Soundfile: Tonhöhe ändern - mit/ohne Formantanalyse

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Bernhard
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Soundfile: Tonhöhe ändern - mit/ohne Formantanalyse

Beitragvon Bernhard » Mittwoch 12. März 2008, 14:55

Hallo!

Meine Frage ist nicht pythonspezifisch und insofern ein wenig off topic. Aber da Ihr hier manchmal ganz tolle Links oder Suchbegriffe zu Algorithmen oder geeignete Suchbegriffe liefert, möchte ich Euch gerne fragen.

Es gibt Computerprogramme, die die Tonhöhe von Soundfiles erhöhen oder erniedrigen können ohne dass der Sound schneller oder langsamer wird. (Viele Programme die dies anbieten (z. B. Audacity) basieren auf der "Soundtouch"-Library.) Ich glaube, dies funktioniert über eine FFT-Analyse und anschließende erneute Synthese des Sounds. Kann mir jemand sagen, wo ich mehr über dieses Vorgehen bzw. den zugrundeliegenden Algorithmus finden kann? Weniger programmiertechnisch als zum Verständnis.

Wenn man damit Stimmen erhöht klingt es oft MickeyMouse-artig. Bessere Programme können daher wohl die Grundfrequenz erhöhen ohne die Formanten zu verändern. Zitat aus dem Handbuch des kommerziellen Programms Melodyne (S. 59): "Bei Transponierungen ohne Formantenkorrektur nach oben entsteht der berüchtigte „Micky-Maus-Effekt“, der sich so ähnlich anhört wie wenn man Helium aus einem Luftballon einatmet und dann spricht... Wir haben bereits erwähnt, dass Melodyne plugin beim Transponieren der Tonhöhe die Formanten nicht mittransponiert, was maßgeblich zu dem natürlichen Klangverhalten der Transponierung beiträgt."
Das interessiert mich sehr. Weiß jemand, wie das funktioniert, wo man darüber etwas nachlesen kann, welche anderen Programme das auch können (freie und kommerzielle)?

Ich bitte dringend um Hilfe. Jede weiterführende Info ist sehr willkommen.

Vielen Dank,
Bernhard
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Beitragvon Bernhard » Montag 17. März 2008, 18:37

Ok, das war jetzt nicht sehr hilfreich, aber ich habe natürlich auch sonst weiter gesucht, und wenn jemand anderes das hier später liest und ähnliches sucht, helfen vielleicht folgende Erfahrungen.

Die Suche über Google war wenig erfreulich, da der statt "Formant" auch "Format" erkannt hat, was zu jeder Menge Schrotttreffern führt. Sehr gut war hingegen die Suche über scholar.google.de .

Ein guter Suchbegriff für den Einstieg wäre "Vocoder" gewesen, denn so hieß der erste Algorithmus der das konnte und der von H. Dudley 1939 beschrieben wurde. Ein sehr vielseitiges wenn auch vom Bedienungskonzept gewöhnungsbedürftigeres Freeware-Programm für komplexere Bearbeitungen ist Praat, das von Phonetikern genutzt wird. Ich kannte es bisher nur als Analysetool aber es kann auch einiges in Sachen Synthese. Zum beispiel formanterhaltend die Grundfrequenz ändern.

So vielleicht hilft das ja später mal jemandem.

Gruß an das Forum,
Bernhard

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