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Re: Neue IDE
Verfasst: Mittwoch 8. September 2010, 13:51
von burli
Nungut, lassen wir Eclipse und Java mal außen vor. Eine komplette Neuentwicklung wäre zeitaufwändig. Als Kompromiss könnte man Editra erweitern. So schlecht ist die Basis ja nicht.
Was mir hauptsächlich fehlt ist wie gesagt eine Projektverwaltung. Unter einer Projektverwaltung verstehe ich nicht nur die Verwaltung der Dateien sondern alles, was irgendwie Projekt spezifisch ist. Bei vielen Editoren/IDEs gibt es solche Funktionen wie Versionskontrolle nur als globale Funktion. Für mich gehört das aber in ein Projekt.
Für ein generisches Python Projekt könnte man z.B. Module Tests hinzufügen, für ein PyQt Projekt die Verwaltung der ui Dateien und den Aufruf des Designers integrieren (entsprechendes natürlich auf für GTK, wx oder Tk) und für ein Flask Projekt gehört eine Möglichkeit dazu, ein fertiges Projekt via FTP oder SSH auf einen Server hochzuladen.
Das sind jetzt nur mal so grob zusammengefasst meine Vorstellungen einer Projektverwaltung ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Fehlerfreiheit.
Re: Neue IDE
Verfasst: Donnerstag 9. September 2010, 05:52
von Francesco
Für den svn teil könntest du dir workbench ansehen. Es ist wie Editra in wxPython implementiert und so gesehen sollte es nicht allzuschwer sein, ein svn plugin in Editra zu schreiben.
http://pysvn.tigris.org/docs/WorkBench.html
Re: Neue IDE
Verfasst: Donnerstag 9. September 2010, 10:54
von DasIch
Für den SVN(wer nutzt das noch?) Teil würde ich mir eher anyvc anschauen, dann hat man auch gleich Git, Mercurial und Bazaar support.
Re: Neue IDE
Verfasst: Donnerstag 9. September 2010, 19:47
von Francesco
DasIch hat geschrieben:Für den SVN(wer nutzt das noch?) ...
Ich hake hier immer gern nach. Nicht dass ich so etwas grundsätzlich in frage stellen würde, aber mich interessiert:
a) wie kommt es zu einer solchen verallgemeinernden Aussage
b) was bieten git, mercurial, etc. was svn nicht bietet
c) beinhaltet auch b) warum gehen doch viele Projekte weg vom svn (wie ich auch schon selbst bemerkt habe) Vor ein paar Jahren wanderte ja vieles vom cvs nach svn. Andere Sachen sind anscheinend um einiges langlebiger als die Versionsverwaltung.
Re: Neue IDE
Verfasst: Donnerstag 9. September 2010, 20:05
von DasIch
Ein DVCS kann alles was SVN auch kann und erlaubt exakt dasselbe Entwicklungsmodell. Zusätzlich ist man allerdings nicht an einen Server gebunden, merges und damit branches und forks sind absolut kein Problem und unglaublich einfach und schnell zu machen. Austausch von Code untereinander ohne ihn über den Server öffentlich machen zu müssen ist ebenfalls ein großer Vorteil. Zusätzlich ist man in der Lage unterwegs im Bus, Zug, Flugzeug, Taxi oder wo auch immer man sonst gerade keinen Zugriff auf das Repository ohne Probleme weiter zu arbeiten.
Desweiteren kann man andere Entwicklungsmodelle nutzen, die komplett ohne zentralen Server auskommen oder auf einer Hierachie basieren die es ermöglicht Zuständigkeiten besser aufzuteilen. Bei Linux ist es z.B. so dass Torvalds an der Spitze steht und es Maintainer für Subsysteme gibt die jeweils ihr eigenes Repo haben aus denen Torvalds pulled, wer eine Veränderungen an einem Subsystem machen will spricht dann den jeweiligen Maintainer an.
Eine sehr gute Erklärung zu den Vorteilen (speziell von Git/Github lässt sich aber prinzipiell auf andere DVCS ausweiten) findet man in den
Slides von Chris Wanstraths Talk auf der Djangocon 2009. Chris ist natürlich als einer der Gründer von Github sicherlich nicht ganz objektiv allerdings tut dass dem ganzen keinen Abbruch.
Ein konkretes Beispiel wäre auch die Entwicklung von Sphinx in diesem Sommer, Sphinx hat für jede größere Version einen Fork, genauso für größere Änderungen. Im Rahmen des GSoC wurde Sphinx auf 3.x portiert, web-support und i18n entwickelt. In dieser Zeit hatten wir immer 6 aktive Forks, 3 für jeden Studenten und weitere 3 zur Review. Zwischenzeitlich kamen wir auf 11 aktive Forks, zusätzlich zu denen für noch supportete Versionen ohne deswegen in Probleme zu geraten.
Re: Neue IDE
Verfasst: Freitag 10. September 2010, 07:05
von Francesco
Danke für die Erläuterung, ja, das sind schon grundlegende Verbesserungen (mit dem dezentralisierten Server).
Re: Neue IDE
Verfasst: Freitag 10. September 2010, 07:43
von jens
Francesco hat geschrieben:Eric, spe, ulipad, drpython, pida, editra, boa constructor, active grid... noch nicht genug in python? Ist das alles zu schlecht?

Genau. Man sollte die anderen Projekte mal untersuchen. Ist das Projekt noch aktiv? Sind alle gewünschten Features vorhanden? Wenn nicht, warum? Kann man sie einfach implementieren?
Ein neues Projekt kommt Wahrscheinlich mangels manpower auch nicht viel weiter als die bestehenden.
Ich wünschte mir die Features von Aptana Studio + PyDev... Und das sind eine ganze Menge
