It's english, get over it

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Fjunch-click-
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Re: It's english, get over it

Beitragvon Fjunch-click- » Sonntag 17. Oktober 2010, 13:58

Ich meinte damit nicht, dass es schade ist, dass im IT-Bereich viel Englisch gesprochen wird, sondern, dass viele es anscheinend schon fast peinlich finden, ihre Muttersprache zu benutzen. Das ist schade. Das Beispiel eines Professors, der an einer deutschen Uni vor deutschen Studenten Vorträge auf Englisch hält ist doch schon lächerlich. Ebenso albern finde ich (deutsche) Leute, die in deutschen Computerforen ihre Beiträge in Englisch abfassen. Habe ich auch schon erlebt.

Wie gesagt, im IT-Bereich ist Englisch nun mal üblich, da kommt man nur schwer daran vorbei. Ich selbst habe erst vor kurzem angefangen, mich mit Python zu befassen, habe aber auch schon gemerkt, das die englischen Bücher und Dokumentationen besser sind als die Übersetzungen. Das liegt aber wohl hauptsächlich daran, dass die meisten Autoren eben englischsprachig sind und ganz selbstverständlich in ihrer Muttersprache schreiben. Oder, wie z.B. Guido van Rossum, für den es natürlich wenig sinnvoll wäre, ein Buch in holländisch zu schreiben, da es nun mal sehr wenige Holländer gibt. Aber der deutsche Sprachraum ist so groß, dass ein Autor es sich auf jeden Fall leisten könnte, auf deutsch zu schreiben. Wenn es dann ein gutes, anerkanntes Buch wird, wird sich auch jemand finden, der es ins englische übersetzt. Denn: Warum nicht auch mal umgekehrt?

Aber, damit kein falscher Eindruck entsteht: Ich bin absolut der Meinung, dass man es im IT-Bereich ohne Englischkenntnisse sehr schwer hat. Ich selber habe auch keine Probleme damit. Aber man kann es auch übertreiben. Das fängt für mich z.B. bei den Leuten an, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, hier leben und arbeiten und dann ihren kleinen, privaten Webblog auf englisch schreiben. So etwas finde ich dann doch schon etwas eigenartig. Ich glaube, auf so eine Idee würde ein Franzose, ein Italiener oder ein Spanier im Leben nicht kommen. ;-)
Gruß, Lars
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Re: It's english, get over it

Beitragvon BlackJack » Sonntag 17. Oktober 2010, 14:05

@Fjunch-click-: Das Beispiel mit dem deutschen Professor an deutscher Uni vor deutschsprachigen Studenten mag lächerlich sein, aber in der Regel gibt's dafür mehr Mittel für den Prof bzw. seine Arbeitsgruppe oder das Institut, weil englischsprachig bedeutet, die Vorlesung ist auf dem internationalen Bildungsmarkt mehr Wert. Zumindest theoretisch…
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Re: It's english, get over it

Beitragvon Dav1d » Sonntag 17. Oktober 2010, 16:59

Auch Deutsche schreiben englische Dokumentationen und Tutorials, klar man könnte sich die doppelte Arbeit machen und das Tutorial/die Dokumentation auch auf deutsch schreiben, aber nur für ein paar "Hansel".

Mein englisch ist nicht gerade das Beste, trotzdem schreibe ich englische Dokumentationen, einfach um der "großen Menge" Zutritt dazu zu verschaffen.

Und ich kann mir gut Vorstellen, dass man sich in englisch besser ausdrücken kann, mir fallen selber (trotz meinen mittelmäßigen Englisch) manchmal die deutschen Wörter nicht ein, die Englischen aber schon.
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lunar

Re: It's english, get over it

Beitragvon lunar » Sonntag 17. Oktober 2010, 18:21

@Dav1d: „Ausdrucksfähigkeit“ in einer Sprache ist mehr als nur der Wortschatz. Insbesondere gehört dazu auch ein Gefühl für Stil, Redewendungen, Ausdruck, usw. All das muss man vor allem „erfahren“, weil es im Gegensatz zum Wortschatz nur schwer zu erlernen ist. Man muss eine Sprache täglich ausgiebig sprechen, um sie gut zu beherrschen, vor allem, wenn die eigene Muttersprache das Maß ist. Das Lesen englischer Texte und das gelegentliche Verfassen derselben reicht bei weitem nicht, vor allem, wenn es sich dies fast ausschließlich auf ein Themengebiet beschränkt.

Insofern erlaube ich mir schon große Zweifel an dieser Behauptung, ich habe sie, wenn ich mich richtig erinnere, auch geäußert (wenn auch nicht so unhöflich).

@DasIch: Sprache ist nicht nur ein „Werkzeug“, Sprache ist immanenter Bestandteil einer Kultur. Diese Einsicht mag Dir entgangen sein, doch manchen mag es geben, der seine Herkunft und seine Kultur beim Aufstieg in die höheren Sphäre einer angeblich so globalisierten Welt nicht vollkommen vergessen hat.
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Re: It's english, get over it

Beitragvon Fjunch-click- » Sonntag 17. Oktober 2010, 19:20

Dav1d hat geschrieben:Und ich kann mir gut Vorstellen, dass man sich in englisch besser ausdrücken kann, mir fallen selber (trotz meinen mittelmäßigen Englisch) manchmal die deutschen Wörter nicht ein, die Englischen aber schon.


Na, dann muss in deinem sozialen Umfeld aber einiges schief gelaufen sein, wenn du Englisch, was nach eigener Angabe bei dir ja nur mittelmäßig ist, trotz dieser Mittelmäßigkeit besser beherrscht als deine Muttersprache. Das wäre ja wirklich traurig. Ich hoffe, du kannst dich in deiner Muttersprache wenigstens halbwegs verständigen. :wink:
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Re: It's english, get over it

Beitragvon jbs » Sonntag 17. Oktober 2010, 21:48

Fjunch-click- hat geschrieben:
Dav1d hat geschrieben:Und ich kann mir gut Vorstellen, dass man sich in englisch besser ausdrücken kann, mir fallen selber (trotz meinen mittelmäßigen Englisch) manchmal die deutschen Wörter nicht ein, die Englischen aber schon.


Na, dann muss in deinem sozialen Umfeld aber einiges schief gelaufen sein, wenn du Englisch, was nach eigener Angabe bei dir ja nur mittelmäßig ist, trotz dieser Mittelmäßigkeit besser beherrscht als deine Muttersprache. Das wäre ja wirklich traurig. Ich hoffe, du kannst dich in deiner Muttersprache wenigstens halbwegs verständigen. :wink:


Der Kommentar war jetzt auch nicht wirklich nötig, oder?
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Re: It's english, get over it

Beitragvon hendrikS » Sonntag 17. Oktober 2010, 22:18

DasIch hat geschrieben:Wir leben nunmal endlich in einer globalisierten Welt und dementsprechend ist es sinnvoll sich auf eine Sprache zur Kommunikation zu verständigen, die ist jetzt nunmal Englisch.

Ich würde das nicht so ultimativ sehen. Der kleinste gemeinsame Nenner muß nicht immer Englisch sein. Hauptsache es gibt einen. In Indien ist er beispielsweise oftmals Hindi statt Englisch.
lunar

Re: It's english, get over it

Beitragvon lunar » Montag 18. Oktober 2010, 11:15

@jbs: Nein, schon sein erster Kommentar zum sozialen Umfeld und zur Erziehung war nicht nur überflüssig, sondern imho auch außerordentlich unhöflich. Daran ändert auch der Smilie wenig.
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Re: It's english, get over it

Beitragvon Fjunch-click- » Montag 18. Oktober 2010, 11:43

Sorry, wenn das als unhöflich rübergekommen ist, war bestimmt nicht so gemeint. Es war eher ironisch gemeint in dem Sinne, dass Dav1d es wohl selber nicht so gemeint hat, wie er es geschrieben hat. Denn mal im Ernst: Wenn jemand sagt, dass er sich in einer Fremdsprache besser ausdrücken kann als in seiner Muttersprache kann das doch nicht ernsthaft so gemeint sein, oder?

Aber wahrscheinlich verstehe ich besser, was er wirklich damit sagen wollte, als die, die sich jetzt über meine Bemerkung aufregen. :wink:
Gruß, Lars
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Re: It's english, get over it

Beitragvon BlackJack » Montag 18. Oktober 2010, 11:51

Ergänzend dazu: Er hat ja nicht nur gesagt, dass er sich in der Fremdsprache besser ausdrücken kann, sondern auch noch, dass er diese nur mittelmässig beherrscht.
lunar

Re: It's english, get over it

Beitragvon lunar » Montag 18. Oktober 2010, 12:13

@Fjunch-click-: Von der Bedeutung der Smilies verstehe ich gerade noch genug, um die Ironie in Deiner Bemerkung gegenüber Dav1d zu erkennen. Nun wird Dir aber nicht entgangen sein, dass ich mich vor allem auf Deine erste Bemerkung in dieser Diskussion bezog, in welcher Du bereits Leonidas unterstellt hast, es wäre „einiges schiefgegangen“ in seinem sozialen Umfeld und seiner Erziehung. Da war kein Smilie zu finden und keine Ironie zu erkennen, so dass Dein erster Beitrag auf mich durchaus einen recht unhöflichen Eindruck gemacht hat.
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Re: It's english, get over it

Beitragvon Leonidas » Montag 18. Oktober 2010, 12:35

Ich habe ihn auch als unhöflich und unterstellend empfunden und mir daraufhin den Kommentar darauf gespart. Überlege dir mal wie gut du deutsch könntest, wenn du 20 Jahre lang nach Frankreich fährst und dort wenig Kontakt mit deutschsprachigen hast. Ist dann auch "einiges verkehrt in deinem Umfeld" wenn du feststellst dass du dich besser auf Französisch und Englisch (womit du täglich zu tun hast) unterhalten kannst?
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Re: It's english, get over it

Beitragvon Dav1d » Montag 18. Oktober 2010, 12:51

Vllt. hab ich's ein bisschen falsch ausgedrückt, hauptsächlich im Informatikbereich fällts mir leichter mich mit englischen "Worten" auszudrücken.

Fjunch-click- hat geschrieben:Na, dann muss in deinem sozialen Umfeld aber einiges schief gelaufen sein, wenn du Englisch, was nach eigener Angabe bei dir ja nur mittelmäßig ist, trotz dieser Mittelmäßigkeit besser beherrscht als deine Muttersprache. Das wäre ja wirklich traurig. Ich hoffe, du kannst dich in deiner Muttersprache wenigstens halbwegs verständigen. :wink:


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Re: It's english, get over it

Beitragvon Fjunch-click- » Montag 18. Oktober 2010, 12:56

æLeonidas
Dazu zitiere ich einfach mal aus meinem, besagten Beitrag:
Oder bist du im Ausland mit Englisch aufgewachsen? Dann wäre das vielleicht verständlich.

Ich denke, damit sollte das klar sein. Also bitte erst den ganzen Beitrag lesen und sich dann eine Meinung bilden.

@Dav1d
Vllt. hab ich's ein bisschen falsch ausgedrückt, hauptsächlich im Informatikbereich fällts mir leichter mich mit englischen "Worten" auszudrücken.

Genau so hatte ich es mir auch gedacht, deswegen ja auch der Smilie.
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Re: It's english, get over it

Beitragvon Hyperion » Montag 18. Oktober 2010, 13:00

Gut dass in diesem Forum Metadiskussionen nicht pauschal abgetrennt werden ;-)
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