golem- und Heise-Artikel z.B. zeigen das immer wieder, vom Spam will ich gar nicht erst anfangen. Aber das nehme ich in Kauf dafür, dass sonst viele von den Dingen, die ich im Internet gerne lese, anders gar nicht erst veröffentlicht würden.

Ui, ist ganz schön lang geworden... :shock:
EnTeQuAk
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Donnerstag 24. Mai 2007, 09:38

Also ich bin der Meinung, das handhabt jeder selber.

Ich hatte erst letztens mit Mr_Snede eine kleine Disskusion darüber, was wir in die "Copyright by..." klausel im Programmtextheader schreiben. Nickname oder realen Namen?

Ich glaube, das wir darauf gekommen sind, das jeder einträgt, was er möchte. Was ja auch gut ist.


Ich persönlich gebe posaune meinen realen Namen auch nicht überall im Internet herum. Dagegen, verwende ich für *alle* Aktivitäten für das Internet nur einen Nicknamen. Wodurch man mich auch noch "ein wenig" identifizieren kann.
Meinen richtigen Namen verwende ich nur bei Dingen, bei denen ich mich persönlich als Vertreter/Ansprechpartner sehe. Das sind größtenteils nur Internetseiten und Programme, bei denen ich mitgewirkt habe.
Ein anderer Aspekt: künstlerische Tätigkeiten. Auch im realen Leben ist es gebräuchlich, Pseudonyme zu verwenden (Lewis Carroll, Novalis, Agatha Christie, Stephen King, ...), das Urheberrecht räumt einem das Recht dazu ein. Kaum ein Groschenroman z.B. wir unter dem realen Namen des Autors veröffentlicht, und dennoch haben viele Leute Spaß daran, sie zu lesen.
Das passt, finde ich, ganz gut auf das Internet. Viele Leute verwenden Pseudonyme. Nur weiß nur die jeweilige Person, warum sie das tut.
Viel interessanter fände ich die Frage, warum man nicht den realen Namen verwendet.
Ich glaube... kaum einer wird auch unter seinem Pseudonym sehr private Dinge veröffentlichen. Nein... ich bin mir recht sicher.
Zumindest geht es mir so. Ich kann(und werde) unter meinem Pseudonym nur Dinge schreiben, für die ich auch mit meinem richtigen Namen gerade stehen würde. Nur warum verwende ich dann einen Nickname? Ehrlich gesagt... keine Ahnung. Jeder machts... kaum einer machts nicht.
Die Gegenposition (frei zusammengefasst): Man sollte im Internet seinen realen Namen verwenden. Schließlich stellt man sich im realen Leben auch mit seinem echten Namen vor. Man muss eben aufpassen, was für Dinge man von sich preisgibt, und Persönliches brüllt man ja auch nicht in einem voll besetzten Stadion mit einem Megaphon heraus.
Im realen Leben stellt man sich mit dem richtigen Namen vor. Das stimmt. Nur ist mir z.B. aufgefallen, das es hier auch verschiedene Versionen gibt.
Auf der einen Seite wird im Journalismus eigentlich immer der Nachnahme verschleiert.
Kennt einer von euch den Vornamen seines Chefs/Vorgesetzten? Ich nur, weil meiner (der ganz oben an der spitze) Mehdorn heißt und wir den Aufbau der Firma lernen mussten.

Ich hoffe, es ist klar geworden, worauf ich hinaus möchte.


MfG EnTeQuAk
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jens
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Donnerstag 24. Mai 2007, 09:45

Ein gravierender Unterschied zwischen Internet und dem echten Leben ist einfach der, das im Internet alle Sachen auf unbestimmte Zeit wieder gefunden werden können.
Wenn ich im Stadion mit einem Megaphon irgendwas in die Menge brülle, haben die es beim ersten Tor schon wieder vergessen.
Im Internet kann man aber teilweise Jahre alte Texte nachlesen. Die Meinung die man damals vertreten hat, ist vielleicht nicht mehr die selbe oder man weiß es mittlerweile einfach besser...

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Donnerstag 24. Mai 2007, 10:55

Vielleicht währen folgende nachrichten auch noch interessant, mit in die Disskusion einzubeziehen:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/90142
http://golem.de/0705/52457.html
BlackJack

Donnerstag 24. Mai 2007, 12:52

Das Meatball Wiki hat einen interessanten Eintrag zum Thema RealName.

Ist auch immer die Frage wozu man seinen Namen und Daten preisgeben soll. Bei Formularen die man ausfüllen muss um zum Beispiel einen kostenlosen Download tätigen zu können oder an einer Umfrage teilnehmen zu können, gebe ich meistens ziemlichen "Unsinn" ein. :-)
schlangenbeschwörer
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Donnerstag 24. Mai 2007, 13:01

Es ist ja so: Sobald man sich im Internet irgendwo beteiligt und nicht nur liest, ist es schwierig, seine Identität(en) zu trennen. Wenn man sich immer mit dem gleichen (Nick)namen überall beteiligt und irgendwo unter diesem Namen dann mal was mehr zu sich schreibt, findet das halt jeder. Dh wenn jemand bei einer Suchmaschine den Nicknamen oder richtigen Namen eingibt, findet er alles, was es dazu gibt. Wenn man es hochtreibt, kann man jmd. ja auch schon, wenn angegeben, an der email-adresse identifizieren. Es ist schwierig, mehrere Internetidentitäten voneinander zu trennen. Es gibt ja sogar schon Internet-Detekteien.

Andererseits, wenn man unter seinem Namen nur Sachen macht, die auch einen Chef nicht stören dürften... Jemand, der nur mal gucken will, was XY so macht, wird ja zB. nicht alle verfassten Texte lesen, aus denen sich dann das ein oder andere Detail oder die große Weltanschauung(zu der man ja eigentlich stehen sollte) erfahren lässt. Wenn natürlich der erste gefundene Eintrag in einen Bereich fällt, weswegen man die Seite löschen möchte, hat man natürlich ein Problem.

Zu der Frage, wieso man Nicks hat, statt denen man auch seinen richtigen Namen schreiben könnte, denke ich, dass es, wie "EnTeQuAk" sagte, erstmal daran liegt, dass es alle machen. Vlt will man auch einen Künstlernamen, der besser klingt oder so. Zudem kennen die meisten Leute im Internet nur unter diesem Namen und so ist es auch eine andere Identität. Halt man selbst minus ganz viel, was man nicht ins Netz schreibt.

Aber: Was will ein Otto-Normal-Forums_oder_Sonstwas-Nutzer mit dem richtigen Namen eines anderen Otto-Normal-Forums_oder_Sonstwas-Nutzers? Man kann eh nix damit anfangen. Und wenn man nach dem Namen sucht und irgendwas findet, womöglich was "interessantes", toll, was solls? Man kann es natürlich verbreiten oder über den Namen die Adresse suchen und ihn dann besuchen und ..., weil man ein Böser Mensch ist, oder so, aber sonst?

Noch ein letzter Punkt: Wenn man eine eigene Website betreibt, muss man ja -rechtlich- ein Impressum mit seinem richtigen Namen und seiner Adresse und vlt. noch mehr haben. Da es die eigene Seite ist, will man sie doch, je nach Inhalt natürlich, wobei es ja auch viele "MeineSeiteMitAllemWasIchMacheUndBin"-Seiten gibt, bei möglchst vielen Leuten vorstellen. Wenn man jetzt überall (wo man öffter mal ist) statt seines richtigen Namnes den Link zur eigenen Website drunterschreibt, hat man in Sachen Anonymität auch nix gewonnen.
BlackJack

Donnerstag 24. Mai 2007, 14:55

Auch wenn man überall den gleichen Nickname verwendet, kann man es Suchern schwer machen. Man muss nur ein allgemein verwendetes Wort als Namen benutzen und schon gibt's mehr "falsche Treffer" bei einer einfachen Suchanfrage.

Personalchefs "durchleuchten" Bewerber mittlerweile schon per Internetsuche. Da sollte man heute auf jeden Fall mit rechnen.

Das mit den Otto-Normal-Foren-Nutzern (ONFN) die sich über die Identität von anderen ONFN Gedanken machen, siehst Du IMHO ein wenig zu harmlos. Man glaubt gar nicht bei welchen Themen sich Leute ereifern und andere plötzlich "fertig machen" wollen.

Stell mal so etwas harmloses wie eine Webseite mit Rezepten zur schmackhaften Zubereitung von Hunden und Katzen mitsamt Deines Namens und Adresse ins Netz. Viel Spass! :twisted:

Und auch sonst möchte man vielleicht gerne seine Weltanschauung vertreten ohne das gleich jeder die Verbindung zwischen den Äusserungen und der Person ziehen kann. Solange die Weltanschauung sich mit dem Mainstream oder dem persönlichen Umfeld deckt ist es leicht dazu zu stehen. Aber das ist ja nun nicht immer der Fall.

Diese Impressumspflicht ist bei Privatseiten zumindest rechtlich umstritten. Lässt sich auch einfach umgehen indem man sich einen Hoster ausserhalb von Deutschland sucht.
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tiax
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Donnerstag 24. Mai 2007, 14:56

Glühende Verfechter des Zwanges, den richtigen Namen anzugeben, finden sich in #debian.de auf FreeNode. Dort gilt es als Religion.
Ne invoces expellere non possis
[url=xmpp://florian@florianheinle.de]xmpp:florian@florianheinle.de[/url]
lunar

Donnerstag 24. Mai 2007, 14:59

@Rebecca
Sehe ich genau so... wenn man sich anschaut, was __doc__ im IRC so alles über seinen Arbeitgeber verbreitet... ich würde das auch nicht unter meinem realen Namen machen ;)
EnTeQuAk
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Freitag 25. Mai 2007, 06:02

(ein alter post, den ich aus technischen schwierigkeiten nicht früher reinstellen konnte)



Es ist natürlich klar, das mir der wirkliche Name von blackbird (auch, wenn er recht bekannt ist ;) ) überhaupt nicht interessiert. Das stimmt.

Aber es gibt eben auch andere Seiten. So habe ich selber die Erfahrung sammeln dürfen, das zukünfige Arbeitgeber (bei mir mein Ausbildungsunternehmen), sich die Leute vor denen gaaanz genau anschauen.

So habe ich in einem Einstellungsgespräch erfahren, das die entsprechende Firma ganz genau über mein Freizeitprojekt GFX-United bescheid wusste. Sie haben mich über meine Hobbys etc. gefragt gehabt. Dabei habe ich das nicht ganz vorne an gestellt, sondern erstmal die schönen Aktivitäten wie Sport und allgemeines Interesse vorn an gestellt. Dann kam die Frage nach Internetseiten etc... da fing ich an und bevor ich es erwähnt hatte, viel der Begriff GFX-United. Da war ich erstmal baff.

Nun gut... so was machen sicherlich auch nur entsprechend interessierte Unternehmen... aber es ist schon argh, was man heute alles herausfinden kann.
Und wenn man bei Google meinen richtigen namen eingibt, findet man wirklich nur Seiten, bei denen ich es möchte, das der name da steht. Das ist meine Internetseite websHoX.org, der Internetseitengenerator Wombat und das wars. Bei "EnTeQuAK" findet man dagegen nun wirklich meine kompletten Interessen, indem man sich nur mal die ersten beiden Trefferseiten anschaut.


MfG EnTeQuAk
N317V
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Freitag 25. Mai 2007, 10:03

Kommt ja auch immer darauf an, was für eine Art von Nick ich wähle. N317V ist so gut wie ein Real Name, weil man per Google locker rausfindet wer ich bin. Etwas wie BlackJack oder schlangenbeschwörer dagegen ist schon deutlich schwieriger. So kann man das eigentlich recht fein tunen wie schwierig es ist etwas über einen rauszubekommen. Aber warum muss ich das unbedingt? Ich weiß eigentlich nicht warum es ein Problem ist, wenn jemand unter einem Pseudonym veröffentlicht. Im realen Leben kenn ich auch viele Leute nur mit Spitznamen.*) Da stellt sich auch nicht jeder gleich mit Vor- und Nachnamen vor. Die wenigsten eigentlich. Im beruflichen Umfeld noch eher, aber da ist es auch oft so, dass sich Leute einfach als "Herr Müller" vorstellen. Damit weiß ich zwar wie ich zu dem Kerl sagen soll, aber um etwas über ihn herauszufinden wird es wohl nicht reichen. Ich sehe da kein Problem. Der einzige radikale Unterschied, den ich ausmachen kann, ist, dass man im Internet weitgehend selbst bestimmt, wie man heißt. Im RL geht das gar nicht. Wenn jeder "Lulu" zu Dir sagt, dann heißt Du einfach so. Ob Dir das gefällt oder nicht.

*) Tatsächlich bin ich mir nicht so ganz sicher, wie unser Gitarrist Jocke genau heißt. Den Vornamen hab ich vor nem guten Jahr mal erfahren, aber mit dem Nachnamen hab ich immernoch Probleme. :-) Jeder sagt eben "Jocke". Wir sind seit fast 5 Jahren zusammen in der Band.
Es gibt für alles eine rationale Erklärung.
Außerdem gibt es eine irrationale.

Wie man Fragen richtig stellt
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jens
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Freitag 25. Mai 2007, 10:12

Es geht IMHO nicht darum ob man nun seinen echten Namen oder ein Nick verwendet. Es geht darum wie anonym man noch ist bzw. wie viel Informationen man über eine bestimmte Person sammeln kann. Dabei ist es wichtig, ob man einen allgemeinen Nick oder Namen hat, oder einen sehr speziellen...

Fazit: Lieber einen sehr allgemeinen Nick nehmen ;)

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Freitag 25. Mai 2007, 11:04

Mit entsprechenden Suchwörtern bekommt man auch allgemeine Suchwörter raus.

Jens+Python @ Google.

gut... das ist jetzt nen scheiß Beispiel, veranschaulicht aber gut... man kann vieles herausfinden.

Und ich finde... kaum einer wird viele Private Dinge ins Netz stellen. Mir geht es da doch mehr um Hobbys/Interessen etc.


MfG EnTeQuAk
BlackJack

Freitag 25. Mai 2007, 12:24

Was ist an Hobbies und Interessen denn *nicht* privat?

Ausserdem sollte man nicht unterschätzen was doch so alles an Informationen unterschwellig preisgegeben wird. Falls es der Realname ist, gibt's ein paar bei denen man statistische Vermutungen darüber anstellen kann wie alt die Person ist, oder wo sie herkommt. Ausdrucksweise, Satzbau und Fehler lassen Rückschlüsse auf die Person zu. Daran kann man teilweise sogar Beiträge identifizieren wenn sie anonym oder unter anderem Namen veröffentlicht wurden. Zeiten zu denen gepostet wird geben Lebensumstände preis.

Und dann gibt's noch natürlich die ganzen Möglichkeiten Daten aus den verschiedensten Quellen zu verknüpfen.
schlangenbeschwörer
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Freitag 25. Mai 2007, 15:18

Wenn man umbedingt alles mögliche über jmd. rausfinden will, findet man sicher auch einiges, nur ist das Nutzen/Aufwand verhältniss rech übel, wenn man aus allen Forumsbeiträgen zB übergeordnete Meinungen oder durch eine Auflistung aller Zeiten, wo was geschrieben wurden, ein Berufsprofil zu machen. Das ist ja fast eher was für nen guten Krimi...
Zudem kann man ja auch oneway-Verknüpfungen hinterlassen, sodass man hier zB einen Link von einer "privaten Seite" posten, also wo sein richtiger Name steht, aber andersrum nicht, sodass hier die Leute sich die Seite angucken, nicht aber jeder das Forum findet und alle Beiträge lesen kann. Ist aber wohl eher leicht, es auch andersrum zu finden, wenn man den Namen der Seite und ein Paar Stichwörter in die Suche tippt...Wie gesagt, wenn wir davon aus gehen, das es in erster Linie um Firmen geht, wo man sich bewirbt, werden die meisten vlt. etwas suchen, aber jenachdem, was dann oben auf der Liste steht, und was das für eine Firma ist, werden die wohl nicht über 10 Ecken versuchen, zu erfahren, was man so für "normale" Dinge tut. Wenn also oben "Das Deutsche Python-Forum" steht, werden die nicht alle Beiträge dort untersuchen und auf alle erwähnten Links klicken. Oder ist es wirklich schon sooo schlimm?
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