Frage zu guten Kursen

Alles, was nicht direkt mit Python-Problemen zu tun hat. Dies ist auch der perfekte Platz für Jobangebote.
janah
User
Beiträge: 5
Registriert: Dienstag 17. Oktober 2006, 13:51
Wohnort: DD

Frage zu guten Kursen

Beitragvon janah » Dienstag 17. Oktober 2006, 15:15

Hi,

ich wuerd gern ueberhaupt mal studieren gehen so mit 27J jetzt bevor 'meine Uhr tickt'.
( 3J nach der Ausbildung kann man durch eine Hochschulzugangspruefung oder ein Akademiestudium einen Bachelor im Anschluss an den erlernten Beruf einen Bachelor erwerben )

Hab schon ein bisschen py auf Arbeit gemacht und was mit CPP-Code veraendert.
1) Wo gibts gute py/java-Kurse?
2) Is wirklich alles nur noch in Java im Studium?
3) Taugen die Programmier-Kurse fuer ~1700E von der Fernakademie was?

Ciao,
Jana.
BlackJack

Re: Frage zu guten Kursen

Beitragvon BlackJack » Dienstag 17. Oktober 2006, 15:34

janah hat geschrieben:2) Is wirklich alles nur noch in Java im Studium?


Das hängt ganz von der Uni und den gewählten Kursen ab. An der FU Berlin kommst Du grundsätzlich um Haskell und Java nicht herum. Eine Kombination von funktionalen und imperativen Programmiersprachen setzen viele Unis ein, damit man die beiden unterschiedlichen Ansätze mal gesehen und verstanden hat.

An der FU gibt's dann aber auch Veranstaltungen die auf andere Sprachen setzen. In Übersetzerbau wurde mal Python verwendet, es gibt C# (.NET) und im hardwarenahen Bereich kommt natürlich C/C++ zum Einsatz.
janah
User
Beiträge: 5
Registriert: Dienstag 17. Oktober 2006, 13:51
Wohnort: DD

Re: Frage zu guten Kursen

Beitragvon janah » Dienstag 17. Oktober 2006, 16:54

BlackJack hat geschrieben:Das hängt ganz von der Uni und den gewählten Kursen ab. An der FU Berlin kommst Du grundsätzlich um Haskell und Java nicht herum. Eine Kombination von funktionalen und imperativen Programmiersprachen setzen viele Unis ein, damit man die beiden unterschiedlichen Ansätze mal gesehen und verstanden hat.

Alles schon zur Genuege gehoert ... und der CASE-Stil war schon zum Ende meiner Ausbildung vor 3J absolut peinlich in meiner Bewerbung.

BlackJack hat geschrieben:An der FU gibt's dann aber auch Veranstaltungen die auf andere Sprachen setzen. In Übersetzerbau wurde mal Python verwendet, es gibt C# (.NET) und im hardwarenahen Bereich kommt natürlich C/C++ zum Einsatz.

Was gibts Neueres? Weil Haskell klingt schon ziemlich 'unobjektorientiert', um mal mit Vorurteilen aufzuraeumen.
Meinen Horizont, wozu die Leute Dinge benutzen bin ich natuerlich immer bereit zu erweitern und zu erlernen. Aber mir geht es mehr um einen Wegweiser.

<Ausschweif>
Ich weiss einfach nich, wie ich das sehen soll. Zum einen gibt es auf Arbeit ein riesen Bundle von C++-Bibliotheken, der nich einfach auf Java umgeschrieben werden kann, weil alles hier von der Firma selbst ueber Jahre hart entwickelt wurde. Und zum Anderen kann ich mich schon kaum mehr mit normalen Studenten oder Absolventen unterhalten, weil die alles mit Java gemacht haben und auf ihre Holographiespeicher schwoeren. (Alles wird sowieso mal in Java sein, wenn man endlos viel Speicher zur Verfuegung hat.) Bzw. ich auch schon in meiner Ausbildung kein pascal und Konsorten, was an der hiesigen Uni noch fuer Studenten im Grundstudium gelehrt wird.
Ich hab bisher immer Glueck auf Arbeit gehabt, dass ich entweder simple Programmteile bloss auf Arbeit aendern musste. (Warum es kaum Templates gibt und solche Fragen kann ich mir deswegen auch kaum beantworten, weil ich diese nie gestellt habe. Bin auch keine Programmiererin, wuerd ich nach meiner persoenlichen Einschaetzung auch auf Dauer gar nich durchhalten.)
Ich bin meist gleich mit seperaten 'einfachen' py-Aufgabe rund um spez. imgdb's durchgekommen (bib, doc, xml, simple make, Umwandlungsdinge?) Eher Medieninformatik, das, wozu die Ingenieure/Wissenschaftler keine Zeit haben, weil sie an ihren Algorithmen denken muessen.
Aber ich muss ja auch an der 'Anwendungsentwicklung' speziell Bildbearbeitung, ... die naechsten Jahre dran bleiben.
(Dh., mgl nich von meinem Freund in 10J abhaengig, und auch noch ohne den Ausbildungs-Beruf mitten im Leben wechseln zu muessen, obwohl das eigentlich bei der Informatik gehen muesste.)
Und der 'Druck' waechst auch so weiter, weil hier immer mehr 'Algorithmenmenschen' eingestellt werden, aber ich muss mir halt in Ruhe eine vernuenftige Strategie ueberlegen und die richtigen Entscheidungen treffen ...
Aber ich hab morgen ein Gespraech ;) mit dem technischen Chef, dass ich solche Sachen mal anschneiden kann.
</Ausschweif>

Ciao,
Jana.
Benutzeravatar
Leonidas
Administrator
Beiträge: 16023
Registriert: Freitag 20. Juni 2003, 16:30
Kontaktdaten:

Re: Frage zu guten Kursen

Beitragvon Leonidas » Dienstag 17. Oktober 2006, 17:04

janah hat geschrieben:Was gibts Neueres? Weil Haskell klingt schon ziemlich 'unobjektorientiert', um mal mit Vorurteilen aufzuraeumen.

Huch, du willst was neueres als Haskell? Das ist echt schwer, denn GHC entwickelt sich in meinen Augen so schnell um neue Konzepte weiter, dass die anderen Implementationen da quasi zu stagnieren scheinen. Siehe die vielen GHC-Features, die es in Haskell 98 nicht gibt.

Und außerdem ist Haskell eine funktionale Programmiersprache, dort braucht man Objekte nicht unbedingt.. das heißt Objekte braucht man eh nicht unbedingt. Man kann sie zwar kombinieren, wie CLOS, O'Caml oder O'Haskell beweisen, aber das ist ja nicht direkt der Sinn von funktionaler Programmierung, dass man so tut als wäre man imperativ.
My god, it's full of CARs! | Leonidasvoice vs Modvoice
BlackJack

Beitragvon BlackJack » Dienstag 17. Oktober 2006, 17:37

Um das mit funktional und den nicht benötigten Objekten nochmal zu vertiefen: Objekte dienen dazu abstrakte Datentypen zu modellieren. Das kann man in Haskell mit selbstdefinierten Datentypen machen und diese dann auch mit Typklassen verbinden um generische Programmierung zu erlauben. So kann man für selbstdefinierte Typen auch Vergleichsoperatoren etc. "überladen" ähnlich wie in OOP.

Allerdings passiert das alles aus einem anderen Blickwinkel heraus und genau deshalb sind funktionale Sprachen Bestandteil der meisten Informatik-Grundausbildungen um den Horizont zu erweitern.

Ich konnte vorm Studienbeginn schon BASIC, Assembler, Pascal und C und dachte ich kann programmieren. Haskell hat mir da erstmal einen kräftigen Dämpfer versetzt, weil ich mich ganz neu in die Materie eindenken musste.

@janah: Was gibt's Neueres? Gar nichts! Objektorientiert ist auch ein sehr alter Hut. Alles schon mal in den 60'ern dagewesen. Es gibt wirklich kaum etwas neues, immer nur altes mit neuen Namen. :-)

Eine nette "multiparadigmen" Sprache ist Oz. Die vereint imperativ, objektorientiert, funktional und deklarativ. Letzteres fehlt bei Python irgendwie noch. :-)

Ansonsten ist Erlang noch eine interessante praxisrelevante funktionale Programmiersprache.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder