Django & Postgresql - welcher Treiber (statt psycopg2)?

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lunar

Beitragvon lunar » Dienstag 13. Januar 2009, 17:06

ed42 hat geschrieben:Die Person des Autors bzw Maintainers ist nicht wichtig, sondern seine Botschaft über diese Software: Dies ist Nerd-Software, gemacht aus der Haltung eines launischen Genies.

Und? Es kann dem Entwickler doch egal sein, was du von seiner Software denkst. Warum sollte er also eine "Botschaft" über seine Software vermitteln wollen?

Im Übrigen sind Person und Kompetenz des Maintainers nächst dem Quellcode selbst das Wichtigste, was man über ein Projekt wissen sollte, um es beurteilen zu können. Der Maintainer ist nämlich nun mal der, der die Software wartet und entwickelt. Verglichen mit dem psycopg-Maintainer gibt es da ganz andere Gestalten, deren Projekte zwar ansehnliche Websites haben, deren Kompetenz allerdings höchst zweifelhaft ist, was sich entsprechend negativ auf die Qualität ihres Codes auswirkt ...

Wenn du dagegen Verantwortung für eine Organisation trägst, dann geh besser zu Java, Microsoft oder PHP, wo die Wichtigtuer bzw die Dummen sitzen.

Es steht dir frei, das zu tun.

Wie dem auch sei, es hilft jedenfalls gar nichts, sich hier darüber auszulassen.

Wenn du tatsächlich seit 12 Jahren mit freier Software arbeitest, dann solltest du eigentlich wissen, wie die Dinge laufen: Teile dem Entwickler deine Kritik mit. Wenn er nicht reagiert oder ablehnt, dann musst du eben damit leben oder selbst aktiv werden. Der Maintainer würde sich auch sicherlich freuen, wenn du Hosting und Administration einer Trac-Seite für sein Projekt übernimmst ...
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Beitragvon ed42 » Mittwoch 14. Januar 2009, 15:32

Dass es dem Entwickler/Maintainer egal ist, was ich (oder irgendwer) von seiner Software denkt, ist schon klar - das hat er ja deutlich ausgedrückt.

Aber was mich hier im Forum interessiert, was die (deutsche) Python- bzw. Django-Community davon hält und ob sie Verständnis für die - sei es oberflächliche - Logik der Geschäftswelt hat.

Was trac und initd.org betrifft - willst du sagen, der Entwickler braucht trac (und leidet unter dessen Macken) für die Bug-Verwaltung von dem psycopg2-Treiber?
lunar

Beitragvon lunar » Mittwoch 14. Januar 2009, 16:18

ed42 hat geschrieben:Aber was mich hier im Forum interessiert, was die (deutsche) Python- bzw. Django-Community davon hält und ob sie Verständnis für die - sei es oberflächliche - Logik der Geschäftswelt hat.

Die Logik der Geschäftswelt oder deine Logik der Geschäftswelt? Ich frage ja nur, weil Django ungeachtet der Website von psycopg2 "professionell" eingesetzt wird ...

Ich persönlich stimme dir schon insofern zu, als die Seite in ihrer gegenwärtigen Form unprofessionell wirkt. Im Gegensatz zu dir stört mich das aber nicht. Das einzige, was mich stören würde, wäre die fehlende Dokumentation. Da ich aber eh nie direkt die DB-API nutze, sondern eigentlich immer über SQLAlchemy oder Django's ORM, ist mir das auch eher egal.

Was trac und initd.org betrifft - willst du sagen, der Entwickler braucht trac (und leidet unter dessen Macken) für die Bug-Verwaltung von dem psycopg2-Treiber?

Ich habe keine Ahnung. Aber offenbar lief da vorher ein Trac, also wird er wohl Verwendung gehabt haben, oder?

Es geht ja auch nicht um "Trac", sondern einfach darum, dass du vom Autor nichts erwarten kannst, solange du nicht bereit bist, selbst aktiv zu werden. Um es ganz deutlich zu sagen: Es liegt ebenso in deiner Hand wie in der des eigentlichen Maintainers, psycopg2 ansprechend zu präsentieren.
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Beitragvon ed42 » Donnerstag 15. Januar 2009, 00:12

Naja, also wie jemand von außerhalb der Entwickler-"community" das Paket "angemessen präsentieren" soll, das seh ich nicht recht.
Mein HTML-Code steht ja oben ...

Was die Geschäftslogik betrifft - noe, das ist nicht nur meine, sondern eine durchaus verbreitete Denke.
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Beitragvon Leonidas » Donnerstag 15. Januar 2009, 00:15

ed42 hat geschrieben:Naja, also wie jemand von außerhalb der Entwickler-"community" das Paket "angemessen präsentieren" soll, das seh ich nicht recht.

Ach, so Community-Seiten gibt es doch durchaus. Zum beispiel die zum Postfixbuch, die sich auch separat von Postfix organisiert. Auch Dokumentationsprojekte sind gerne mal von der eigentlichen Entwicklercommunity abgekoppelt.
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Beitragvon Hyperion » Donnerstag 15. Januar 2009, 00:22

ed42 hat geschrieben:Naja, also wie jemand von außerhalb der Entwickler-"community" das Paket "angemessen präsentieren" soll, das seh ich nicht recht.

Indem sich jemand um "Public Relation" kümmert! Der Entwickler hat eben evtl. keine Zeit / Lust, sich darum zu kümmern. Aber ggf. würde er jemanden supporten, der ihm diese Arbeit abnimmt. Derjenige braucht ja von technischen Details nicht unbedingt Ahnung haben - aber ggf. hat er Muße eine anprechende Webpräsenz zu erstellen, ein Logo, ein Wiki, aktuelle News und Statusberichte zu schreiben usw.
Da dürfte kaum ein Entwickler etwas dagegen haben ;-) (Und selbst wenn könnte er es Dir ja nicht verbieten!)

Was glaubst Du wie viele große Projekte Menschen involvieren, die keine einzige Zeile Code schreiben können ... aber was erzähle ich da: Du hast ja über 10 Jahre Open Source Erfahrung!
Mein HTML-Code steht ja oben ...

Na den kannst Du Dir auch sparen ;-) Speziell von Deiner eigenen Logik ausgehend ... :-D
Was die Geschäftslogik betrifft - noe, das ist nicht nur meine, sondern eine durchaus verbreitete Denke.

Also die durchgängige Geschäftslogik ist eher: Was bekomme ich wann zu welchem Preis und wer haftet ggf.

Wenn Du jemanden mit Django eine dynamische Webpräsenz erstellst, so interessiert ihn das vermutlich überhaupt nicht, womit das realisiert wurde (Hauptsache bei google steht man gaaaaanz weit oben und sieht dufte aus :-D )
Wenn eine Entwicklungsfirma sich für Tools / Libraries usw. entscheidet, so sind diese sicherlich weniger optisch fixiert, sondern eher an technischen Fakten interessiert. Natürlich spielt da die "Lebendigkeit" eines Projektes eine Rolle - aber das kann man ja auch per SVN o.ä. prüfen!
lunar

Beitragvon lunar » Donnerstag 15. Januar 2009, 00:34

ed42 hat geschrieben:Naja, also wie jemand von außerhalb der Entwickler-"community" das Paket "angemessen präsentieren" soll, das seh ich nicht recht.
Mein HTML-Code steht ja oben ...

Den hast du doch selbst als "angemessen" bezeichnet. Und den du auch sofort hochladen wolltest, wenn du einen FTP-Account hättest ... siehst du deine eigene Meinung etwa nicht mehr?

Im Übrigen ist eben dieses Posting jetzt zwei Wochen her ... wenn es dir ernst gewesen wäre, wäre das mehr als genug Zeit gewesen, um mit den Maintainern zwecks ihrer Website in Kontakt zu treten. Um es mit deinen Worten zu sagen: Seit zwei Wochen gab es also keine Möglichkeit, ein paar E-Mail-Zeilen zu schreiben?

Es fällt mir zunehmend schwer, dich und dein Anliegen ernst zu nehmen, da du selbst an einer Änderung offenbar nicht in dem Maße interessiert bist, dass du selbst aktiv werden würdest, oder zumindest einmal den Maintainer auf seine Seite angesprochen hättest.
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Beitragvon ed42 » Sonntag 1. Februar 2009, 19:56

Im konkreten Fall ist es doch lächerlich, da einen extra PR-Menschen in Stellung zu bringen, aber das war wohl ohnehin nicht ernst gemeint.

Es geht hier um die Haltung zu der Anwendergemeinde, die ich "ernsthaft" ermitteln wollte.
"Geschäftslogik ist eher: Was bekomme ich wann zu welchem Preis und wer haftet ggf." spricht in der Hinsicht ja eine deutliche Sprache.

"Wenn eine Entwicklungsfirma sich für Tools / Libraries usw. entscheidet...", dann interessiert die sich durchaus für die Haltung der Community zu ihren Produkten.
lunar

Beitragvon lunar » Sonntag 1. Februar 2009, 20:26

ed42 hat geschrieben:Im konkreten Fall ist es doch lächerlich, da einen extra PR-Menschen in Stellung zu bringen

Was genau empfindest du an eigenem Engagement jetzt als lächerlich? Wenn du keine Lust hast, das auf die eigene Schulter zu nehmen, kannst du das auch so sagen, aber ansonsten ist das alles andere als lächerlich. Zumal "PR" für eine einfache statische Website ein bisschen zu hoch gesprochen ist.

aber das war wohl ohnehin nicht ernst gemeint.

Oh doch, zumindest von meiner Seite.

Es geht hier um die Haltung zu der Anwendergemeinde, die ich "ernsthaft" ermitteln wollte.

Ich denke, die meisten Anwender orientieren sich auch am Ruf und an der Qualität der Software.

"Wenn eine Entwicklungsfirma sich für Tools / Libraries usw. entscheidet...", dann interessiert die sich durchaus für die Haltung der Community zu ihren Produkten.

Die Community steht ja offenbar zu diesem Treiber, wie du aus diesem Thread ersehen konntest (nicht, dass dieses Forum da jetzt wirklich repräsentativ wäre). :)
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Beitragvon ed42 » Mittwoch 4. Februar 2009, 02:09

lunar hat geschrieben:... Die Community steht ja offenbar zu diesem Treiber, wie du aus diesem Thread ersehen konntest ... :)

Ok, fine - "I will come back to you on this."

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