IronPython und Mono

Probleme bei der Installation?
bernd_Aachen
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Samstag 8. April 2006, 17:53

Hallo,

ich gräme mich wie man IronPython ( die DotNet-Python Version von Microsoft ) unter der DotNet-OpenSource-Implementierug Mono zum laufen bekommt. Ist das schon einmal jemandem der werten Forumsteilnehmern gelungen ?

Wenn man sich IronPython bei Microsoft herunterlädt findet man in dem Zip-Archiv ein Executable für Windows und den C#- Source-Code in Form vom MS-Developer Studio Projekten [ *.csproj ].

Bevor ich also das lange Herumexperimentieren und Basteln anfange frage ich zuerst einmal hier in die Runde :

- Hat jemand die Hürde schon einmal genommen und kann IronPython unter Mono auf Linux benutzen ?
- Oder kennt jemand ein Kochrezept ( bzw. einen Link zu sowas ) wie man die Übersetznung in Mono macht ?

Bin dankbar für jede Hilfe.
Leonidas
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bernd_Aachen hat geschrieben:- Hat jemand die Hürde schon einmal genommen und kann IronPython unter Mono auf Linux benutzen ?
Ich selbst habe sie nicht genommen, aber es ist möglich. IronPython wird von den Mono-Entwicklern zum Testen ihrer .NET implementation verwendet. Wenn du eine neuere Version von Mono und eine ältere Version von IronPython nutzt, ist es möglich, dass es funktionieren wird.
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flummox
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Dienstag 11. April 2006, 19:01

Nimm doch gleich Boo [1]. Boo rockt einfach wie Sau! :)

[1] http://boo.codehaus.org
Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.
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flummox hat geschrieben:Boo rockt einfach wie Sau! :)
Finde ich jetzt mal nicht. Boo ist eine Sprache deren Syntax Python ähnlich ist, aber viele Kompromisse mit .NET eingehen musste. Da ist IronPython schein weitaus.. pythonischer eben.
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Boo probiert statisch typisiertes Python zu sein, und scheitert deswegen grandios. Zum einen weil es eine andere Semantik durch die Typisierung bekommt, und zum anderen weil es nicht mehr so dynamisch ist wie Python mit seinen Metaklassen und ähnlichem. Nichts für mich. :-)
--- Heiko.
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jens
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@bernd_Aachen: Warum willst du überhaupt IronPython unter Mono benutzten? Nur aus Spass?

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Eher. Warum will man ironpython verwenden? :roll:
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flummox
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Mittwoch 12. April 2006, 10:04

Geschmaecker sind verschieden. Ich liebe Boo einfach. :)
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blackbird hat geschrieben:Eher. Warum will man ironpython verwenden? :roll:
Also ich kann mir schon vorstellen, dass man IronPython verwenden will (zwar nicht im aktuellen Zustand, aber in Zukunft). Was bekommt man da? Einen Compiler der IL-Code generieren kann und somit nicht von der Python VM sondern von den .NET VMs abhängt. Dies ist insofern praktisch, da Microsoft die .NET VM sowieso pushen wird. IronPython ist auch schneller als CPython, zumindest wenn man den alten Benchmarks glaubt. Last but not least kann man auf die ganze .NET-Funktionalität zugreifen (okay, kann PythonNet auch).

Vergleiche Jython.
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mitsuhiko
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Mittwoch 12. April 2006, 10:25

Leonidas hat geschrieben:
blackbird hat geschrieben:Eher. Warum will man ironpython verwenden? :roll:
Also ich kann mir schon vorstellen, dass man IronPython verwenden will (zwar nicht im aktuellen Zustand, aber in Zukunft). Was bekommt man da? Einen Compiler der IL-Code generieren kann und somit nicht von der Python VM sondern von den .NET VMs abhängt. Dies ist insofern praktisch, da Microsoft die .NET VM sowieso pushen wird. IronPython ist auch schneller als CPython, zumindest wenn man den alten Benchmarks glaubt. Last but not least kann man auf die ganze .NET-Funktionalität zugreifen (okay, kann PythonNet auch).
klar. du bekommst .NET. Aber ausschließlich dotnet. Freu dich auf from System import Console und sowas :) Dein Code wird nicht mehr portabel sein und du bist windows gebunden. Alles in allem nur Nachteile.
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blackbird hat geschrieben:klar. du bekommst .NET. Aber ausschließlich dotnet. Freu dich auf from System import Console und sowas :) Dein Code wird nicht mehr portabel sein und du bist windows gebunden. Alles in allem nur Nachteile.
Wer sagt denn das? ironPython läuft ja (manchmal) unter Mono, damit könnte man alos auch Gtk# benutzen oder Teile von Beagle oder was auch immer. Und sys.stdout bleibt natürlich da :)
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BlackJack

Mittwoch 12. April 2006, 21:50

Leonidas hat geschrieben:
blackbird hat geschrieben:IronPython ist auch schneller als CPython, zumindest wenn man den alten Benchmarks glaubt.
Die wurden doch aber noch zu Zeiten gemacht, als IronPython noch nicht "vollständig" war, oder? Ich denke mal, das gab dann eine ähnliche Leistung wie PyPy's "restricted Python" durch psyco beschleunigt. Eben eingeschränktes Python, welches sich gut von einem JIT-Compiler übersetzen lässt.
bernd_Aachen
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Freitag 14. April 2006, 20:32

@Jens

Ich will mich mit IronPython befassen da die Integration in Dot.Net folgende Vorteile bietet:

1. Meine Kollegen coden in C#. Im Moment benutze nur ich Python um beispielsweise schnell mal ein Skript zur Systemüberwachung zu bauen. Daher können die Kollegen meine Klassen, die ich in Python baue nicht verwenden. Wenn IronPython einmal auch alle Python-Module unterstüzt können die Kollegen meine Klassen in ihren C# Progs verwenden.
2. Python eignet sich meiner Meinung nach hervoragend dazu schnell einen Prototypen für DotNet hochzuziehen und diesen danach Schritt für Schritt zu migrieren.
3. IronPython unter Mono eröffnet die Möglichkeit mit WindowsForms UserInterfaces unter Linux zu bauen. Unter Verwendung von Python. Das sind sehr gute Aussichten da meiner Meinung nach WindowsForms eine 1a-Klassenbibliothek ist.


Also wäre nur zum Spass untertrieben :-)

Vielen Dank für Die vielen interessanten Beiträge.
modelnine
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Freitag 14. April 2006, 20:48

3. IronPython unter Mono eröffnet die Möglichkeit mit WindowsForms UserInterfaces unter Linux zu bauen. Unter Verwendung von Python. Das sind sehr gute Aussichten da meiner Meinung nach WindowsForms eine 1a-Klassenbibliothek ist.
Wieviel hast Du bisher mit WindowsForms gemacht? Das ist wirklich Ansichtssache... Und ich weiß unter anderem auch warum Qt in der nahen Zukunft nicht verschwinden wird wenn ich mir den Hack namens WindowsForms angucke.
--- Heiko.
bernd_Aachen
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Freitag 14. April 2006, 21:30

Ich meinte das ironisch.Stimme Dir zu. Trotzdem ist der Vorteil es zu können nicht von der Hand zu weisen.
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