C-Erweiterungen unter Windows - welcher Compiler?

Probleme bei der Installation?
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joerg
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Freitag 14. März 2003, 17:12

Hallo,
ich habe einige Python-Module in C geschrieben, und bisher immer nur im Quellcode verteilt, unter Linux ja kein Problem.

Wenn ich die Module aber auch für Windows vorkompiliert zu Verfügung stellen will, brauche ich eine passenden C-Compiler. Bei Microsoft kann man sich ja das .NET-SDK runterladen (Achtung: groß!), wo eine Kommandozeilenversion dabei ist, das funktioniert bei mir auch auch mit minimalen Änderungen.

Aber: Damit komilierte Module verlangen immer noch eine zusätzliche DLL, die mit dem SDK verteilt wurde. Wenn ich die jetzt nicht beilege (darf ich das überhaupt?), kann wieder keiner was mit dem Modul anfangen.

Also: Wie lösen andere sowas? Muß ich mir erst einen Compiler von Microsoft kaufen, um solche Module binär zu Verfügung zu stellen? Gibt es irgendwo eine andere Version zum freien Download?

Danke schonmal für Hinweise
Jörg
hans
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Bin selbst nicht bewander in Compilierung unter Windows. Aber ist nicht gerade der Watcom Compiler unter Open Source gestellt worden?

What's about Borland?

Hans
piddon
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Samstag 15. März 2003, 09:38

Es gibt da mehrere Lösungen:

1. GCC, den gibt es auch für Windows.
2. DevC++ von Bloodshed.net (Ist eine IDE aber die liefern das ding mit dem MingW c/C++ kompiler aus, und ich findes es richtig gut, da auch Opensource!!)
3. Borland bietet einen Komandozeilencompiler für lau an, man muss sich aber Registrieren.

Es gibt noch mehr, nur sind das die, meiner Meinung nach, brauchbarsten.

.NET SDK kannst du vergessen, das ist mist! Wie dieser gesammte .NET krempel. Bei dem SDK ist, soweit ich weiss nur ein Visuabl-Basic Comandozeielen-interpreter dabei.

Meine Empfehlung: DevC++, komplettinstallation mit dem MingW Compiler oder mit dem GCC (Da wird auch ein Paket angeboten, soweit ich weiss...)
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joerg
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Sonntag 16. März 2003, 10:16

piddon hat geschrieben: 1. GCC, den gibt es auch für Windows.
2. DevC++ von Bloodshed.net (Ist eine IDE aber die liefern das ding mit dem MingW c/C++ kompiler aus, und ich findes es richtig gut, da auch Opensource!!)
3. Borland bietet einen Komandozeilencompiler für lau an, man muss sich aber Registrieren.

...

Bei dem SDK ist, soweit ich weiss nur ein Visuabl-Basic Comandozeielen-interpreter dabei.
Danke erstmal. Zum letzten Punkt: Nee, da ist schon ein richtiger Kommandozeilen-C-Compiler dabei, der funktioniert auch gut, nur er schafft eben die Abhängigkeit von einer weiteren DLL. Den Rest vom .NET-Zeug habe ich auch noch nicht angefaßt, und werde es auch lassen. :-)

Zu den anderen Vorschlägen: die Frage ist, ob die Sachen direkt mit den fertigen Python-Paketen von python.org oder activestate.com zusammenspielen. Wenn man mit den "distutils" Python-Erweiterungen installiert, wissen die ja gleich die richtige Kommandozeile mit allen Compileroptionen (da hat sich Python irgendwie gemerkt, wie es selber kompiliert wurde). Benutze ich nun einen anderen Compiler für die Erweiterungen, muß ich das alles erst selbst konfigurieren, oder? Dann kann ich auch die distutils nicht nehmen, sondern muß mir z.B. ein Makefile basteln.

Oder heißen die anderen Compiler auch "lc" und haben kompatible Optionen zu dem von Microsoft?

Danke für die Hilfe
Jörg
joerg
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Donnerstag 20. März 2003, 16:42

Hallo,

Danke nochmal für die Antworten. Offensichtlich sieht es so aus, daß ich wirklich den gleichen Compiler nutzen muß, mit dem auch das Python selber kompiliert wurde, um die vielen Vorteile der distutils auch nutzen zu können.

Und das ist bei den gängigen Python-Installationen für Windows leider meist der Compiler von MS. :-(

Aber der Hinweis mit DevC++ war Klasse, das ist wirklich eine nette Umgebung, wenn man mal was auf Windows machen muß. ;-)

Jörg
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