Programmbeispiel funzt nicht

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Michael Schneider
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Sonntag 6. Juli 2008, 13:27

@BlackJack: Oh nein, das kann man nicht. ;-)
Ich habe ja nicht behauptet, dass man durch Umbenennen den Inhalt der Datei ändert oder damit alle Probleme lösen kann. Sondern ich bezog mich ganz klar (mit Zitat) auf Dariis Aussage:
Darii hat geschrieben:Datei umbenennen bringt nie was
Und es ist ja wohl unstrittig, dass das Umbenennen der Datei allein zur Lösung führte.

Windows nutzt übrigens die Dateierweiterungen sehr zweckmäßig, um die Anwendungen zu bestimmen, mit denen die Dateien geöffnet werden sollen. Von daher bringt es schon etwas. Wenn ich txt-Dateien habe, die nur lf enthalten, dann kann ich sie nach Umbenennen der Erweiterung in "wri" direkt in Wordpad öffnen, das die entsprechenden cr automatisch einfügt. Die Alternative, rechtsklick -> Öffnen mit -> Programm auswählen ... -> evtl. Festplatte durchsuchen, wäre dann doch umständlicher.

Gruß,
Michael
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BlackJack

Sonntag 6. Juli 2008, 14:09

Anwendung per Dateinamen zu bestimmen ist aber nur eine sehr schwache Lösung. Besser wäre es den Inhalt der Datei zu rate zu ziehen, wie das teilweise unter Linux/Unix gemacht wird, oder wie beim Mac in den Metadaten der Datei zu vermerken welche Anwendung die Datei erstellt hat. Sehr praktisch wenn es um Dateiformate geht, die man mit verschiedenen Programmen erstellen und bearbeiten kann.
Darii
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Sonntag 6. Juli 2008, 14:30

Ist nun aber ein bisschen spitzfindig. Ich kann mir auch ein Programm schreiben, das einen Ordner überwacht und beim umbenennen von Dateien ggf. automatisch versucht das Dateiformat zu konvertieren. In dem Fall bewirkt umbenennen etwas und ändert sogar den Inhalt. Wie hätte ich es dann formulieren sollen?

Ändern der Dateiändung bringt in den allermeisten Fällen nichts, weil dadurch fast nie der Inhalt geändert wird. ?
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cofi
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Sonntag 6. Juli 2008, 14:41

Darii hat geschrieben:Ist nun aber ein bisschen spitzfindig. Ich kann mir auch ein Programm schreiben, das einen Ordner überwacht und beim umbenennen von Dateien ggf. automatisch versucht das Dateiformat zu konvertieren. In dem Fall bewirkt umbenennen etwas und ändert sogar den Inhalt. Wie hätte ich es dann formulieren sollen?
Dann wird allerdings der Inhalt geändert, da dein Daemon den Ordner ja überwacht und die Dateien konvertiert. ;)
Darii hat geschrieben:Ändern der Dateiändung bringt in den allermeisten Fällen nichts, weil dadurch fast nie der Inhalt geändert wird. ?
Dateiendungen zu ändern bringt nie etwas. Der Dateiheader, in dem das Formatspezifiziert wird, bleibt unangetastet. Nur Windoof ist so komisch, dass es an der Dateiendung das Format erkennen will.

@michael
Aber auch nur weil M$ den Dateiendungen so viel Bedeutung beimisst ;) Spätestens wenn man ne *.jpg in ne *.txt ändert und doppelklickt, erkennt man warum das ne doofe Idee is ^
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Michael Schneider
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Sonntag 6. Juli 2008, 15:29

Hi cofi!
cofi hat geschrieben: Dateiendungen zu ändern bringt nie etwas. Der Dateiheader, in dem das Formatspezifiziert wird, bleibt unangetastet. Nur Windoof ist so komisch, dass es an der Dateiendung das Format erkennen will.
Das erscheint mir eine unsachliche Trotzreaktion. Ich habe bereits anhand von Beispielen bewiesen, dass das Ändern der Dateiendungen etwas bringen kann, und sei es nur in bestimmten Fällen und aufgrund der Anforderungen bestimmter Programme/OS (siehe oben). Habe auch zugegeben, dass das Umbenennen den Inhalt der Datei nicht ändert - dass das aber auch nicht maßgeblich ist, um etwas zu bewirken.

Außerdem wird das Format nicht immer im Header spezifiziert, z.B. bei Plain-Text oder Binärdateien! Dass ein Header seine Vorteile hat/hätte, kann ich nicht leugnen.
cofi hat geschrieben: @michael
Aber auch nur weil M$ den Dateiendungen so viel Bedeutung beimisst ;)
Das hat nichts mit viel oder wenig Bedeutung zutun. Sondern mit der spezifizierten Eigenschaft, dass bei Windows die Dateinamenserweiterungen mit Programmen verknüpft werden können, um das Öffnen von Dateien zu erleichtern. Ich mag Windows auch nicht sonderlich, aber diese Eigenschaft wird von vielen Benutzern gewürdigt und trägt ihren Teil dazu bei, dass Windows immernoch das meistverbreitete OS ist.
cofi hat geschrieben:Spätestens wenn man ne *.jpg in ne *.txt ändert und doppelklickt, erkennt man warum das ne doofe Idee is ^
Das hängt davon ab, mit welchem Programm Du die Erweiterung ".txt" verknüpft hast. Wenn es binärdaten anzeigen kann und Du die Datei manuell ändern möchtest, dann ist diese Umbenennung keine doofe Idee, ganz im Gegenteil.
Es kommt darauf an, was Du mit der Datei machen willst. Wenn Du Dir das darin kodierte Bild ansehen möchtest, dann gibt es doch keinen Grund, sie vorher in eine txt-Datei umzubenennen, oder?

Gruß,
Michael
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Michael Schneider
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Sonntag 6. Juli 2008, 15:54

Hi Darii,
Darii hat geschrieben:Ist nun aber ein bisschen spitzfindig. Ich kann mir auch ein Programm schreiben, das einen Ordner überwacht und beim umbenennen von Dateien ggf. automatisch versucht das Dateiformat zu konvertieren. In dem Fall bewirkt umbenennen etwas und ändert sogar den Inhalt.
Ja und nein. Ja, weil das Umbenennen etwas bewirkt, nämlich die Funktion Deines Überwachungsprogramms auszulösen (oder unter Windows die Wahl des Programms zum Öffnen). Und nein, weil (wie cofi schon sagte) nicht das Umbenennen den Dateiinhalt ändert, sondern Dein Überwachungsprogramm. Das ist nicht spitzfindig sondern logisch.
Darii hat geschrieben: Wie hätte ich es dann formulieren sollen?

Ändern der Dateiändung bringt in den allermeisten Fällen nichts, weil dadurch fast nie der Inhalt geändert wird. ?
Der Inhalt wird "ganz" nie geändert. ;-) Wie wäre es mit:
Das Umbenennen der Datei ändert nicht deren Inhalt und folglich auch nicht den Dateiheader. Es ist daher nicht zum Zwecke des beabsichtigten Entfernens des Headers geeignet.
Dass es "nie etwas bringt" ist zu allgemein und in manchen Fällen eben falsch.

Gruß,
Michael
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BlackJack

Sonntag 6. Juli 2008, 16:03

Wenn ich eine JPEG-Datei mit einem Texteditor öffnen möchte, der mit Binärdaten klar kommt, dann mache ich genau das: Ich öffne die Datei mit den Editor. Die Datei um zu benennen um das Programm zum öffnen zu wählen, käme mir nicht im Traum in den Sinn. Das ist viel zu umständlich, verändert die Metadaten der Datei, und ich muss auch noch daran denken die Änderung wieder rückgängig zu machen.
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Michael Schneider
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Sonntag 6. Juli 2008, 16:48

Hi BlackJack,

das wäre die übliche Herangehensweise. Es ging aber darum, dass es angeblich eine doofe Idee ist, die Datei von *.jpg in *.txt umzubenennen und dann zu öffnen. Dazu habe ich nur gesagt, dass das keineswegs doof ist, solange der Texteditor damit umgehen kann - und wenn man das regelmäßig macht.... Ob das jemand so macht, ist eine ganz andere Sache und ich gehöre definitiv nicht dazu.
Außerdem ändern Editoren die Header von im Binär- oder Hexmodus geöffneten Dateien in aller Regel nicht.

Ich weiß, ich bin manchmal sehr kleinlich. Aber es geht mir um diese pauschalen Äußerungen, die eben nicht richtig sind und die letztlich unbedarften Lesern mögliche Lösungen vorenthalten. Zum Entfernen des Headers ist das Umbenennen nicht hilfreich. Beim nächsten Anwendungsfall kann es aber die eleganteste Lösung sein (auch wenn es den Inhalt nicht ändert), wie bei meinem franz. Tool.

Gruß,
Michel
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BlackJack

Sonntag 6. Juli 2008, 18:44

Das jpg->txt Szenario *ist* eine doofe Idee. :roll:
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Sonntag 6. Juli 2008, 19:24

BlackJack hat geschrieben:Das jpg->txt Szenario *ist* eine doofe Idee. :roll:
Ich hab es mir nicht ausgedacht. ^^ Die Idee ist vielleicht unpragmatisch, führt aber auch nicht zwangsläufig zu Problemen, wie cofi andeutet.
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