It's english, get over it

Alles, was nicht direkt mit Python-Problemen zu tun hat. Dies ist auch der perfekte Platz für Jobangebote.
Nocta
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Beitragvon Nocta » Dienstag 25. August 2009, 14:41

cofi hat geschrieben:@nocta QWERTY wurde dazu entwickelt moeglichst ineffektiv zu sein, damit sich die Typen nicht verheddern konnten.

Mir ist schon bewusst, warum die Tastaturen heute so sind, wie sie sind.
Aber man kann nicht sagen, dass sie entwickelt wurden, um ineffektiv zu sein. Dass 2 Buchstaben meistens nicht beieinander liegen ist denke ich nicht "möglichst ineffektiv". Natürlich auch nicht möglichst effektiv.

Ich persönlich denke eben, dass es sich für viele Menschen nicht unbedingt lohnen würde umzusteigen oder sie es als nicht so dringend empfinden (siehe Leonidas' Statement), da man ja mit QWERTZ/Y auch gut zurecht kommt. NEO o.Ä könnte sich also meiner Meinung nach höchstens mit der neuen Computergeneration ausbreiten. Und dann, wenn das mal ins Rollen gebracht wurde, könnte das vielleicht auch auf die vorherige Computergeneration, also uns alle hier, übergreifen.
Francesco
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Beitragvon Francesco » Sonntag 30. August 2009, 18:43

Hallo, bin erst jetzt auf den Thread gestossen. Möchte jetzt keine neue Diskussion entfachen, aber meinen Senf trotzdem noch dazu geben.

Also ich bin total der Meinung von Leonidas. Ich finde es mehr als unnötig (und viel verschwendete Energie) soviele Dokus, Programme, ... in zig Sprachen zu übersetzen.

Ich sehe es so: JedeR sollte als Zweitsprache Englisch haben und die Sache wäre gelöst. Wenn ich bei Linux sehe, dass ein Programm mit 20 oder so "locales" installiert wird, dann wird mir schon ganz anders. :) Deswegen habe ich dann localpurge drauf. Oder wenn ich höre, dass irgendein Gesetz der EU, das mehr nach Beschäftigungstheorie denn sinnvoll erscheint, in 23 Sprachen noch übersetzt wird, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Ein Politiker, der nicht nur lokal agiert, sollte schon englisch beherrschen (wenn nicht, dann aneignen), sonst sollte er/sie sich einen anderen Job suchen.

Dann kommt immer auch ein gewisser Informationsverlust oder -verwässerung dazu. Wer garantiert, dass die Übersetzungen richtig sind? Mir ist es schon mal so ergangen, dass ich ein Buch bei Amazonas bestellte, und erst im nachhinein bei den Rezensionen entdeckte, dass die Übersetzung sehr schlecht war. Habe ich die Möglichkeit, dass es ein Buch auf englisch auch gibt (und das einen ursprünglich englischsprachigen AutorIn hatte), bestelle ich es gleich auf englisch. Ist vielleicht ein bisschen anstrengender zu lesen, aber interessanter und genauer als eine schale deutsche Übersetzung.
BlackJack

Beitragvon BlackJack » Sonntag 30. August 2009, 20:39

@Francesco: Also für Endanwender sehe ich das schon als sinnvoll an, das die Anwendung in der jeweiligen Sprache vorliegt. Und auch bei EU-Gesetzen. Es kann eben nicht jeder Englisch und in bestimmten Ländern wäre das auch gar nicht vermittelbar. Versuch das mal bei den Franzosen durchzusetzen. :-)
Francesco
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Beitragvon Francesco » Sonntag 30. August 2009, 21:05

BlackJack hat geschrieben:@Francesco: Also für Endanwender sehe ich das schon als sinnvoll an, das die Anwendung in der jeweiligen Sprache vorliegt. Und auch bei EU-Gesetzen. Es kann eben nicht jeder Englisch und in bestimmten Ländern wäre das auch gar nicht vermittelbar. Versuch das mal bei den Franzosen durchzusetzen. :-)


Ich habe zu sehr von "meiner Idealform" gesprochen! ;) In der Praxis ist das natürlich nicht durchsetzbar oder auch oft überhaupt nicht gewünscht. Einer/m Sektretär/in eine englische Version einer Office Anwendung vorzusetzen wäre natürlich nicht sinnvoll oder würde auf großen Widerstand stossen. Aber ich denke, gerade im Entwicklungsbereich sehe ich kaum Gründe, zuviel einzudeutschen. Ausserdem ist die Kommunikation viel einfacher, wenn alle in derselben Sprache und mit den gleichen Begriffen reden.

Darum habe ich auch mein Ubuntu auf englisch installiert. Da findet man bei Fehler oder Fehlermeldungen gleich viel mehr Treffer bei der Suche nach Antworten. Und den ganzen Entwicklungsaufwand mit locales und po files kann man sich auch sparen.
TiKaey
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Beitragvon TiKaey » Sonntag 30. August 2009, 21:23

Es gibt übrigens auch viele, die schlichtweg kein englisch können. Beispielsweise die, die in der Ex-DDR aufgewachsen sind, da war Englisch nicht unbedingt die Sprache der Wahl.

Ich bleibe dabei.. gerade für Einführungen finde ich eingedeutschtes wichtiges. Wenn man das Grundverständnis hat ist es einfacher mit anders sprachigen Sachen zu arbeiten.
Francesco
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Beitragvon Francesco » Sonntag 30. August 2009, 21:35

TiKaey hat geschrieben:Es gibt übrigens auch viele, die schlichtweg kein englisch können. Beispielsweise die, die in der Ex-DDR aufgewachsen sind, da war Englisch nicht unbedingt die Sprache der Wahl.

Ich bleibe dabei.. gerade für Einführungen finde ich eingedeutschtes wichtiges. Wenn man das Grundverständnis hat ist es einfacher mit anders sprachigen Sachen zu arbeiten.


Wir haben es schon in der Schule gehabt. Ich war da nicht gut. Ich hatte auch/sogar eine Abneigung dagegen. Lag wohl auch an dem (langweiligen) Stoff und besonders an den Lehrkräften. Später jedoch fand, dass man viele Informationen (oft die besseren) nur in Englisch bekam. War das nicht auch beim Python Tutorial früher einmal so? Ich wollte es verstehen und lernen. Dann habe ich halt unzählige Vokabeln nachgeschlagen und mir auch englischsprachige Literatur bestellt (nicht nur Fachliteratur). Mittlerweile bin ich doch soweit, dass ich so ziemlich alles verstehe.

Und: Wenn man in einem englischsprachigen Forum etwas erfragen will, braucht man sich auch nicht große Gedanken machen. Es schreiben viele, deren native Sprache nicht englisch ist und ich habe die Erfahrung gemscht falls man etwas mit einigen Fehlern schreibt, wird man in der Regel auch nicht angepöbelt.
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hendrikS
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Beitragvon hendrikS » Sonntag 30. August 2009, 21:50

TiKaey hat geschrieben:Es gibt übrigens auch viele, die schlichtweg kein englisch können. Beispielsweise die, die in der Ex-DDR aufgewachsen sind, da war Englisch nicht unbedingt die Sprache der Wahl.

Nun ja. Es waren inzwischen 20 Jahre Zeit das eine oder andere aufzuholen. Also bitte nicht verallgemeinern.
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Beitragvon nemomuk » Sonntag 30. August 2009, 21:52

Man sollte vllt. anmerken, dass man ohne Englisch und weitere Fremdsprachen auch in der Berufswelt nicht weit kommt. (Ausnahmen bestätigen die Regel)
TiKaey
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Beitragvon TiKaey » Sonntag 30. August 2009, 22:10

Es gibt verdammt viele Berufe, die ohne Zweitsprache auskommen, nicht jeder arbeitet in Konzernen, bei denen man in der ganzen Welt kommunizieren muss.

Die 'kleinen' Leute... der Bandarbeiter, der Mensch an der Tankstelle, der Verkäufer im $SUPERMARKT um die Ecke.. sie alle können auch ohne Englisch und es ist da keine Pflicht, englisch zu können.

Und Python wird nicht nur von beruflichen Anwendern genutzt/programmiert.

Daher finde ich diese Schlussfolgerung irgendwie... nicht zutreffend.

hendriks: und dennoch gibt es verdammt viele, die es eben bisher dennoch nicht gelernt haben, weil sie vielleicht kein Interesse an Sprachen haben.
Wieso versteht man nicht, dass einfach nicht jeder englisch können will?
Und das ist erstmal vollkommen unabhängig davon, ob man programmieren will oder nicht. Es gibt welche, die lernen es in Tagen, andere nie. Und je älter jemand ist, desto schwerer wird es. Zumal die auch meistens noch genug anderes um die Ohren haben.


Ich bleibe dabei... für Einsteiger sind deutsche Übersetzungen absolut vorteilhaft. Bei englischen Wörtern gibt es manchmal mehrere Übersetzungen, wenn man die Zusammenhänge nicht kennt, steht man doof da, dann bringt einem auch kein leo.org oder Konsorten weiter.
Zuletzt geändert von TiKaey am Sonntag 30. August 2009, 22:13, insgesamt 1-mal geändert.
lunar

Beitragvon lunar » Sonntag 30. August 2009, 22:12

@hendrikS: Kannst Du denn guten Gewissens von Dir selbst sagen, Du hättest Russisch nachgeholt, wenn die andere Seite gewonnen hätte? ;)

@Francesco: Man kann jede Sprache lernen, aber keine wird man ohne intensive Übung so gut beherrschen wie die eigene Muttersprache. Selbst wenn man gut Englisch spricht, versteht man Texte in der eigenen Sprache schneller und besser, ebenso wie man eigene Gedanken klarer und verständlicher äußern kann.

Deswegen kommunizieren wir alle hier (Dich offenbar eingeschlossen :) ) in deutscher Sprache, und verschmelzen nicht mit dem englisch-sprachigen Teil des Netzes.

@TiKaey: Die Schlussfolgerung trifft zumindest auf das Programmieren zu. Zwar kommt man in vielen Berufen ohne Englisch aus, als Programmierer aber nun mal nicht. Um programmieren zu können, muss man Dokumentation lesen können, die meist auf Englisch verfasst ist. Ohne Englisch kommt man da wirklich nicht weit. Das muss Dir jetzt nicht gefallen, ist aber nun mal ein Faktum. :)
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Beitragvon hendrikS » Sonntag 30. August 2009, 22:36

lunar hat geschrieben:@hendrikS: Kannst Du denn guten Gewissens von Dir selbst sagen, Du hättest Russisch nachgeholt, wenn die andere Seite gewonnen hätte? ;)

Njet.
Aber mal im Ernst. Die Diskussion hier ist doch müßig. Nach meiner Erfahrung ist Englisch ein absolutes muß, wenn man international kommunizieren will. Ich arbeite mit Deutschen, Schweden, Thais, Indern, Syrern, Polen zusammen. Da ist Englisch nunmal der kleinste gemeinsame Nenner. Es gibt auch keine Diskussion darüber.
In einer deutschen Amtsstube oder am Kiosk an der Ecke spielt es vielleicht keine Rolle. Wen kümmerts...
lunar

Beitragvon lunar » Sonntag 30. August 2009, 22:54

@hendrikS: Sicher ist die Diskussion müßig, denn die Realität schafft Fakten. Aber das geschieht auch ohne Sprüche über die, die einfach nur das Pech hatten, im falschen System aufzuwachsen ;)
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Beitragvon hendrikS » Sonntag 30. August 2009, 23:10

lunar hat geschrieben:@hendrikS: Sicher ist die Diskussion müßig, denn die Realität schafft Fakten. Aber das geschieht auch ohne Sprüche über die, die einfach nur das Pech hatten, im falschen System aufzuwachsen ;)

Seh ich genauso.
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Beitragvon Leonidas » Montag 31. August 2009, 08:54

lunar hat geschrieben:Man kann jede Sprache lernen, aber keine wird man ohne intensive Übung so gut beherrschen wie die eigene Muttersprache. Selbst wenn man gut Englisch spricht, versteht man Texte in der eigenen Sprache schneller und besser, ebenso wie man eigene Gedanken klarer und verständlicher äußern kann.

Da muss ich dir wiedersprechen. Ich kann viele (die meisten?) Dinge in anderen Sprachen besser ausdrücken als in meiner Muttersprache. Hat also weniger mit der Muttersprache an sich zu tun, mehr mit Übung und Gewohnheit.
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Beitragvon snafu » Montag 31. August 2009, 09:56

@Leonidas: Meinst du vielleicht technische Dinge, weil man die dafür nötigen Fachausdrücke oft (erstmal) nur auf Englisch kennt oder beziehst du dich auf Kommunikation im Allgemeinen?
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