Sind wir noch zu retten?

Alles, was nicht direkt mit Python-Problemen zu tun hat. Dies ist auch der perfekte Platz für Jobangebote.
Panke
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Dienstag 13. November 2007, 17:43

So einen Schmarn wie Python zu nutzen?
Original von mdlug.de
Würdest du mit einem Fallschirm springen, dessen Basis-Funktionalitäten nicht mal getestet wurden? Sorry, aber eine Sprache/Interpreter zu benutzen, dem Fehler erst auffallen, wenn die fehlerhafte Stelle im Code durchlaufen wird, ist wohl mehr als nur reiner Frevel. Geiches gilt für die stark fehlerträchtige Syntax: Nicht Klammern sondern Einrückungen mittels Tabulator werden zur Kennzeichnung von Code-Blöcken genutzt. Also viel Spaß beim Suchen, wenn mal ein Leerzeichen/Tab zuviel oder an der falschen Stelle steht. Wer hier keinen entsprechenden Editor zwecks Tab/Whitespace-Hervorhebung zur Hand hat, dürfte aufgrund der Sysiphus-Arbeit schnell verzweifeln.
Wer Python einsetzt, hat also entweder zuviel Zeit und Programmierkapzitäten (um Tests zu schreiben, die zumindest ein Durchlaufen aller Code-Blöcke der jeweiligen Applikation garantieren) oder handelt schlichtweg verantwortungslos.
Leonidas
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Dienstag 13. November 2007, 17:59

Da hatte wohl jemand einfach keine Ahnung und einfach seine Vorurteile sprechen lassen (IndentationErrors lassen sich dank der sinnvollen Ausgaben des Interpreters oftmals besser eingrenzen als fehlende geschweifte Klammern in anderen Sprachen).
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BlackVivi
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Dienstag 13. November 2007, 18:15

Weil Einrückungen visuell viel schlechter zu erfassen sind als Klammern, oder wie oO??... Die Person, die das geschrieben hat, sollte erstmal die Vorteile von syntaktischem Salz lernen, insbesondere für Sprachanfänger.

(Die schwierigsten Fehler die ich bisher syntaktisch in Sprachen hatte, waren immer auf Klammern zurückzuführen, Einrückungsfehler hatte ich bei Python _noch nie_)
Imperator
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Dienstag 13. November 2007, 18:55

Panke hat geschrieben:So einen Schmarn wie Python zu nutzen?
Original von mdlug.de
Würdest du mit einem Fallschirm springen, dessen Basis-Funktionalitäten nicht mal getestet wurden? Sorry, aber eine Sprache/Interpreter zu benutzen, dem Fehler erst auffallen, wenn die fehlerhafte Stelle im Code durchlaufen wird, ist wohl mehr als nur reiner Frevel. Geiches gilt für die stark fehlerträchtige Syntax: Nicht Klammern sondern Einrückungen mittels Tabulator werden zur Kennzeichnung von Code-Blöcken genutzt. Also viel Spaß beim Suchen, wenn mal ein Leerzeichen/Tab zuviel oder an der falschen Stelle steht. Wer hier keinen entsprechenden Editor zwecks Tab/Whitespace-Hervorhebung zur Hand hat, dürfte aufgrund der Sysiphus-Arbeit schnell verzweifeln.
Wer Python einsetzt, hat also entweder zuviel Zeit und Programmierkapzitäten (um Tests zu schreiben, die zumindest ein Durchlaufen aller Code-Blöcke der jeweiligen Applikation garantieren) oder handelt schlichtweg verantwortungslos.
Das ist eine der blödesten Behauptungen die ich bisher im Internet gefunden hab. Die Einrückung ist doch sowas schönes. Und der Interpreter ist zwar nicht so schnell, aber man findet oftmals Fehler deutlich besser als in anderen Sprachen. Am Anfang kam ich mit dem was er so an Fehlermeldungen ausspuckt auch nicht zurecht, und sehnte mich nach meiner gewohnten Delphi-Hilfe, aber dann durchstieg ich wie genial man mit dem Interpreter debuggen kann. Noch was zur Einrückung: Auser bei meinem Pygame-Projekt hat die mir bisher noch keine großen Probleme bereitet, aber ich bin mir fast sicher, dass das Problem bei benutzug einer andeern Sprache genauso gekommen wäre.
hach ich schreib zu viel.
windner
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Dienstag 13. November 2007, 18:58

Wer hier keinen entsprechenden Editor zwecks Tab/Whitespace-Hervorhebung zur Hand hat, dürfte aufgrund der Sysiphus-Arbeit schnell verzweifeln.
Das finde ich nicht. Python ist die Sprache meiner Wahl auf meinem PocketPC, weil ich's mag und weil man vergleichsweise sehr wenig tippen muss (hab' ja nur die Bildschirmtastatur). Ich behelfe mir eben, indem ich nur ein Leerzeichen als Einrücktiefe verwende (die Editoren haben alle fixe 8 für einen Tabstop -- zu viel für einen kleinen Bildschirm). Obwohl ich auch den GCC auf dem Gerät habe, verwende ich fast nur Python.
schlangenbeschwörer
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Dienstag 13. November 2007, 19:04

Ein Hoch auf Python und Schande all denen, die es nicht zu würdigen wissen! :D
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veers
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Flamewar - Spass! :roll:

...Wer würde schon ein Leben leben bei dem Fehler oft erst auffallen nach dem die geschehen sind? ;)
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BlackJack

Dienstag 13. November 2007, 19:23

Der Fallschirm ist getestet, sprich es gibt eine Menge Unittests für den Interpreter und die Standardbibliothek. Und Fallschirmspringer die ihre Fallschirme packen, überprüfen die auch ordentlich, sprich man sollte Unittests schreiben. Letztendlich fällt auch bei einem Fallschirm ein Fehler erst auf wenn man an der Reissleine zieht.

Wer mit Tabs einrückt ist selbst Schuld. Empfehlung sind 4 Leerzeichen pro Ebene und dann findet man Einrückungsfehler auch schnell. Zur Not gibt's das `tabnanny`-Skript oder `pylint` und `pychecker` die solche Probleme aufspüren. Auf der anderen Seite bewahren einen geschweifte Klammern o.Ä. auch nicht davor das der Compiler obskure (Folge)Fehler meldet, die man nicht so leicht dem wirklichen Fehler zuordnen kann.

Die Tests, die alle Programmblöcke durchlaufen, muss man auch in anderen Programmiersprachen schreiben, wenn man sicher sein will, dass keine Fehler im Programm sind. Das heisst in Sprachen mit mehr Syntax (geschweifte Klammern und statische Deklarationen) muss man *noch mehr* Zeit haben, weil das ja auch alles in den Unittests getippt werden will.
mulder
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Mittwoch 14. November 2007, 09:03

auch wenn es wie veers schon andeutete .. vieleicht im flamewar endet! ..


ich muss als "anfaenger" sagen ... das mit dem einruecken ... stoert nichtweil

1. wenn man sich daran gewoehnt hat .. ist es okay ..
2. man lernt die fehlermeldungen zu lesen UND zu interpretieren und weiss somit wo was wie zu viel oder zu wenig eingerueckt ist ...
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jens
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Mittwoch 14. November 2007, 09:59

Was IMHO immer wieder vergessen wird: Jeder gescheite Programmiere rückt seinen Code eh ein... Ansonsten ist der nicht wirklich gut lesbar.
Codeblöcke aber zusätzlich mit Klammern zusammenfassen und Codezeilen mit einem Semikolon abzuschließen, macht man allerdings nur für einen dummen Sourcecode Parser und dient nicht der Lesbarkeit...

Vielleicht sollten wir mal im Wiki eine Seite anlegen, die Vorurteile dieser Art mal klarstellt...

EDIT: Der Text stammt übrigens hier her: http://www.mdlug.de/bibo/projects/web/cgi/ --- Das Fazit solltet ihr mal lesen ;)

CMS in Python: http://www.pylucid.org
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Leonidas
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Mittwoch 14. November 2007, 13:19

jens hat geschrieben:Das Fazit solltet ihr mal lesen ;)
Ja. Wir werden unsere Webapps nun auch in Java schreiben. Passt ja so toll zu dem Fakt, dass Rails eben deswegen so populär geworden ist, weil die Java-Entwickler letztendlich frustiert geflüchtet sind.
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mkesper
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Mittwoch 14. November 2007, 16:23

Wie gibt man denn zu so einer Seite am sinnvollsten Feedback, ohne daß es nach Bashing aussieht?
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BlackVivi
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Mittwoch 14. November 2007, 16:44

mkallas hat geschrieben:Wie gibt man denn zu so einer Seite am sinnvollsten Feedback, ohne daß es nach Bashing aussieht?
Java-"Fanboys" sind ähnlich schwierig zu behandeln alle anderen "Fanboys". BlackJack war noch am nettesten von uns allen...
BlackJack

Mittwoch 14. November 2007, 16:45

So unsachlich wie Python abgehandelt wurde, denke ich nicht, dass es etwas nützt. Der Autor scheint auch nicht zu seinem Text stehen zu wollen ─ habe jedenfalls keinen Namen entdecken können.

Edit: Es ist ja nicht nur das es offebar ein Java-Fan ist ─ wenn man sich Textumfang und Inhalt vom Pythonabschnitt im Gegensatz zu den anderen Sprachen anschaut, hat der Autor entweder explizit etwas gegen Python, oder keine Ahnung und wollte nur mal schnell etwas (negatives) darüber schreiben.
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Rebecca
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Mittwoch 14. November 2007, 16:51

Schon die Forumlierung "sollte man definitiv Java den Vorzug geben" (egal, was da nun fuer eine Sprache steht) ist nicht sehr gelungen. Wenn es so einfach waere, gaebe es nicht so viele Sprachen. Ein "wuerde ich empfehlen", "gefaellt mir am besten" haette es doch auch getan.
Offizielles Python-Tutorial (Deutsche Version)

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