Religiöse Prägung

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PmanX
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Beitragvon PmanX » Sonntag 18. März 2007, 01:22

Leonidas hat geschrieben:Allein die Existenz einer Kirche heißt ja nicht automatisch das Friede, Hilfsbereitschaft und Freude auf der Welt herrschen.
Heißt wohl eher, daß sich die Kirche meist an die Seite der Herrschenden geschlagen hat.
Der Sonntag ist für viele ein arbeitsfreier Tag.
Von den 10e6 Armen in Deutschland betet möglicherweise ein großer Teil für eine Gesellschaft,
die nicht von Großaktionären beherrscht wird.
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nkoehring
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Beitragvon nkoehring » Sonntag 18. März 2007, 01:51

Ist denn eine kirchlich beherrschte Gesellschaft was anderes, als was wir heute haben? Sogesehen ist doch in dem Falle die Kirche der Großaktionaer... jedenfalls sobald sie genug macht ausuebt. Egal uebrigens welche Kirche es ist.
Ich hab nix gegen Religion... soll sich jeder sein eigenes Standbein schmieden. Aber machthabende Institutionen sind von Natur aus schlecht, genau wie die meisten Menschen es leider sind -.-
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birkenfeld
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Beitragvon birkenfeld » Sonntag 18. März 2007, 13:56

"Kirchlich beherrscht" ist für Deutschland wohl ein ziemlich falscher Begriff. Wieviel Macht die Kirche wirklich hat, hat man doch am Beispiel von Bischof Mixa gesehen.

@PmanX: 10 Millionen Arme in Deutschland?
Dann lieber noch Vim 7 als Windows 7.

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BlackJack

Beitragvon BlackJack » Sonntag 18. März 2007, 17:04

Das mit "Oh mein Gott" waren sehr oberflächliche aber offensichtliche Beispiele, wie auch nicht-gläubige Menschen etwas religiös geprägtes sehr selbstverständlich anwenden.

Ich glaube nicht das die Kirche als Institution Deutschland "beherrscht", sondern wollte nur sagen, dass man religiös geprägter Kultur und sozialen Gefügen ausgesetzt ist, ohne das einem das sofort ins Auge springt. Dabei sind unter anderem die Sprache und Redewendungen nicht ganz unwichtig weil die Einfluss auf das haben, was wir denken und wie wir denken.

Ich würde von mir behaupten, dass ich davon in meinem Denken und Handeln unterbewusst durchaus beeinflusst bin, obwohl ich ein Agnostiker bin, der in Norddeutschland keine Kruzifixe in der Schule gesehen hat.
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Beitragvon PmanX » Sonntag 18. März 2007, 22:37

birkenfeld hat geschrieben:...
10 Millionen Arme in Deutschland?
Erscheint Dir zu wenig? Den Statistiken kann eh niemand glauben :!:
Wieviele Sozialhilfe- HarzIV-Empfänger(benannt nach dem Berater von Exkanzler SPD-Schröder, der tausende VW-Mitarbeiter betrogen und sich vor Gericht freigekauft hat) gibt es?
Wenn es zwei Millionen sind, davon jeder in einer dreiköpfigen Gemeinschaft lebt, haben wir schon sechs Millionen, die unterhalb der, von der EU definierten, Armutsgrenze leben.
Das sind gewiss nicht alle.
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Beitragvon tuxthekiller » Montag 26. März 2007, 13:49

EDIT
Zuletzt geändert von tuxthekiller am Dienstag 27. Juli 2010, 23:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon N317V » Montag 26. März 2007, 15:17

PmanX hat geschrieben:An bleibende Einflüsse kann ich mich nicht erinnern

Möglicherweise nimmst Du sie nur nicht wahr. Ziemlich fest verankert ist hierzulande z.B. das Konzept des allgegenwärtigen Gottes, der alles sieht und hört und mitkriegt. Somit ist eine Sünde, die niemand sieht, trotzdem eine Sünde. Ich weiß nicht ob Du das kennst, dass Du etwas "schlechtes" getan hast, das niemand mitbekommen hat und Du trotzdem ein schlechtes Gewissen hast. In Japan ist das unbekannt eben weil es diese Idee des allgegenwärtigen Gottes dort nicht gibt.

Da gibt es sicherlich noch einige andere Beispiele. Pazifismus und Toleranz wurde vorher genannt. Klassische Werte, die man sehr schön aus den 10 Geboten ableiten kann. Aber verklicker das mal den Yanomami.

Im Übrigen war in jedem Klassenzimmer, in dem ich jemals war, ein Kreuz gehangen. In niedrigen Klassen, so bis inklusive sechster, wurde allmorgendlich gebetet.
Es gibt für alles eine rationale Erklärung.
Außerdem gibt es eine irrationale.

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Beitragvon Leonidas » Montag 26. März 2007, 19:08

N317V hat geschrieben:In niedrigen Klassen, so bis inklusive sechster, wurde allmorgendlich gebetet.

Wow. Ich war teilweise auch in einem wesentlich katholischereren Land als Bayern in der Schule und da war sowas nur im Religionsunterricht üblich. Ob dort überall (also vom Religions-Zimmer abgesehen) Kreuze hangen weiß ich nicht mehr, wäre aber möglich gewesen.
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Beitragvon nkoehring » Montag 26. März 2007, 19:23

Ich empfinde es irgendwie als falsch, den Schuelern ein beten aufzuwingen... wobei ich allerdings nicht weiß, ob es denn ueberhaupt getan wird bzw wurde.

Allgemein find ich den allgemeinen Einfluss von Religion auf alles schon vollkommen ausreichend. Mehr muss nicht sein. Weder Symbole im Klassenzimmer, noch irgendwelche Betereien fuer alle.
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Beitragvon Craven » Montag 26. März 2007, 20:24

nkoehring hat geschrieben:Ich empfinde es irgendwie als falsch, den Schuelern ein beten aufzuwingen... wobei ich allerdings nicht weiß, ob es denn ueberhaupt getan wird bzw wurde.

Bei mir an der Schule (11. Klasse Gymnasium, Bayern :wink: ) wird nur im Religionsunterricht gebetet, und selbst da kann jeder für sich entscheiden, ob er mitbeten will oder nicht. Ich war auch bis jetzt noch an keiner Schule, an der man gezwungen wurde, zu beten.

MfG,
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Beitragvon birkenfeld » Montag 26. März 2007, 21:22

Das wird heutzutage auch keine (staatliche) Schule mehr machen können, ohne unter einer Klagewelle zu ersticken.

Ausnahmen sind natürlich private, z.B. kirchliche Schulen, da sind die Eltern dann selbst schuld. :)
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Beitragvon BlackJack » Montag 26. März 2007, 21:59

Wollte nur mal einwerfen, dass man ab 14 Jahren religionsmündig ist und das selbst entscheiden kann.

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