Parrot 1.0 erschienen. Hat schon jemand probiert?

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burli
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Parrot 1.0 erschienen. Hat schon jemand probiert?

Beitragvon burli » Freitag 20. März 2009, 21:24

Der Titel sagt schon alles. Parrot 1.0.0 ist am 17.03. erschienen. Hat das schonmal jemand mit Python getestet?
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INFACT
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Beitragvon INFACT » Freitag 20. März 2009, 21:36

könntest du eine kleine bescheibung geben was das überhaupt ist?
:wink:
ein kleines game für die die lust haben http://konaminut.mybrute.com
;-)
burli
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Beitragvon burli » Freitag 20. März 2009, 21:46

Parrot ist eine VM, eigentlich für Perl entwickelt. Aber kann viele andere Bytecode Sprachen ausführen. Soll schneller sein als normales CPython

EDIT: Ich hab mal Parrot compiliert und make test laufen lassen (Auf einem Atom330)

All tests successful, 16 tests and 624 subtests skipped.
Files=398, Tests=11584, 489 wallclock secs (289.09 cusr + 49.80 csys = 338.89 CPU)
problembär

Beitragvon problembär » Freitag 20. März 2009, 22:26

Hallo,

die Sache interessiert mich. Neben Parrot braucht man wohl noch eine speziell auf Parrot zugeschnittene Python-Version. Laut

http://www.parrot.org/languages

scheint es zwei zu geben:

http://pirate.tangentcode.com/

und

http://code.google.com/p/pynie/source/checkout

Beide scheinen derzeit aber nicht sehr weit entwickelt / angepaßt zu sein :(. Kann ja aber noch werden. Die Parrot-Sache muß wohl erstmal bekannt werden / ins Rollen kommen.

Gruß
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Beitragvon burli » Freitag 20. März 2009, 22:50

Oha, das sieht ja gar nicht so gut aus. Juli 2006. Glaub, das kann man erstmal vergessen. :cry:
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Beitragvon birkenfeld » Freitag 20. März 2009, 23:08

burli hat geschrieben:Soll schneller sein als normales CPython


Beim letzten "offiziellen" Test war es das nicht. Google "Pie-thon".
Dann lieber noch Vim 7 als Windows 7.

http://pythonic.pocoo.org/
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Beitragvon Leonidas » Samstag 21. März 2009, 09:02

Ich finde dass Parrot nur aus dem Aspekt der Skriptspracheninteroperabilität sinnvoll ist aber darüber hinaus hat mir bisher niemand andere Argumente vorbringen können.

Ja, es wäre schön wenn alle am selben Strang ziehen und es eine gemeinsame VM gibt, aber da stellt sich die Frage warum man dann nicht auf Mono setzt das zumindest für statisch typisierte Sprachen sowas bringt und mittels DLR jetzt auch brauchbarer für dynamische Sprachen werden soll. Dort mitzuhelfen scheint mir dann doch sinnvoller.
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Beitragvon sma » Samstag 21. März 2009, 10:30

Eine VM, die die besonderen Belange dynamischer Programmiersprachen berücksichtigt, kann theoretisch besser (sprich schnelleren Code erzeugen) als eine für statische Programmiersprachen (wie die JVM oder Mono), die sich mehr quälen müssen. Somit ist die Idee einer gemeinsamen VM für verschiedene dynamische Sprachen nicht so schlecht.

Mono + DLR ist da eine weniger optimale Lösung. Für viel versprechender halte ich die Bemühungen, dynamische CallSites und MethodHandles in die JVM einzubauen und so dynamische Methodenaufrufe effizienter zu gestalten.

Leider sind sowohl .NET als Java Schwergewichte, was ihre VMs und Klassenbibliotheken angeht, sodass dort dann auch kleine Scripte deutlich mehr MB RAM verbrauchen würden als mit dedizierten Interpretern. Wie das bei Parrot aussieht, weiß ich nicht.

Übrigens: Bei http://code.google.com/p/pynie/ gibt es doch Aktivitäten. Allerdings sieht das noch sehr, sehr am Anfang aus und die Vorstellung, einen Python-Compiler in Perl zu schreiben, finde ich jetzt auch nicht so prickelnd.

Stefan
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Beitragvon Leonidas » Samstag 21. März 2009, 10:38

sma hat geschrieben:die Vorstellung, einen Python-Compiler in Perl zu schreiben, finde ich jetzt auch nicht so prickelnd.

Früher gab es ja mal diese zwei "Assembler"-Formate aber ich weiß nicht was daraus geworden ist. Parrots Dokumentation löst bei mir keine sonderliche Begeisterung aus.
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