Eigene Hardware für Pythonprojekt

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Tosh
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Eigene Hardware für Pythonprojekt

Beitragvon Tosh » Freitag 18. November 2005, 20:28

Da mir als neuer Python-Fan das Forum in den letzten Tagen sehr viel weiterhelfen konnte, hoffe ich auch bei folgendem Problem auf gute Tipps.

Mein Python Projekt machte gute Fortschritte, daher plane ich ein wenig für die Zukunft. Ich habe mir ein kleines Script geschrieben, welches über den seriellen Schnittstelle GPS Informationen ausließt und auf einer simplen Oberfläche ausgibt. Allerdings macht das nicht viel Spaß, wenn die GPS-Maus nur aus dem Fenster schaut und sich dank Bewegungsmagel etwas sparsam mit den GPS-Daten umgeht.

Daher spiele ich mit dem Gedanken, das Script auf eine mobile Plattform zu portieren. Da mich auch das Basteln reizt, möchte ich keinen Laptop oder PDA dafür nutzen. Ich dachte eher an ein kleines MiniITX Board mit CF-Card und einem kleinen TFT dazu. Also eine eigene Hardwareplattform für das Script.

Über Sinn oder Unsinn läßt sich bekanntlich streiten, also lassen wir diese Diskussion außen vor.

Wie würdet Ihr das machen? Welche Hardware? Welches Betriebsystem? Ich bin für alle Ideen offen, evtl. plant ja wer ein ähnliches Projekt.


-
Maik
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Beitragvon mbierenfeld » Montag 21. November 2005, 10:09

Hi,

:-) Linux natürlich. Guck mal unter

[url]
http://www.linuxdevices.com
[/url]

Michael
johannes
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Re: Eigene Hardware für Pythonprojekt

Beitragvon johannes » Dienstag 22. November 2005, 21:54

Tosh hat geschrieben:Daher spiele ich mit dem Gedanken, das Script auf eine mobile Plattform zu portieren. Da mich auch das Basteln reizt, möchte ich keinen Laptop oder PDA dafür nutzen. Ich dachte eher an ein kleines MiniITX Board mit CF-Card und einem kleinen TFT dazu. Also eine eigene Hardwareplattform für das Script.

...

Wie würdet Ihr das machen? Welche Hardware? Welches Betriebsystem? Ich bin für alle Ideen offen, evtl. plant ja wer ein ähnliches Projekt.
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Maik


Naja es gibt meines wissens auch Python für DOS (PythonD oder so), aber ich denke du bist auf jedenfall mit Linux besser beraten.

Auch solltest du daran denken das Python doch eher etwas für "größere" Rechner ist, es läuft inzwischen zwar auch auf Handys du musst dich jedoch auch darum kümmern die Distribution abzuspecken. Dafür kannst du aber soetwas ähnliches wie py2exe verwenden, dass die nur die wirklich benötigten Module zusammensucht.
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Re: Eigene Hardware für Pythonprojekt

Beitragvon Leonidas » Dienstag 22. November 2005, 22:04

johannes hat geschrieben:Naja es gibt meines wissens auch Python für DOS (PythonD oder so), aber ich denke du bist auf jedenfall mit Linux besser beraten.

Stimmt, es gibt wirklich PythonD aber MS-DOS wirst du wohl kaum in ein Embedded-Gerät bauen können (Lizenz, nicht Freie Software), deswegen besser FreeDOS für sowas nutzen, wenn es donn DOS sein muss.

Allerdings ist es imho eine bessere Idee, ein Embedded Linux zu nutzen.
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Tosh
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Beitragvon Tosh » Dienstag 22. November 2005, 22:20

Hallo,

danke schonmal für die Tipps.

Ich habe mir jetzt das jRex 600Mhz Board (http://www.kontron.com/products/pdproductdetail.cfm?keyProduct=32980) als Testumgebung bestellt. Als Speichermedium habe ich eine CF-Disk 512MB genommen.

Derzeit läuft ein kleines Debian und Python drauf, allerdings hatte ich noch nicht die Zeit weiteres zu testen. Sobald ich mehr Erfahrung gesammelt habe, lasse ich es Euch wissen.

Worin unterscheidet sich ein Embedded Linux zu einer Standard Linux Distribution?
johannes
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Beitragvon johannes » Dienstag 22. November 2005, 22:30

Tosh hat geschrieben:Ich habe mir jetzt das jRex 600Mhz Board (http://www.kontron.com/products/pdproductdetail.cfm?keyProduct=32980) als Testumgebung bestellt. Als Speichermedium habe ich eine CF-Disk 512MB genommen.


Ahh, okay. Ich dachte du wolltest ein Board von der größe eines WLAN-Routers etc (also max. 32MByte RAM und 8MB Flash etc..)

Tosh hat geschrieben:Derzeit läuft ein kleines Debian und Python drauf, allerdings hatte ich noch nicht die Zeit weiteres zu testen. Sobald ich mehr Erfahrung gesammelt habe, lasse ich es Euch wissen.

Worin unterscheidet sich ein Embedded Linux zu einer Standard Linux Distribution?


Naja eine normale Linux-Installation hat viel ballast der für Embedded Anwendungen eher störend ist (z.B. Dokumentation sehr viele unnötige Kernel-Module etc..)

Normalerweise hast du auch in einem Embedded Modul einen selbst kompilierten Kernel mit sehr abgespecktem Umfang und im User-Space nur die nötigsten Programme (z.B. BusyBox). Hier geht es vorrangig darum Speicher zu sparen. Auserdem wirst du meistens einen WatchDog haben, d.h. Ausfallsicherheit ist wichtig.

Ich denke wenn du 512MB Speicher hat musst du dir um solche Dinge wahrscheinlich keine Gedanken machen.
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Beitragvon raist1314 » Dienstag 22. November 2005, 22:34

Embedded Linux ist wohl definitiv ne gute Lösung und das mit dem Compact Flash auf jeden Fall auch. Hast Du mal als Prozessortyp über ARM nachgedacht? Das sind kostengünstige aber trotzdem recht leistungsfähige Prozessoren, die stecken in einigen Embedded Devices, die ich so kenne. Meines Wissens nach klappt das Cross Kompilieren mit dem GCC für die ARM Plattform auch recht gut...

Gruss

Sebastian
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Beitragvon Mr_Snede » Mittwoch 23. November 2005, 00:28

Neben der Größe dürfte oft auch der Support für Prozessoren ohne MMU die Auswahl auf ein embedded linux wie http://www.uclinux.org/ fallen lassen.

cu Sebastian
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Beitragvon Gast » Mittwoch 23. November 2005, 14:11

Danke für die Antworten. Ich werde mich in das Thema einlesen.

johannes hat geschrieben:Ahh, okay. Ich dachte du wolltest ein Board von der größe eines WLAN-Routers etc (also max. 32MByte RAM und 8MB Flash etc..)


Ne, ich wollte schon etwas mehr zum spielen haben. So habe ich auf jedenfall genug Reserven.

Was die Größe angeht ist es nicht gößer als ein WLan Router. Das ist ein 3,5" Board, also noch kleiner als die miniATX Boards.
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Beitragvon Leonidas » Mittwoch 23. November 2005, 16:12

johannes hat geschrieben:sehr viele unnötige Kernel-Module etc..)

Naja, ich habe auf meinem Router (ist allerdings kein Embedded System sondern eine ausrangierte Workstation) nur sehr wenige Module. Ich habe die Angewohnheit mir Vanilla-Kernels statt der Distributionskernel selbst zu kompilieren, bin damit auch bis jetzt gut gefahren.

Bei deiner CF Karte solltest du versuchen die Schreib- und Lesezugriffe zu reduzieren, damit sich das nicht zu sehr auf die Lebensdauer auswirkt.

Aber ein Debian ist schon mal gut :)
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Beitragvon raist1314 » Mittwoch 23. November 2005, 22:17

Wär dann nicht auch Linux from scratch was für dich? Dann weisst Du auf jeden Fall, was hinterher drinsteckt und man lernt echt ne Menge über Linux...

Sebastian

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