OpenSource

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nemomuk
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OpenSource

Beitragvon nemomuk » Dienstag 10. Juni 2008, 20:52

Hallo,

darf man eigentlich jegliche OpenSource Software auf seiner Website zum Download anbieten oder gibt es bei manchen Lizenzen Einschränkungen?

Danke!
Karl
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Beitragvon Karl » Dienstag 10. Juni 2008, 21:24

Es gibt keine Einschränkungen, wenn die Software wirklich OpenSource ist.
Du kannst sie bedenkenlos zum Download anbieten ;)
Ansonsten kannst du dich auch über die Lizenzen informieren, die ja eigentlich dabeistehen müssten?
nemomuk
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Beitragvon nemomuk » Dienstag 10. Juni 2008, 21:34

ja, aber bevor ich mir 100 Seiten durchlese, frag ich lieber gleich Leute, die es schon wissen und innerhalp weniger Sekunden beantworten können.

Vielen Dank!!
Karl
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Beitragvon Karl » Dienstag 10. Juni 2008, 21:37

SchneiderWeisse hat geschrieben:ja, aber bevor ich mir 100 Seiten durchlese, frag ich lieber gleich Leute, die es schon wissen und innerhalp weniger Sekunden beantworten können.

Vielen Dank!!

Wikipedia hätte das auch gekonnt :) OpenSource ftw
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Beitragvon Leonidas » Dienstag 10. Juni 2008, 22:26

Karl hat geschrieben:Es gibt keine Einschränkungen, wenn die Software wirklich OpenSource ist.

Stop! Open Source besagt im großen und ganzen gar nichts. Open Source kann sich quasi alles nennen, was Einblick in den Quelltext bietet. Also etwa MSFT .NET. Oder qmail, wo es aber lange zeit nicht erlaubt war, gepatchte Binaries zu verbreiten (das war aber nötig, weil djb schon seit langem die Software nicht mehr maintained).

Nun gibt es noch eine Einschränkung, nämlich die OSI, die nach der Open Source Definition Lizenzen beurteilt und sie dann im Fall dass sie der Definition genügen als OSI-zertifizierte Open Source klassifiziert. (Übrigens hat MSFT sogar zwei OSI-zertifizierte Lizenzen, falls es dich interessiert). Die Open Source Definition ist etwa das was man gemeinhin unter open source versteht, was aber nicht durch die Phrase "Open Source" impliziert wird. Die Open Source Definition ist ähnlich den Debian Free Software Guidelines (DFSG), von denen sie eigentlich abstammt.

Dann gibt es noch den von mir bevouzugen begriff Freie Software, der impliziert, dass nicht nur der Quellcode frei zugängilich ist sondern auch, dass die vier Grundfreiheiten respektiert werden - also etwa auch, dass du die Software irgendwo zum Download stellen kannst.

Also kurz zusammengefasst sieht es mit Software zum Download bereitstellen so aus:
  • Open Source: Undefiniert
  • OSI: Ja
  • DFSG: Ja
  • Freie Software: Ja

Hängt also von der Lizenz ab. Wenn es eine "freie" Lizenz ist, darfst du das ohne Probleme.
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Beitragvon Sr4l » Dienstag 10. Juni 2008, 22:47

http://de.wikipedia.org/wiki/OpenSource ... Initiative
So definiert die OpenSource Initative OS, dazugehört auch das freie Verbreiten.

Und welche Lizensen das erfüllen findest du auf deren Seite:
http://www.opensource.org/licenses/alphabetical
Karl
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Beitragvon Karl » Dienstag 10. Juni 2008, 23:26

Ich hab ja extra _wirklich_ benutzt ;)
Aber okay, man hätte vielleicht mal erwähnen können, dass es da viele Missverständnisse gibt.
Aber das steht auch direkt oben auf Wikipedia und da hätte er ruhig auch mal draufgucken können :)
Nicht dass ich Wikipedia vergöttere, aber das ist jetzt auch wieder ein anderes Thema.
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Beitragvon CM » Mittwoch 11. Juni 2008, 07:22

Hinzu kommt: Selbst wenn man einen Download anbieten darf, ist es höflicher erst einmal bei den Machern eines Projektes / eines Programms nachzufragen, ob das in Ordnung geht. Für viele Leute ist es wichtig die Übersicht über ihre Mirror, Downloadseiten und dergleichen zu haben.
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Beitragvon nemomuk » Mittwoch 11. Juni 2008, 13:27

naja, bei großen Projekten wie OpenOffice oder Blender wäre das aber übertrieben... Wenn da jeder nachfragt, wird die ganze Zeit mit dem beantworten der eMails verbracht...
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Beitragvon CM » Mittwoch 11. Juni 2008, 14:29

Es ist aber nicht die Frage, welche Ansicht Du hast, sondern welche Ansicht die Anbieter der entsprechenden Software haben. Wie es diesbezüglich um Blender steht, weiß ich nicht, aber OpenOffice hätte schon gerne, daß Du nachfragst. Und das gerade große Projekte gerne die Übersicht behalten wollen ist einleuchtend: Wenn irgendjemand seine Downloadseite nicht pflegt, leidet im schlimmsten Fall der Ruf des Projektes.

Ich habe schon mehrfach derartige Anfragen auf Mailinglisten gelesen und nie habe ich eine Beschwerde gesehen das jemand gefragt hat.
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Beitragvon nemomuk » Mittwoch 11. Juni 2008, 14:57

ich bedanke mich!

Aber im Regelfall sollte eine gute Downloadseite ja aktuell sein..., das ist ja eigentlich, der Sinn und Zweck des ganzen.
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Beitragvon lunar » Mittwoch 11. Juni 2008, 15:09

Man sollte _unbedingt_ darauf achten, dass alle veröffentlichen Bestandteile freien Lizenzen unterliegen. Es gibt nämlich durchaus freie Projekte, bei denen Logo und Namen geschützt sind.

Das beste Beispiel ist Firefox. Namen und Logo von Firefox sind markenrechtlich geschützt, der Inhaber ist die Mozilla Foundation. Ich weiß nicht, wie es mit dem Sourcetree aussieht, ich würde allerdings davon abraten, Kompilate des Firefox auf eigenen Seiten zu verteilen, ohne vorher bei der Mozilla Foundation angefragt zu haben.

Nicht umsonst erscheint beim Bauen des Firefox unter Gentoo die dicke Warnung: "You are building with official branding. Do not distribute this build or you will run yourself into legal troubles with the Mozilla Foundation."

Dieser Warnung sollte man ernst nehmen.
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Beitragvon Leonidas » Mittwoch 11. Juni 2008, 15:25

lunar hat geschrieben:Nicht umsonst erscheint beim Bauen des Firefox unter Gentoo die dicke Warnung: "You are building with official branding. Do not distribute this build or you will run yourself into legal troubles with the Mozilla Foundation."

Teils. Die von Mozilla bereitgestellten Builds kann man soweit ich weiß durchaus zum Download stellen, auch wenn man selbst aus dem von Mozilla herausgegebenen Quelltext baut ist dies ebenso möglich. Die Warnung kommt daher weil Distributoren ihre Firefox-Builds mit zusätzlichen Patches ausstatten wollen, was der Mozilla Foundation nicht passt (weil man dann das Branding nicht verwenden darf). Debian verwendet in diesem Fall einfach anderes, freies Branding (Iceweasel) und Gentoo mit -bindist baut Firefox mit Patches und mit Branding, was zum problematischen Weitergabestatus des Builds führt. Was bei +bindist passiert.. ich ermute mal da wird ``--disable-official-branding`` aufgerufen und das Logo mit dem Fuchs ist weg.
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