Hat jemand Erfahrung mit Web2Py?

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Silmaril
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Freitag 12. Dezember 2008, 16:01

Hallo

Hat von euch jemand schon was mit Web2Py gemacht und kann mal kurz schreiben, wie sich das angestellt hat?

Ich bin nämlich gerade auf der Suche nach dem besten (tm) Python-Web-Framework für einen Onlinekalender.
Bei Django habe ich Angst, das mir das ORM irgendwann nicht mehr genügt und will eigentlich lieber SQLAlchemy (bzw. Elixier) benutzen.
Werkzeug ist ein Blick wert genauso wie Pylons.
Bei TurboGears möcht ich lieber auf TG2 warten.

Ja und jetzt Web2Py?
Das klingt auf jeden Fall mal gut.

Wer weiß mehr :wink:
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Y0Gi
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Freitag 12. Dezember 2008, 18:10

web2py = doof
Werkzeug = teh win!

So als Kurzvariante ;)

Werkzeug und Pylons sind übrigens komplett unterschiedliche Kaliber, allein schon da Werkzeug eine Bibliothek und kein Framework ist.
Leonidas
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Freitag 12. Dezember 2008, 19:23

Silmaril hat geschrieben:Das klingt auf jeden Fall mal gut.
Also wenn ich mir so einige Äußerungen des Autors in der Mailingliste ansehe gruselts mich dann eher dass das jemand tatsächlich einsetzen könnte.
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sma
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Samstag 13. Dezember 2008, 10:05

Ich fand die Idee, Code über das Web zu bearbeiten und so eine stärker integrierte (wenn auch leider unkomfortablere) Entwicklungsumgebung für Webanendungen zu haben, interessant. Das erinnert an Heroku für Rails. Der Code, den man für web2py braucht, wirkt aber ungewöhnlich unpythonisch und das hat letztlich dazu geführt, dass ich mich nicht weiter damit beschäftigt habe.

Stefan
apollo13
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Samstag 13. Dezember 2008, 11:45

Ja nicht web2py verwenden, der Junge hat null Ahnung von Sicherheit aber redet groß. Code nicht pep008 konform etc... Eigentlich das beste Beispiel wie man etwas falsch machen kann...
Silmaril
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Samstag 13. Dezember 2008, 13:16

Ok, danke für die Antworten.

Web2Py hat tatsächlich einige Ähnlichkeit mit Rails. Irgendwo auf ihrer HP fand ich dazu ein PDF, dass mir sagte, das es in vielen Bereichen Ahnlichkeiten zu Rails aufweist. Das das dann nicht pythonisch ist, hab ich gar nicht bedacht.

Ich weiß aber jetzt immer noch nicht welches Framework am besten für einen Webkalender ist. Es sollte natürlich viel Low-Level-Arbeit abnehmen. Vor allem bei der Datenbankanbindung und Ajax/Json und leicht zu erlernen sein. Auch für Python-Unerfahrene.
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Leonidas
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Samstag 13. Dezember 2008, 13:23

Django ist für das meiste gut geeignet. Wenn es mehr Flexibilität braucht kannst du dich auch umsehen was es sonst noch gibt, aber Django ist eben die 80%-Lösung.
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sma
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Samstag 13. Dezember 2008, 14:03

Ich würde ebenfalls Django empfehlen. Es kümmert sich um die DB-Anbindung und für einfache Modelle und Views brauchst du keine umfangreichen Python-Kentnisse, sodass viele Leute sogar mit Django Python gelernt haben.

Was Django leider nicht bietet, ist eine automatische Ajax-Anbindung. Hier ist man eher stolz darauf, alles möglich zu machen, indem man nichts bevorzugt. Zusammen mit JQuery auf der Client-Seite und den simplejson-Klassen auf der Client-Seite ist es aber auch nicht schwer, einfache Ajax-Anwendungen zu bauen. Alternativ kann man JSON-Dokumente sogar per Template generieren, muss dann aber aufpassen, dass man Sonderzeichen in Strings korrekt escaped.

Es wäre nett, wenn es fertige template-tags und Views a la Rails gäbe, aber mir ist da so spontan leider nichts bekannt, was dem nahe kommen würde.

Stefan
Silmaril
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Samstag 13. Dezember 2008, 15:23

So, ich habe mir jetzt Werkzeug angeschaut. Es ist zwar sehr interessant, aber ich denke ich möchte lieber ein Framework. Django z.B. integriert auch sehr viele Dinge besser. Ich denke als Anfänger kommt einem das entgegen.

Ich werde mir jetzt noch Pylons anschauen und das mit Django abwägen.
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Y0Gi
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Samstag 13. Dezember 2008, 15:52

Allein schon, dass web2py (IIRC) unbedingt mit einem eigenen, miesen ORM daher kommt, zeugt schon davon, dass man etwas nicht verstanden, übersehen oder absichtlich ignoriert hat.
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