MySQLdb als Windows-Binaries für Python 2.5?

Installation und Anwendung von Datenbankschnittstellen wie SQLite, PostgreSQL, MySQL, der DB-API 2.0 und sonstigen Datenbanksystemen.
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Y0Gi
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Montag 6. November 2006, 14:15

Seit Wochen warte ich darauf, dass mal Windows-Binaries von MySQLdb für Python 2.5 erscheinen, aber Pustekuchen. Der Herr Dustman scheint da ausgesprochen geringfügig motiviert zu sein, diese bereitzustellen. "Inoffizielle" habe ich leider auch keine finden können. In Anbetracht der Verbreitung von MySQL und auch der Nutzung in der Python-Community, nicht zuletzt durch TurboGears u.a. angeschoben, finde ich das sehr erschreckend und armselig.

Leider fühle ich mich mangels größerer Erfahrung im erforderlichen Gebiet nicht in der Lage, da selbst etwas zu erzeugen, daher meine Frage und Bitte: Kann sich nicht jemand mit der nötigen Kompetenz daran machen, diese Binaries zu erstellen? Geht das nicht vielleicht sogar unter Linuxen?

Vielen Dank im Voraus!

P.S.: Ja, ich benutze parallel Python 2.4, damit ich das 2.4-Binary benutzten kann, aber dieser Weg ist Asche.
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gerold
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Montag 6. November 2006, 14:54

Y0Gi hat geschrieben:Seit Wochen warte ich darauf, dass mal Windows-Binaries von MySQLdb für Python 2.5 erscheinen
Hi Y0Gi!

<hochnäsige Tipps>

Mein bescheidener Tipp an dich:
Warte noch ein paar Monate bis sich Python 2.5 etabliert hat. So viel besser als 2.4 ist 2.5 auch wieder nicht, als dass es sich rentieren würde sich deshalb die Haare auszureißen.

Noch ein Tipp:
Warte bis es eine MySQLdb-Release für Python 2.5 vom Autor gibt.

</hochnäsige Tipps>

lg
Gerold
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So schwer ist das kompilieren nicht, ich habe was das angeht in diesem Thread etwas Hilfestellung gegeben.

Ich habe mal im Wiki Binaries für Python 2.4 verlinkt, die ich selbst gemacht habe, aber seitdem ich kein Windows einsetze habe ich das aufgegeben und bis jetzt hat das niemand fortgesetzt.
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BlackJack

Montag 6. November 2006, 18:25

gerold hat geschrieben:Noch ein Tipp:
Warte bis es eine MySQLdb-Release für Python 2.5 vom Autor gibt
AFAIK benutzt der Autor kein Windows mehr und hat auch kein wirkliches Interesse daran Binaries für Windows zu pflegen.
Y0Gi
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Montag 6. November 2006, 18:35

BlackJack hat geschrieben:AFAIK benutzt der Autor kein Windows mehr und hat auch kein wirkliches Interesse daran Binaries für Windows zu pflegen.
Genau das. Er würde sie aber wohl zumindest veröffentlichen, nur erstellen will er sie partout nicht.
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birkenfeld
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Montag 6. November 2006, 20:32

Nun ja, das ist sein gutes Recht.

Für Leute (es muss sich ja nur einer finden), die Windows (und Visual Studio) haben, ist das Kompilieren IMHO zumutbar.
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Montag 6. November 2006, 20:49

Richtig. Und, ist so jemand unter euch?
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Montag 6. November 2006, 23:27

birkenfeld hat geschrieben:die Windows (und Visual Studio) haben, ist das Kompilieren IMHO zumutbar.
Mit MinGW ist es idR auch kein Problem, außerdem hat Microsoft die Compiler Toolchain vor einiger Zeit mal zum Download angeboten (kostenlos und legal, nur eben ohne VS-GUI).
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Y0Gi
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Dienstag 7. November 2006, 10:42

gerold hat geschrieben:Mein bescheidener Tipp an dich:
Warte noch ein paar Monate bis sich Python 2.5 etabliert hat. So viel besser als 2.4 ist 2.5 auch wieder nicht, als dass es sich rentieren würde sich deshalb die Haare auszureißen.
Die Sache ist die: Wenn so absolut elementare Pakete wie MySQLdb nicht für den gemeinen Windows-Anwender verfügbar sind (und der aktuellen Aussicht nach auch nicht sicher in absehbarer Zeit sein werden), wird sich Python 2.5 alles andere als schnell durchsetzen.
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jens
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Dienstag 7. November 2006, 11:41

Y0Gi hat geschrieben:Die Sache ist die: Wenn so absolut elementare Pakete wie MySQLdb nicht für den gemeinen Windows-Anwender verfügbar sind (und der aktuellen Aussicht nach auch nicht sicher in absehbarer Zeit sein werden), wird sich Python 2.5 alles andere als schnell durchsetzen.
Ganz unrecht hast du nicht. Es ist einfach unschön, das Module nicht verfügbar sind. Anderer Seits hat es gerold schon auf den Punkt gebracht: Die Vorteile von Python 2.5 zu 2.4 sind nicht sooo groß. Ich selber bleibe einfach auch erstmal bei 2.4... Unter Linux ist es IMHO nicht anders, oder ist bei Ubuntu Edgy schon 2.5 dabei?

Neue User werden sich allerdings IMHO wundern, das die Zusatzmodule nicht "aktuell" sind. Ich denke das wirft kein gutes Licht auf Python :cry: Gerade bei so essentiellen Modulen :?

Ein anderes Thema ist generell die Organisation von Zusatzmodule. CPAN bei Perl hat da einiges Voraus :( Da hilft auch der Cheese Shop und eggs nichts :( Zumal man eggs auch mit Python 2.5 nicht direkt benutzten kann, oder?
Wobei man unter Linux natürlich vieles einfach über apt-get machen kann...

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Dienstag 7. November 2006, 12:44

jens hat geschrieben:Anderer Seits hat es gerold schon auf den Punkt gebracht: Die Vorteile von Python 2.5 zu 2.4 sind nicht sooo groß. Ich selber bleibe einfach auch erstmal bei 2.4...
Du bist doch derjenige, der sich vor nicht allzu langer Zeit auch noch auf Python 2.2 beschränkt hat, oder? "Sooo große" Vorteile ist eine subjektive Bewertung, aber dennoch gibt es Gründe, warum - wenn schon nicht wegen neuer Sprachfeatures und neuer Module in der Standard-Lib - man aktuelle Versionen vorziehen sollte (und diese deshalb auch - mit allen wichtigen Third-Party-Modulen! - in gängigen Betriebssystemen wie Linux oder Mac OS X enthalten sein sollten): höhere Performance und behobene Fehler (auch wenn das fast vernachlässigbar aussieht, wenn man das mal mit den Changelogs von z.B. PHP vergleicht...). Nur so steigen mittelfristig Akzeptanz, Verbreitung und damit Bedeutung und Entwicklungsumfang von Python und dessen "Dunstkreis".
jens hat geschrieben:Da hilft auch der Cheese Shop und eggs nichts :( Zumal man eggs auch mit Python 2.5 nicht direkt benutzten kann, oder?
Nicht out-of-the-box, richtig. Leider sind die Setuptools noch in keiner vollwertig einsetzbaren Version vorhanden (selbst das Entfernen von Paketen ist AFAIK nicht möglich) und werden auch aus anderen Gründen wie etwa Monkey-Patching nicht zu Unrecht kritisiert bzw. in Frage gestellt.

Schade drum, denn so ein System (das auch einige sehr brauchbare Komponenten enthält) ist heutzutage eigentlich unabdingbar. Neben Perl mit CPAN hat auch Ruby mit gems ein System, das sich durchgesetzt hat.
jens hat geschrieben:Wobei man unter Linux natürlich vieles einfach über apt-get machen kann...
Das hat auch Nachteile: Bezüglich Aktualität ist man natürlich mit den Setuptools weiter vorne. Irgendwann können sich aber beide Systeme zu einem unschönen Gebilde entwickeln, etwa wenn sowohl per APT als auch per easy_install manuell direkt oder über Abhängigkeiten eingespielte Pakete überschneiden. Mit Glück hat man nur redundante Pakete in der selben Version, aber wenn sich die Versionen dann unterscheiden, geht es ganz schnell drunter und drüber.
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jens
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Dienstag 7. November 2006, 13:33

Y0Gi hat geschrieben:Du bist doch derjenige, der sich vor nicht allzu langer Zeit auch noch auf Python 2.2 beschränkt hat, oder?
Da hast du recht. Das hab ich allerdings nur wegen den tollen Webhostern machen müssen...
Nun läuft PyLucid erst ab Python =>2.3 :)

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Dienstag 7. November 2006, 16:58

btw. Zum Thema Egg, easy_install und Co. sollten wir mal eine Webseite machen! Aber ich kenne mich in dem Thema nicht so gut aus...

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