Findest du das verrückt?

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qweet
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Findest du das verrückt?

Beitragvon qweet » Freitag 2. Dezember 2005, 23:04

Findest du das verrückt?
Hallo,

19.12.05:
Wer mal mein Weblog besuchen möchte, hier hab ich alles nochmal zusammengefasst:
http://qweet.blogspot.com/

12.11.05:
Wer mein Programm gern schnell selber einmal ausprobieren möchte, dem empfehle ich es sich hier runterzuladen.
http://esnips.com/web/qweet-public
Bei mir läuft es unter Windows XP.
edit: Name: From_Client_public2.zip

Ich bitte jeden den das hier halbwegs ein bischen interessiert, einfach nur kurz ein Kommentar zu schreiben. Auch wenns nur ein Wort ist. Danke.

ja wo soll ich anfangen? Ich bin ein Trader. Ich versuche Geld zu verdienen im Devisenmarkt. Auch genannt FOREX. Dies ist auch für Privatleute möglich.
Ich trade bei www.oanda.com. Ein guter Broker wie ich finde.
Der Devisenmarkt ist rund 2 Billionen Dollar schwer. Das ist zumindest der Tagesumsatz. Das ist der Grund warum es mich reizt doch mitzumachen. Einfach die große Chance auf verdammt viel Geld.
Meine Erfahrungen im Devisenmarkt reichen nun mehr circa zurück bis Frühling diesen Jahres. Ich habe viel ausprobiert und wieder neu getestet. Analystenmeinungen gelesen, Indikatoren benutzt usw. Meine Meinung ist jedoch das nur der aktuelle Preis die Wahrheit anzeigt. Das ist nicht meine Idee gewesen. Nur finde ich sie sehr überzeugend. Wer näheres dazu erfahren will schaut bitte hier:
http://www.leavittbrothers.com/chartspe ... 082904.pdf

Irgendwann bei der Beobachtung des Preises ist mir dann klar geworden, das jede Änderung des Preises, jede kleine Bewegung doch im Endeffekt, meiner Meinung nach, nur absolut reiner Zufall ist. Viele tausend Leute nehmen täglich aus am Marktgeschehen teil. Und jeder von ihnen bewertet die Situation anders. Trotzdem sind alle gezwungen eine Aktion, einen Handel auszuführen. Einen von dem sie glauben, dass es ihnen den meisten Profit bringen wird.
Somit war für mich klar, dass jede Änderung des Preises doch nur Zufall sein kann. Ich habe nicht die Möglichkeiten als Einzelner all diese Unmengen an Daten auszuwerten und dann darauf basierend meine Entscheidung zu treffen.

Aus diesem Grund schrieb ich mir ein Programm. Das Zufallsexperiment. Ich war der Meinung, dass wenn ich schnell hintereinander Entscheidungen treffen muss und sofort sehe, ob diese Entscheidungen eher positiv oder negativ waren, dass dies eine Art Training ist, wenn ich dann richtig im Devisenmarkt bin.
Ich kann es nicht absolut beweisen, aber ich habe mit der Verbesserung meines Programmes immer mehr geglaubt, dass dem so ist. Eine Abfolge von Momenten und richtigen Entscheidungen führt am Ende zum Erfolg.


Damit sich das jeder einmal selber anschauen kann, biete ich hier mein Programm als OpenSource an. Zum Ausprobieren benötigst du jedoch noch folgende Module:

wxPython für die grafische Oberfläche.
wxPython-Download: http://www.wxpython.org/download.php

Einen Clienten um an die Zufallszahlen heranzukommen. Diese werden durch atmosphärisches Rauschen erzeugt. Zu finden auf der Seite:
randomclient-Download: http://www.random.org/clients/

Bitte schauen nach:
Python Client
Author: Chris Fuller
Date: June 20, 2002
Language: Python
Requirements: Python 1.5.2 or later

Ich möchte noch die Bemerkung machen, dass ich bei fortschreitender Entwicklung des Zufallsprogrammes, es mir so vorkam, dass ich immer komplexer über mein Projekt wachen konnte. Ich muss sagen, dass ich absolut bei Null angefangen habe. Ich hatte keine Kenntnisse über Python. Und von diesem absoluten Grund bin ich dann immer "höher" gekommen. Ich konnte immer mehr überschauen, jedoch ohne den Bezug zur Basis zu verlieren. So kam es mir vor.


Tja, vielleicht fragst du dich, warum ich das alle schreibe? Der Grund ist, dass ich einfach nicht mehr weiterkomme mit meinem Programm. Es ist mir als ob ich auf der Stelle trete. Da ich ziemlich von der Richtigkeit meiner Gedanken überzeugt bin, ist meine Hoffnung dass andere vielleicht auch daran glauben und das Programm weiterentwickeln und es ebenso frei und kostenlos wieder hergeben.

Ich würde nämlich sogar so weit gehen, dass wenn es möglich ist die für sich richtige Entscheidung zu fällen, ebendies zu trainieren, dies vielleicht auch einen positiven Effekt auf das eigene Leben haben könnte und das eben nicht nur an den Profit in einem Devisenmarkt gebunden ist. Vielleicht stürmen auf jeden von uns jeden Tag aufs Neue zufällige Ereignisse ein und wenn man sich daran gewöhnt hat für sich die richtige Entscheidung zu treffen, kann man so etwas besser meistern.
Aber das ist wirklich nur ein Gedanke.

Mehr habe ich nicht zu sagen. Das Programm funktioniert einwandfrei bei mir. Ich benutze Windows XP.

Grüße,
qweet

edit: Um das Programm zu nutzen drücke einfach auf der Zahlenreihe über den Buchstaben die 1 oder 0. Dies stellt die eigene Prognose dar.

Programm-code:

Code: Alles auswählen

import wx
import randomclient

class GetRandomNumbers:
   def __init__(self, HowManyNumbers):
      self.HowManyNumbers = HowManyNumbers
      self.NewCalculatedNumbers = []
      self.GuessedRightOrWrong = []
      
      ListedNumbers = self.GetNumbersFromClient(self.HowManyNumbers)
      self.NewCalculatedNumbers = self.CalcNewNumbers(ListedNumbers, self.HowManyNumbers)
      self.GuessedRightOrWrong = self.CalcGuessed(self.HowManyNumbers)
   def GetNumbersFromClient(self, HowManyNumbers):
      ListedNumbers = randomclient.truerand(HowManyNumbers/8, 'b')
      return ( ListedNumbers )
      
   def CalcNewNumbers(self, ListedNumbers, HowManyNumbers):
      NewNumbers = []
      for i in range(HowManyNumbers/8):
         for j in range(8):
            NewNumbers.append( ListedNumbers[i][j] )
      return ( NewNumbers )
      
   def CalcGuessed(self, HowManyNumbers):
      GuessedRightOrWrong = []
      for i in range(HowManyNumbers/8):
         for j in range(8):
            GuessedRightOrWrong.append ( 'P' )
      return ( GuessedRightOrWrong )

class random_numbers_from_client:
   def __init__(self):
      self.how_many = input("Wieviele Zufallszahlen sind gewuenscht? (nur Vielfache von 8! max.80000): ")
      self.block_length =  input("Laenge eines sichtbaren Blockes: ")
      print "Laenge eines sichtbaren Blockes betraegt ",self.block_length
      
      self.random_numbers = GetRandomNumbers(self.how_many)
      self.new_random_numbers = self.random_numbers.NewCalculatedNumbers

class PressedKey(wx.Panel):
   def __init__(self, parent, parent2, parent3):
      wx.Panel.__init__(self, parent3, -1, style=0)
      self.Bind(wx.EVT_CHAR, self.LogKeyEvent)
      self.SetFocus()
      
      self.Panel_instance_left = OutputPanel_left(parent)
      self.Panel_instance_right = OutputPanel_right(parent2)
      
      self.cnt_rnd_n = 0
      self.block_counter = 0
      self.block_spread = 0
      self.whole_spread = 0
      self.right_forecasts = 0
         
      self.all_slots = []
      for i in range(2*rnfc.block_length):
         self.all_slots.append(['', ''])
         
   def LogKeyEvent(self, evt):

      if self.cnt_rnd_n != rnfc.how_many:
         self.PressedKeyCode = evt.GetKeyCode()
         Z_O_instance = Zero_or_One(self.PressedKeyCode, 1)
         
         
         
         for i in range(len(Z_O_instance.StringToDraw)):
         
            
            e_v_instance = evaluate_guess(self.cnt_rnd_n, i,
               Z_O_instance.StringToDraw, rnfc.new_random_numbers)
            
            
            
            
            
            self.cnt_rnd_n += 1
            
            self.block_counter += 1
            
            
            
            
            if self.block_counter == (rnfc.block_length+1):
               self.block_counter = 1
               self.block_spread = 0
               for i in range(2*rnfc.block_length):
                  self.all_slots[i] = ['', '']
            
            
            
            
            
            self.right_forecasts += e_v_instance.right_forecast
            
            self.whole_spread += e_v_instance.Spread
            self.block_spread += e_v_instance.Spread
            
            
            
            
         
            self.all_slots[0] = e_v_instance.slot0
            self.all_slots[1]= e_v_instance.slot1
            
            
            
            
            
            
            
            
            

               
               
            #frame 1
            self.Panel_instance_right.cnt_rnd_n.SetLabel(str(self.cnt_rnd_n))
            self.Panel_instance_right.block_counter.SetLabel(str(self.block_counter)+
               '/'+str(rnfc.block_length))
            self.Panel_instance_right.whole_spread.SetLabel(str(self.whole_spread))
               
            
            self.Panel_instance_left.block_spread.SetLabel(str(self.block_spread))

               
            for i in range(2*rnfc.block_length):
               self.Panel_instance_left.all_slots[i].SetForegroundColour(self.all_slots[i][1])
               self.Panel_instance_left.all_slots[i].SetLabel(self.all_slots[i][0])
            
            
            for i in range(2*rnfc.block_length-2):
               self.all_slots[(2*rnfc.block_length-1)-i] = self.all_slots[(2*rnfc.block_length-3)-i]
            
            
            
            
            
            
            
            
            
            
            
            
            if self.cnt_rnd_n == (rnfc.how_many):
                  
               self.Panel_instance_right.result.SetLabel('result: '+str(self.whole_spread))
               self.Panel_instance_right.right_forecasts.SetLabel('right_forecasts: '+str(self.right_forecasts))
               self.Panel_instance_right.how_many.SetLabel('how_many: '+str(rnfc.how_many))
               
               percent = (self.right_forecasts) / float(rnfc.how_many) * 100
               self.Panel_instance_right.percent.SetLabel('percent: '+str(percent)+'%')

class OutputPanel_left(wx.Panel):
   def __init__(self, parent):
      wx.Panel.__init__(self, parent, -1, style=0)
      self.SetBackgroundColour("BLACK")
      
      self.block_spread = wx.StaticText(self, -1, '')
      self.block_spread.SetFont(wx.Font(10, wx.MODERN, wx.NORMAL, wx.BOLD))
      self.block_spread.MoveXY(750, 0)
      self.block_spread.SetForegroundColour('WHITE')
      
      self.all_slots = []
      x_left_slots = 770
      x_right_slots = 780
      y_both = 0
      j = 0
      for i in range(2*rnfc.block_length):
         if (y_both > 500):
            j = 0
            x_left_slots -= 20
            x_right_slots -= 20
            
         y_both = 20+j*15
            
            
         left_slot = wx.StaticText(self, -1, '')
         left_slot.SetFont(wx.Font(10, wx.MODERN, wx.NORMAL, wx.BOLD))
         left_slot.MoveXY(x_left_slots, y_both)
            
         right_slot = wx.StaticText(self, -1, '')
         right_slot.SetFont(wx.Font(10, wx.MODERN, wx.NORMAL, wx.BOLD))
         right_slot.MoveXY(x_right_slots, y_both)
            
         self.all_slots.append(left_slot)
         self.all_slots.append(right_slot)
         
         
         
         j += 1
         
         
         
class OutputPanel_right(wx.Panel):
   def __init__(self, parent):
      wx.Panel.__init__(self, parent, -1, style=0)
      self.SetBackgroundColour("BLACK")
      
      self.whole_spread = wx.StaticText(self, -1, '0')
      self.whole_spread.SetForegroundColour("WHITE")
      self.whole_spread.MoveXY(0,10)
      self.whole_spread.SetFont(wx.Font(50, wx.MODERN, wx.NORMAL, wx.BOLD))
      
      self.cnt_rnd_n = wx.StaticText(self, -1, '0')
      self.cnt_rnd_n.SetForegroundColour("WHITE")
      self.cnt_rnd_n.MoveXY(0, 100)
      self.cnt_rnd_n.SetFont(wx.Font(50, wx.MODERN, wx.NORMAL, wx.BOLD))
      
      self.block_counter = wx.StaticText(self, -1, '0/'+str(rnfc.block_length))
      self.block_counter.SetForegroundColour("WHITE")
      self.block_counter.MoveXY(0, 200)
      self.block_counter.SetFont(wx.Font(50, wx.MODERN, wx.NORMAL, wx.BOLD))






      self.result = wx.StaticText(self, -1, '0')
      self.result.SetForegroundColour("WHITE")
      self.result.MoveXY(300,0)
      self.result.SetFont(wx.Font(20, wx.MODERN, wx.NORMAL, wx.BOLD))
      
      self.right_forecasts = wx.StaticText(self, -1, '0')
      self.right_forecasts.SetForegroundColour("WHITE")
      self.right_forecasts.MoveXY(300,100)
      self.right_forecasts.SetFont(wx.Font(20, wx.MODERN, wx.NORMAL, wx.BOLD))
   
      self.how_many = wx.StaticText(self, -1, '0')
      self.how_many.SetForegroundColour("WHITE")
      self.how_many.MoveXY(300,200)
      self.how_many.SetFont(wx.Font(20, wx.MODERN, wx.NORMAL, wx.BOLD))
      
      self.percent = wx.StaticText(self, -1, '0')
      self.percent.SetForegroundColour("WHITE")
      self.percent.MoveXY(300,300)
      self.percent.SetFont(wx.Font(20, wx.MODERN, wx.NORMAL, wx.BOLD))

class Zero_or_One:
   def __init__(self, PressedKeyCode, How_many):
      Key_1    = 49      #1
      Key_q   = 113   #11
      Key_w   = 119   #10
      
      Key_0    = 48      #0
      Key_p   = 112   #00
      Key_o   = 111   #01
      
      self.StringToDraw = ''
      if PressedKeyCode in [ Key_1 ]:
         for i in range(How_many):
            self.StringToDraw += '1'
      elif PressedKeyCode in [ Key_0 ]:
         for i in range(How_many):
            self.StringToDraw += '0'
            
      elif PressedKeyCode in [ Key_q ]:
         self.StringToDraw += '11'
      elif PressedKeyCode in [ Key_w ]:
         self.StringToDraw += '10'
         
      elif PressedKeyCode in [ Key_p ]:
         self.StringToDraw += '00'
      elif PressedKeyCode in [ Key_o ]:
         self.StringToDraw += '01'

class evaluate_guess:
   def __init__(self, cnt_rnd_n, i, StringToDraw, random_numbers):
      self.Spread = 0
      self.right_forecast = 0
      self.slot0 = ['', '']
      self.slot1 = ['', '']
      if StringToDraw[i] == random_numbers[cnt_rnd_n]:
         self.Spread += 0.5
         if StringToDraw[i] == '1':
            self.slot0 = ['1', 'GREEN']
            self.slot1 = ['', '']
         elif StringToDraw[i] == '0':
            self.slot1 = ['0', 'GREEN']
            self.slot0 = ['', '']
               
         self.right_forecast += 1
               
      elif StringToDraw[i] != random_numbers[cnt_rnd_n]:
         self.Spread -= 0.5
         if StringToDraw[i] == '1':
            self.slot0 = ['1', 'RED']
         elif StringToDraw[i] == '0':
            self.slot1 = ['0', 'RED']

class MyApp(wx.App):
   def OnInit(self):
      frame1 = wx.Frame(None, -1, "Right Or Wrong", pos=(0,0), size=(800,600))
      frame2 = wx.Frame(None, -1, "Results", pos=(800,0), size=(800,600))
      frame3 = wx.Frame(None, -1, "Keep Focus", pos=(800,600), size=(800,600))
      
      PressedKey(frame1, frame2, frame3)
      
      frame1.Show(True)
      frame2.Show(True)
      frame3.Show(True)
      return True


rnfc = random_numbers_from_client()

app = MyApp(0)
app.MainLoop()
Zuletzt geändert von qweet am Montag 19. Dezember 2005, 21:49, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Findest du das verrückt?

Beitragvon Joghurt » Samstag 3. Dezember 2005, 17:37

qweet hat geschrieben:Somit war für mich klar, dass jede Änderung des Preises doch nur Zufall sein kann. Ich habe nicht die Möglichkeiten als Einzelner all diese Unmengen an Daten auszuwerten und dann darauf basierend meine Entscheidung zu treffen.
Das die Fluktuationen im Devisenmarkt zufällig sind, davon bin ich auch überzeugt. Du darfst jedoch nicht vergessen, dass das ganze ein chaotisches System ist, und auf die kleinen Änderungen der Kurse dann viele Leute gleich reagieren (kaufen/verkaufen), was dann den Kurs wiederum beeinflusst. Das heisst, das du, wie z.B. bei der Wettervorhersage, gewisse Vorhersagen für die nahe Zukunft machen kannst. Wenn ein Kurs in einer Woche von $10 auf $7 gefallen ist, ist es wahrscheinlich, dass er noch weiter fällt, weil nach und nach jeder nicht noch mehr Geld verlieren will. Die Ursache, warum der Kurs gefallen ist, kann jedoch reiner Zufall gewesen sein.

Ich habe das zwar nur aus zweiter Hand, aber es klingt pausibel: In den frühen 90ern hat ein Physiker ein paar Methoden der QFT auf vergangene Börsendaten angewandt, und somit gute Vorhersagen für den Börsenverlauf machen können. Das ganze hat ihm viel Geld eingebracht, als jedoch die Sovietunion zusammenbrach, stimmte sein Modell nicht mehr und seine Gewinne waren dahin.

Aus diesem Grund schrieb ich mir ein Programm. Das Zufallsexperiment. Ich war der Meinung, dass wenn ich schnell hintereinander Entscheidungen treffen muss und sofort sehe, ob diese Entscheidungen eher positiv oder negativ waren, dass dies eine Art Training ist, wenn ich dann richtig im Devisenmarkt bin.
Zufällige Ereignisse kann man per definitionem nicht vorhersagen. Du unterliegst hier evtl. auch dem Phänomen, dass unser Gehirn darauf trainiert ist, Muster zu erkennen, auch wenn es keine Muster gibt.

Ich habe dein Programm nur kurz überflogen, aber es scheint mir so, als ob der Benutzer erraten soll, ob eine 0 oder 1 folgt. Nun ist ja die Aussage, das die Chance auf eine richtige Antwort 50% ist, eine Aussage über unendliche viele Versuche. Du kannst also durchaus 60% bei 1000 Versuchen schaffen, das sagt aber noch nicht aus, dass die Treffer nicht zufällig waren.

Beim Roulette denkt man ja auch instiktiv (aber falsch), dass nach 20mal Rot nun Schwarz folgen müsste. Oder anders ausgedrückt: wenn du zehnmal eine Münze wirfst, und zehnmal Kopf fällt, ist die wahrscheinlichkeit für Zahl immer noch 50% - denn es ist egal, ob du eine Münze 11 mal wirfst, oder 11 Münzen einmal. Bei letzterem ist es der "11." Münze auch egal, ob die anderen 10 alle Kopf zeigen.


... Äh, bevor ich mich noch weiter verrenne, höre ich lieber auf ;) ...
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Beitragvon qweet » Samstag 3. Dezember 2005, 20:54

Wenn ein Kurs fällt, dann ist es meiner Meinung nach wichtig, als erster instinktiv zu fühlen, wann der richtige Zeitpunkt ist wieder einzusteigen. Es muss der Zeitpunkt sein, wo alle einsteigen, nur halt kurz davor, nur so ließe sich ein großer Profit realisieren. Sobald alle anderen auch wieder mit drin sind, ist die Chance schon wieder vorbei.

Sich selber besser an dieses stetige Auf und Ab zu gewöhnen war mein Ziel. Die Atmosphäre wird wohl kaum die selben Zufälle liefer wie der Markt, aber darum ging es mir nicht so. Ich würde es eher das Glätten von Gefühlen nennen. Ruhiger und rationaler an die Sache ranzugehen.

Es könnte schon ein Muster geben, nur ist es mir vielleicht nicht möglich dieses zu erkennen, da ich einfach noch zu langsam und nicht die nötige Menge an Daten auswerte. Nur eine Weiterentwicklung des Programmes hin zur Beschleunigung würde dies mMn klären.

Was die statistische Chance von 50% angeht, ja es stimmt. Doch nehmen wir wieder an jemand trifft 1000 Entscheidungen im Devisenmarkt. Jemand der eine richtige und wieder ein falsche Entscheidung trifft, verhält sich normal. Wenn jedoch jemand hintereinander 500 richtige Entscheidungen trifft, wird meines Erachtens der Fall eintreten, dass er von anderen, die so etwas nicht schaffen, als Guru gefeiert wird.

So sehe ich das Programm auch eher als eine Art Training meines Geistes an. Sicherlich in einer sehr primitiven Form.
Trotzdem bin ich weiterhin der Meinung, dass es einen positiven Effekt haben kann. Ja ich glaube halt daran. Doch wer kann mir beweisen, dass ich falsch liege? Ich denke niemand. Weil jeder andere halt auch nur daran glaubt oder nicht glaubt. Meiner Meinung nach, dass Treffen der richtigen Entscheidung.
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Beitragvon Joghurt » Samstag 3. Dezember 2005, 21:10

qweet hat geschrieben:Trotzdem bin ich weiterhin der Meinung, dass es einen positiven Effekt haben kann. Ja ich glaube halt daran. Doch wer kann mir beweisen, dass ich falsch liege?
Der Effekt ist eher negativ, da du dann einer Selbsttäuschung unterliegst und u.U. überzeugt bist, "ein glückliches Händchen" zu haben und dementsprechend falsche Entscheidungen triffst. Das ist dann ähnlich wie ein Spieler/Spielsüchtiger, der überzeugt ist, das optimale System gefunden zu haben.

Falsifizieren kannst du deine Theorie ganz einfach, in dem du jeden Tag ein bisschen Zahlenraten machst, und dein Programm die Gesamtstatistik erzeugen läßt. Es ist wichtig, dass du nicht jeweils nur Tagesstatistiken erstellst und dann sogar auf etwas wie "gute" oder "schlechte Tage" schließt.

Wenn du das Programm lange genug nutzt, wird sich dein Durchschnitt auf 50% einpendeln. Wenn nicht, dann ist entweder die Datenquelle kein idealer Zufallszahlengenerator oder du kannst wirklich in die Zukunft sehen. Selbst dann würde ich aber auf ersteres tippen.

Statistik ist ein Gebiet der Mathematik, welches teilweise "dem gesunden Menschenverstand" widerspricht, man muss dort immer höllisch aufpassen, nicht einen Fehler zu machen.

Verstehe mich nicht falsch, dass du deine Theorie testet und ein eigenes Programm schreibst, ist sehr gut und sogar wissenschaftlich. Du darfst nur nicht der Versuchung erliegen, dass zu beweisen, woran du glaubst, sondern ebensogut in Kauf nehmen (und erwarten) dass du falsch liegst.
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Beitragvon jens » Samstag 3. Dezember 2005, 21:32

In der c't 14/05, Seite 120 wurden mal Börsenprogramme getestet... Da gibt es eine ganze Menge von... Teilweise sehr teuer... Bei den meisten kann man auch durch mehr oder weniger komplexen Regeln, den kauf/verkauf automatisieren!
Bei einem Programm wurde auch erwähnt, wie man die Regeln testen kann... Es wendet einfach die Regelsätze auf historische Werte an und schaut nach, ob die Prognosen richtig waren... Fand ich schon erstaunlich, obwohl es naheliegend ist...

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Beitragvon qweet » Sonntag 4. Dezember 2005, 10:47

Ich bin nicht überzeugt das optimale System gefunden zu haben. Ich würde das System ja gerne weiterentwickeln und verändern um zu sehen, ob es denn nun stimmt, jedoch fehlen mir dazu die Ressourcen, jedenfalls die Ressourcen um es schnell zu tun. Langsam aber stetig, gelingt es auch so.

Klare Bilanz zu halten ist ebenso wichtig im Devisenmarkt, da man sonst dem Selbstbetrug und der Selbsttäuschung unterliegen könnte. Jeder einzelne Trade an sich, produziert ein klares Resultat, nämlich das des Profit oder des Verlustes. Diese fasse ich zusammen zu einem Tag. Mehrere Tage zu einem Monat.

Mit meinem Program ist es das Selbe. Nur läuft das hier automatisiert, schneller ab.
Nur möchte ich dich etwas fragen. Angenommen meine erzeugten Bilanzen weisen darauf hin, dass ich 3 Wochen hintereinander 51% richtig gelegen habe. Umgemünzt auf den Devisenmarkt wäre dies 3 Wochen hintereinander ein konstanter Zuwachs des Vermögens.
Würdest du nun daran glauben, dass du Recht hattest oder das du eine Möglichkeit gefunden hast Geld zu verdienen? Oder würden es für dich immer noch einfach 3 "gute" Wochen sein auf die dann halt 3 "schlechte" folgen.
Das Ganze könnte man auch auf Tage ummünzen. Oder auf Stunden, Minuten, Sekunden, Momente.

Ich glaube nicht, dass ich irgendwie langfristig in die Zukunft sehen kann, ich finde das ist absurd. Aber ich denke, das es möglich ist sehr kurzfristig den nächsten Moment instinktiv zu erfühlen. Als Beispiel würde mir einfallen, wenn man selbst sich in großer Gefahr befinden und nun schnellstens sich entscheiden muss, dass man dann um das eigene Leben zu schützen die richtige Entscheidung trifft. Es ist ein Moment höchster körperlicher Anspannung, der sich natürlich nicht beliebig oft wiederholen lässt. Jedenfalls nicht ohne zwischenzeitliche Pausen, mMn.
Diesen Moment der vollsten Konzentration auf den Devisenmarkt angewenden, würde Profit bedeuten, Profit für den einen Moment. Dann am Besten sofort eine Pause einlegen um sich zu erholen für den nächsten Moment. Aber das ist natürlich nur meine Theorie.

Regelsätze auf historische Werte anwenden kenne ich unter dem Begriff "backtesting". Nur was für eine Regel, Formel wendet man an? Vielleicht eine von der man glaubt das sie die Richtige ist, weil man 10x hintereinander positive Erfahrungen damit gemacht hat?
Meiner Meinung nach muss man sich auch wieder entscheiden, vertraut man auf eine Programm allein, zieht man es zu seinen bisherigen Überlegungen hinzu oder lässt man es völlig außen vor.

Aber ok, ich muss gestehen, ich habe hier auch nicht wirklich viel Ahnung, hab mich nie so lange damit beschäftigt.

Mehr weiß ich auch nicht, nur soviel, dass morgen eine neue Woche im FOREX für mich beginnt.

edit: Vielleicht noch die kleine Bemerkung, dass ich das Programm auf dem Hintergrund des Devisenmarktes verstanden haben möchte, nicht davon losgelöst und einzeln betrachtet. Schließlich glaube ich daran und deswegen war es mir möglich annähernd die gleiche Energie und das gleiche Gefühl, das irgendwo zwischen Gier und Angst liegt, auf das Programm zu übertragen.
Wenn mir irgendjemand sagen würde, dass ich ohne jegliche Vorkenntnis auf einmal anfangen soll Münzen zu werfen, nur um darin etwas zu erkennen, würde ich das sicherlich nicht machen. So aber hatte es zumindest für mich einen Nutzen.
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Beitragvon Joghurt » Sonntag 4. Dezember 2005, 16:54

qweet hat geschrieben:Angenommen meine erzeugten Bilanzen weisen darauf hin, dass ich 3 Wochen hintereinander 51% richtig gelegen habe.
Das ist ja wahrscheinlich sogar noch innerhalb von 1 Sigma, steht also in keinstem Widerspruch zu Zufallstreffern.

Hier unterliegst du schon der Selbsttäuschung. Du kannst im Roulette auch viel Geld gewinnen, aber über den langen Zeitraum verlierst du (und das ja auch nur, weil die Bank die Chance als 1:36 anstatt 1:37 berechnet, ansonsten würdest du bei +/- 0 landen).

Wie gesagt, man kann natürlich den Devisenmarkt mit Erfahrung einschätzen und kann Gewinne machen. Der Devisenmarkt ist ja nicht ein 100% zufälliges, sondern nur chaotisches System. Reine Zufallsereignisse wirst du jedoch nicht vorhersagen können. Du kannst auch jetzt nicht sagen, dass du in nächster Zeit öfters falsch liegst, es kann auch sein, dass du in den nächsten Monaten immer richtig liegst, über lange Zeit gesehen wirst du jedoch insgesamt bei 50% ankommen.
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Beitragvon qweet » Sonntag 4. Dezember 2005, 19:23

Gut. Nehmen wir an ich würde 3 Wochen hintereinander einen konstanten Profit aufweisen. Ich würde diese Ergebnisse klar und transparent veröffentlichen. Wie lange würden andere Marktteilnehmer ruhig auf ihren Stühlen sitzen und alles beim Alten lassen? Schlussendlich würde lediglich Geld umtransferiert werden. Und zwar von ihren Accounts auf meinen.
Ich mein, wer würde so cool bleiben und dies alles einfach nur noch mit Zufall erklären?
Ich meine das Gefühl gut zu kennen, wenn man sich selber im Markt befindet, mit seinem eigenem Geld. Nervös ist sicherlich nicht übertrieben.

Ich schätze ein zu 100% zufälliges System gibt es nicht. Mir fällt jetzt jedenfalls keines ein. Da zumindest meine Zufallszahlen aufgrund der Atmosphäre basieren, sind auch diese Zahlen das Produkt eines chaotischen, physikalischen Systems. Vielleicht erscheint es einem Menschen auch nur chaotisch, weil er noch nicht in der Lage ist, eventuelle tiefere Gesetzmäßigkeiten zu erkennen.

Zu guter Letzt möchte ich noch sagen, dass ich kein Problem damit hätte über mehrere Monate richtig zu liegen und danach halt die gleiche Zeit wieder falsch, damit es der Statistik entspricht. Nur könnte man doch auch annehmen, dass es halt nicht nur ein paar Monate, sondern gleich ein paar Jahre, ja ein ganzes Leben ist.
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Beitragvon Joghurt » Sonntag 4. Dezember 2005, 19:56

Ich glaube wir reden aneinander vorbei. Die Börse ist kein zufälliges System, höchstens ein chaotisches. Und dort kannst du sehrwohl Erfahrungen machen, und mit diesen Erfahrungen mehr Gewinn als Verlust einfahren; das machen Banken ja schon seit Jahrzehnten so.

Nur diese Erfahrungen kannst du nicht gewinnen, wenn du mit einem zufälligen System "übst", denn dort kannst du nichts lernen.

Das kannst du dir auch einfach klar machen: in einem zufälligen System ist jedes Ergebnis von allen anderen unabhängig. Selbst wenn du also die ganze Vorgeschichte des Systems kennst, kannst du keine Aussage über das nächste Ergebnis machen. Und "lernen" heißt ja, Erfahrungen zu sammeln um dann später aufgrund von vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen. Kleinkinder lassen ja auch in einer gewissen Lebensphase alles immer wieder fallen; sie machen die Erfahrung, dass alle Gegenstände immer nach unten fallen. Und dieses Wissen können sie dann später anwenden; sie sind später mir ihrem Spielzeug vorsichtig, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass es runterfällt, wenn man es losläßt.

Und deshalb kannst du auch nicht mit deinem Programm trainieren, denn jemand, der gerade ins Zimmer kommt, hat genausoviele relevante Informationen wie du, der du seit 2 Monaten ununterbrochen die Zahlenfolge betrachtest, nämlich gar keine.

Es macht also deutlich mehr Sinn, wenn du dir alte Börsenkurse holst, und versuchst, rauszubekommen, wie der Kurs weitergeht und das dann auch vergleichen. Dieses Training könnte sogar Erfolge bringen.
BlackJack

Beitragvon BlackJack » Sonntag 4. Dezember 2005, 22:46

Ich glaube nicht, dass ich irgendwie langfristig in die Zukunft sehen kann, ich finde das ist absurd. Aber ich denke, das es möglich ist sehr kurzfristig den nächsten Moment instinktiv zu erfühlen. Als Beispiel würde mir einfallen, wenn man selbst sich in großer Gefahr befinden und nun schnellstens sich entscheiden muss, dass man dann um das eigene Leben zu schützen die richtige Entscheidung trifft.


In dieser Situation hast Du aber mehr Information als bei einem Zufallserergnis. Instinkt bedeutet ja, das ist etwas tief im Gehirn verankertes, ererbtes was unseren Vorfahren mal geholfen hat. Die waren aber eher mit Säbelzahntigern als mit Börsenkursen konfrontiert. Ich glaube nicht das das so einfach übertragbar ist. ;-)

Vielleicht noch die kleine Bemerkung, dass ich das Programm auf dem Hintergrund des Devisenmarktes verstanden haben möchte, nicht davon losgelöst und einzeln betrachtet. Schließlich glaube ich daran und deswegen war es mir möglich annähernd die gleiche Energie und das gleiche Gefühl, das irgendwo zwischen Gier und Angst liegt, auf das Programm zu übertragen.


Ganz Ernst gemeinter Rat: behalt das im Auge und kümmere Dich mal um Hintergrundinformation zum Thema "Spielsucht".
qweet
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Beitragvon qweet » Montag 5. Dezember 2005, 16:58

Ich gehe nicht davon aus, dass die Börse ein rein zufälliges System ist. Meiner Meinung nach gibt es ein solches System nicht, was den Formeln und Modellen der Stochastik genügt.
Ein physikalisches System, wie meines der Atmosphäre, ist ebenso ein chaotisches. Sicherlich nicht exakt gleich wie das chaotische System der Börse.
Deswegen denke ich, dass es sehr wohl einen Lernprozess geben kann, einfach weil Ergebnisse von einander abhängig sind, inwiefern auch immer.

Eine theoriehafte Überlegung: Angenommen es wäre mir möglich den Devisenmarkt mit all seinen Einflüssen nachzubauen, mit einem Computerprogramm. Nun würde ich dieses Programm nutzen, jedoch wäre es mir möglich die Geschwindigkeit selber zu bestimmen. Denkt ihr nicht, dass ich mich sehr viel schneller an Schwankungen, Gefühlsausbrüche gewöhnen würde, als andere Teilnehmer, die das nicht haben? Nun nachdem ich dieses Bad in einem rasant schnellen System genommen habe, gehe ich wieder in das andere System, welches nicht so schnell abläuft. Schwankungen dieses Systemes würde ich doch jetzt theoriehaft viel besser verkraften, da ich mich kurz zuvor viel größeren Schwankungen ausgesetzt habe.

Ich denke dein Vorschlag mit der Analyse von alten Börsenkursen überschneidet sich mit dem was ich tue. Meiner Meinung nach ist es unsinnig, die Börsendaten von vor 5 Jahren tiefgründig zu analysieren. Warum? Die Entscheidungen die die Menschen damals getroffen haben, waren an die damalige Situation gebunden. Das eine exakte solche Situation nocheinmal eintritt halte ich für unwahrscheinlich.
Ich finde es macht viel mehr Sinn, die unmittelbaren Ausschläge des Preises, also auch Börsendaten , der sehr nahen Vergangenheit zu analysieren. Und zwar mit der Geschwindigkeit des Instinktes. Ich denke diese Geschwindigkeit ist unübertroffen. Und bei dieser Analyse sofort die Überlegungen immer und immer wieder in Bezug zum aktuellen Preis und dessen Änderungen setzen. Also ganz einfach das eigene Reagieren so nah wie möglich an den aktuellen Preis heranzuführen.

Einem Säbelzahntiger gegenüberzustehen ist sicherlich gefährlich. Das was man sich mit der Zeit aufgebaut hat bei der Bank für einen Kredit zu hinterlegen und dieses Geld innerhalb eines Augenblicks verzocken zu können, steht meines Erachtens dem in nichts nach.

Ich denke nicht das ich spielsüchtig bin. Ich muss wenn ich im Markt bin, mit jedem Ausschlag des Preises wieder mich sofort umentscheiden und all mein Denken überprüfen. Das zehrt. Und das weiß ich. Es liegt in meinem Interesse irgendwann damit wieder aufzuhören.
Wenn du mit Spielsucht jedoch meinst etwas immer und immer wieder zu tun, sagen wir über den Zeitraum von Tagen, dann verweise ich auf alle anderen Marktteilnehmer. Sie wären es doch dann ebenfalls.

Ich möchte zu Letzt noch was fragen: Lässt es euch kalt die Chance zu haben euer Leben radikal ändern zu können. Ihr müsst es nicht tun, aber ihr habt die Möglichkeit dazu. Würdet ihr sie nicht auch ergreifen?
Ich denke der Devisenmarkt bietet eine solche Chance. Er ist 6 Tage in der Woche geöffnet. Jede Stunde, jede Minute. Hier gibt es keine Unterbrechungen. Es bieten sich immer und immer wieder neue Chancen. Jeden Moment. Man muss sie nur nutzen.

edit: Ich sag es mal so: Wenn ich mir den Preis anschaue und nur davon ausgehe was ich sehe, dann sehe ich nur, das der Preis aus für mich mittlerweilen irrationalen Gründen Auf- bzw. Abwärtsbewegungen macht.
Genau dieses irrationale Verhalten wollte ich eben simulieren.
Zuletzt geändert von qweet am Montag 5. Dezember 2005, 18:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon N317V » Montag 5. Dezember 2005, 18:04

qweet hat geschrieben:Ich gehe nicht davon aus, dass die Börse ein rein zufälliges System ist. [...] Deswegen denke ich, dass es sehr wohl einen Lernprozess geben kann, einfach weil Ergebnisse von einander abhängig sind, inwiefern auch immer.

Vollkommen korrekt!

qweet hat geschrieben:Ich denke dein Vorschlag mit der Analyse von alten Börsenkursen überschneidet sich mit dem was ich tue. Meiner Meinung nach ist es unsinnig, die Börsendaten von vor 5 Jahren tiefgründig zu analysieren. Warum? Die Entscheidungen die die Menschen damals getroffen haben, waren an die damalige Situation gebunden.

Genau das ist der Punkt! Es gibt auf die Börse dermaßen viele Einflüsse: politische Konstellationen, Naturkatastrophen, einfach nur das Wetter, die öffentliche Meinung, die marktschreierischen Erfolgsmeldungen der börsennotierten Firmen, die Einschätzung der Analysten, die Börsenkurse untereinander etc. etc. Wenn Du das alles im Blick hast und das eine sehr lange Zeit beobachtest, dann kannst Du ein intuitives Gefühl dafür entwickeln, was passieren wird.

qweet hat geschrieben:Ich finde es macht viel mehr Sinn, die unmittelbaren Ausschläge des Preises, also auch Börsendaten , der sehr nahen Vergangenheit zu analysieren. Und zwar mit der Geschwindigkeit des Instinktes.

Sei mal ehrlich: du versuchst Raten zu üben.

qweet hat geschrieben:Einem Säbelzahntiger gegenüberzustehen ist sicherlich gefährlich. Das was man sich mit der Zeit aufgebaut hat bei der Bank für einen Kredit zu hinterlegen und dieses Geld innerhalb eines Augenblicks verzocken zu können, steht meines Erachtens dem in nichts nach.

Du hast nen ganz schönen Rush, wenn Du mich fragst.

qweet hat geschrieben:Ich denke nicht das ich spielsüchtig bin.

Zumindest bist Du ein Paradebeispiel für das, was man als Spielsucht bezeichnet. Mein Bruder hat seine Diplomarbeit über das Thema geschrieben und mein Vater stellt u.a. auch Spielautomaten mit Gewinnmöglichkeit auf (sog. Geldspieler). Du bist definitiv ein pathologischer Spieler. Komm mal runter und lies dann mal Deine Posts: Du bist voll high.

qweet hat geschrieben:Es liegt in meinem Interesse irgendwann damit wieder aufzuhören.
Wenn du mit Spielsucht jedoch meinst etwas immer und immer wieder zu tun, sagen wir über den Zeitraum von Tagen, dann verweise ich auf alle anderen Marktteilnehmer. Sie wären es doch dann ebenfalls.

Das ist klassische Süchtigen-Argumentation, glaub mir. Ich hab auch sehr viele richtige Süchtige, also drogenabhängige Leute, kennen gelernt. Das ist absolut typisch. Versuch Dich einfach mal davon (auch von Deinem Programm) fern zu halten und guck, was passiert. Du wirst sehr schnell eine Menge Ausreden finden, wieder anzufangen. Die werden Dir alle vollkommen plausibel erscheinen. Und: befass Dich doch tatsächlich mal mit der Materie 'Sucht'. Schlimmstenfalls lernst Du was dabei, auch wenn Du feststellen solltest, dass es Dich tatsächlich nicht betrifft. Du hast also nichts zu verlieren.
Tasächlich glaube ich, dass es an der Börse eine Menge 'Süchtige' wie Dich gibt und immer wieder zerbrechen Existenzen daran. Wie Du selbst sagst: es ist fast genauso gefährlich wie der Säbelzahntiger.
Es gibt für alles eine rationale Erklärung.
Außerdem gibt es eine irrationale.

Wie man Fragen richtig stellt
BlackJack

Beitragvon BlackJack » Montag 5. Dezember 2005, 23:38

qweet hat geschrieben:Ein physikalisches System, wie meines der Atmosphäre, ist ebenso ein chaotisches. Sicherlich nicht exakt gleich wie das chaotische System der Börse.
Deswegen denke ich, dass es sehr wohl einen Lernprozess geben kann, einfach weil Ergebnisse von einander abhängig sind, inwiefern auch immer.


Sicher kann es einen Lernprozess geben die Zusammenhänge die grösseren Einfluss haben als die zufälligen, kurzzeitigen Schwankungen zu erkennen und zu nutzen. Aber eben nur die und nicht das "Rauschen" was Du "übst" zu erkennen.

Du versuchst bei der Wettervorhersage ja z.B. nicht den einzelnen Regentropfen vorherzusagen, sondern gewisse Wahrscheinlichkeiten ob es regnet oder nicht. Und dazu musst Du Dir das Wettersystem im grösseren Massstab und über einen längeren Zeitraum anschauen.

Eine theoriehafte Überlegung: Angenommen es wäre mir möglich den Devisenmarkt mit all seinen Einflüssen nachzubauen, mit einem Computerprogramm. Nun würde ich dieses Programm nutzen, jedoch wäre es mir möglich die Geschwindigkeit selber zu bestimmen. Denkt ihr nicht, dass ich mich sehr viel schneller an Schwankungen, Gefühlsausbrüche gewöhnen würde, als andere Teilnehmer, die das nicht haben?

Nun nachdem ich dieses Bad in einem rasant schnellen System genommen habe, gehe ich wieder in das andere System, welches nicht so schnell abläuft. Schwankungen dieses Systemes würde ich doch jetzt theoriehaft viel besser verkraften, da ich mich kurz zuvor viel größeren Schwankungen ausgesetzt habe.


Nein denke ich nicht. Kleines Gegenbeispiel: Wenn ich in einem Autorennspiel den absoluten Renner nehme und mit dem mit ständig durchgetretenem Gaspedal gut klarkomme und dann auf einen lahmen Kleinwagen umsteige, dann werde ich Probleme haben den Wagen im Griff zu behalten weil die Geschwindigkeit eine völlig andere ist.

Mal davon abgesehen das ich Deine Methode "Zufall vorhersagen" in keiner Geschwindigkeit für zielführend oder sinnvoll halte.

Ausserdem: Wenn Du den Devisenmarkt so gut nachbauen kannst, dann kannst Du das Programm direkt in Echtzeit dazu benutzen um ein paar Tage oder Stunden in die Zukunft zu extrapolieren und hast ein prima Vorhersagesystem.

Ich denke dein Vorschlag mit der Analyse von alten Börsenkursen überschneidet sich mit dem was ich tue. Meiner Meinung nach ist es unsinnig, die Börsendaten von vor 5 Jahren tiefgründig zu analysieren. Warum? Die Entscheidungen die die Menschen damals getroffen haben, waren an die damalige Situation gebunden. Das eine exakte solche Situation nocheinmal eintritt halte ich für unwahrscheinlich.


Es geht nicht um exact die gleiche Situation sondern um Parallelen und Trends. In der Richtung: In der Vergangenheit bedeutete bei einem Unternehmen der Branche XY und einem charakteristischen Kursverlauf Z bei einer Steigerung des Leitzins und dem Zukauf einer Tochterfirma dieses oder jenes und es gibt eine x%-tige Wahrscheinlichkeit das der Kurs auch diesmal wieder steigt/fällt. Bei den Analysen geht es um statistische Korrelation von gewissen Eingabegrössen.

Zusätzlich gibt's hier einen Effekt den es beim Wetter nicht gibt: Die Selbstprophezeihung. Wenn 10 Meteorologen ohne Grundlage sagen Morgen scheint die Sonne und es werden 30°C, dann hält sich das Wetter da nicht dran. Wenn aber 10 bekannte Börsenanalysten sagen morgen steigt die Aktie von Acme-Industries, dann steigt sie wahrscheinlich wirklich weil die Leute sie kaufen, da sie angeblich ja steigen soll. Ein sehr lustiges Phänomen, was auch mal völlig ohne reale Gründe Firmen in die Höhe jubelt oder Börsencrashs verursacht. :-)

Ich finde es macht viel mehr Sinn, die unmittelbaren Ausschläge des Preises, also auch Börsendaten , der sehr nahen Vergangenheit zu analysieren. Und zwar mit der Geschwindigkeit des Instinktes.


Was ist denn die Geschwindigkeit des Instinktes? Die unmittelbaren Ausschläge sind für den Betrachter zufällig, was für Korrelationen willst Du da bei der Analyse finden?

Ich denke diese Geschwindigkeit ist unübertroffen. Und bei dieser Analyse sofort die Überlegungen immer und immer wieder in Bezug zum aktuellen Preis und dessen Änderungen setzen. Also ganz einfach das eigene Reagieren so nah wie möglich an den aktuellen Preis heranzuführen.


Reagieren auf was? Auf den Zufall? Da wirst Du auf lange Sicht verlieren weil Börse nicht wirklich zufällig ist und die Leute mit einer längeren Sicht auf die Dinge bessere Karten haben. Die konzentrieren sich nämlich nicht darauf die kurzfristigen Schwankungen vorherzusagen sondern die grösseren Zusammenhänge.

Einem Säbelzahntiger gegenüberzustehen ist sicherlich gefährlich. Das was man sich mit der Zeit aufgebaut hat bei der Bank für einen Kredit zu hinterlegen und dieses Geld innerhalb eines Augenblicks verzocken zu können, steht meines Erachtens dem in nichts nach.


Die Analogie bedeutet das Du Dich absichtlich in die Situation begibst einem "Säbelzahntiger" gegenüber zu stehen. Damit könnte man Deine Anfangsfrage nach dem "verrückt sein" mit "Ja" beantworten. ;-)

Mal davon abgesehen das ich doch einen Unterschied zwischen Geld verlieren und von einer Bestie zerfleischt zu werden, sehe, ist der Instinkt -- Adrenalinausschüttung und Fluchtreaktion -- echt nicht auf Börse übertragbar. Obwohl es vielleicht nicht das schlechteste ist, vor derartigen Geschäften zu flüchten. ;-)

Ich denke nicht das ich spielsüchtig bin. Ich muss wenn ich im Markt bin, mit jedem Ausschlag des Preises wieder mich sofort umentscheiden und all mein Denken überprüfen. Das zehrt. Und das weiß ich. Es liegt in meinem Interesse irgendwann damit wieder aufzuhören.
Wenn du mit Spielsucht jedoch meinst etwas immer und immer wieder zu tun, sagen wir über den Zeitraum von Tagen, dann verweise ich auf alle anderen Marktteilnehmer. Sie wären es doch dann ebenfalls.


Du hast den Ausdruck "zocken" weiter oben selbst erwähnt. Auf alle anderen Teilnehmer kannst Du nicht verweisen weil nicht alle auf diese kurzfristigen Änderungen setzen. Und nicht alle tun dies so irrational wie Du. Also nach Gefühl. Wenn man eine Risikoanalyse macht und nur dann ein Geschäft tätigt wenn deutlich über 50% Erfolgsaussicht besteht, oder wenn ein eventuell erwarteter Verlust durch andere, längerfristige Geschäfte gedeckt ist, dann ist Börse kein Glücksspiel. Man kann natürlich immer noch Verluste machen, genauso wie man auch nicht sicher sein kann morgen nicht von einem Auto überfahren zu werden.

Ich möchte zu Letzt noch was fragen: Lässt es euch kalt die Chance zu haben euer Leben radikal ändern zu können. Ihr müsst es nicht tun, aber ihr habt die Möglichkeit dazu. Würdet ihr sie nicht auch ergreifen?
Ich denke der Devisenmarkt bietet eine solche Chance. Er ist 6 Tage in der Woche geöffnet. Jede Stunde, jede Minute. Hier gibt es keine Unterbrechungen. Es bieten sich immer und immer wieder neue Chancen. Jeden Moment. Man muss sie nur nutzen.


Ich würde nicht nur die Chance sehen sondern auch das Risiko das 6 Tage die Woche, jede Stunde und jede Minute besteht. Und das muss man abwägen. Wenn Ich eine 50:50 Chance hätte mein Leben radikal zum besseren oder schlechterem zu wenden, dann würde ich die Finger davon lassen.

edit: Ich sag es mal so: Wenn ich mir den Preis anschaue und nur davon ausgehe was ich sehe, dann sehe ich nur, das der Preis aus für mich mittlerweilen irrationalen Gründen Auf- bzw. Abwärtsbewegungen macht.
Genau dieses irrationale Verhalten wollte ich eben simulieren.


Das ist ja auch kein problem. Nur irrationales Verhalten voraussehen zu wollen ist selbst irrational. Wenn man es vorhersehen könnte, dann wäre es ja nicht irrational.
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Beitragvon jens » Dienstag 6. Dezember 2005, 08:08

Ich würde nochmal auf den Zufall zurück kommen... Das ist irgendwie im Bereich Statistik. (Nicht das ich da ein Fachmann wäre)...

Also man kauft und verkauft einfach nur nach Zufall, ja? Wenn man wirklich viel Geld einsetzt (so 100.000) und das ganze auf viele verschiedene Firmen verteilt. Dann würde ich mal raten, das man ständig verliert und gewinnt, jenachdem wie der allgemeine Trend an der Börse ist.
Allerdings kann man in dem Fall, genau so gut sein Geld in Aktion anlegen und warten... Ich glaube das hatte auch irgendwann mal ein größer, alter Börsenguru geraten. Kaufen und warten...

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Beitragvon qweet » Dienstag 6. Dezember 2005, 15:41

Ich möchte auch noch etwas dazu sagen. Doch wirf bitte erst einen Blick auf dieses Bild:

Bild
edit: Ich weiß nicht warum, aber die Bilder werden nicht angezeigt..
edit2: Musste lediglich noch ne index.htm erstellen, dann war das Problem geklärt.
edit3: Ich weiß nicht warum die Bilder jetzt wieder nicht angezeigt werden. Hier der Link zur Page. http://qweet.piranho.com/

Zu sehen ist ein Trade von mir. Oben rechts ist der aktuelle Preis eingeblendet. Ich habe mich die ganze Zeit nur auf diesen Preis konzentriert und herausgekommen ist dieser Profit. Ich habe ständig abgewägt ob die Summe der aktuellen Schwankungen des Preises nach oben und unten, ein Zeichen dafür ist, zu kaufen oder zu verkaufen und wann es der richtige Zeitpunkt ist wieder auszusteigen. Dass ich dabei nicht optimal gehandelt habe ist klar zu erkennen. Aber in dem jeweiligen MOMENT konnte ich das ja auch nicht wissen.
Das Ganze hat ungefähr eine halbe Stunde gedauert. Eine halbe Stunde unglaublicher Konzentration.


Nun ein zweites Bild:
Bild

Zu sehen ist der alte Trade und 2 neue Trades. Die hab ich so gegen 13:30 gemacht. Es war wieder der Fall, dass ich nur den Preis beobeachtet habe. Und aufgrund dessen, dass mir die Summe der Preisbewegungen so vorkam, als ob ein Umkehrpunkt erreicht ist, habe ich meine anfängliche Kaufoption annulliert, wie zu sehen und bin kurz darauf umgestiegen auf VERKAUFEN. Was wie zu sehen anscheinend auch die richtige Entscheidung war. Auch das müssten so ca. 30Min gewesen sein.

Ich möchte also zusammenfassend sagen, dass ich aufgrund dessen gehandelt habe, weil ich ein Gefühl hatte, einen Instinkt aufgrund der Summe der Auf-und Abwärtsbewegungen des Preises.
Genau dieses Auf und Ab wollte ich simpelst simulieren.

Nun ein Bild meines Programmes:
Bild

Die Aufgabe des Benutzers ist es lediglich sich zu entscheiden. Und das möglichst richtig zu tun. Und halt eben zu glauben, dass er Muster erkennt. Ich denke jeder Mensch neigt dazu.
Zu sehen sind 25 Zahlen. Grün habe ich mich richtig entschieden, rot bedeutet eben falsch.
Ganz links oben seht ihr die Summe meiner Entscheidungen für einen 25er Block. Ich liege also im Positiven. Rechts ist die Gesamtsumme der richtigen Entscheidungen zu sehen. Die große 19.
Die 650 ist die Gesamtanzahl die zur Zeit erreicht ist.

Die letzten 6 Zahlen waren 000111. Ich lag 6x in Folge! Richtig. Sollte ich jetzt anfangen ein Muster zu erkennen? Wird sich das nochmal wiederholen oder ist das jetzt ein Zeichen dafür, dass jetzt etwas vollkommen anderes kommt? Vielleicht treten ja 0 und 1 jetzt kurzfristig nur noch im Wechsel auf, also 0101 usw.
Genau diesen Prozess zu beschleunigen und dabei natürlich die Visualisierung nicht zu vergessen ist mein Ziel.

Natürlich könnte man meine 6 richtigen Entscheidungen oben im Devisenmarkt als Glück, Zufall auslegen. Das kann ja auch wahrhaftig so gewesen sein. Deswegen möchte ich jeden auffordern es mir gleich zu tun und ein ähnliches Ergebnis zu präsentieren.

Natürlich könnte es auch sein, dass ich mir das alles nur ausdenke. Das alles nur ein riesengroßer Bluff ist. Doch warum sollte ich soviel Zeit in so etwas hineinstecken? Ja warum?
Ich behaupte, dass ich die Wahrheit sage.


Nun zu den Posts:

Es gibt auf die Börse dermaßen viele Einflüsse: politische Konstellationen, Naturkatastrophen, einfach nur das Wetter, die öffentliche Meinung, die marktschreierischen Erfolgsmeldungen der börsennotierten Firmen, die Einschätzung der Analysten, die Börsenkurse untereinander etc. etc. Wenn Du das alles im Blick hast und das eine sehr lange Zeit beobachtest, dann kannst Du ein intuitives Gefühl dafür entwickeln, was passieren wird.


Meines Erachtens hat NIEMAND auf dieser Welt solche Fähigkeiten dies alles zu überschauen. Somit müsste es absolut sinnfrei sein, sich überhaupt im Devisenmarkt aufzuhalten, da man doch nur verlieren kann. Das glaube ich nicht und das tun auch viele andere nicht.
Ich denke das es nicht wichtig ist, zu wissen wie das Wetter in Australien ist, dabei noch die Entscheidungen der FED zu berücksichtigen und vielleicht noch die Info einzuholen, ob Herr Maier heute kauft oder verkauft, einfach weil es sein Geburtstag ist.
Denn all diese Menschen sind gezwungen eine Aktion, eine Handlung auszuführen. Das können sie nur mit zwei Möglichkeiten. Entweder sie kaufen oder sie verkaufen. Wenn es mehr Kaufoptionen gibt, dann steigt der Preis. Ist es umgekehrt fällt er. Und hält es sich die Waage, passiert gar nichts.
Für mich ist es jedoch nicht wichtig diese ganzen Infos zu haben. Mir reicht es vollkommen aus zu sehen, was passiert. Denn wenn der Preis steigt und ich habe gekauft, sehe ich dass ich Profit mache. Egal wie das Wetter in Sydney ist.


Desweiter bin ich weiterhin der Meinung, dass ich nicht süchtig bin. Deswegen werde ich mich auch nicht damit beschäftigen, jetzt jedenfalls nicht, weil ich denke, dass es vor erst wichtigeres gibt. Und ich hätte doch etwas zu verlieren. Zeit!
Bitte sieh es auch so, dass ich nicht permanent "high" sein kann. Ja auch ich muss schlafen auch ich brauche Ruhe. Pausen. Ich finde das ist absurd.

Du versuchst bei der Wettervorhersage ja z.B. nicht den einzelnen Regentropfen vorherzusagen, sondern gewisse Wahrscheinlichkeiten ob es regnet oder nicht. Und dazu musst Du Dir das Wettersystem im grösseren Massstab und über einen längeren Zeitraum anschauen.


Das ist vollkommen richtig. Aber wie groß muss dieser Zeitraum gewählt werden, wo ist die Grenze? Ich habe gestern 20000 Entscheidungen mit meinem Programm getroffen. Sicherlich immer noch viel zu wenig. Ok. Aber ich habe zur Zeit nicht die Möglichkeit das Programm weiterzuentwickeln, gerne würde ich mehr Daten auswerten.

Mal davon abgesehen das ich Deine Methode "Zufall vorhersagen" in keiner Geschwindigkeit für zielführend oder sinnvoll halte.

einverstanden. Ich halte es für sinnvoll, weil ich glaube, dass der Mensch nichts anderes tut, als sich tagtäglich an zufällige Ereignisse anzupassen. Nur geschieht dies schnell und unterbewusst. Eine normales Gespräch ist meines Erachtens bereits so etwas. Ich kenne nicht alle Prozesse des Gehirns meines Gegenübers, das was er sagt ist also in jedem Fall unberechenbar für mich.
Ich muss das aber auch nicht wissen, es reicht vollkommen aus mich an das anzupassen, was er sagt.

Reagieren auf was? Auf den Zufall? Da wirst Du auf lange Sicht verlieren weil Börse nicht wirklich zufällig ist und die Leute mit einer längeren Sicht auf die Dinge bessere Karten haben. Die konzentrieren sich nämlich nicht darauf die kurzfristigen Schwankungen vorherzusagen sondern die grösseren Zusammenhänge.

Nun ja. Es gibt da verschieden Naturen. Von Scalpern die in ein paar Sekunden ihre Postion wieder schließen über Daytradern, und den langfristigen Investoren. Das sind zumindest die, die mir bekannt sind.

Ich würde nicht nur die Chance sehen sondern auch das Risiko das 6 Tage die Woche, jede Stunde und jede Minute besteht. Und das muss man abwägen. Wenn Ich eine 50:50 Chance hätte mein Leben radikal zum besseren oder schlechterem zu wenden, dann würde ich die Finger davon lassen.

Meiner Meinung nach ist es erstmal besser überhaupt die Chance zu haben. Natürlich könnte ich auch sagen ich tue etwas was fast risikofrei ist. Nur ist es meiner Meinung nach so, dass ich im gleichen Maße eben auch weniger Chancen habe.
Etwas sehr risikoreiches zu tun bedeutet für mich eher, die Chance zu haben das volle Risiko auszuschöpfen, die aber nicht tun zu MÜSSEN. Natürlich könnte ich einen Kredit der Bank mit einem Augenschlag verwetten, ja ich habe die Möglichkeit dazu. Ich könnte aber auch erstmal so risikoarm wie nur irgend möglich agieren.

Allerdings kann man in dem Fall, genau so gut sein Geld in Aktion anlegen und warten... Ich glaube das hatte auch irgendwann mal ein größer, alter Börsenguru geraten. Kaufen und warten...


Ich denke das liegt daran, weil auf lange Sicht sich die Produktivität der Menschheit immer erhöhen wird. Trotz aller Kriege und Katastropen ist dies meiner Meinung nach geschehen.
Deswegen werde ich, wenn ich jetzt ein Aktienpaket kaufe, vielleicht möglichst weitgestreut, in 50 Jahren meinen Einsatz, ja weiß nicht, vielleicht verfünffacht haben.
Nur bin ich dann eben auch um 50 Jahre älter. Das mag sicher sein, nur eben sehr zeitintensiv.
Zuletzt geändert von qweet am Dienstag 6. Dezember 2005, 17:40, insgesamt 1-mal geändert.

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