Politisches

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BlackJack

Beitragvon BlackJack » Montag 8. Juni 2009, 16:18

Ich weiss, sich über Rechtschreibfehler zu amüsieren ist nicht nett, aber ich stelle mir "verkraulen" gerade bildlich vor. :-D

Aber ich kenne das vom Kater, anfangs findet er's meistens ganz nett, aber irgendwann hat er die Nase voll und verzieht sich.
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BlackVivi
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Beitragvon BlackVivi » Montag 8. Juni 2009, 17:12

..irgendwie absurd, die Diskusion. Man wählt eine Partei nicht, weil man sich sicher ist, dass sie nicht ins Parlament kommt. Aber deswegen kommt sie ja nicht ins Parlament, weil jeder der sie vielleicht wählen würde, denkt: "Ach, sie kommen eh nicht rein, dann ist ja meine Stimme verschenkt."

Solche Leute sollten ihren Wahlzettel ungültig machen, wäre wesentlich sinnvoller als'ne schlechte Partei zu wählen...

Die Piraten haben übrigens auch eine Meinung zu vielen anderen Themen, die Europa betreffen. Diese Meinungen sind nur prioritär auf einer anderen Stufe, vorrangig will sie sich für Datenschutz einsetzen. Eine solche Opposition zu haben wäre überaus sinnvoll... Aber nein, lieber nicht wählen. Sind ja nur eine "Protestpartei", können ja nix. Sie zu wählen wär total doof, aus den Gründen die die Partei hat ... Ach, keine Ahnung. Finds doof, wenn man so über Politik denkt... Man sollte das wählen, was die eigene Meinung am stärksten repräsentiert, ungeachtet davon ob sie denn tatsächlich ins Parlament kommen könnte oder nicht. ...
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Beitragvon snafu » Montag 8. Juni 2009, 17:36

@BlackVivi:

Irgendwie vermischst du gerade ein paar verschiedene Aussagen unterschiedlicher Personen.

Meinung 1 ist doch: Wähl' ich nicht. Ist keine richtige Partei, weil sie sich nur um ein paar bestimmte Themen kümmert und sich damit ausgrenzt.

Meinung 2: PP ist unterstützenswert, auch wenn sie sich "nur" (oder gerade deshalb) spezialisiert haben. Wenn sie es nicht ins Parlament schaffen, hat man immerhin ein Zeichen (Protest) gesetzt.

Dein Verständnis von den Meinungen hier: Wähl' ich nicht, *weil* sie nur Protest ist und daher keine Chance hat. Lohnt also eh nicht. Lieber eine "Volkspartei" wählen.

Und letzteres habe ich nämlich überhaupt nicht herausgelesen. Die Begründung zur Nichtwahl war lediglich die (vermeintlich) fehlende Kompetenz der Partei.
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Beitragvon kbr » Dienstag 9. Juni 2009, 08:46

cofi hat geschrieben:Last but not least: Man darf nicht vergessen, dass die Volksparteien im Kopf vieler Leute fest verankert sind, lange Zeit hatten wir nur 3 Parteien (wobei die FDP unter die Bettdecke geschlupft ist, die ihr am wärmsten war) ...

Das stimmt so nicht: in einem Dreiparteien-System, mit zwei großen und einer kleinen Partei, bestimmt die kleine stets die politische Richtung, solange es für eine der beiden großen nicht für die absolute Mehrheit reicht. Als "Unterschlupf" würde ich dies nicht bezeichnen. Ein alter Spruch aus dieser Zeit war sinngemäß: "wir können wählen was wir wollen, am Ende werden wir stets von der FDP regiert". Im WahlOMat habe ich interessehalber mal die Piratenpartei mit einbezogen und war recht erstaunt, dass diese bei meinen Kriterien recht weit vorne und direkt nach der FDP kam :wink:
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Beitragvon jens » Dienstag 9. Juni 2009, 09:53

BlackVivi hat geschrieben:Man wählt eine Partei nicht, weil man sich sicher ist, dass sie nicht ins Parlament kommt.

Ja, sowas ähnliches habe ich auch von einigen Nichtwähler gehört. "Bringt ja eh nix, die machen sowieso was sie wollen" usw. Echt traurig.

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Beitragvon Panke » Dienstag 9. Juni 2009, 11:11

Das Problem ist aber auch, dass man keine echte Wahl hat. Oder steht 'keiner von denen' auf dem Wahlzettel?
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Beitragvon Dill » Dienstag 9. Juni 2009, 11:33

BlackJack hat geschrieben:Ich weiss, sich über Rechtschreibfehler zu amüsieren ist nicht nett, aber ich stelle mir "verkraulen" gerade bildlich vor. :-D

Aber ich kenne das vom Kater, anfangs findet er's meistens ganz nett, aber irgendwann hat er die Nase voll und verzieht sich.

:oops:
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Beitragvon lunar » Dienstag 9. Juni 2009, 11:36

Panke hat geschrieben:Das Problem ist aber auch, dass man keine echte Wahl hat. Oder steht 'keiner von denen' auf dem Wahlzettel?

Meinst du, da könnte man vom Ex-Bruderstaat noch ein bisschen lernen: "Stimmen Sie dieser Liste zu? [ ] Ja [ ] Nein"? ;)
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Beitragvon jens » Dienstag 9. Juni 2009, 11:57

Panke hat geschrieben:Das Problem ist aber auch, dass man keine echte Wahl hat. Oder steht 'keiner von denen' auf dem Wahlzettel?

In dem Fall müsstest du eigentlich vor der Wahl deine eigene Patei gründen ;)
IMHO ist es besser dann "ungültig" zu wählen, als überhaupt nicht!

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Beitragvon Hyperion » Dienstag 9. Juni 2009, 13:28

jens hat geschrieben:
Panke hat geschrieben:Das Problem ist aber auch, dass man keine echte Wahl hat. Oder steht 'keiner von denen' auf dem Wahlzettel?

In dem Fall müsstest du eigentlich vor der Wahl deine eigene Patei gründen ;)
IMHO ist es besser dann "ungültig" zu wählen, als überhaupt nicht!

Nicht ohne Grund ließ Solon jeden hinrichten, der nicht an Wahlen teilnahm; also Zwang zum politischen Engagement. Mal von der unmenschlichen Komponente abgesehen imho keine ganz schlechte Idee ...
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Beitragvon derdon » Dienstag 9. Juni 2009, 14:04

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Beitragvon Hyperion » Dienstag 9. Juni 2009, 14:16

derdon hat geschrieben:Damit hast du dich eindeutig als SPD-Wähler geoutet: http://www.welt.de/politik/article3888702/SPD-Politiker-fordert-Geldstrafe-fuers-Nichtwaehlen.html
:twisted: :twisted: :twisted:

hehe ... nee, sicher nicht - die sehen das halt nur ähnlich ;-) Bin sonst eher selten auf deren Linie :P
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Beitragvon BlackVivi » Dienstag 9. Juni 2009, 15:06

Panke hat geschrieben:Das Problem ist aber auch, dass man keine echte Wahl hat. Oder steht 'keiner von denen' auf dem Wahlzettel?
Ungültig machen... Das wäre noch am sinnvollsten.
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Beitragvon kbr » Dienstag 9. Juni 2009, 17:12

BlackVivi hat geschrieben:
Panke hat geschrieben:Das Problem ist aber auch, dass man keine echte Wahl hat. Oder steht 'keiner von denen' auf dem Wahlzettel?
Ungültig machen... Das wäre noch am sinnvollsten.

Einen ungültigen Wahlschein abgeben oder nicht wählen gehen kommt auf das gleiche raus: in beiden Fällen bestimmen alle anderen Wähler über den Wahlausgang, Du aber nicht mehr.
BlackJack

Beitragvon BlackJack » Dienstag 9. Juni 2009, 17:46

@kbr: Das kommt ein bisschen auf die Wahl bzw. das Bundesland an. In Berlin werden die ungültigen Stimmen nämlich mit in die Verteilung der Stimmen auf die Parteien einbezogen, d.h. jede ungültige Stimme senkt die Prozentpunkte aller Parteien (minimal). Kann aber zum Beispiel eine Alternative sein, wenn man keinen von den Nasen wählen will, aber nicht möchte, dass irgendeine Extrempartei eine der X%-Hürden knackt.

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