It's english, get over it

Alles, was nicht direkt mit Python-Problemen zu tun hat. Dies ist auch der perfekte Platz für Jobangebote.
lunar

Beitragvon lunar » Sonntag 11. Januar 2009, 17:37

@sma
Ich stimme dir uneingeschränkt zu, besonders, was den Teil mit "Germisch" aka "Denglisch" angeht. Es gibt imho kaum etwas, was schlimmer zu lesen ist, als ein Gemisch von deutschem Text und überbordendem Gebrauch von englischen Fachwörtern. Das eine oder andere unübersetzte Fachwort ist ja akzeptabel, ich habe allerdings noch nie verstanden, warum man in jedem Satz "File" statt "Datei" sagen muss ...

Statt einer flammenden Rede gegen deutsche Dokumentation hätte ich mir jedenfalls lieber eine genau so flammende Rede unseres spartanischen Heldens zum Beispiel für eine Übersetzung des Tutorials gewünscht. Wenn da genügend mitmachen, ist die Sache doch ruck-zuck erledigt und man muss nicht mehr diskutieren ;)

Hier hört meine Zustimmung allerdings auf. Zum einen hat Leonidas ja keine "flammende Rede gegen deutsche Dokumentation" gehalten, sondern mehr oder weniger nur die Vorteile von Englischkenntnissen herausgestellt, woran ja per se auch nichts falsches ist.

Zum anderen ist eine Übersetzung nicht "ruck-zuck" erledigt, sondern eine ziemlich große Arbeit, besonders, wenn man keine unschönen 1:1-Übersetzungen anstrebt, sondern idiomatisches Deutsch schreiben möchte.

So schön eine umfassende deutsche Dokumentation auch wäre, der Realität, in der Programmierer ohne Englischkenntnisse nun mal sehr schlecht dastehen, muss man Rechnung tragen. Daran wird sich auch nicht unbedingt etwas ändern, denn kaum ein Projekt hat wirklich genügend Ressourcen, um die Dokumentation in verbreitete Sprachen zu übersetzen.
Benutzeravatar
gerold
Python-Forum Veteran
Beiträge: 5554
Registriert: Samstag 28. Februar 2004, 22:04
Wohnort: Telfs (Tirol)
Kontaktdaten:

Beitragvon gerold » Sonntag 11. Januar 2009, 17:41

numerix hat geschrieben:@Gerold: Bei allem Verständnis für dein Anliegen, aber der Vergleich mit den behinderten Menschen passt nicht.

Hallo numerix!

Ich fand diesen Vergleich passend. Es ist in meinen Augen eine Behinderung, die mich seit Schulbeginn verfolgt und mir den erwünschten Berufsweg versperrt hat. Und ich bin sicher nicht der Einzige mit dieser "Behinderung".

lg
Gerold
:-)
http://halvar.at | Kleiner Bascom AVR Kurs
Wissen hat eine wunderbare Eigenschaft: Es verdoppelt sich, wenn man es teilt.
audax
User
Beiträge: 830
Registriert: Mittwoch 19. Dezember 2007, 10:38

Beitragvon audax » Sonntag 11. Januar 2009, 18:06

Ich würde mich dazu bereit erklären, ein Kapitel des Tuts zu übersetzen, auch wenn ich Leonidas voll zustimme.
Ich kenn das Problem mit dem Englisch von meinem Vater, der tut sich da auch extrem schwer und wirds wohl nie lernen. Sprachen sind eben nicht jedermanns Sache.

Gerold, würds dir helfen, den What's New Teil für Python 3.0 übersetzt zu bekommen?
Das traue ich mir noch gerade so zu. :)
Benutzeravatar
BlackVivi
User
Beiträge: 762
Registriert: Samstag 9. Dezember 2006, 14:29
Kontaktdaten:

Beitragvon BlackVivi » Sonntag 11. Januar 2009, 18:07

Eigentlich stört es mich persönlich nicht, wenn jemand nicht gut Englisch sprechen kann - für mich ist diese Person nicht minder klug oder begabt. Und es ist schon richtig, dass sie nicht benachteiligt werden sollte. Aber es gab hier vermehrt Aufrufe im Stil von "GIBTS DAS NICHT IN DEUTSCH??"... und dahinter steckt in 99% der Fälle mehr Faulheit als nichtwissen oder nichtkönnen. Man könnte sich ja auch selbst bemühen, etwas deutsches zu suchen... Wozu gibt es die FAQs und das Wiki.

Ich finde Deutsch wesentlich schöner als Englisch, aber genügend Englischkenntnisse um lesen und verstehen zu können sind nicht zuviel verlangt. Und wenn es jemand nicht möchte, muss er wohl damit leben, sich Alternativen suchen zu müssen... Aber ich glauben wirklich "verlangen" kann er es nicht.

Ich habe auch schon SNES-Spiele ins Deutsche übersetzt und war in'r deutschen Translation-Szene etwas aktiver, weil ich deutsche Übersetzungen (die guten wohlgemerkt) sehr toll finde und einen unter die Arme greifen. Aber... es ist nicht so einfach. Alles nicht so einfach...
Benutzeravatar
Hyperion
Moderator
Beiträge: 7471
Registriert: Freitag 4. August 2006, 14:56
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Beitragvon Hyperion » Sonntag 11. Januar 2009, 18:20

Ich will hier keine Meta-Diskussion lostreten (oder will ich das doch? :-D ), aber ich hasse dieses "Der Vergleich ist unpassend"-Statement, wenn man "unpassend" nicht im Hinblick auf die Konzepte versteht, bei denen eine (Nicht-)Übereinstimmung der Vergleichsobjekte keinen Verständnisgewinn bringt!

Etwas als "unpassend" bezüglich des Sachgebietes zu deklarieren ist einfach nur schwachsinnig! Vergleiche dienen dazu, Analogien zu bilden, wenn man nicht in der Lage ist, ein Konzept dahinter leicht zugänglich und verständlich zu machen. Da der Mensch eher in Analogien denkt, ist das eben eine durchaus hilfreiche und sinnvolle Technik. Aber etwas als "unpassend" zu brandmarken, weil man die Mächtigkeit des Inhaltes als relevant für das Konzept ansieht, halte ich für dumm und vor allem bedenklich!
Wieso darf ich ein angebrantes Essen nicht mit einem Super-GAU in einem Kernkraftwerk vergelichen? Wenn es dazu dient, einen Sachverhalt deutlich zu machen halte ich ein deutliches, allgemein anerkanntes Beispiel für ideal!

Dieses Verhalten ist gerade in Deutschland bei jeder Thematik zu spüren, in der man auf die NS-Zeit als Vergleichsobjekt zurückgreift. Traurig!

Im übrigen darf ich mich mal selbst zitieren:
"Die Bibel ist deswegen so erfolgreich geworden, weil da Gleichnisse drin stehen und keine Konzepte!"

So, nun dürft ihr mich gerne steinigen :-D

Im übrigen zeigt diese Übervorsichtigkeit beim Thema "Menschen mit Behinderung" eher das Gegenteil auf: Jeder Mensch hat vermutlich zig Behinderungen - dieses Wort für eine spezielle Gruppe zu reservieren deutet eher auf Stigmatisierung hin!
Zemo
User
Beiträge: 10
Registriert: Sonntag 11. Januar 2009, 11:26

Beitragvon Zemo » Sonntag 11. Januar 2009, 18:26

audax hat geschrieben:Ich würde mich dazu bereit erklären, ein Kapitel des Tuts zu übersetzen, auch wenn ich Leonidas voll zustimme.
Ich kenn das Problem mit dem Englisch von meinem Vater, der tut sich da auch extrem schwer und wirds wohl nie lernen. Sprachen sind eben nicht jedermanns Sache.

Gerold, würds dir helfen, den What's New Teil für Python 3.0 übersetzt zu bekommen?
Das traue ich mir noch gerade so zu. :)


Mir würde es helfen.
BlackJack

Beitragvon BlackJack » Sonntag 11. Januar 2009, 18:29

Ich denke nicht, dass eine Übersetzung ruck-zuck getan ist, wenn genügend Leute mitmachen, denn bei so einer Übersetzung ist auch eine gewisse Konsistenz bezüglich der Übersetzung von Redewendungen und Fachbegriffen notwendig, was immer schwieriger zu Koordinieren wird, je mehr Leute dran beteiligt sind.
Benutzeravatar
gerold
Python-Forum Veteran
Beiträge: 5554
Registriert: Samstag 28. Februar 2004, 22:04
Wohnort: Telfs (Tirol)
Kontaktdaten:

Beitragvon gerold » Sonntag 11. Januar 2009, 18:36

audax hat geschrieben:Gerold, würds dir helfen, den What's New Teil für Python 3.0 übersetzt zu bekommen?

Hallo audax!

Aber natürlich doch! :-) Es würde mir eine große Freude bereiten.

lg
Gerold
:-)
http://halvar.at | Kleiner Bascom AVR Kurs

Wissen hat eine wunderbare Eigenschaft: Es verdoppelt sich, wenn man es teilt.
querdenker
User
Beiträge: 424
Registriert: Montag 28. Juli 2003, 16:19
Wohnort: /dev/reality

Beitragvon querdenker » Sonntag 11. Januar 2009, 18:49

Mein Tip für diejenigen, die Englisch lernen möchten/wollen/sollen: Lesen-hören-sprechen. Fangt mit Kinderbüchern an. Ihr bekommt ein Gefühl für die Sprache und baut euren Vokabelschatz auf. Seht euch Serien auf Englisch an, die ihr vorher schon auf deutsch gesehen habt. Dadurch kennt ihr den Handlungsstrang und schult euer Gehör. Am Anfang werdet ihr noch Wort für Wort übersetzen, dann irgendwann Satz für Satz - am Ende braucht ihr nicht mehr übersetzen, das passiert von ganz alleine.
Und sucht euch englische Gesprächspartner. Ich bekomme die "netterweise" durch meine Arbeit und mein Hobby geliefert. Klar ist es an Anfang schwer und man geniert sich, fühlt sich unsicher. Aber eins ist sicher: das Englisch, das man in der Schule lernt und spricht, ist das Englisch, das so gut wie keiner spricht. Nicht mal die Engländer! Es ist Sprachschulenglisch, besser bekannt unter Oxford-Englisch. Das dann aber auch noch mal sterilisiert und von allen Alltagsfloskeln befreit. Fast schon wie eine Programmiersprache.

Noch 'nen Tip: One-Word-A-Day. Jeden Tag eine Redewendung, eine Vokabel, etc.

Alter ist übrigens kein Argument, früher nicht gelernt auch nicht. Meine Mutter hat sich mit 56 für ihren ersten englischen VHS-Kurs angemeldet, da Besuch aus den Staaten anstand. Und die hatte vorher überhaupt nichts mit der englischen Sprache zu schaffen. Die Aussprache war noch ein wenig deutsch, aber sie hat die 2 Tage mit dem Besuch gut überstanden.
Benutzeravatar
Leonidas
Administrator
Beiträge: 16023
Registriert: Freitag 20. Juni 2003, 16:30
Kontaktdaten:

Beitragvon Leonidas » Sonntag 11. Januar 2009, 19:41

sma hat geschrieben:Wir haben Glück, dass US-Amerikaner keinen Gedanken daran verschwendet haben, in welcher Sprache man Programme, Dokumentation und alles weitere schreiben sollte, sondern selbstzentriert und selbstverständlich Englisch gewählt haben.

Das wäre in jedem Land so passiert. Wäre Zuse Einflussreicher gewesen würden wir keine "Enter"-Taste haben sondern "Befehlsausführung" (oder wie das genau hieß, das habe ich inzwischen vergessen).

sma hat geschrieben:Wir leben nicht mehr im Mittelalter, wo Schrift etwas ist, dass nur Klerus kennt und Wissen ein Monopol einer Minderheit ist und die Bibel nur dem Lateinkundigen vorbehalten ist. Daraus ergibt sich - um bei der Kirchenmetapher zu bleiben - die berechtigte lutherische Forderung, die eigene Muttersprache verwenden zu können.

Es gibt kein Wissensmonopol einer Minderheit, es steht dir frei Englisch zu lernen und das ist auch allgemein eine unglaublich gute Idee. Die Leute im Mittelalter haben schließlich gelernt zu lesen und die Schrift wurde nicht durch Bilder ersetzt, damit alle sie ohne zu lernen verstehen.

sma hat geschrieben:Und so selbstverständlich, wie der US-Amerikaner amerikanisch (so würde jedenfalls der Kanadier argumentieren, dessen eher englische Kultur sehr zu dessen Ärger mit der der "Amis" gleichgesetzt wird - außer man ist Frankokanadier und will auch mit Englisch nichts am Hut haben) verwendet, sollte wir als Deutschsprachige eben Deutsch benutzen.

Wenn ich Keller, Knoten und Kanten höre grustelt es mich persönlich. Ich sehe nicht ganz den Sinn eigene Fachwörter zu erfinden, nur damit man was erfunden hat. Was mich an der deutschen Sprache dafür wundert ist, dass wenn man so sehr auf der Deutschen Sprache beharrt, warum dann die Wörter die die Sprache beschreiben alle aus dem Latein kommen? Nomen, Verben, Adjektive etc. hießen in der Grundschule noch Namenwörter, Tunwörter und Wiewörter. Natürlich, man kann argumentieren, dass es in der Englischen Sprache genauso ist, aber ich kenne auch durchaus Sprachen bei denen "Nomen" ein Wort aus der Landessprache ist. Messen mit zweierlei Maß also?

sma hat geschrieben:Schlampige Übersetzungen haben uns Instanzen oder Transparenz beschehrt.

Bin ich jetzt doof wenn ich sage dass ich sowohl Instanzen als auch Transperenz gut finde? lunar hat das Beispiel mit File erwähnt und da sehe ich es durchaus ein, weil es da eine etablierten Fachbegriff gibt, aber Fachbegriffsdesign durch Komitees die dann entscheiden was richtig und was falsch ist halte ich für Käse. Sprache ist eine lebendige Sache und wenn sich etwas etabliert dann ist es nunmal so, das ist weder gut noch schlecht sondern ein natürliches Verfahren. Einige Begriffe kommen dazu (Nase) einige Begriffe fallen weg (Gesichtserker) und macht es einen unterschied? Eigentlich nicht, Sprache ist sowieso unlogisch, da finde ich es sogar logischer fremde Wörter an die Sprache anzupassen als komplett neue zu erfinden, die nur deswegen besser sind weil sie "hausgemacht" sind, aber schwerer verständlich weil sie nicht den ursprünglichen Wörtern ähneln. Und bei Deutsch ist die übernahme von Wörtern aus dem Englischen nicht einmal so schmerzhaft, weil die Sprachen durchaus gemeinsame Wurzeln haben. Aber wenn man Englische Wörter in andere Sprachen übernimmt, dann geht das teilweise wirklich nur mit biegen und brechen.

sma hat geschrieben:Wie gesagt, seien wir dankbar, dass es Englisch ist und nicht Hindi oder Chinesisch, aber sehen es als das, was es ist: Die zweitbeste Lösung nach der Muttersprache.

Die Franzosen haben viele Rechner-Fachbegriffe eingefranzöst aber ist es einfacher geworden? Spätestens wenn man eine andere Sprache lernen will, muss man die Begriffe nochmal lernen und da war auch in diesem Thread die Kritik dass es so schwer sein soll. Da ist man um jedes ähnliche Wort froh, weil man nicht nachschauen muss was es bedeutet und hasst jeden "false Friend", weil man da mit dem raten auf die Nase fällt.

sma hat geschrieben:Das Argument der großen englischsprachigen Community, zu der man beitragen kann und soll, ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, doch sollte man's nicht erstmal wirklich verstehen? Kann es nur eine Community geben? Gilt das Highlander-Prinzip nicht nur für Suchmaschinen sondern auch für soziale Netzwerke?

Das wird jetzt etwas Arg off-topic, aber gerade das Internet bietet uns noch niemals in dem Maße dagewesene Kommunikationsmöglichkeiten. Wir haben Zugriff auf Enzyklopädische Informationen im Internet für die unsere Eltern noch von der Couch aufstehen mussten und ins Lexikon geguckt haben; für die unsere Großeltern in die Bibliothek gehen mussten; die unsere Urgroßeltern in dieser Menge nichtmal kannten. Wir können in Sekundenbruchteilen mit nahezu beliebigen Menschen auf dem Planeten sprachen und sie ggf. sogar auf dem Bildschirm sehen. Wir können auf einfache Weise gleichgesinnte finden mit denen wir irgendwelche Sachen auf die Beine stellen können. Wir haben Presse, Rundfunk und Fernsehen die uns in 15 Minütigen Intervallen mit den neuesten Nachrichten versorgen, sofern wir dies wollen und das Internet wo wir diese "Nachrichten" auch hinterfragen wollen. Ich habe unglaublich viel über die Welt gelernt, sicherlich mehr als mir in der Schule vermittelt wurde. Das einzige was man dafür braucht ist etwas Zeit und Englischkenntnisse um viele Quellen aus erster Hand zu bekommen. Das wäre viel zu schade um es nicht zu nutzen und stattdessen im Wirtshaus zu sitzen und mir jedes Jahr die gleichen Probleme von meinen Stammtischfreunden anzuhören. Klar, das is auch nett, aber doch nicht ständig.

Sehen wir doch auch mal die Vorteile der Globalisierung. Wenn sie schon da ist, dann können wir auch das Beste machen statt und zu verstecken und zu hoffen das sie wieder weg geht.

Aber das ganze ist ziemlich offtopic und das können wir gerne in einem anderen Thread besprechen - mach einfach einen anderen Thread auf; wenn es dich interessiert oder du Einwände etc. hast.

sma hat geschrieben:eine genau so flammende Rede unseres spartanischen Heldens zum Beispiel für eine Übersetzung des Tutorials gewünscht. Wenn da genügend mitmachen, ist die Sache doch ruck-zuck erledigt und man muss nicht mehr diskutieren ;)

Ist wohl schlecht herausgekommen wie schwierig ich das finde. Schließlich ist auch die Dokumentation von Python nur ein Momentzustand. Somit würde jede Übersetzung ständig dem Original hinterherhinken. Etwas humorvoller, du überschätzt auch etwas meine Überzeugungskünste. Ich bin ja nichtmal in der Lage ganug Leute zu motivieren ins Wiki zu schreiben (dort editieren momentan hauptsächlich die Usergruppen was ich ja durchaus sehr gutheiße und was auch wünschenswert ist, aber richtiger Content kommt da kaum hinzu). Bin ja nichtmal in der Lage dem Menschen über den ich unmittelbare Befehlsgewalt habe, also mir selbst zu gebieten dass er doch bitte [wiki]Neue Features[/wiki] erweitert. Das liegt wohl auch daran, dass das Publikum etwas klein ist und statt daran mizuarbeiten lieber kritisiert wird (trifft mich auch nicht persönlich, aber ich finde es schade dass da nicht am Content gearbeitet wird sondern die Form nicht passt). Abseits davon habe ich noch mehrere andere Projekte, mit schwankendem Fertigkeitsgrad die natürlich alle unglaublich toll sind und die Menschheit um Jahrzehnte vorranbringen wenn sie denn mal fertig werden ;)

So, ich habe mich jetzt auch für One-Word-A-Day angemeldet, das Niveau finde ich persönlich ansprechender als meinen Sprachkalender (Weihnachtsgeschenk!) und vielleicht kann ich mitsuhikos "nuke the fridge" ja auch mal toppen.
My god, it's full of CARs! | Leonidasvoice vs Modvoice
BlackJack

Beitragvon BlackJack » Sonntag 11. Januar 2009, 20:24

@Leonidas: "Enter" wäre wohl die Eingabetaste. Kann ich nichts schlechtes dran finden.

Jup, wenn Du Instanz gut findest, bist Du doof. :-P Wenn Du's Englisch magst, sag halt auch im Deutschen "instance", aber bitte nicht so eine falsche "Nicht-Übersetzung".

Wieso es Dich bei Knoten und Kanten gruselt verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht. Das sind keine Übersetzungen von neuen "Computerbegriffen", das hiess auf Deutsch in der Graphentheorie schon hunderte von Jahren bevor es elektronische Rechner gab schon so. Und auch Kellerspeicher und andere Worte sind historisch im Deutschen gewachsen. Die heutige Jugend mag die lebendig gewachsenen deutschen Fachbegriffe nur leider nicht mehr verwenden, weil sie sie nicht kennen, oder weil Englisch irgendwie mehr "hip" ist.

Die Franzosen haben das per Gesetz mit "Gewalt" versucht, das ist natürlich Blödsinn.

Wenn Fachbegriffe nicht übersetzt werden, hätten wir wahrscheinlich heute auch vieles in französisch oder polnisch, weil das zu Newtons und Leibnitz' Zeiten, wo nicht wenige Grundlagen geschaffen wurden, Sprachen waren, in denen sich die Naturwissenschaftler in Europa ausgetauscht haben.
Benutzeravatar
numerix
User
Beiträge: 2696
Registriert: Montag 11. Juni 2007, 15:09

Beitragvon numerix » Sonntag 11. Januar 2009, 20:25

@Hyperion: Auch nach mehrfachem Lesen deines Beitrags habe ich nicht so richtig verstanden, über wen du dich nun genau aufregst, mir scheint aber, dass ich es bin, und dass deine Kritik die ist, dass mein Hinweis an Gerold, dass sein Vergleich nicht passt, dir nicht passt.

Verstehe ich nicht. Ich bestreite gar nicht Gerolds Anliegen und bedaure ihn wirklich, dass es für ihn so eine Quälerei ist, sich mit englischen Texten auseinanderzusetzen, wo man doch durch viele Beiträge hier im Forum sehen kann, dass ihm keine Mühe zu groß ist, andere an seinem Wissen teilhaben zu lassen.

Der Vergleich "Probleme mit der englischen Sprache" und "(Körper)Behinderung" passt aber trotzdem nicht, es sei denn, es gäbe eine spezielle Form der Sprachlernbehinderung. Und selbst wenn es die gäbe - man weiß ja nie - würde ich einfach mal behaupten, dass die Mehrheit derjenigen, die hier nach deutscher Doku rufen (davon nehme ich Gerold jetzt explizit aus), durchaus in der Lage sein sollte, an ihren Englischkenntnissen zu arbeiten, aber anscheinend die Mühe scheut.

Hyperion hat geschrieben:Dieses Verhalten ist gerade in Deutschland bei jeder Thematik zu spüren, in der man auf die NS-Zeit als Vergleichsobjekt zurückgreift. Traurig!


Jetzt sind wir aber wirklich weit ab vom Schuss.

Hyperion hat geschrieben:Im übrigen darf ich mich mal selbst zitieren:
"Die Bibel ist deswegen so erfolgreich geworden, weil da Gleichnisse drin stehen und keine Konzepte!"


Ganz unabhängig vom Rest deines Beitrags: Der Satz ist definitiv nicht richtig. Aber - wenn überhaupt - dann sollten wir das im Offtopic fortsetzen.
audax
User
Beiträge: 830
Registriert: Mittwoch 19. Dezember 2007, 10:38

Beitragvon audax » Sonntag 11. Januar 2009, 20:45

numerix hat geschrieben:Der Vergleich "Probleme mit der englischen Sprache" und "(Körper)Behinderung" passt aber trotzdem nicht, es sei denn, es gäbe eine spezielle Form der Sprachlernbehinderung.


http://de.wikipedia.org/wiki/Legasthenie

Davon gibt es natürlich zig ausprägungen.
Benutzeravatar
Leonidas
Administrator
Beiträge: 16023
Registriert: Freitag 20. Juni 2003, 16:30
Kontaktdaten:

Beitragvon Leonidas » Sonntag 11. Januar 2009, 21:06

BlackJack hat geschrieben:@Leonidas: "Enter" wäre wohl die Eingabetaste. Kann ich nichts schlechtes dran finden.

Dann hatte ich irgendeinen anderen Rechner in Erinnerung wo die Eingabetaste einen ziemlich seltsamen, recht langen Namen hatte. Gegen Eingabetaste ist echt nicht so viel einzuwenden, das stimmt.

BlackJack hat geschrieben:Jup, wenn Du Instanz gut findest, bist Du doof. :-P Wenn Du's Englisch magst, sag halt auch im Deutschen "instance", aber bitte nicht so eine falsche "Nicht-Übersetzung".

Das ist keine Nicht-Übersetzung sondern eine mehr oder weniger grobe Anpassung eines Wortes an die Regeln der jeweiligen Sprache. "Googeln" ist etwa so ein Wort. Das Wort selbst gefällt mir persönlich auch nicht so sehr, weil ich kein sonderlicher Fan von Google bin aber die Tendenz Fremdwörter oder gar Marken (Nutella, Tempo) in die Sprache aufzunehmen ist durchaus da.

BlackJack hat geschrieben:Wenn Fachbegriffe nicht übersetzt werden, hätten wir wahrscheinlich heute auch vieles in französisch oder polnisch, weil das zu Newtons und Leibnitz' Zeiten, wo nicht wenige Grundlagen geschaffen wurden, Sprachen waren, in denen sich die Naturwissenschaftler in Europa ausgetauscht haben.

Oder Lateinisch oder Griechisch... nein, moment, wir haben lateinische und griechische Fachwörter. Vielleicht liegt es daran, dass die Römer und Griechen in der Form nicht mehr existiert haben als diese Fachwörter geprägt wurden, somit konnten sie nicht "unerwünscht" werden (das Deutsch-Französische Verhältnis war geschichtlich nun, eher gespannt und das Deutsch-Polnische Verhältnis eigentlich auch).

@audax: Ich wusste bisher nicht dass es eine Frendsprach-spezifische Legasthenie gibt. Kenne selbst einen Legastheniker, aber bei dem ist die Sprache recht egal.
My god, it's full of CARs! | Leonidasvoice vs Modvoice
audax
User
Beiträge: 830
Registriert: Mittwoch 19. Dezember 2007, 10:38

Beitragvon audax » Sonntag 11. Januar 2009, 21:18

Wenn man schon seine Muttersprache nur schwer lernt, dann sind Fremdsprachen doch natürlich noch schlimmer zu lernen.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder