Anfänger kommt mit python nicht klar!

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thomas-gn
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Anfänger kommt mit python nicht klar!

Beitragvon thomas-gn » Dienstag 31. Oktober 2006, 10:08

Hallo,
ich habe Suse-LInux 10.0 auf einem Stand-alone-PC.
Normalerweise ist bei Suse-linux 10.0 python 2.4.1 dabei. Das habe ich gelöscht und python 2.5 installiert in /usr/python per configure make makeinstall.
Nun will ich einfach ein kleines Programm schreiben und finde keinen Editor. Ich nehme open office und gebe ein print "Hallo Welt!" und speichere es als textdatei ab, also test.txt, benenne es um in test.py, rufe auf der komandoebene auf python test.py und es gibt einen Fehler.
Dann lese ich das python-Forum und da sind unter installieren/konfigurieren - Python-Editoren empfohlen. Ich habe zwei Editoren zu installieren versucht und bekomme Fehlermeldungen, weil irgendwelche Module beim kompilieren fehlen.
In meinem Urlaub habe ich Tage damit verschwendet in python, einen Editor zu finden und die Anfangsschwierigkeiten zu überwinden.

open-Source ist manchmal echt eine Puzzlearbeit. Da wäre ich bereit 50 € auszugeben, um die Software zu installieren , Handbuch zu lesen und langsam anzufangen.

Wer kann weiterhelfen, bevor ich es aufgebe, weil es zu schwer ist...
N317V
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Re: Anfänger kommt mit python nicht klar!

Beitragvon N317V » Dienstag 31. Oktober 2006, 10:31

thomas-gn hat geschrieben:rufe auf der komandoebene auf python test.py und es gibt einen Fehler.


Und der wäre?

thomas-gn hat geschrieben:Ich habe zwei Editoren zu installieren versucht und bekomme Fehlermeldungen, weil irgendwelche Module beim kompilieren fehlen.


Das ist wohl eher ein Problem beim Installieren, besser gesagt: Kompilieren von Software auf einem Linux-System und hat nichts mit Python zu tun. Aber auch hier die Frage: was für Fehlermeldungen?

thomas-gn hat geschrieben:Wer kann weiterhelfen, bevor ich es aufgebe, weil es zu schwer ist...


In Folge der Informationslage: im Moment wohl niemand.
Es gibt für alles eine rationale Erklärung.
Außerdem gibt es eine irrationale.

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BlackJack

Beitragvon BlackJack » Dienstag 31. Oktober 2006, 10:37

Einfache Lösung: nimm einen ganz normalen Texteditor. Mehr als Syntaxhighlighting braucht man nicht wirklich und das bieten eigentlich alle.

Und installiere das Python von SuSE wieder, sonst werden die meisten Python-Programme von der Distribution Probleme haben, weil sie eben die 2.4er und die passenden Zusatzpakete erwarten.

Zum Beispiel müssen die GUI-Toolkits zur Python-Version passen, wenn Du also vorher 2.4 drauf hattest und PyQT installiert hast und jetzt einfach 2.4 durch 2.5 ersetzt, dann funktionieren alle Python-IDEs die auf PyQT aufsetzen wollen nicht mehr.

Als Anfänger bleibst Du am besten erst einmal bei dem, was Dir Deine Distribution anbietet.
thomas-gn
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Beitragvon thomas-gn » Dienstag 31. Oktober 2006, 12:04

Danke Blackjack für die Hilfe,

da ich in linux kein Deistallationsprogramm kenne, habe ich den Pfad unter /usr/python (..also die python 2.5er Version) auf Kommandoebene als root per rm bzw. rmdir gelöscht und danach wieder die Suse linux 10.0 - Pythonversion installiert.
Aber wenn ich dann auf Kommandoebene python aufrufe erscheint immer noch die python 2.5 Version.

Wie kann ich den die python 2.5 Version, die ich per ./configure, make und makeinstall installiert habe, wieder sauber und vollständig löschen?
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Rebecca
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Beitragvon Rebecca » Dienstag 31. Oktober 2006, 12:27

thomas-gn hat geschrieben:Wie kann ich den die python 2.5 Version, die ich per ./configure, make und makeinstall installiert habe, wieder sauber und vollständig löschen?

Probier mal make uninstall.
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keppla
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Beitragvon keppla » Dienstag 31. Oktober 2006, 12:40

Aber wenn ich dann auf Kommandoebene python aufrufe erscheint immer noch die python 2.5 Version.


Ich kenne mich nicht wirklich mit Suse aus (nimm ubuntu, da ist python nur einen klick weit weg *glaubenskrieganzettel*), aber typischerweise ist das "aufrufen per kommandozeile" das aufrufen der datei /usr/bin/python, welche wiederum meist nur ein symlink auf /usr/bin/python2.x ist. Vielleicht ist der noch falsch gesetzt (von deiner installation), und Yast wollte ihn nicht überschreiben.
Eigentlich sollte das parallele Betreiben von 2.4 und 2.5 möglich sein (zumindest bei Ubuntu gehts *öl ins feuer giess*), du musst 2.5 also eigentlich gar nicht deinstallieren,
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Beitragvon N317V » Dienstag 31. Oktober 2006, 12:57

@keppla: Sorry, aber Glaubenskriege anzetteln finde ich nicht sonderlich ubuntu. Ein Grundverständnis für die Funktionsweise von Linux und wie man Software installiert und deinstalliert kann bei keiner Distribution schaden, egal wie geil die Klicki-Bunti-Tools sind (die ich auch benutze)
Es gibt für alles eine rationale Erklärung.
Außerdem gibt es eine irrationale.

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Beitragvon Mad-Marty » Donnerstag 2. November 2006, 10:50

thomas-gn hat geschrieben:Danke Blackjack für die Hilfe,

da ich in linux kein Deistallationsprogramm kenne, habe ich den Pfad unter /usr/python (..also die python 2.5er Version) auf Kommandoebene als root per rm bzw. rmdir gelöscht und danach wieder die Suse linux 10.0 - Pythonversion installiert.
Aber wenn ich dann auf Kommandoebene python aufrufe erscheint immer noch die python 2.5 Version.

Wie kann ich den die python 2.5 Version, die ich per ./configure, make und makeinstall installiert habe, wieder sauber und vollständig löschen?



Nimm einfach windows und installier dir das Python da - bekommst sogar IDLE (editor) mit was den anfangsansprüchen genügen sollte.
Ansonten Kate oder sowas.

Und: Warum musst du, wenn du noch nichtmal rpm kennst, ein Python kompilieren und das original löschen !?

Afaik gibt es keine uninstall was das bewerkstelligt wenn du ein programm nicht als rpm installierst. Du kannst aber natürlich das 2.5 löschen und das 2.4 von DVD mit --force drüberbügeln und hoffen das dann alles geht.
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Beitragvon N317V » Donnerstag 2. November 2006, 11:00

Mad-Marty hat geschrieben:Nimm einfach windows.

Boah, bist Du fies! :-)
Mad-Marty hat geschrieben:Afaik gibt es keine uninstall was das bewerkstelligt wenn du ein programm nicht als rpm installierst.

Wie Rebecca schon angedeutet hat, kommt es darauf an, ob im Makefile eine uninstall-Routine vorgesehen ist. Ansonsten kann man ein Programm auch mit checkinstall installieren.
http://checkinstall.izto.org/
Es gibt für alles eine rationale Erklärung.
Außerdem gibt es eine irrationale.

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Beitragvon CM » Donnerstag 2. November 2006, 11:49

Mad-Marty hat geschrieben:Nimm einfach windows und installier dir das Python da - bekommst sogar IDLE (editor) mit was den anfangsansprüchen genügen sollte.


Ziemlicher Quatsch. Auch SuSE 10.0 bietet Dir eine Reihe von einfachen Editoren (Eric, Kate, Kwrite, etc.). Auch die Installation von SciTE ist einfach und problemlos. Arbeiten mit Python unter Linux oder Windows bietet für Anfänger ungefähr gleich hohe Hürden. (Wenn Du wxPython installierst - das geht mit YAST - kannst Du auch drpython oder SPE laufen lassen - ebenfalls gute und einfach zu nutzende Editoren.)

Das Löschen des Originals war allerdings nicht sonderlich clever: Es gibt keinen Grund eine Originalinstallation zu löschen, da verschiedene Pythonversionen friedlich nebeneinander leben können. Die Python Homepage sagt wie. Insofern besteht auch kein Grund Versuche Version 2.5 wieder zu löschen.

Aber wie keppla schon sagte: Wenn Du Version 2.4 wieder von YAST installiert hast sollte es in /usr/bin/ einen link names python geben, der auf python2.4 verweist. Sollte 2.4 korrekt installiert sein (einfach einmal explizit python2.4 starten, um dies zu testen), kannst Du diesen Link auch per Hand setzen.

Läuft dann alles?

Gruß,
Christian

@keppla: Auch ich würde gerne manchmal Ubuntu anstelle von anderen Distros nutzen, aber das war hier nicht die Frage, oder?
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Beitragvon Mad-Marty » Donnerstag 2. November 2006, 12:08

N317V hat geschrieben:
Mad-Marty hat geschrieben:Nimm einfach windows.

Boah, bist Du fies! :-)
Mad-Marty hat geschrieben:Afaik gibt es keine uninstall was das bewerkstelligt wenn du ein programm nicht als rpm installierst.

Wie Rebecca schon angedeutet hat, kommt es darauf an, ob im Makefile eine uninstall-Routine vorgesehen ist. Ansonsten kann man ein Programm auch mit checkinstall installieren.
http://checkinstall.izto.org/


Da ist nichts fieses dabei. Es ist einfach unproblematisch. Kein Compilen sondern einfach *.msi doppelklick und es geht. Und nen editor bekommt er auch.

Bei SuSE ist aber eigentlich immer Kate dabei falls mit KDE installiert.

Und konflikte mit einem evtl vom system genutzten python für packageverwaltung kann nicht auftreten.
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Beitragvon the-slaughter » Donnerstag 2. November 2006, 12:08

mal wieder typisch... der eine fragt nach suse und die antworten sind dann ubuntu und windows :)

Also ernsthaft... welchen Unterschied macht es, ob ich jetzt unter Ubuntu oder unter SuSE arbeite? Richtig, gar KEIN Unterschied!
Unterschiedlich sind nur die Konfigurationssoftware und die Paketauswahl der Hersteller sowie die Einstellungen der GUI.... und wer sagt Ubuntu schaut schöner aus... der sollte sich mal unter SuSE Gnome installieren ;)

Zurück zum Thema:
Ich benutze auch Linux (sogar SUSE). Mit Openoffice macht es wenig Sinn, Probier doch einfach mal kwrite und tipp in die erste Zeile ein:

Code: Alles auswählen

#!/usr/bin/env python


So weiß das Programm schonmal, mit was es ausgeführt werden soll. Dann solltest du das Programm ausführbar machen (wentweder über die Console oder über KDE/Gnome). :!:

So, nun schau einfach mal was passiert, wenn du das Programm ausführst!
Wenn immer noch Python 2.5 gestartet wird, dann würde ich mal versuchen das ganze anders zu linken!

Cya
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Beitragvon keppla » Donnerstag 2. November 2006, 12:31

N317V hat geschrieben:@keppla: Sorry, aber Glaubenskriege anzetteln finde ich nicht sonderlich ubuntu.


Ich hätte vielleicht ein paar Smileys machen sollen, denn eigentlich war das ganze eher Ironisch gemeint, da der Streit zwischen Distris ungefähr so verbreitet (und sinnlos) wie die der zwischen VI und EMACS ist. Ich hätte gedacht, das Wort glaubenskrieg sein Überspitzt genug, um die Ironie erkennbar zu machen.

Ich kann nur von Ubuntu reden, da ich hier kein Suse laufen habe. Da aber imho die Unterschiede zwischen den Distributionen (zumindest denen, mit paketmanager und Desktopusern als Zielgruppe) nicht so großartig sind, hab ich halt trotzdem was gesagt.

Ein Grundverständnis für die Funktionsweise von Linux und wie man Software installiert und deinstalliert kann bei keiner Distribution schaden, egal wie geil die Klicki-Bunti-Tools sind (die ich auch benutze)


Klar, schaden tut es nicht. Aber meiner Erfahrung fährt man eigentlich immer am besten, wenn man den Paketmanager nutzt, deshalb mein vorschlag, einfach mit diesem 2.4 zu installieren und gut ist.
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Beitragvon Leonidas » Donnerstag 2. November 2006, 13:45

the-slaughter hat geschrieben:mal wieder typisch... der eine fragt nach suse und die antworten sind dann ubuntu und windows :)

Kinderreien eben, die meist nicht konstruktiv sind. Nein, ich habe huete nichtmal Leut, mich über die Vorzüge vom vim gegenüber emacs auszulassen - erst muss ich die Wikiseite in Form bringen. Dann vielleicht wieder ;)

the-slaughter hat geschrieben:Also ernsthaft... welchen Unterschied macht es, ob ich jetzt unter Ubuntu oder unter SuSE arbeite? Richtig, gar KEIN Unterschied!

Es gibt schon einige kleinere Unterschiede, zum Beispiel in der anzahl der mitgeliferten Python-Pakete. In der Praxis ist das für Anfänger kein großer Unterschied und für Fortgeschrittene ist es ken Problem etwas nachzuinstallieren.

the-slaughter hat geschrieben:Unterschiedlich sind nur die Konfigurationssoftware und die Paketauswahl der Hersteller sowie die Einstellungen der GUI.... und wer sagt Ubuntu schaut schöner aus... der sollte sich mal unter SuSE Gnome installieren ;)

Und die Distributionspatches an allen möglichen Paketen, die voreinstallungen für alle möglichen Programme, die Verzeichnisstruktur (wobei das durch LSB und FHS irgendwann beigelegt werden sollte) usw. Ist aber für Python-Entwicklung in der tat nicht so ausschlaggebend.
Und ich finde weder KDE noch GNOME unter irgendeiner Distribution atembreraubend. Aber es erfüllt seinen Zweck, und sieht passabel aus, das reicht schon.
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