Alternative zu Protégé für Ontologien

Alles, was nicht direkt mit Python-Problemen zu tun hat. Dies ist auch der perfekte Platz für Jobangebote.
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sehbaer
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Alternative zu Protégé für Ontologien

Beitragvon sehbaer » Freitag 9. Mai 2008, 15:24

Liebe Phytonmischer!

Heute, mal eine Frage etwas abseits von Python. Konzeptionelles Zeug habe ich gerne, weil so schön Plattformübergreifend mit dem Mind Mapping Tool Freemind gefummelt.
Nun komme ich mit der strikten Baumstruktur von dem Ding nicht mehr hin. Scheinbar brauche ich etwas um Ontologien zu basteln.
Protégé hatte ich mir dafür ausgeguckt. Bevor ich mich da tiefer eingrabe, wollte ich die pythonische Fachwelt befragen, ob es noch gute Alternativen dazu gibt. Es könnte ruhig etwas einfacher gestrickt sein und etwas "pythonischer" .
Bin für jeden Tipp empfänglich.

http://protege.stanford.edu/
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Beitragvon sehbaer » Montag 12. Mai 2008, 22:16

Liebes Pythorakel!

Hat keiner einen Tipp für mich? Na, dann fange ich bei Protégé 'mal an zu graben. Vielleicht sollte ich aber auch meine Problemstellung einfach mal detailliert erläutern und es hat noch irgendwer eine Meinung dazu:

Legacy System platzt aus allen Nähten.
Das habe ich größtenteils selbst verbrochen, war aber immer eine problemorientierte und funktionierende Lösung. Sowas mußte auch immer irgenwie "nebenbei" und natürlich sofort gemacht werden. Ich arbeite in einer kleinen Firma, die in den letzten Jahren stark gewachsen ist (jährlich fast verdoppelt, jetzt ca. 40 Leute). Also habe ich nun ein Skalierungsproblem und natürlich ein Know How Problem.

Das "System" leistet im Wesentlichen:
Mehrsprachige (de, en, pl) Generierung von beschreibenden Texten zu technisch komplexen aber kleinpreisigen Artikeln, in verschiedenen strukturellen Ausgangsformaten (für Intranet, Webshop(s), elektronische Kataloge, eProcurement, Printkataloge). Das Ganze aus einem Sack voll Artikeldaten deren Semantik sich erst aus dem Zusammenhang Warenart und Artikelgruppe und externen Normen erschließt. Das macht die Sache im Moment etwas unübersichtlich und kaum noch entwickelbar.
Zur Zeit ist das ein Patchwork Sytem aus MS-SQL, Access, Cold Fusion etc. Meine beliebteste Fehlermeldung seit einiger Zeit in Access: "Abfrage zu komplex" :-(.

Also versuche ich erst einmal als Konzeption dieses quasi nicht vorhandene Datenmodell als Status Quo zu erfassen um es überhaupt wieder entwickelbar zu machen. Dafür war ich auf der Suche nach einem Tool. Da ich als Einzelkämpfer nun wohl auch Verstärkung bekomme ist das alleine schon zu Dokumentationszwecken erforderlich. So bin ich halt auf diese Ontologien gestoßen, die genau in die Kerbe hauen, die ich mir so vorstelle.

Seit ein paar Monaten bin ich daran die recht chaotische Datenhaltung aus mehreren Access db zumindest schon einmal in MS-SQL zu portieren und dort die grundlegensten Sachen als Stored Procedure und Funktionen zu implementieren. Dabei lerne ich viel und entwickele auch neue Ideen für die Umsetzung meiner "Vision".

Was hat das jetzt mit Python zu tun?
Das das Ganze soll irgendwann möglichst aus einer Anwendung heraus zu entwickeln und zu pflegen sein.
Alles was ich irgendwie in SQL hinbiegen kann werde ich aus Performancegründen dort tun. Da wollte ich Python als Interface für andere Anwendungen/Anwender einsetzen. Nicht zuletzt um die unsäglich schlechten Daten von den Herstellern individuell aufzubereiten und verwendbar zu machen benötige ich eine solches Interface. Die meisten halten Excel scheinbar für ein DTP Programm. Nachdem ich mir die üblichen Verdächtigen unter diesem Aspekt zu Gemüte geführt hatte schien mir Python am geeignetsten.
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Beitragvon audax » Dienstag 13. Mai 2008, 00:03

Sucht euch nen ordentlichen Python-Entwickler dafür. Die soll es auf dem Arbeitsmarkt sogar geben ;)
(Obwohl..naja, vielleicht auch eher selten...aber trotzdem.)
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Beitragvon sehbaer » Dienstag 13. Mai 2008, 11:06

@ Audax: Selbst wenn wir einen Solchen einstellen wollten, wäre eine Ontologie (z.B. als Pflichentenheft und Doku) mehr als hilfreich, weil ja der arme Entwickler von den sachlichen Zusammenhängen wohl erst einmal null Ahnung hat. Da nutzt das schönste Pythonwissen gerade gar nix. Was soll er denn dann entwickeln? Eine Ontologie dient der strukturierten Erfasssung, Darstellung und Vermittlung von Wissen an Personen oder auch Maschinen in Form von Programmen. Zudem kann man damit wunderschön das Fach- und Sachwissen vom Programmieren trennen. Wenn ich es mir recht überlege brauchen wir also dann erst recht eine Ontologie wenn wir so einen Pythopathen einstellten :-).

Diese ppt ziehe ich mir gerade ´rein und sehe, das es von der Idee zumindest für mich brauchbar ist:
http://protege.stanford.edu/publications/ontology_development/OntologyEngineering.zip
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Beitragvon BlackJack » Dienstag 13. Mai 2008, 11:34

Die Bezeichnung "Pythopath" gefällt mir. :-D
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Beitragvon Hyperion » Dienstag 13. Mai 2008, 14:40

Na da kann ich Dir beyONT empfehlen - allerdings sind da die Rechte-Fragen aktuell ungeklärt, da es momentan nicht weiterentwickelt wird ;-)
Sollte ich es in unserer Firma endlich durchdrücken, dass das unter die GPL kommt, könnte es ja ggf. sogar hilfreich sein bei so etwas. Auch wenn wir desgin-technisch einiges besser machen würden, wenn wir es noch einmal entwickeln würden.

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