Python Tempo

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BlackJack

Beitragvon BlackJack » Donnerstag 25. August 2005, 22:56

henning hat geschrieben:Mag sein, aber man fühlt sich trotzdem sicherer, wenn man ein Projekt startet, dessen Umfang man vorher schlecht abschätzen kann, wenn man weiß, dass man seinen Code einfach (durch das hinzufügen von type-definitionen) schneller machen kann und das Rad nicht nochmal stellenweise nach C portieren muss ,-)
(auch wenn mir pythons Geschwindigkeit bis jetzt immer gereicht hat)


Wenn die Geschwindigkeit immer gereicht hat, dann verstehe ich den Wunsch nach einem Compiler nicht. In den meisten Fällen wo man wirklich etwas schneller machen möchte bringt das neuschreiben in C nur recht wenig, während man mit einem besserem Algorithmus oder einer besseren Datenstruktur oft viel mehr herausholen kann. Und ein Programm in Python umstrukturieren geht wesentlich einfacher als in C.

Ich hatte bisher auch noch nichts, das unbedingt schneller sein musste, aber schon mal den Fall wo's ganz nett wäre. Da hat mir Psyco (JIT-Compiler) immer gereicht.

Für den Notfall gibt's dann noch Pyrex, was die Frage nach der compilierbaren Python-Untermenge beantwortet.
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Beitragvon ProgChild » Freitag 26. August 2005, 11:04

BlackJack hat geschrieben:Wenn die Geschwindigkeit immer gereicht hat, dann verstehe ich den Wunsch nach einem Compiler nicht. In den meisten Fällen wo man wirklich etwas schneller machen möchte bringt das neuschreiben in C nur recht wenig, während man mit einem besserem Algorithmus oder einer besseren Datenstruktur oft viel mehr herausholen kann. Und ein Programm in Python umstrukturieren geht wesentlich einfacher als in C.

Bei solchen Sachen, wo es nur auf die Rechenpower ankommt, z.B. bei einer Pixelbasierten kollisionserkennung von zwei Bitmaps, da hilft es eben auch nicht, einfach die Daten als statisch zu markieren oder die sStruktur zu ändern, um mehr Performance zu bekommen. Bei so was nimmt man nen Profiler und wenn man die richtigen stellen gefunden hat, dann nimmt man PyRex, C oder Assembly (wenn man so verrückt ist, dann als inline Assembly von C...).

In Python kann man den Profiler relativ leicht einsetzten. Wenn man wirklich mehr Performance braucht, dann kann man optimieren. Aber warum soll man sich mit nen Compiler rumschlagen, wenn man nur ne kleine .py Datei weiter geben muss...
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jens
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Beitragvon jens » Freitag 26. August 2005, 11:08

ProgChild hat geschrieben:Aber warum soll man sich mit nen Compiler rumschlagen, wenn man nur ne kleine .py Datei weiter geben muss...


Weil nicht jeder Python installiert hat? Eine echt complilierte EXE ist auch nicht wirklich groß.

Es fragen immer wieder Leute danach wie man eine EXE Datei bekommt, von daher ist der Wunsch nach einem Compiler schon da...

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Beitragvon ProgChild » Freitag 26. August 2005, 11:26

jens hat geschrieben:
ProgChild hat geschrieben:Aber warum soll man sich mit nen Compiler rumschlagen, wenn man nur ne kleine .py Datei weiter geben muss...


Weil nicht jeder Python installiert hat? Eine echt complilierte EXE ist auch nicht wirklich groß.

Es fragen immer wieder Leute danach wie man eine EXE Datei bekommt, von daher ist der Wunsch nach einem Compiler schon da...

Das kannst du aber nicht aus der Performance herraus begründen. Klein und Groß sind sowieso relativ und da heute sowieso fast jeder nen CD Brenner oder einen Internetanschluss hat, ist es nicht besonders schwer Jemandem Python mitzuliefern.

Ich kann die Leute gut verstehen, die gerne einfach nur eine kleine .EXE weitergeben wollen, aber welchen praktischen Nutzen sollte das haben? Python mitzuliefern ist nicht wirklich schwer. Mit Py2Exe sind die Dateien zwar größer, aber das ist ja Heut zu Tage auch nicht das Problem.

Mit Assembly kann ich Programme schreiben, die sind unter 2KB groß. Ich hab aber nix davon. Ich kann mein Programm 700 mal auf ne Diskette packen. Dafür hab ich aber viele, sehr viele Nachteile. Mein Programm läuft nur auf einem Prozessor und nur auf einem Betriebssystem.

Eine .EXE macht quasi nur auf Windows Sinn, da nur da nur ein Prozessortyp vorhanden ist. Auf MacOS X, auf den meisten Linux und BSD Distributionen ist Python schon installiert.

Ich weis nicht, warum man so viel aufgeben will, nur um "Windows Like" seine .EXE weiter geben zu können, wo die .PY Datei warscheinlich auf allen anderen Systemen sofort läuft und auf jeden fall kleiner ist, als die .EXE-
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Beitragvon jens » Freitag 26. August 2005, 11:29

Hm! Da hast du eigentlich auch wieder recht! Vielleicht sollte man das zusammengefasst auch in die FAQ aufnehmen, bei der Frage "Ich suche einen Python-Compiler" !

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Beitragvon henning » Freitag 26. August 2005, 11:51

Ack :-)
Je mehr ich hier lese und drüber nachdenke desto mehr wird mir klar, dass der Wunsch nach einem "echten" Compiler einfach nur ein Psychologisches Problem ist:
Man stellt sich halt vor: "Okay, es gibt da diesen Interpreter, der wird vom Prozessor interpretiert, und interpretiert seinerseits das Python-Programm"

Diese Schachtelung hat bei mir wohl gleich die Assoziation zur Vorzeige-Schachtelung schlechthin, nämlich der von Zwei Zählschleifen geführt und damit im Hinterkopf das unwohle Gefühl von einer quadratischen oder zumindest astronomisch hohen Laufzeit erzeugt.
Dass das totaler Blödsinn ist, wusste mein Verstand natürlich auch schon vorher, aber mein Unterbewusstsein ist jetzt auch bereit, diesen Gedanken anzunehmen :-D

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