Unter Linux startet kein Python-Prog

Probleme bei der Installation?
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Leonidas
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Beitragvon Leonidas » Donnerstag 27. März 2008, 20:42

mutanab hat geschrieben:Python ist in vielerlei hinsicht echt Pflegeleicht *auchbeihaskellfindet*. Es ist also wie immer alles eine Frage der Abwägung und Vorüberlegung ;)

Stimmt, Haskell ist auch kompakt. Eine andere Liga bilden die Lisp-Dialekte, wo man zwar kompakten Code schreiben kann, es aber ohne anständigen Editor sehr mühsam ist.

Aber es gibt auch Leute die 3000-Zeilen Module in Python schreiben und Überkomplizierung ist auch in Python möglich (minidom, python-openid, unittest etc.).
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lunar

Beitragvon lunar » Donnerstag 27. März 2008, 20:49

Leonidas hat geschrieben:
lunar hat geschrieben:
mutanab hat geschrieben:hm, komfortabler geht es natürlich mit IDE, weil die dir viele Dinge einfach abnimmt.

Manche sehen das eher so, dass eine IDE viele Dinge erschwert, weswegen vim und emacs unter den Nutzern in diesem Forum relativ verbreitet sind.

Obwohl ich dir in beiderlei Hinsicht zustimme also sowohl was den Sinn von IDEs als auch den Nutzen der typischen Hacker-Editoren vim und Emacs frage ich mich ja doch ob das wirklich so ein großer Nutzeranteil ist

Es zählt weniger die Masse als die Namen. Wenn birkenfeld emacs nutzt, sagt das mehr, als wenn hundert andere Eric nutzen (nichts für ungut, liebe anderen ;) ). Ähnliches gilt für dich und vim.

Fakt ist, dass in Python eine IDE nicht so notwendig ist wie in anderen Sprachen.

Es lässt sich wohl trefflich darüber streiten, ob eine IDE tatsächlich notwendig ist. Wenn ich sehe, dass selbst manche Java-Profis IDEs kritisch gegenüber stehen, und dass die KDE-Kernentwickler nicht KDevelop, sondern ausschließlich emacs und vim nutzen, dann frage ich mich doch sehr, ob IDEs wirklich notwendig sind...
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mutanab
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Beitragvon mutanab » Donnerstag 27. März 2008, 20:57

ob IDEs wirklich notwendig sind...


Ist wie gesagt, eine Frage der Aufgabenstellung. Es gibt *zugegebenermaßennichtsooft* Fälle in denen es kaum oder gar nicht ohne geht. Und wenn du deine IDE richtig gut beherrscht, dann kannst du da auch was gescheites zustande bringen.

Vielleicht ist das auch so was Gewöhnungssache und darüber braucht man ja bekanntlich genauso wenig zu streiten wie über Geschmacksachen.

Dennoch muss ich sagen: wenn ich ne große Sache habe, die ich vielleicht auch noch mit anderen zusammen bearbeite, dann ist 'ne gute Projektverwaltung schon allein für die Übersichtlichkeit von Vorteil (wenn man gelernt hat damit umzugehen, das steht noch mal auf nem anderne Blatt). Vielleicht bin ich ja nicht so ein Crack, dass ich das alles mit nem bloßen Texteditor mache. Aber die Freiheit nehm ich mir mal einfach ;)
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Beitragvon lunar » Donnerstag 27. März 2008, 21:01

mutanab hat geschrieben:Dennoch muss ich sagen: wenn ich ne große Sache habe, die ich vielleicht auch noch mit anderen zusammen bearbeite, dann ist 'ne gute Projektverwaltung schon allein für die Übersichtlichkeit von Vorteil (wenn man gelernt hat damit umzugehen, das steht noch mal auf nem anderne Blatt). Vielleicht bin ich ja nicht so ein Crack, dass ich das alles mit nem bloßen Texteditor mache. Aber die Freiheit nehm ich mir mal einfach ;)

Projektverwaltung und IDEs sind zwei verschiedene Themen. Projekte kann man auch ohne IDEs verwalten, wozu gibt es immerhin trac, bugzilla, und wie sie alle heißen.

Das - wenn man so will - "Kronjuwel" der freien Software, der Linux-Kernel, kommt in punkto Projektverwaltung mit einem DVCS und einer Mailingliste aus.
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mutanab
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Beitragvon mutanab » Donnerstag 27. März 2008, 21:03

*seufzt* okok... jedem das seine ;)
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Beitragvon Leonidas » Donnerstag 27. März 2008, 21:04

lunar hat geschrieben:Das - wenn man so will - "Kronjuwel" der freien Software, der Linux-Kernel, kommt in punkto Projektverwaltung mit einem DVCS und einer Mailingliste aus.

Na gut, einen Bugtracker haben sie auch noch. So viel mehr braucht man auch nicht unbedingt, denn jeder zusätzliche Service bringt zusätzliche Komplexität. Man muss es eben abwägen. Debian hat hingegen sehr viele Services, weil es mit den Mailinglisten und deren BTS *sehr* hart sein würde den Überblick zu behalten. Linux hat Linus und Leute die Morton, ohne die es sonst richtig hart wäre.

Was außerdem in Sachen Linux-Kernel interessant ist, ist das Fehlen einer eigentlichen Homepage. www.kernel.org ist ja nicht viel mehr als eine Versionsinformation in HTML und ein großes Archiv von Tarballs :)
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Beitragvon lunar » Donnerstag 27. März 2008, 21:18

Leonidas hat geschrieben:
lunar hat geschrieben:Das - wenn man so will - "Kronjuwel" der freien Software, der Linux-Kernel, kommt in punkto Projektverwaltung mit einem DVCS und einer Mailingliste aus.

Na gut, einen Bugtracker haben sie auch noch.

Die Teilnahme daran ist aber keinesfalls obligatorisch. Ein großer Teil des Core-Codes wird in keinem Bugtracker verwaltet, sondern erfährt Patches und Bugmeldungen komplett über die Mailingliste. Manche Treiber und Subssysteme laufen auch über eigene Projekte ab.

Debian hat hingegen sehr viele Services, weil es mit den Mailinglisten und deren BTS *sehr* hart sein würde den Überblick zu behalten.


Linux hat Linus und Leute die Morton, ohne die es sonst richtig hart wäre.

Ich glaube, dass Fehlen von Linus oder Andrew würde im Laufe der ZEit weniger schmerzen, als die Abwesenheit von Adrian Bunk oder anderen Janitors. Ohne deren integrierende Kraft und deren Aufräumarbeiten wäre der Kernel in einem ziemlich erbärmlichen Zustand.

Was außerdem in Sachen Linux-Kernel interessant ist, ist das Fehlen einer eigentlichen Homepage. www.kernel.org ist ja nicht viel mehr als eine Versionsinformation in HTML und ein großes Archiv von Tarballs :)

Eine Homepage ist kaum mehr als Marketing, und das hat der Kernel nicht mehr wirklich nötig.

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