Skriptsprachen-Hassen leicht gemacht

Alles, was nicht direkt mit Python-Problemen zu tun hat. Dies ist auch der perfekte Platz für Jobangebote.
sape
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Montag 22. Januar 2007, 11:36

Das, was man mit Skriptsprachen bevorzugt macht, trägt den klangvollen Namen Rapid Prototyping (nein nicht Rabbit Prototyping!), zu deutsch: schnelles Zusammenpfuschen, damit man Interessenten bald etwas vorführen kann. Nun ist es aber so, dass sich der normale Programmierer von einmal geschriebenem Programmtext nicht wieder trennen kann, also bleibt es für immer bei der Pfuschversion, um die herum ständig neue Flicken gesetzt werden. Um diese Vorgehensweise zu unterstützen, bieten auch Skriptsprachen rudimentäre Mechanismen zum Zusammenstellen von Bibliotheken. Diese Modularisierung ist schon deswegen immer unterentwickelt, weil es keine ausdrücklichen und typsicheren Schnittstellen gibt. (siehe unten) Diese Modularisierung wäre auch völlig unnötig, wenn man Skriptsprachen nur verwenden würde, wozu sie geeignet sind, nämlich um Wegwerfprogramme zu schreiben.
Hier habe ich aufgehört weiter zu lesen. :lol:

Ist aber wirklich *lol* was er von sich gibt :lol:
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jens
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Montag 22. Januar 2007, 11:37

Das selbe gibt es für C auch: http://www.math.uni-bremen.de/~thielema/CHater.html :roll:

Der Typ hat IMHO zuviel Zeit...

CMS in Python: http://www.pylucid.org
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sape
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Montag 22. Januar 2007, 11:43

Natürlich sind alle hier dargestellten Fehlerquellen maßlos überzogen und treten in der Praxis kaum auf, denn der seriöse Skriptsprachenbenutzer hat noch einen gewaltigen Trumpf in der Hand: Automatische Tests, die er geschrieben hat, um alle Funktionen auf korrekte Ergebnisse zu überprüfen. Er nimmt sich zwar keine Zeit, um über Schnittstellen und Typen nachzudenken, dafür umso mehr Zeit für die Kreation automatischer Tests - Ehrenwort! Dass man mit Typen vielerlei dumme Fehler erkennen kann, ohne einen Riesenhaufen Tests zu fahren (die einem auch nur sagen würden, dass ein Fehler vorhanden ist, aber nicht so genau, wo), überzeugt ihn nicht, denn schließlich kann man mit statischer Typenprüfung nicht alle Fehler entdecken. Viel schneller hat er eine Reihe von Tests entwickelt, die alle Typenfehler abfangen, und er vergisst keinen! Außerdem steht statische Typenprüfung dem Ziel möglichst kurzer Programmtexte direkt entgegen, wie man an C++ und Java sehen kann, den bekanntermaßen einzigen Programmiersprachen mit einem Typensystem (oder so etwas ähnlichem).
:lol: Da ist einer meiner bisherigen lieblingsstelle :D

BTW: Ja, ich Lese doch weiter ^^
sape
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Montag 22. Januar 2007, 11:49

Viele Haskell-Anfänger scheinen sich nicht die Mühe zu machen, sich mit dem Konzept von Funktionen und den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Funktionen höherer Ordnung zu befassen. Stattdessen meiden sie alles systematische und errichten ihre Programme hauptsächlich aus syntaktischem Zucker wie Listenkomprehension, Guards, Pattern-Guards, Infix-Operatoren und do-Notation, wahlweise auch mit kleinkarierten Rekursionen.
Joa, der hat IMHO echt richtig gelitten der Typ :roll:

Bin raus, bevor ich anfange den Thread hier zuzuspammen...
sape
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Montag 22. Januar 2007, 11:58

Als Skriptsprache legt MatLab Variablen dynamisch zur Laufzeit an. Dies schließt das Überschreiben vordefinierter Variablen ein. Eine Warnung gibt es in diesem Falle nicht. Somit kann ich endlich alle Definitionen vornehmen, die mir schon immer plausibler erschienen:

>> false = true; % ich bin der Geist, der stets verneint
>> pi = 3; % nie wieder Rundungsfehler, das bevorzugte schon Archimedes
>> cos = 1; % ich rechne eh immer mit kleinen Winkeln
:lol: :lol: rofl :D Ich lieg am Boden ^^

Leute Sorry für den Spam.


Rebecca, vielen dank für den Link. Hast meinen Tag gerettet :D

thx & lg
sape
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Montag 22. Januar 2007, 12:10

Bin durch.

Fazit: So ganz unrecht hat er ja stellenweise nicht! ;) Besonders was die Inkonsistenz von MatLab betrifft!

Aber der größte Teil den er von sich gibt ist einfach nur Schwachsinn und sicherlich auch nicht ernst gemeint.

lg
Python 47
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Montag 22. Januar 2007, 14:04

Ähm es gibt auch einen Edit Button ;)

Ich würde nix gegen 2 Posts nacheinander sagen, weil das hier manchmal z.B. von Gerold so gehandhabt wird, aber 4 Posts nacheinander ist recht viel.

Nur als kleiner Hinweis.
mfg

Thomas :-)
sape
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Montag 22. Januar 2007, 15:40

Sorry dafür, hast vollkommen Recht.

lg
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Luzandro
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Dienstag 23. Januar 2007, 07:34

v.a. über das C hab ich jetzt nur mal schnell drübergescrollt, aber irgendwie muss ich ihm sowohl bei MATLAB als auch bei C zum Teil recht geben und bin dennoch einiges davon entfernt die beiden zu hassen :)

vllt. sollte ihm mal wer vorschlagen ein mex-File in C zu schreiben...

aber toll finde ich das logspace - das sollte man eigentlich direkt auf dailywtf posten
[url=http://www.leckse.net/artikel/meta/profilieren]Profilieren im Netz leicht gemacht[/url]
sape
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Dienstag 23. Januar 2007, 16:15


Y0Gi
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Dienstag 23. Januar 2007, 18:34

Um mal diesem Schwachsinnsschwall entgegenzuwirken empfehle ich Bruce Eckels Strong Typing vs. Strong Testing (mit Beispielen in Java und Python).
Leonidas
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Mittwoch 24. Januar 2007, 11:46

Ich selbst finde das die beiden *-Hater Artikel FUD sind. Nichteinmal lustig, denn über so extreme Dummheit kann ich nicht wirklich lachen. Ich denke mir nur, dass alle die das Lesen ihre Lebenszeit nur damit verschwenden. Harte Worte, ja. Aber wenn man nicht lustig schrieben kann, wenn es denn schon eine Satiere ist, dann sollte man es lassen, bevor Leute den Quark ernst nehmen.
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BlackJack

Mittwoch 24. Januar 2007, 12:51

Der Grossteil vom ScriptingHater befasst sich mit MatLab-Macken und die sind teilweise wirklich heftig. Ich glaube nicht, dass es für MatLab-Anfänger verschwendete Zeit ist, sich das durchzulesen, weil einige von den Macken Mathe-Studenten, die mit MatLab an die Programmierung herangeführt werden, sicher schwer zu schaffen machen und die "Features" prägen deren Eindruck von "Programmierung" nachhaltig. Und den Programmierstil den man sich damit angewöhnt, muss man auch erst einmal wieder loswerden.
sape
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Mittwoch 24. Januar 2007, 17:18

Leonidas hat geschrieben:Ich selbst finde das die beiden *-Hater Artikel FUD sind. Nichteinmal lustig, denn über so extreme Dummheit kann ich nicht wirklich lachen. Ich denke mir nur, dass alle die das Lesen ihre Lebenszeit nur damit verschwenden. Harte Worte, ja. Aber wenn man nicht lustig schrieben kann, wenn es denn schon eine Satiere ist, dann sollte man es lassen, bevor Leute den Quark ernst nehmen.
Dan fehlt dir der Humor. Ich kann sehr gut über solche derben Sachen und Idioten lachen ;) Und das witzige ist, das er das nicht mal als Humor dargestellt habe will (denke ich mir mal so.), sonder so als ob das sein voller Ernst ist :lol: Und gerade diese unsachlich, zynische Art die er im Artikel nutzt, vermischt mit Fakten, ist sehr amüsant.

Naja, Leo, das ist so ähnlich wie in dem einen Thread, wo ich nicht über die eine Sache über Web2.0 lachen konnte und es nicht als lustig empfunden habe, da mir der nötige Hintergrund gefehlt hatte. Nachher hab ihr mich ja darauf hingewiesen warum es witzig ist und das man sich darüber nicht aufregen braucht...

Aber Fakt ist: Klar, der Typ der die beiden Artikel geschrieben hat, ist sehr zynisch und ein Arsch. Dumm ist er aber keines falls. Ein Idiot ist er aber dennoch, weil er diese Form gewählt hat um seine Antipathie auszudrücken.

Aber in vielen Punkten hat er auch Recht, auch wenn er es wirklich in übelster Form darstellt. Seinen Standpunkt gegenüber C kann ich nachvollziehen, da ich selber mit C genug zu tun hatte und weiß wie ätzend, fehleranfällig und inkonsistent die Sprache ist. Auch seine Meinung gegenüber Scriptsprachen kann ich verstehen, obwohl ich es so nicht empfinde wie er (Und das sage ich als einer der Python Super findet), bis auf das mit MatLab wo er meine volle Zustimmung hat.

Also, gib den beiden artikeln eine Chance. Wenn du dich halbwegs mit dem auskennst was er da bespricht, wirst du deinen Spaß an seinen überflüssigen Kommentaren haben :D
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