Python Version Kontrolle

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karomi
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Samstag 1. März 2008, 17:39

Hallo Allerseits,
ich habe ein Projekt wo mehrere Programmierer mit Python sich beschäftigen wollen. Gibt es eine Open Source oder komerzielle Tool die die Version Verwaltung von Python Projekte erledigt? Wenn ja dann welche?
Ich würde mich freuen wenn jemand von euch mir da ein Tip geben kann oder ein Tool mir nennt.

Ich danke euch im Voraus
MFG
HK
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gerold
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Samstag 1. März 2008, 18:04

karomi hat geschrieben:Version Verwaltung von Python Projekte
Hallo karomi!

http://trac.edgewall.org/
http://subversion.tigris.org/
http://tortoisesvn.tigris.org/

mfg
Gerold
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Wissen hat eine wunderbare Eigenschaft: Es verdoppelt sich, wenn man es teilt.
BlackJack

Samstag 1. März 2008, 18:08

An Python Projekten ist nichts besonderes, dass die üblichen Programme nicht funktionieren würden. Meine beiden Favoriten sind Subversion und Mercurial.
Leonidas
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Sonntag 2. März 2008, 10:05

Ich würde auch entweder zu Mercurial oder Git raten. Git ist anfangs schwerer zu nutzen, aber je länger ich mich damit beschäftige, desto besser finde ich es. YMMV.

Für Git gibt es auch einige Hoster die sich darauf spezialisiert haben, etwa repo.or.cz, GitHub und Gitorius. Außerdem ist es das einzige DVCS was von Ohloh unterstützt wird (da würde ich mir aber doch zumindest Mercurial-Support wünschen).
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sma
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Sonntag 2. März 2008, 10:38

Einen Blick wert wären vielleicht auch noch Launchpad und Bazar (bzr).

Stefan
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Sonntag 2. März 2008, 10:52

sma hat geschrieben:Einen Blick wert wären vielleicht auch noch Launchpad und Bazar (bzr).
Bazaar nutze ich auch, aber außer dass da regelmäßig Releases kommen die es angeblich schneller machen (was ich nicht sonderlich bestätigen kann) hat es keine interessanten Features die die vorher genannten Systeme nicht haben. Es hat Launchpad-Integration, ja. Es ist einfach zu nutzen - stimmt auch, aber das ist Mercurial meiner Meinung nach ebenso.
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sma
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Sonntag 2. März 2008, 11:26

Ich würde eigentlich gerne Mercurial den Vorzug gegenüber Git geben. Nicht zuletzt, weil auch Sun (erst OpenSolaris, dann OpenJDK und jetzt auch Netbeans) auf Mercurial setzt. Ich höre aber in letzter Zeit mehr von Git als über Mercurial. Letzteres hat zudem immer noch eine wenig Vertrauen einflösende Null-Punkt-Versionsnummer.

Und wie sieht's mit Tool-Support aus? Ich liebe TortoiseSVN unter Windows. Es gibt den Versuch, etwas Vergleichbares für Mercurial zu bauen. Ist dann aber auch nur Windows. Wie sieht's unter OSX aus? Ich könnte Netbeans als Client benutzen, diese IDE hat bereits ein Mercurial-Plugin. Das Plugin für Eclipse scheint veraltet und für Jetbrains IDEA gibt es noch nichts - das wäre jedoch meine bevorzugte Java-IDE. Denn wenn schon ein neues Versionsverwaltungssystem, dann bitte für alle Sprachen. Und bislang ist IDEA das beste Frontend für SVN und Perforce (was ich beruflich nutze), das ich kenne :)

Nochmal zum Mac, der TextMate-Autor will wohl auch auf etwas Dezentrales umstellen. Bleibt abzuwarten, ob die Rails-Meute ihn zu Git bekehrt oder es Mercurial wird. Ein gutes grafisches Tool wird dabei aber wohl auch nicht abfallen, der bisherige Support ist in meinen Augen primiti und ein hauchdünner wrapper über den Kommandozeilen-Werkzeugen.

Stefan
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Sonntag 2. März 2008, 12:02

sma hat geschrieben:Ich würde eigentlich gerne Mercurial den Vorzug gegenüber Git geben. Nicht zuletzt, weil auch Sun (erst OpenSolaris, dann OpenJDK und jetzt auch Netbeans) auf Mercurial setzt. Ich höre aber in letzter Zeit mehr von Git als über Mercurial. Letzteres hat zudem immer noch eine wenig Vertrauen einflösende Null-Punkt-Versionsnummer.
Sun setzt auf Mercurial vermutlich weil der Windows-Support besser ist. Das stimmt, auch wenn Git sich in dieser Hinsicht bessert. Die Null-Punkt Versionsnummer ist zwar nicht das Problem, aber seltene Releases sind doch etwas schade, insbesondere wenn immer mal wieder zum crew-Branch geraten wird. Das ist für die Leute die Mercurial entwickeln wollen toll, aber für die die es nur Nutzen wollen weniger optimal. Allerdings würde ich die Wahl nicht alleine von großen Namen abhängig machen. So wie ich das sehe, nutzen NetBSD, OpenBSD und FreeBSD immer noch CVS und das sing durchaus auch große Namen die in der FOSS-Welt etwas länger sind, als Sun. Den Id-Nummern nach zu urteilen, ist auch der Gentoo Portage Tree von CVS verwaltet.

Und naja, was den Tool-Support angeht muss ich zugeben, dass ich von den grafischen Tools immer mehr weg bin und den Kram in der Kommandozeile bediene. Ist für mich in der Regel ausreichend effizient, Git benutzt zusätzlich noch Farben, was zum Beispiel im Diff sehr nützlich ist. Nichtsdestotrotz gibt es ein paar Befehle für Git und Hg, die einige Dinge besser visualisieren können.

Das Mercurial-Trac Plugin scheint recht brauchbar zu sein, wenn ich so auf pocoo.org schiele, ein Trac mit Git ist mir in-the-wild bisher nicht untergekommen.
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lunar

Sonntag 2. März 2008, 13:50

sma hat geschrieben:Ich würde eigentlich gerne Mercurial den Vorzug gegenüber Git geben. Nicht zuletzt, weil auch Sun (erst OpenSolaris, dann OpenJDK und jetzt auch Netbeans) auf Mercurial setzt.
Ist Sun denn vertrauenswürdiger als der Linux-Kernel?
Und wie sieht's mit Tool-Support aus? Ich liebe TortoiseSVN unter Windows.
Für git gibt es ein GUI Tool namens QGit. Es gibt zumindest von offizieller Seite keine Binärpakete für Windows, da die neuesten Versionen aber Qt4 verwenden, sollte es zumindest theoretisch auch unter Windows kompilierbar sein.
Wie sieht's unter OSX aus?
Da OS X meines Wissens ja BSD-basiert ist, sollte POSiX-Kompatibilität sowie Bash kein Problem sein. QGit sollte sich ebenfalls problemlos unter OS X übersetzen lassen.
Leonidas
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Sonntag 2. März 2008, 13:58

lunar hat geschrieben:
Und wie sieht's mit Tool-Support aus? Ich liebe TortoiseSVN unter Windows.
Für git gibt es ein GUI Tool namens QGit. Es gibt zumindest von offizieller Seite keine Binärpakete für Windows, da die neuesten Versionen aber Qt4 verwenden, sollte es zumindest theoretisch auch unter Windows kompilierbar sein.
Das Probem liegt ja eine Ebene tiefer, im C-Perl-bash-Mix von Git. Das Zeug ist auf fast jedem Linux drauf, aber unter Windows gibts das alles normalerweise nicht.
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Y0Gi
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Montag 3. März 2008, 15:45

Seit Mercurial mag ich auch eigentlich nicht mehr mit Subversion arbeiten. Zuletzt habe ich unter Windows beide über die Kommandozeile verwendet und nur noch ab und zu TortoiseSVN zur visuellen Übersicht wartender Änderungen eingesetzt.

Mercurial läuft unter Windows wunderbar, von Git habe ich da ganz anderes gehört. Da sich beide afaik größtenteils sehr ähnlich sind (und Mercurial auch starke Spuren von Git zeigt), empfehle ich da Mercurial. Dass es fast komplett in Python geschrieben ist (ok, Bazaar auch, aber die Canonical-/Launchpad-Orientierung ist in meinen Augen eher ein Nachteil), freut mich dann umso mehr ;)

Für Windows gibt es TortoiseHg, allerdings funktionierte da beim letzten Versuch der eine oder andere Befehl über das Kontextmenü noch nicht.

Für Windows wie Linux gibt es das Qt-basierte qct als grafisches Commit-Frontend.
lunar

Montag 3. März 2008, 19:57

Y0Gi hat geschrieben:Mercurial läuft unter Windows wunderbar, von Git habe ich da ganz anderes gehört. Da sich beide afaik größtenteils sehr ähnlich sind (und Mercurial auch starke Spuren von Git zeigt), empfehle ich da Mercurial.
Ist es denn schnell? Lokale Commits, die 10 Sekunden und mehr dauern, sind nämlich schlichtweg broken.
Y0Gi
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Montag 3. März 2008, 22:38

lunar: Meinst du zufällig darcs, das angeblich einige Commits gar nicht durchführen kann, weil der Algorithmus zu lange braucht? Oder hantierst du mit Daten im Gigabyte-Bereich? ;) Bei mir gehen die Commits sowas von Rucki-Zucki, da könnte ich vermutlich 1000 Stück in der Zeit durchführen, die SVN für einen Commit braucht (nicht zuletzt wegen der Kommunikation übers Internet, klar; SVK soll allerdings lokale Commits bei SVN ermöglichen).
lunar

Dienstag 4. März 2008, 07:12

Y0Gi hat geschrieben:lunar: Meinst du zufällig darcs, das angeblich einige Commits gar nicht durchführen kann, weil der Algorithmus zu lange braucht?
Nein, ich meine bzr, das zumindest bei meinen Tests nicht allzu schnell war. Das ist aber auch schon einige Zeit her, als ich mal verschiedene DVCS ausprobiert habe. Mag sein, dass sich das inzwischen geändert hat, meiner Erfahrung nach ist git aber unerreicht flott.
Oder hantierst du mit Daten im Gigabyte-Bereich? ;)
Nö, eher mit drei bis vier handlichen Python-Modulen (keine gerold'schen 3000-Zeiler ;)
Bei mir gehen die Commits sowas von Rucki-Zucki, da könnte ich vermutlich 1000 Stück in der Zeit durchführen, die SVN für einen Commit braucht (nicht zuletzt wegen der Kommunikation übers Internet, klar; SVK soll allerdings lokale Commits bei SVN ermöglichen).
Ok, dann wurde mein Vorurteil gegenüber Mercurial widerlegt ;)
Y0Gi
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Dienstag 4. März 2008, 12:42

Jop, dann schau dir unbedingt mal Mercurial genauer an.

Wer weiß, bei Bazaar wird ja vielleicht mit Canonical auf Spatzen geschossen ;)
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