"native" Webentwicklung ohne Frameworks

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Y0Gi
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Mittwoch 8. November 2006, 16:29

Ich kann dir nicht vollständig folgen, aber eine Config kann so aussehen:

Code: Alles auswählen

Options +ExecCGI
AddHandler cgi-script .cgi
AddHandler fcgid-script .fcgi
So kannst du per RewriteRule oder ScriptAlias u.ä. auf eine .cgi- oder .fcgi-Datei verweisen, die dann entsprechend via CGI oder FastCGI ausgeführt wird. Die Datei selbst ist ein kleines Python-Script und hat natürlich als erste Zeile die Shebang-Line (#!/usr/bin/env python oder äquivalent).

Alternativ kannst du auf per AddHandler die Dateiendung .py setzen, das Script entsprechend umbenennen und dann jeweils eine der AddHandler-Zeilen auskommentieren, um zwischen CGI und FCGI zu wechseln.

Hilft dir das weiter?
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jens
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Mittwoch 8. November 2006, 16:35

Y0Gi hat geschrieben:Colubrid ist wohl etwas kompakter, Paste kommt dafür u.a. mit sehr interessanten Middlewares (z.B. Live-Debugging im Browser) daher.
Das bietet colubrid auch ;) Ist super zum Entwickeln... Macht das ganze sogar viel Informative als der normale Python-Traceback auf der Konsole ;)
Y0Gi hat geschrieben:Bei Colubrid bin ich etwas über die verschiedenen Application-Typen gestolpert...
Naja, die kann man nutzten, muß man aber nicht... IMHO sind die sehr praktisch gerade für kleine Sachen...

btw. FastCGI nützt zum entwickeln überhaupt nix! Das ist nur was für "fertige" WebApps, die produktiv laufen sollen.
Zum Entwickeln geht's am besten mit colubrids Entwicklungsserver (genau wegen dem Live-Tracebacks) oder aber Apache mit normalem CGI...

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Y0Gi
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Mittwoch 8. November 2006, 16:51

Letzteres habe ich auch bei meinem kürzlichen Umstieg auf FastCGI festgestellt. Daher auch der CGI-Handler in meinem Config-Beispiel, um Online testen und schnell ändern zu können.
TDO
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Mittwoch 15. November 2006, 09:46

hmmm ... also ich interessiere mich ja grundsaetzlich auch fuer webentwicklung mit python ... das ist auch eigentlich der grund weshalb ich jetzt angefangen habe python zu lernen, weil mir php einfach nen bissle auffe eier ging ...

mir stellt sich da nur die frage ... ich meine die ganzen kleinen "Frameworks" die hier empfohlen werden um webapps mit python zu erstellen... wie Paste und Colubrid(oder so)... ich bin da immer nen bissle skeptisch ... ich weiss jetzt ned genau wie es bei den projekten aussieht ... aber ich hab bei so kleineren sachen immer angst das die entwicklung irgendwann eingestellt wird weil der entwickler keine zeit mehr hat oder so ... und dann war alles mehr oder minder fuer die katz ... vielleicht koennt ihr mich ja mal vom gegenteil ueberzeugen ;-)

gruessle TDO
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jens
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Mittwoch 15. November 2006, 11:03

Naja, generell hast du natürlich die Gefahr, wenn du kleine und vor allem neue Sachen nutzt... Aber zu colubrid, jinja und pygments: All diese Module werden in pocoo verwendet: http://trac.pocoo.org/#PocooSubprojects
Und ich denke nicht das pocoo nach hinten losgehen wird...

Das schöne an OpenSource ist ja auch, das keine Firma Pleite gehen kann und die Sourcen dann weg sind... :)
Somit wird sich IMHO immer irgendwer finden, der ein "totes" Projekt wieder zum leben erweckt, wenn es sich denn lohnt...

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Leonidas
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Paste von Ian Bicking wird wohl eher nicht eingestellt, denn Ian schreibt schon seit langer Zeit an verschiedenen, mehr oder minder mit Web zusammenhängenden Projekten (Webware, Cheetah, Paste, SQLObject, FormEncode).

Das TurboGears eingestellt wird, halte ich für undwarscheinlich, selbst wenn Kevin Dangoor aufhört, würde das jemand übernehmen.

Und bei Django ist die Gefahrt auch gering, da jetzt ein Buch geschrieben wird und eine kritische Masse an Entwicklern überschritten ist, wird es fast schon zum Selbstläufer ;)

Wie es mit Colubrid aussieht kann ich dir schlecht sagen, da musst du den Entwickler fragen, aber ich bin da optimistisch. Und du hast den Vorteil, dass du im Zweifelsfall Colubrid auch einfach übernehmen kannst oder forken kannst.
Zuletzt geändert von Leonidas am Donnerstag 16. November 2006, 17:42, insgesamt 1-mal geändert.
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BlackJack

Donnerstag 16. November 2006, 14:58

Das TurboGears-Buch ist mittlerweile auch erschienen.
Leonidas
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Donnerstag 16. November 2006, 17:44

BlackJack hat geschrieben:Das TurboGears-Buch ist mittlerweile auch erschienen.
Ah, gut. Hier nioch mal ein Amazon-Link: Rapid Web Applications with TurboGears. Using Python to Create Ajax-Powered Sites. Witzigerweise bietet Amazon.com es an, das TG und Django-Buch in einem Bundle zu kaufen, falls man mal beide lernen will :)
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EnTeQuAk
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Donnerstag 16. November 2006, 18:01

Hi Hi ;9 net schlecht :D

Ich persönlich muss auch sagen, das ich meißt sehr zweifle. Jedoch geht es mir weniger um die "Langlebigkeit" Der Applikationen, die ich nutze. Sollte sie wirklich Fehlerfrei nutzen nutz ich die auch 2 Jahre ohne weiterentwicklung, wenns sein muss. Hätt ich kein Problem mit.

Mein Hauptproblem ist eher die Dokumentation, die z.B. bei eigentlich meinem theoretischen Favoriten Coulbrid nicht sooo gut ausgereift ist.

Das ist so eher mein Problem. Djanog, Turbogears usw. brauchen sich immo net über Doku beklagen.
Die sind beide sehr groß (wie viele entwickeln an TG so ungefair? bei Django sind das ja unmengen oda?).

MfG EnTeQuAk
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Donnerstag 16. November 2006, 18:48

EnTeQuAk hat geschrieben:Mein Hauptproblem ist eher die Dokumentation, die z.B. bei eigentlich meinem theoretischen Favoriten Coulbrid nicht sooo gut ausgereift ist.
Du kannst immer noch ins IRC gehen und mitsuhiko fragen. Der ist sowieso meist online und beantwortet deine Fragen sowohl auf deutsch als auch auf englisch.
EnTeQuAk hat geschrieben:Die sind beide sehr groß (wie viele entwickeln an TG so ungefair? bei Django sind das ja unmengen oda?).
Bei Django sind 9 Committer da: Adrian Holovaty, Simon Willison, Jacob Kaplan-Moss, Wilson Miner, Malcolm Tredinnick, Georg Bauer, Luke Plant, Russell Keith-Magee und Robert Wittams die (mehr oder weniger aktiv) selbst Features implementieren bzw Patches von anderen integrieren. Bei TG verweise ich dich auf die Contributors-Datei.
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EnTeQuAk
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Donnerstag 16. November 2006, 19:05


Du kannst immer noch ins IRC gehen und mitsuhiko fragen. Der ist sowieso meist online und beantwortet deine Fragen sowohl auf deutsch als auch auf englisch.

Is schlecht im Zug ;)
Englisch und oder Deutsch, ist weniger DAS Problem.

Fragen beantworten... oki is klar. Aber ich lerne halt gern ;) Und das im Zug, da ich oft unterwegs bin.

Na jo... werd mich mal einarbeiten. Vllt. kann man das ein oder andere mal schreiben.


MfG EnTeQuAk

PS: Danke zu den Links zu Django und TG!
Y0Gi
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Donnerstag 16. November 2006, 21:37

Dann nimm halt nicht Colubrid :roll:

Meine Empfehlung ist Pylons, das Paste und andere WSGI-Basiskomponenten wiederverwendet.
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jens
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Freitag 17. November 2006, 10:17

EnTeQuAk hat geschrieben:
Du kannst immer noch ins IRC gehen und mitsuhiko fragen. Der ist sowieso meist online und beantwortet deine Fragen sowohl auf deutsch als auch auf englisch.
Is schlecht im Zug ;)
Das ist der Punkt den ich mitsuhiko auch oft schon nahegebracht hab. Er kann zwar Fragen im IRC annehmen, sollte sich aber "sichtbar" für andere lieber in einem Wiki/Forum o.ä. beantworten oder am besten die Doku erweitern.
So sieht die Antwort nur der Fragesteller im IRC und danach ist alles weg. Da hilft es auch wenig, das der IRC Channel geloggt wird! IRC Loggs lesen macht IMHO überhaupt keinen Spaß und man findet auch nix...

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Y0Gi
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Freitag 17. November 2006, 12:19

Wie sagt man: "Das Leben ist zu kurz um schlechte Dokumentationen zu benutzen."
EnTeQuAk
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Freitag 17. November 2006, 14:50

Unter anderem. Aber na ja ;) Wir sind ja eine Community ;) Werde mal schauen. Sobald ich mich halbwegs in Coulbrid kann ich ja eventuell mal mit eurer Hilfe etwas schreiben.

Ganz alleine wirds schwierig... Wird scho!


MfG EnTeQuAk
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