Python zukunftsträchtig für Jobs?

Wenn du dir nicht sicher bist, in welchem der anderen Foren du die Frage stellen sollst, dann bist du hier im Forum für allgemeine Fragen sicher richtig.
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bremer
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Mittwoch 8. Oktober 2008, 09:46

Ich habe gerade Stellenangebote bei heise.de durchsucht.

Java: 104 Treffer
PHP: 37
Perl: 31
Javascript: 28
Python: 5
Ruby: 4


Und hier findet sich Python in 0,946% aller Job Ads:

http://www.itjobswatch.co.uk/default.as ... 0&lid=2618

Das sieht doch ziemlich mager aus. Ich hätte jetzt bei der großen Comm und dem Bekanntheitsgrad doch erwartet, dass man damit Geld verdienen kann. Aber Perl ist ja sogar noch meilenweit voraus.

Ist Python nur was für Open-Source-Fans?
Leonidas
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Mittwoch 8. Oktober 2008, 09:57

bremer hat geschrieben:Das sieht doch ziemlich mager aus. Ich hätte jetzt bei der großen Comm und dem Bekanntheitsgrad doch erwartet, dass man damit Geld verdienen kann. Aber Perl ist ja sogar noch meilenweit voraus.
Kann man auch. Ich verdiene damit seit mehreren Jahren Geld. Und kenne auch andere die das tun, und sogar ein gutes Stück mehr als ich.
bremer hat geschrieben:Ist Python nur was für Open-Source-Fans?
Heißt also Job lässt sich nicht mit Open Source kombinieren? Halte ich für einen Fehlschluss.

Außerdem hilft dir die Erfahrung von Python generell auch in Jobs die kein Python erfordern.
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sma
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Mittwoch 8. Oktober 2008, 12:24

bremer,

Programmiersprachen kommen und gehen. Danach würde ich mich nichgt entscheiden. Das in einer Stellenanzeige überhaupt nach einer konkreten Programmiersprache gefragt wird, ist dem Unverständnis und Unvermögen der meisten Personalabteilungen geschuldet. Hast du schon mal einen Handwerksbetrieb eine Mitarbeiter suchen sehen, der Bosch-Bohrmaschinen bedienen kann?

Die Konzepte der Programmiersprachen sind interessant und hier ist IMHO wiederum interessant, unterschiedliche zu kennen. So würdest du bei mir eher eine Chance haben, wenn du glaubhaft machen kannst, dass du dich sowohl mit imperativen, funktionalen und logischen Programmiersprachen beschäftigt hast und um deren Besonderheiten weißt. Zeige dich dem neuen aufgeschlossen, lernbereit und flexibel. Aber reduziere dich nicht selbst auf einen XY-Entwickler.

Es ist wahrscheinlich, dass jemand, der Java-Entwickler sucht, eher welche haben will, die sich bereits mit Rahmenwerk XY auskennen. Dann wäre das aber bitte auch so hinzuschreiben, also einen Handwerker, der mit Trockenbau auskennt etwa. Die Motivation ist natürlich klar, die Syntax von Java tritt gegenüber der Komplexität der eingesetzten Bibliotheken klar in den Hintergrund und man will dich nicht erst 6 Monate einarbeiten.

Aber: IMHO ist die Zeit für komplexe Rahmenwerke eh zu schnelllebig geworden und Agilität zählt mehr als die Kenntnisse eines spezielles Vorgehensmodells.

Und: Willst du den Einheitsbrei der 90% aller Entwickler machen?

Übrigens glaube ich, dass Pythons Stern am Steigen ist. Es ist zwar bodenständiger als Ruby und weniger gehypt, daher aber für Deutschland besser geeignet, wo man dem Neuen doch erstmal ablehnend oder doch mistrauisch gegenüber steht.

Stefan
Lufia
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Mittwoch 8. Oktober 2008, 18:44

Ich denke das Problem liegt oft an der Unbekanntheit von Python in vielen Brachen/Bereichen. Bei mir in der Uni mache ich gerne/oft Werbung für Pyhton. Leider blickt die Welt dort aber eher auf Java, C, C++,... obwohl Python oft seinen Dienst im Hintergrund macht (Webseite, Auswertung und Automatisierung von Daten,..). Das merken die Chefetagen aber oft nicht.

Anfangs war ich immer gefrustet das Pyhton keine Beachtung bekommt. Aber ich bin jetzt froh das ich ein tolles effizientes Werkzeug habe um viele Dinge des Alltags angenehm einfach lösen zu können. Man selbst hat viele Vorteile durch Python auch wenn man mit anderen Sprachen programmiert.

Leider macht mich Pyhton etwas verwöhnt, ich stöhne oft wenn ich in C programmieren muss,... :roll:
Y0Gi
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Mittwoch 8. Oktober 2008, 19:04

(Entwickler-)Zeit ist Geld, da kann man nicht dauernd mit Java rumtrödeln, sondern es muss was Effizientes (= agiles) her. Das merken auch immer mehr Betriebe und Institutionen.
Leonidas
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Mittwoch 8. Oktober 2008, 19:47

Y0Gi hat geschrieben:es muss was Effizientes (= agiles) her.
Nun, hängt von der Art der Effizienz ab. Geht es um Entwicklungsgeschwindigkeit, gewinnt Python, geht es um Laufzeit gewinnt Java.

Ich muss in vielen Punkten sma zustimmen, dass die Kenntnis einer Sprache nur für weniges ausreicht. Schon allen der übliche Webkram erfordert Python, HTML, CSS und JavaScript, danach kann dann noch mitunter nach Spezialgebiet durchaus noch weiteres zusammenkommen. Ich habe etwa in einem meiner Projekte zusätzlich noch Shellskript und LaTeX.

Letztendlich muss ein Arbeitgeber zumindest nach irgendwelchen Qualifikationen fragen, dann schreiben eben viele "Java-Programmierer" hin. Naja, inwiefern das sinnvoll ist, die Frage geht wohl über den Kontext der aktuellen Fragestellung hinaus.
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Y0Gi
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Mittwoch 8. Oktober 2008, 20:25

Leonidas hat geschrieben:
Y0Gi hat geschrieben:es muss was Effizientes (= agiles) her.
Nun, hängt von der Art der Effizienz ab. Geht es um Entwicklungsgeschwindigkeit, gewinnt Python, geht es um Laufzeit gewinnt Java.
Mit der unterschiedlichen Auslegung von Effizienz hatte ich schon gerechnet ;) Dennoch muss man sich fragen, ob man nicht weitaus besser wegkommt, wenn man einen Entwickler nur z. B. 1/3 der Zeit im Vergleich zu Java arbeiten lässt und dafür etwas leistungsfähigere Hardware als Plattform anschafft. Bis der Java-Entwickler fertig ist, ist die Hardware möglicherweise schon so weit fortgeschritten, dass man zu dem selben Preis genug bekommt, was das anfangs ausgemachte Performanceproblem bereits relativiert ;)

Klar, es kommt immer auf den Fall an, aber für sehr viel in dieser sich schnell verändernden Gesellschaft ist man mit agilen Methoden und Werkzeugen oft einfach günstiger und flexibler dabei.
Leonidas
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Mittwoch 8. Oktober 2008, 20:34

Y0Gi hat geschrieben:Mit der unterschiedlichen Auslegung von Effizienz hatte ich schon gerechnet ;) Dennoch muss man sich fragen, ob man nicht weitaus besser wegkommt, wenn man einen Entwickler nur z. B. 1/3 der Zeit im Vergleich zu Java arbeiten lässt und dafür etwas leistungsfähigere Hardware als Plattform anschafft.
Wenn man selbst der Betreiber der Platform und der Arbeitgeber der Entwickler ist, dann kommt es sicherlich oftmals billiger, dickere Hardware zu nehmen und weniger Entwickler einzustellen, zudem noch wirklich gute Entwickler auch recht teuer sind. Bei wirklich stark Rechenintensiven Sachen sieht das wieder anders aus (aber zugegeben, dort ist Java eigentlich auch weniger vertreten), auf Mobilgeräten sieht das nochmals anders aus. Auch die zunehmend populär werdenden Nettops sind eher langsamer als aktuelle Laptops oder Desktopsysteme.

Klar, es ist immer eine Abwägungssache, allerdings wird auch heutzutage noch oft sehr konservativ kalkuliert, so dass man lieber eine schnellere/populärere Sprache nutzt die weniger produktivität erlaubt. Eigentlich ist das Teils auch unsinnig. Das sieht man etwa an Google oder an ITA Software, die nicht die üblichen 0815-Sprachen verwenden.
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bremer
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Mittwoch 8. Oktober 2008, 21:13

Leonidas hat geschrieben:Kann man auch. Ich verdiene damit seit mehreren Jahren Geld. Und kenne auch andere die das tun, und sogar ein gutes Stück mehr als ich.
Klar, aber lernt man Java, setzt man auf's sichere Pferd und braucht sich keine Gedanken darüber machen, in der näheren Umgebung etwas zu finden.
Leonidas hat geschrieben: Außerdem hilft dir die Erfahrung von Python generell auch in Jobs die kein Python erfordern.
Das ist immer so ein gefährliches Scheinargument, mit der sich ansonsten auch jedes Hobby rechtfertigen lässt.
Online-Poker und Fußball gucken erweitern auch meinen Horizont und helfen mir im Job, indem diese Tätigkeiten z. B. meine Kenntnisse über Psychologie erweitern.
sma hat geschrieben:Programmiersprachen kommen und gehen.
Gehen tun sie nur sehr, sehr langsam und nie vollständig (Cobol, Fortran).
sma hat geschrieben:Das in einer Stellenanzeige überhaupt nach einer konkreten Programmiersprache gefragt wird, ist dem Unverständnis und Unvermögen der meisten Personalabteilungen geschuldet. Hast du schon mal einen Handwerksbetrieb eine Mitarbeiter suchen sehen, der Bosch-Bohrmaschinen bedienen kann?
Ich denke mal, es geht oft auch um bestehende Projekte und um Codewartung. Da kommt man dann um Java nicht herum, wenn es bereits in Java ist.
sma hat geschrieben: Übrigens glaube ich, dass Pythons Stern am Steigen ist. Es ist zwar bodenständiger als Ruby und weniger gehypt, daher aber für Deutschland besser geeignet, wo man dem Neuen doch erstmal ablehnend oder doch mistrauisch gegenüber steht.
Ja, in der Tat, alle Indikatoren für Python zeigen nach oben. Dies ist aber ein langsamer Prozess. Etablierte Programmiersprachen haben einen großen Vorteil und das Ungetüm Java wird auch noch vermarktet.
Leonidas
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Mittwoch 8. Oktober 2008, 22:04

bremer hat geschrieben:Klar, aber lernt man Java, setzt man auf's sichere Pferd und braucht sich keine Gedanken darüber machen, in der näheren Umgebung etwas zu finden.
Wenn du als Codingmonkey enden willst und massig langweiligen Code schreiben willst, ist das schon mal ein guter Schritt in die Richtung. Ich sage nicht dss man Java nicht lernen sollte, aber wenn man es lernt nur um die Mindestqualifikationen für den nächstgelegenen Job zu schaffen, dann wäre mir perönlich das zu wenig. Ich könnte ja auch massig PHP-Seiten machen, aber das will ich nicht, das ist weder entsprechend bezahlt noch in der Regel entsprechend interessant.
bremer hat geschrieben:
Leonidas hat geschrieben: Außerdem hilft dir die Erfahrung von Python generell auch in Jobs die kein Python erfordern.
Das ist immer so ein gefährliches Scheinargument, mit der sich ansonsten auch jedes Hobby rechtfertigen lässt.
Online-Poker und Fußball gucken erweitern auch meinen Horizont und helfen mir im Job, indem diese Tätigkeiten z. B. meine Kenntnisse über Psychologie erweitern.
Mit der Ausnahme, dass es im Gegensatz zu Fußballgucken auch stimmt. Siehe die Dokumente Lispisms in C++ und Lisp is changing my C++ in denen es zwar um Common Lisp und C++ geht, aber die durchaus in einem gewissen Maß auch auf Java und Python abbildbar sind.
bremer hat geschrieben:Etablierte Programmiersprachen haben einen großen Vorteil und das Ungetüm Java wird auch noch vermarktet.
Wie werden denn Java und C# an die Entscheider vermarktet? So wie ich das bisher gesehen habe, werden Programmiersprachen von unten, von den Entwicklern eingeführt, etwa Java weil es vor allem im Universitätssektor so stark ist und so der Nachwuchs es schon kann.
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BlackJack

Mittwoch 8. Oktober 2008, 22:30

@Leonidas: Java und C# werden aber auch in den oberen Etagen vermarktet, zum Beispiel in Fachblättern, die sich an die Entscheidungsträger wenden und immer voll mit lustigen Abkürzungen sind. Ich glaube im Moment ist SOA recht hip. Oft triviales Zeug was unter anderen Namen schon Jahrzehnte bekannt ist, aber es klingt halt irgendwie englisch und wichtig. So etwas "fehlt" Python. $GOTT sei Dank. :-)
Leonidas
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Mittwoch 8. Oktober 2008, 23:21

BlackJack hat geschrieben:Java und C# werden aber auch in den oberen Etagen vermarktet, zum Beispiel in Fachblättern, die sich an die Entscheidungsträger wenden und immer voll mit lustigen Abkürzungen sind.
Hmm, ich müsste echt mal so ein Ding durchblättern um meine Hypothese zu prüfen, ob da mit Markov-Ketten generierte Buzzwortsätze drin stehen :)
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Rebecca
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Donnerstag 9. Oktober 2008, 08:32

Ich habe mal irgendwo gehoert, dass manche Arbeitgeber es ganz gerne sehen, wenn die Leute etwas exotischere Sprachen gelernt haben. Denn dann kann man eher davon ausgehen, dass sie sich damit beschaeftigen, weil es ihnen Spass macht, und nicht nur, weil sie meinen, damit Geld verdienen zu koennen.
Offizielles Python-Tutorial (Deutsche Version)

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lunar

Donnerstag 9. Oktober 2008, 08:48

bremer hat geschrieben:
Leonidas hat geschrieben:Außerdem hilft dir die Erfahrung von Python generell auch in Jobs die kein Python erfordern.
Das ist immer so ein gefährliches Scheinargument, mit der sich ansonsten auch jedes Hobby rechtfertigen lässt.
Online-Poker und Fußball gucken erweitern auch meinen Horizont und helfen mir im Job, indem diese Tätigkeiten z. B. meine Kenntnisse über Psychologie erweitern.
Dieser Vergleich hinkt gewaltig. Paradigmen und Idiome, die man durch Python erlernt, sind – zumindest in gewissem Maße – genauso auf Java übertragbar wie die Sorgfalt, die viele Python-Programmierer darauf verwenden, eleganten und "schönen" Code zu schreiben, der gut verständlich und somit gut wartbar ist.

Außerdem hilft Python-Vorwissen auch in nicht geringem Maße dabei, nicht auf alle Design-Verheißungen der Java-Welt hereinzufallen ;)
Y0Gi
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Donnerstag 9. Oktober 2008, 11:40

bremer hat geschrieben:
Leonidas hat geschrieben:Kann man auch. Ich verdiene damit seit mehreren Jahren Geld. Und kenne auch andere die das tun, und sogar ein gutes Stück mehr als ich.
Klar, aber lernt man Java, setzt man auf's sichere Pferd und braucht sich keine Gedanken darüber machen, in der näheren Umgebung etwas zu finden.
Das war's dann aber auch an Vorteilen. Heutzutage schreibt sich fast jeder PHP und Java auf die Fahne, aber dann bewerben sich zig Leute mit Erfahrung, die nicht weiter auseinander klaffen könnte. Eben *weil* das angeblich jeder mehr oder weniger gut kann, bist du sehr leicht austauschbar und verdienst oft vermutlich weniger als jemand, der sich spezialisiert hat (was allerdings in der Java-Welt wegen der zahlreichen Komponenten und Frameworks auch geht, wie sma glaube ich schon geschrieben hatte). Zukunftssicher ist *das* in meinen Augen nicht. Und sind solche Sprachen mal ausgehyped, stehst du mit deinem veralteten Wissen da.

Ich sehe es wie Rebecca (bzw. wie sie es gehört hat):
Rebecca hat geschrieben:Ich habe mal irgendwo gehoert, dass manche Arbeitgeber es ganz gerne sehen, wenn die Leute etwas exotischere Sprachen gelernt haben. Denn dann kann man eher davon ausgehen, dass sie sich damit beschaeftigen, weil es ihnen Spass macht, und nicht nur, weil sie meinen, damit Geld verdienen zu koennen.
Bisschen PHP frickeln kann jeder, doch Leidenschaft, Wille, Lernbereitschaft, Neugier, Akribie - diese Dinge fehlen dem Wald- und Wiesenbewerber meiner beschränkten Vorstellungskraft nach vermutlich zu oft.

Wenn sich mir einer vorstellt und sagt, er hat mal 'ne Weile mit einer oder zwei Sprachen wie Lisp, Haskell, D oder noch etwas exotischeren wie Io und anderen rumgemacht, über die man nicht als Java- oder C#-Alternative (Groovy, Boo etc.) stolpert, dann steckt da für mich ein Entwickler (ich grenze das gerne vom begrenzter klingenden Programmierer ab) dahinter, der eine sehr positive Einstellung mitbringt. Wenn solche Leute nicht gerade eklatante Schwächen z. B. im Sozialverhalten haben, sollte man die lieber nicht gehen lassen.

Das Lernen anderer (nicht nur Programmier-)Sprachen vermeidet zudem, dass man das Äquivalent zu betriebsblind wird, und verleiht den nötigen Abstand, um out-of-the-box zu denken. Sieht man alles etwas distanzierter und lernt Alternativen kennen, wird man meiner Erfahrung nach auch in der/den "alten", bisher bekannten Sprachen sicherer und produktiver.
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