Admin Interface für SQLAlchemy mit ExtJS

Du hast eine Idee für ein Projekt?
lunar

Sonntag 16. November 2008, 14:19

sma hat geschrieben:Was könnte denn ein SQLalchemy-Admin-Interface mehr oder weniger als z.B. phpmyadmin? Will man nicht eher ein Admin-UI für seine Anwendung und sein Datenmodell haben? Oder meintest du das?
Ja. SQLAlchemy verwaltet ja auch nicht so sehr die "Datenbank" (zumindest wenn man die ORM-Schicht nutzt), sondern persistente Objekte. Ich meinte halt das Admin-Interface von Django, aber eben mit SQLAlchemy als ORM-Backend. Nur muss man halt nicht unbedingt API-Kompatibilität zu Django herstellen, um möglichst viele Django-Nutzer zu bekehren.
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veers
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Sonntag 16. November 2008, 14:58

Leonidas hat geschrieben:Und ja, bei ExtJS habe ich auch so generell meine Bedenken. Klar, es bietet großartige Widgets die man so bisher in keinem anderen Toolkit findet,
Die Widgets sind das eine. Was ich noch wichtiger finde ist das Ext eine gute, MVC artige Architektur hat.
Leonidas hat geschrieben:aber ich bin mir nicht sicher ob ich nun die GPL als Lizenz für eine Library gut finden soll oder nicht.
Reine GPL fände ich ziemlich Problematisch. Mit den Exceptions, und den Preisen für Kommerzielle Benutzung finde ich es ok. Was mich an Ext mehr stört ist das die Repositories nur für bezahlte Kunden offen sind (wtf?) und das sie relativ Plötzlich von LGPL auf GPL gewechselt haben.
lunar hat geschrieben:
sma hat geschrieben:
Leonidas hat geschrieben:Ich denke die Zielgruppe von veers sind eher Django-Leute, die das ORM loswerden aber den Admin behalten wollen bzw. sogar einen besseren möchten.
Mag sein. Dann sollte man aber zusehen, dass das möglichst kompatibel wird (ähnlich wie Jinja kompatibel zu Djangos Template-Sprache ist) wenn man Umsteiger überzeugen will.
Die Frage ist, ob man Umsteiger tatsächlich überzeugen will, oder man einfach nur ein SQLAlchemy-Admin-Interface bauen will. In letzterem Fall kann einem Kompatibilität zu Django ja reichlich egal sein, und so wie ich veers Posting interpretiere, ist Kompatibilität nicht wirklich nötig.
Ich tendiere eher zu letzterem.

Wer mit Django glücklich ist - toll. Mir gefällt an Django jedoch so einiges nicht (soll nicht heissen das ich Django nicht mag, aber es ist eine Ansammlung suboptimaler Komponenten).

sma,
labelWidth solltest du auch pro Feld, ganz bestimmt pro Textfeld setzen können.

lunar,
So sehe ich das auch.

Gruss,
Jonas
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Sonntag 16. November 2008, 18:57

Admininterface für sqlalchemy hört sich gut an. Aber warum Javascript? Das ist doch fast so grottig wie PHP -.-
lunar

Sonntag 16. November 2008, 20:44

Dauerbaustelle hat geschrieben:Admininterface für sqlalchemy hört sich gut an. Aber warum Javascript? Das ist doch fast so grottig wie PHP -.-
Meinst du als Sprache oder stört dich einfach nur die Tatsache, dass es auf dem Client ausgeführt wird?
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Sonntag 16. November 2008, 20:50

lunar hat geschrieben: Meinst du als Sprache oder stört dich einfach nur die Tatsache, dass es auf dem Client ausgeführt wird?
Beides; wobei zweiteres gewichtiger ist. Javascript (ExtJS) ist saulahm. Und ohne JS gings dann janich.
lunar

Sonntag 16. November 2008, 21:12

Dauerbaustelle hat geschrieben:
lunar hat geschrieben: Meinst du als Sprache oder stört dich einfach nur die Tatsache, dass es auf dem Client ausgeführt wird?
Beides; wobei zweiteres gewichtiger ist. Javascript (ExtJS) ist saulahm. Und ohne JS gings dann janich.
Ok, wenn du Javascript mit PHP vergleichst, hast du entweder wenig Ahnung von PHP oder wenig Ahnung von Javascript. Und die Ausführung auf dem Client ist doch gerade das Nette an Javascript, es ist rational betrachtet nämlich einfach nur dämlich, bei minimalen Änderungen an der GUI diese komplett neu zu verschicken.
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veers
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Sonntag 16. November 2008, 21:14

Dauerbaustelle hat geschrieben:Admininterface für sqlalchemy hört sich gut an. Aber warum Javascript? Das ist doch fast so grottig wie PHP -.-
Hi Dauerbaustelle,

Hast du dich einmal wirklich mit Javascript befasst und damit eine grössere Anwendung geschrieben? Wenn ja, wo traten praktische Probleme die an Javascript als Sprache lagen auf?

Mit der Aussage das Javascript saulahm ist wäre ich vorsichtig. Zuerst einmal ist Javascript eine Sprache, Sprachen sind nicht lahm oder schnell.
Zum anderen sind derzeit einige sehr schnelle Javascript Implementierungen in Entwicklung. Googles V8 ist vermutlich jetzt schon schneller als Python.

Das Hauptproblem mit Ext, was du vielleicht als "saulahm" bezeichnest ist die Grösse. So kann ich volles ext-build schon 500kb erreichen. Das ist für ein Admin Interface jedoch nicht wirklich ein Problem, zumal ja gecacht wird. Wenn Ext mal geladen ist lässt sich die Anwendung jedoch im ein vielfaches schneller bedienen als eine herkömmliche Webanwendung. Für ein Admin Interface finde ich es auch durchaus ok einen Browser welcher Javascript unterstützt vorauszusetzen.

Jonas
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Sonntag 16. November 2008, 21:50

@veers, lunar: Ich habe mich durchaus schon ausführlich mit PHP und Javascript befasst und vergleiche die beiden in ihrer Grottigkeit. Wobei Javascript einen Ticken besser ist als PHP. Natürlich ist Javascript oftmals gut, wenn man es sparsam einsetzt, zum Beispiel an Stellen, wo eine Sortierung einer Tabelle stattfindet, oder das Abschicken eines kleinen Formulares, um zum Beispiel einen Eintrag hinzuzufügen usw. Aber das komplette UI mit JS zu erstellen, finde ich aus Barrierefreiheits-Gründen eine schlechte Idee.
Natürlich hat eine Sprache keine Geschwindigkeit. Allerdings dauert zum Beispiel der Aufbau eines Javascript-GUI sehr viel länger, als wenn das Ganze als HTML kommt. Ich meine damit nicht die *Versendezeit*, sondern die *Renderingzeit*.
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veers
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Sonntag 16. November 2008, 22:00

Was ist den an Javascript so grottig?
Dauerbaustelle hat geschrieben:Aber das komplette UI mit JS zu erstellen, finde ich aus Barrierefreiheits-Gründen eine schlechte Idee.
Kannst du mir erklären warum Javascript nicht Barrierefrei sein soll und wie viele Administratoren mit einer Behinderung als Admin mit deinen Webanwendungen arbeiten?
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Sonntag 16. November 2008, 22:00

@Dauerbaustelle: Du vergleichst nicht nur JavaScript mit PHP, sondern auch JavaScript mit HTML? :roll:
lunar

Sonntag 16. November 2008, 22:06

Dauerbaustelle hat geschrieben:@veers, lunar: Ich habe mich durchaus schon ausführlich mit PHP und Javascript befasst und vergleiche die beiden in ihrer Grottigkeit.
Glücklicherweise muss ich nicht einer Meinung mit dir sein ... ;)
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Sonntag 16. November 2008, 22:12

veers hat geschrieben:Was ist den an Javascript so grottig?
Die Semikola, die geschweiften Klammern, die schlechte OO,...
veers hat geschrieben:Kannst du mir erklären warum Javascript nicht Barrierefrei sein soll und wie viele Administratoren mit einer Behinderung als Admin mit deinen Webanwendungen arbeiten?
Schonmal was von MIDs gehört? Von Menschen, die aus Sicherheits bzw. Leistungsgründen JS deaktiviert haben?

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Sonntag 16. November 2008, 23:52

Dauerbaustelle hat geschrieben:
veers hat geschrieben:Was ist den an Javascript so grottig?
Die Semikola, die geschweiften Klammern, die schlechte OO,...
Die Syntax kann man vielen anderen Sprachen auch vorwerfen, jedoch ist JavaScript im zusammenspiel mit HTML sehr praktisch, weil HTML die Whitespaces nicht beachtet. Wenn JavaScript das täte, wäre Entwicklung damit 300% schlimmer. Und die OO ist schlecht weil sie Prototypbasiert ist? Also ist das OO in Io und Self automatisch auch schlecht, obwohl sie OO weiter treiben als Python es tut? Der Argumentation kann ich nicht folgen.
Dauerbaustelle hat geschrieben:Schonmal was von MIDs gehört? Von Menschen, die aus Sicherheits bzw. Leistungsgründen JS deaktiviert haben?
Es geht um ein Admin-Interface da ist es IMHO egal. Wenn deine Seite gefähliches JS einsetzt, dann hast du was falsch gemacht. NoScript hat übrigens auch Whitelists. Und ehrlich, der Leistungsunterschied ohne JS gegenüber dem mit JS ist eher minimal, verglichen mit der Renderzeit der DOM-Elemente.

Ich habe zwar auch Einwände gegenüber ExtJS, aber diese sind nicht ideologisch sondern betreffen eher die Erweiterbarkeit. Aber das habe ich mit veers schon off-site diskutiert und wenn sich herausstellt, dass es da akzeptable Lösungen gibt dann bin ich daran schon allein deswegen interessiert weil es ein neuer Ansatz ist, den ich noch nicht gegangen bin.
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BlackVivi
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Montag 17. November 2008, 00:29

Der JavaScript-Hass kommt aus den alten guten Tagen, als die Menschen JS nur eingesetzt haben, um nervige Meldungen und blinkenden Text zu erzeugen... Als der Einsatzzweck von Javascript noch relativ... nervig war, sagen wir's mal so. Die Sprache selbst ist total toll oO Find ich... und hat sogar was von Python. Früher hab ich's gehasst, weil JS nur für Mist eingesetzt wurde... jetzt sehe ich Netvibes, die Sachen auf extJS und denke nur noch "Wow". Natürlich hat JavaScript immernoch Einsatzzwecke wo's toll ist... und manche wo's doof ist.

Ich würde jetzt einen Blog nicht voll damit machen... höchstens bei Sachen (wie aufklappbare Listen aus Kategorien oder sowas...) wo man drauf verzichten kann... So das die Seite auch ohne JavaScript benutzbar bleibt.

Aber es gibt eben auch richtige JS-Applikationen. Für die kann man dann Js anschalten oder man benutzt sie nicht. ... der Sprache selbst ist aber imho fast nix vorzuwerfen. Höchstens... sie ist manchmal ein bissel schwer zu lesen, wenn'n Idiot sie schreibt. Aber bei welcher Sprache is's nich so ;)?
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str1442
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Montag 17. November 2008, 01:03

Der JavaScript-Hass kommt aus den alten guten Tagen, als die Menschen JS nur eingesetzt haben, um nervige Meldungen und blinkenden Text zu erzeugen... Als der Einsatzzweck von Javascript noch relativ... nervig war, sagen wir's mal so.
+ Neben genau solchen Einsatzzwecken sieht man auch oft sehr grauenhaften Javascript Code. Ich habe zum Beispiel erst vor kurzem ein einzeiliges und *extrem* langes eval() Monster Monster gesehen. Das macht dann natürlich unheimlich Spaß.

Ansonsten wird es auch oft dann eingesetzt, wenn es gar nicht nötig wäre. Bei einem Blog zb will ich kein Javascript sehen. Da will ich bloß eine gute Übersicht haben. Genauso wie ich kein riesengroßes Flash Fenster vor der Nase haben will, wenn ich eine Website öffne. Vielleicht bin ich einfach zu minimalistisch / puristisch für "Web 2.0, die Demokratisierung des Netzes" :lol: :roll:.

Außerdem ist in dem Sprachennamen "Java" drinne, was einen intuitiv natürlich an eine gewisse Sprache denken lässt, die sicher nicht jedem gefällt ;)

Von Javascript selbst habe ich allerdings keine Ahnung, aber mit Java scheint sie nicht viel gemein zu haben, wenn ich das hier so lese.

Und den Prototypenbasierten OOP Ansatz finde ich toll :D
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