Projekt: Linux Audio Player

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burli
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Montag 13. Oktober 2008, 15:15

Hi,
ich ärgere mich gerade etwas über die Audio Player. Viele sind einfach unnötig aufgeblasen, andere sind instabil oder einfach nur hässlich ;). Besonders geschockt war ich von Exaile. Der hat nach dem Einlesen meiner Musik mal lockere 180MB belegt.

Deshalb möchte ich jetzt als privates Projekt einen eigenen Player basteln. Hauptaugenmerk lege ich dabei auf einen guten Browser um Titel zu finden sowie auf einen möglichst geringen Speicherverbrauch.

Zunächst soll er nur das OGG Format unterstützen, später vielleicht auch MP3 und Audio CDs. Ich will dafür PyGTK oder wxPython verwenden. Der Player soll sich in das Tray minimieren können und auf jeden Fall über die Multimedia Tasten steuerbar sein. Letzteres macht mir noch das meiste Kopfzerbrechen.

Ich hab schon gesehen das es Libs wie PySonic usw gibt, sowas wollte ich eigentlich nicht verwenden. Vielleicht könnt ihr mir ja Tipps geben was man so alles braucht und worauf ich achten muss.
BlackJack

Montag 13. Oktober 2008, 15:33

Weisst Du wie gross so ein GUI-Toolkit ist? Nimm am besten nur eine Textoberfläche. ;-)

Mal ernsthaft: *Noch* einen Audioplayer!?

Du könntest vielleicht auch erst einmal nur eine Anwendung zum Indexieren und durchsuchen der Musik schreiben und das Abspielen einem schon existierenden Player überlassen, wie zum Beispiel Audacious.
burli
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Montag 13. Oktober 2008, 15:55

BlackJack hat geschrieben:Weisst Du wie gross so ein GUI-Toolkit ist? Nimm am besten nur eine Textoberfläche. ;-)

Mal ernsthaft: *Noch* einen Audioplayer!?
Ich weiß das ich mit Python und GTK keine 5MB große Anwendungen hinkriege. Das ist nicht das Ziel. Mein Ziel ist eher einen Player im Stil von Amarok oder Rhythmbox zu programmieren, der aber auf Firlefanz wie Visualisierung verzichtet, dafür aber mit großen Musikdatenbanken zurechtkommt ohne sich selbst unnötig aufzuplustern
Du könntest vielleicht auch erst einmal nur eine Anwendung zum Indexieren und durchsuchen der Musik schreiben und das Abspielen einem schon existierenden Player überlassen, wie zum Beispiel Audacious.
Im Prinzip wird es eine zweigeteile Applikation. Vom eigentlichen Player ist nicht viel zu sehen. Der Player bekommt ein kompaktes Interface und vielleicht Balloontips. Ansonsten sieht man nur das Icon im Systray.

Der Media Browser, so möchte ich es mal nennen, wird im Prinzip eine eigenständige Anwendung die komplett geschlossen wird wenn man sie nicht braucht.

Die für mich im Moment schwierigsten Punkte sind: wie spiele ich eine OGG Datei ab und wie funktionieren die Multimedia Tasten? Ich glaube das läuft über den DBUS, aber darüber weiß ich praktisch noch gar nichts. Vielleicht kann mir da ja jemand weiterhelfen
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snafu
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Montag 13. Oktober 2008, 16:05

Y0Gi
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Wenn du für den MPD einen hübschen Client findest, kann ich "cmus" für die Konsole empfehlen.
burli
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Montag 13. Oktober 2008, 17:09

Über MPD hab ich nachgedacht, aber mit dem bin ich noch nicht zurecht gekommen. Wäre allerdings schon nicht schlecht.
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veers
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Montag 13. Oktober 2008, 17:12

Wie wäre es mit mpd und sonata als GUI?
Wenn dir das nicht gefällt kannst du dir ja ein anderes Frontend bauen.

MPD kommt bei mir mit fast 10'000 Songs in der DB auf gerade mal 3608k RSS. Eine Suche dauert etwa 0.05s und 0.003s cpu zeit ;)
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str1442
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Montag 13. Oktober 2008, 18:09

Hi,
ich ärgere mich gerade etwas über die Audio Player. Viele sind einfach unnötig aufgeblasen, andere sind instabil oder einfach nur hässlich Wink. Besonders geschockt war ich von Exaile. Der hat nach dem Einlesen meiner Musik mal lockere 180MB belegt.
Kennst du mpg123? Mal als Alternative zu Amarok und co. Ansonsten ist XMMS Classic bis auf den Zufallsalgorithmus sehr nett.
burli
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Montag 13. Oktober 2008, 19:41

MPD hab ich jetzt mal ausprobiert. Wäre ansich nicht schlecht, aber die Einrichtung ist irgendwie ein Glücksspiel. Außerdem legt er seine eigene Datenbank an.

Zum Abspielen kann ich ein fertiges Konsolenprogramm wie mpg123 nehmen wenn es eine Schnittstelle gibt über die man steuern kann und über die man Informationen über die aktuelle Position des Lieds bekommt usw.

Die Aufgabe ansich bleibt aber. Ich will einen eigenen Player programmieren
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snafu
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Montag 13. Oktober 2008, 21:50

Wie wärs mit PyAo und PyMad? Also bei mir funktioniert das Beispiel, das hier genannt wird: http://spacepants.org/src/pymad/
burli
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Dienstag 14. Oktober 2008, 07:08

Ok, danke. Ich wusel mich mal durch. Ich hab inzwischen ein wenig über DBus rausgefunden.
burli
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Dienstag 14. Oktober 2008, 11:59

Ich will eigentlich versuchen möglichst viele Standard Ressourcen zu verwenden. Ich bin gerade über dieses Tutorial gestolpert. Werde mal versuchen ob ich damit nicht einen passablen Player hinkriege

EDIT: Ich sollte vielleicht dazu sagen das ich hier mit Ubuntu arbeite.
Y0Gi
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Dienstag 14. Oktober 2008, 17:04

Y0Gi hat geschrieben:Wenn du für den MPD einen hübschen Client findest, kann ich "cmus" für die Konsole empfehlen.
Hoppala, that sould read:
Y0Gi hat geschrieben:Wenn du für den MPD keinen hübschen Client findest, kann ich "cmus" für die Konsole empfehlen.

Mit dem MPD zusammen benutze ich Sonata. Das hängt zudem im Systray und lässt sich dort per Popup/Kontextmenü steuern, was du ja angesprochen hattest.

Der MPD hat den Vorteil, dass du ein fertiges Backend bekommst und über seine API dir dranbasteln kannst, was du sehen willst. Da das Ding als Dienst läuft, entsteht zudem beim Starten des Clients zumindest deshalb keine nennenswerte Verzögerung.
burli
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Dienstag 14. Oktober 2008, 17:24

MPD hab ich mir angeschaut. Ich hab es nur auf einem Rechner geschafft ihn zum laufen zu bringen und das auch nur zufällig und ich weiß nicht wie.

Ich denke Gstreamer ist schon das richtige für mich. Der Player aus dem Tutorial funktioniert ja schon mehr oder weniger. Muss noch ein bissel mit DBus spielen.
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