Allgemeine Fragen eines Python-Neulings

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Jürgen Perl
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Beiträge: 1
Registriert: Samstag 7. März 2026, 13:59

Hallo an die Python-Gemeinde,

bislang habe ich unter Windows mittels VB.NET programmiert, eine kleine Auftragsverwaltung und für meinen Job ein Programm zum Abspielen von mpg-Dateien und mp3-Dateien. Letzteres über unterschiedliche Soundkarten. Alle Programme nur zur Eigenverwendung.
Nun möchte ich auf LINUX umsteigen und damit VB.NET verlassen.
In den ersten Versuchen mit PyCharm erschließt sich mir nicht, wie ich eigenständige Programme (.exe) erstellen und auf den Endrechnern nutzen kann.
Ein paar nützliche Tips fände ich schön.

Besten Dank :-)
Sirius3
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Beiträge: 18378
Registriert: Sonntag 21. Oktober 2012, 17:20

Prinzipiell kann man VB.NET auch mit Linux benutzen.
Dein Mißverständnis liegt daran, dass Du glaubst, eine .exe-Datei zu brauchen. Viel stärker als unter Windows ist unter Linux die Bibliotheken und die Ausführungsumgebung von den eigentlichen Programmen getrennt.
Ein Linux-Nutzer muß wissen, wie man Python installiert, um dann ein Python-Programm auszuführen.
Unter Windows hast Du wahrscheinlich gar nicht gemerkt, dass Du erst die dotnet Laufzeitumgebung installieren mußtest, bevor Du Deine VB.NET-Programme ausführen konntest.
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__blackjack__
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Wobei Python selbst unter den meisten Linux-Distributionen schon installiert ist, falls man da nichts exotisches und sehr minimales verwendet.

EXE ist unter Linux auch ein ”Problem”, weil es da verschiedene Prozessorarchitekturen gibt. ARM ist ja beispielsweise recht beliebt. Wenn man dann eine x64-EXE hat, muss man entweder auch noch eine für ARM bauen, oder die ARM-Benutzer gehen leer aus.

Python-Programme werden üblicherweise als Quelltext weitergegeben, wobei es da eine ganze Menge an Möglichkeiten gibt, zwischen einer README-Datei in der zusätzliche Abhängigkeiten erwähnt werden, über Konfigurationsdateien für Werkzeuge wie ``pip``, bis zu Programmen die alles — Python-Interpreter, Abhängigkeiten, das eigene Programm — in eine selbstentpackende EXE stecken, die sich beim ausführen entpackt und das Python-Programm ausführt. Letzteres hat dann wieder das Prozessorarchitektur-Problem.
“It is easier to optimize correct code than to correct optimized code.” — Bill Harlan
nezzcarth
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__blackjack__ hat geschrieben: Sonntag 8. März 2026, 11:29 Python-Programme werden üblicherweise als Quelltext weitergegeben, wobei es da eine ganze Menge an Möglichkeiten gibt
Standardmäßig bringt Python auch noch das 'zipapp'-Modul mit, mit dem man fertige Projekte als Zip-Datei bündeln und dann ausführen kann. Spätestens wenn C-Extensions hinzukommen, wird es aber schwierig. Ich glaube, daher ist es nach meinem Eindruck nicht sehr verbreitet, auch wenn es externe Pakete wie shiv gibt, die versuchen, das besser zu lösen.

@TE
Wie die anderen aber schon meinten, ist das eigentlich eher ungewöhnlich. Die Distributionsmethode steht ja auch eher am Ende. Windows "erzieht" einen ein bisschen dazu, dass nur Software, die als ".exe" kommt, am besten noch mit einem Installer, den man durchklicken muss, "vollwertige" Software ist. Unter Linux laufen diese Sachen aber etwas anders.
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