Ich bin auf der Suche nach einem simplen Tool, dass mir einen minimalen IMAP-Server zur Verfügung stellt. Ich brauch den nur als "Austauschlaufwerk" für E-Mails innerhalb des Netzwerks, so dass ich kein externes IMAP-Postfach benötige und nicht auf Internet angewiesen bin.
Den IMAP-Server möchte ich bei meinen Arbeitsplätzen im Thunderbird einrichten. Wenn einer eine E-Mail "sharen" will, verschiebt/kopiert er sie einfach in den Posteingang (INBOX) des IMAP-Postfachs.
Da ich bislang nichts Passendes gefunden habe, wollte ich nachfragen ob man das mit Python realisieren kann. Wenn es unter Windows läuft würde das reichen. Mit Python würde es natürlich Sinn machen, dass auch unter Unix/Linux lauffähig zu machen.
P.S. Bin auf Mercury Mail Transport System gestoßen. Kennt das jemand und ist das vielleicht sowas?
Simpler IMAP Server zum Mailtausch
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Für Linux/Unix gibt's uw-imapd, ist zwar kein Python, aber würde ne Mbox einfach über IMAP "exportieren" sowas hatte ich vor Jahren mal genutzt...
mfg Betz Stefan
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Ja, das Mercury-Zeug sieht doch schon mal ganz verdächtig nach einer (freien) Mail-Suite mit IMAP-Server aus.
Ich würde auf jeden Fall zuerst fertige Lösungen versuchen.
Ich würde auf jeden Fall zuerst fertige Lösungen versuchen.
Ich werd's testen... Wenn man mit Python allerdings durch einen Dreizeiler ähnlich zum SimpleHTTPServer einen IMAP-Server aufsetzen kann und mit etwas Zusatzaufwand noch ein Postfach dazu, dann steht meiner Meinung nach der minimalistischen Python-Lösung nichts im Wege.
- gerold
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Hallo droptix!droptix hat geschrieben:Mercury Mail Transport System gestoßen. Kennt das jemand und ist das vielleicht sowas?
Mercury kann zwar IMAP, lässt sich aber nur in Verbindung mit SRVANY (einem Tool von Microsoft) dazu überreden, als Dienst zu laufen. Das ist nicht trivial.
Ansonsten läuft Mercury nur in einer Usersession. Man muss also angemeldet sein um Mercury laufen zu lassen.
Wenn du dich ein wenig mit Linux auskennst, dann könntest du UW-Imap unter Cygwin laufen lassen. Dazu musst du zuerst Cygwin installieren. Dann musst du xinet.d einrichten, dass es als Windows-Dienst läuft. Dann noch ein Eintrag für uw-imap in die Konfiguration von xinet.d und schon haben alle Benutzer, die sich an den Computer anmelden können, ein IMAP-Konto.
Evt. musst du noch den IMAP-Port an der Firewall frei geben.
mfg
Gerold

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Jo das wäre kein Problem, damit kenn ich mich bestens aus...gerold hat geschrieben:Mercury kann zwar IMAP, lässt sich aber nur in Verbindung mit SRVANY (einem Tool von Microsoft) dazu überreden, als Dienst zu laufen.
Klingt auch interessant. Gibt's dazu ein Tutorial oder woher krieg ich die richtigen Infos? Hat UW-Imap auch eine Fetchmail-Möglichkeit zum Abrufen anderer POP3 bzw. IMAP-Konten?gerold hat geschrieben:Ansonsten läuft Mercury nur in einer Usersession. Man muss also angemeldet sein um Mercury laufen zu lassen.
Wenn du dich ein wenig mit Linux auskennst, dann könntest du UW-Imap unter Cygwin laufen lassen. Dazu musst du zuerst Cygwin installieren. Dann musst du xinet.d einrichten, dass es als Windows-Dienst läuft. Dann noch ein Eintrag für uw-imap in die Konfiguration von xinet.d und schon haben alle Benutzer, die sich an den Computer anmelden können, ein IMAP-Konto.
P.S. Rein aus Interesse: Kann Python überhaupt als IMAP-Server fungieren oder taugen die IMAP-Bibliotheken nur als Client?
Klar, wieso nicht? Das imap-Paket der stdlib ist aber wohl nur für clientseitige Entwicklung ausgelegt. Das Twisted-Projekt bietet u.a. aber auch eine IMAP-Server-Implementierung an, auf die auch einige andere, im Käseladen über die Suche nach 'imap' auffindbare, Projekte aufsetzen. Schau's dir mal an.droptix hat geschrieben:P.S. Rein aus Interesse: Kann Python überhaupt als IMAP-Server fungieren oder taugen die IMAP-Bibliotheken nur als Client?