PyQT Lizenz-News

Python und das Qt-Toolkit, erstellen von GUIs mittels des Qt-Designers.
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Leonidas
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Mittwoch 6. Mai 2009, 09:17

Hi,

Heute gefunden: PyQt Licensing.

Nun, wer mag ein LGPL'd Qt-Binding für Python machen, dass Pythonic ist? :)
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cofi
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Mittwoch 6. Mai 2009, 09:55

Hmm schade. Aber die Frage ist, ob man denn "pythonic Bindings" will, oder ob man Qt-isch bleibt.
Ich denke das hat eher Nachteile, vor allem da man ständig gegen C++ Version kämpft was Nomenklatur und Attribute angeht. Dazu kommt, dass man die ursprüngliche Doku, die umfangreich und hilfreich ist, nur noch schwer übertragen kann.
Ich lass mich da jedoch gern vom Gegenteil überzeugen, da sich PyQt nicht wirklich nativ anfühlt.
Aber freie Bindings im Allgemeinen wären natürlich eine geniale Sache ;)
Leonidas
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cofi hat geschrieben:Ich denke das hat eher Nachteile, vor allem da man ständig gegen C++ Version kämpft was Nomenklatur und Attribute angeht.
Das das kein Problem ist zeigen ja schon die anderen Toolkits.
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Dill
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Mittwoch 6. Mai 2009, 10:37

>Nun, wer mag ein LGPL'd Qt-Binding für Python machen, dass Pythonic ist?

das hätte den nachteil, dass man die masse an literatur die es zu Qt gibt weniger gut nutzen könnte.

ich blicke beim dem lizensierungskram eh nicht durch. was ist denn das problem mit dem jetzigen modell?
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cofi
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Mittwoch 6. Mai 2009, 11:31

Das "Problem" ist, dass es PyQt zur Zeit unter a) kommerzieller Lizenz und b) unter GPL gibt.
Die GPL ist eine recht restriktive Lizenz und eben viral ;)
Der Vorteil bei LGPL ist schlicht der, dass man so lizensierte Bibliotheken eben auch in nicht-GPL lizensierter Software nutzen kann, unter anderem auch in kommerzieller Software was die Kombination von Python und (Py)Qt eben attraktiver macht, da man in der Lizenzwahl freier ist.
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Dill
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Mittwoch 6. Mai 2009, 11:53

wenn ich Qt in einem kommerziellen produkt nutzen will, muss ich halt die komerzielle version von Qt kaufen.

(oder ist das nur bei pyqt so? warum sollte ich qt dann überhaupt kaufen??)
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cofi
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Mittwoch 6. Mai 2009, 12:05

Ne so ist es eben nicht mehr, denn ab Qt 4.5 wird LPGL + Kommerziell, d.h. + Support, dual lizensiert.
Und bei PyQt kam bisher eben dazu das man sowohl eine komerzielle PyQt-, als auch Qt-Lizenz brauchte.
Man kauft sich mit den kommerziellen Lizenzen eben immer auch Support ein, bzw muss nicht die Bestimmungen der LGPL erfüllen, da die aber keine GPL bzw Offenlegung des Codes fordern macht das aber kaum einen Sinn aus lizenzrechtlichen Gründen die kommerzielle Lizenz zu kaufen.
Entweder lässt sich aus Qt-Sicht (scheinbar gilt das nicht für PyQt) mit Support genügend Geld machen oder Nokia will so die Entwicklung und die Verbreitung fördern.
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Dill
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Mittwoch 6. Mai 2009, 12:16

ok...

aber ist doch nachvollziehbar. wer braucht schon support für ein binding? ich frage mich aber wer überhaupt kommerzielle software mit python und qt baut. denke das wird eher für nen prototyp hergenommen und dann in CPP implementiert und verkauft...
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Leonidas
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Mittwoch 6. Mai 2009, 13:03

Dill hat geschrieben:aber ist doch nachvollziehbar. wer braucht schon support für ein binding?
Anscheinend ausreichend viele dass Riverbank es nicht unter LGPL stellt.
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BlackJack

Mittwoch 6. Mai 2009, 13:12

@Dill: Es geht ja nicht nur um "kommerzielle" Software, wobei hier anscheinend wieder die falsche Unterscheidung zwischen "kommerziell" und GPL gemacht wird, sondern eben um alles was nicht GPL ist. Man kann "freie" PyQt-Programme also zum Beispiel nicht unter der BSD- oder MIT-Lizenz vetreiben, sondern nur unter GPL. Selbst wenn man zahlt, kann man die beiden Lizenzen wahrscheinlich nicht nehmen!?
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Dill
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Mittwoch 6. Mai 2009, 13:22

Leonidas hat geschrieben:
Dill hat geschrieben:aber ist doch nachvollziehbar. wer braucht schon support für ein binding?
Anscheinend ausreichend viele dass Riverbank es nicht unter LGPL stellt.
ok, ich steh wohl voll aufm schlauch :)

aber ich dachte es wäre momentan so, dass man pyqt nicht wegen dem support kauft, sondern um programme mit pyqt unter einer anderen lizenz als GPL veröffentlichen zu können.
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snafu
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Mittwoch 6. Mai 2009, 13:49

Vielleicht sollte sich Phil mal einen Sponsor suchen. Trolltech selbst (bzw jetzt ja Qt Software) kann doch eigentlich auch nur daran interessiert sein, wenn das eigene Produkt hohe Verbreitung im Python-Umfeld findet. Ich weiß ja nicht wieviel Umsatz man mit PyQt macht, aber eigentlich schaden so Aktionen doch eher dem Ansehen.
shcol (Repo | Doc | PyPi)
lunar

Mittwoch 6. Mai 2009, 17:02

@BlackJack: Schon seit PyQt 4.3 sind diverse freie Lizenzen (u.a. MIT/X11 und BSD) erlaubt, näheres dazu steht in der Datei GPL_EXCEPTION.TXT im PyQt4 Quelltext. Die Änderung zur LGPL bringt nur Distributoren proprietärer Programme etwas. Die aber sollten sich nicht beschweren, Qt4 gibt es nun kostenlos, und die Kosten einer PyQt4-Lizenz sind relativ gering, zumal man – laut der im OP erwähnten E-Mail – freie Projekte nun auch im Nachhinein proprietär veröffentlichen darf.

@snafu: Qt Software gehört Nokia, und welches Interesse sollte Nokia an funktionierenden Python-Anbindungen haben? Schaden wird das Qt oder Nokia auch nicht, denn Image-Pflege lässt sich mit dem KDE-Projekt viel besser betreiben als mit Anbindungen an irgendwelche Programmiersprachen. Außerdem bringt KDE Nokia auch in technischer Hinsicht etwas, viele Bugfixes in Qt 4.4 und Qt 4.5 kommen von KDE-Entwicklern.
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