Alternativen zu "gecached"

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MagBen
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Donnerstag 20. September 2018, 09:11

Die Auswahl eines Benutzers wird gecached.
Man weiß was gemeint ist, die Auswahl ist im Cache. In einer Doku klingt das aber schon sehr nach Denglisch.

Die Auswahl eines Benutzers wird zwischengespeichert.
Das klingt wiederum sehr sperrig.

Die Auswahl eines Benutzers wird temporär gespeichert.
Das verschiebt den Fokus, das Wesentliche ist nicht mehr, dass die Auswahl irgendwo ist und schneller darauf zugegriffen werden kann, sondern das Wesentliche ist, die Auswahl ist temporär, also bald wieder weg.

Was benutzt ihr so?
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Donnerstag 20. September 2018, 09:24

„… gepuffert“ ginge vielleicht noch. Oder „… wird im Speicher vorgehalten“.
long long ago; /* in a galaxy far far away */
grum.py
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Donnerstag 20. September 2018, 09:35

"Gecached" ist in jedem Fall falsch, es muss natürlich "gecachet" heißen, weil Lehnwörter trotzdem die deutsche Grammatik befolgen. Du sagst ja auch "Pizzas" und nicht "Pizze"... :)

Ich benutze "zwischengespeichert", das ist das am wenigsten falsche Wort.
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Donnerstag 20. September 2018, 11:02

Also ich sage Pizzen. Wenn genügend Leute es ”falsch” sagen/schreiben, wird es richtig. Und da gewinnt „gecached“ um Längen (228,000 zu 9,870): http://www.googlebattle.com/index.php?d ... &submit=Go
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grum.py
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Donnerstag 20. September 2018, 12:59

__blackjack__ hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 11:02
Wenn genügend Leute es ”falsch” sagen/schreiben, wird es richtig.
Ja-in. Außerhalb von Behörden und Lehre ist es völlig bums (siehste?), wie du schreibst und sprichst. Duden, Wahrig und PONS betreffen uns nicht. Obwohl natürlich ein Minimalkonsens gegeben sein sollte...

Wenn man sich aber an Regeln halten will, ist "gecached" genau so falsch wie "gedownloaded". Das "ge-" ist ja bereits die deutsche Entsprechung von "-d". Bloß, weil die halbe deutschsprachige Welt "das" und "dass" nicht auseinanderhalten kann, ist "das" da, wo "dass" hingehört, ja trotzdem nicht "auch richtig". ;)
LEO schlägt übrigens "gepuffert" vor, Diskussion anbei.
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Donnerstag 20. September 2018, 13:28

@grum.py: Naja doch, wenn es genügend Leute konsequent ”falsch” machen, dann wird es richtig, sprich es wird als Regel oder Ausnahme in den Duden aufgenommen. Das ist ja eine wechselseitige Beziehung. Die Regeln/Schreibweisen, die im Duden stehen werden ja nicht am Reissbrett entworfen, sondern reflektieren das, was die Leute da draussen tatsächlich verwenden. Und wenn genügend Leute „cached“ genügend lange mit „gecached“ übersetzen, wird das auch irgendwann in den Duden Einzug halten.
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grum.py
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Donnerstag 20. September 2018, 13:33

Dafür müsste der Duden aber die Grammatikregeln für Fremdwörter ändern, denn bislang gibt es keine einzige Ausnahme, die eine abweichende Konjugation bestimmter Anglizismen zuließe.
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Donnerstag 20. September 2018, 13:41

@grum.py: An den Regeln müsste nichts geändert werden wenn man das einfach explizit als deutsches Wort definiert, weil es halt genau so verwendet wird.
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grum.py
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Donnerstag 20. September 2018, 13:45

Und deutsche Partizipien werden im Perfekt mit "ge-<Wort>-t" gebildet, deswegen hieße es "gecach(e)t". ;-)
(siehe u.a.)

Abweichende Regeln, bloß weil das Originalwort englisch ist, gibt es nicht. "Ge-<Wort>-d" würde dann für alle schwachen Verben gelten müssen.
Ich habe gekaufd ... :roll:
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Donnerstag 20. September 2018, 14:46

@grum.py: Keine abweichende Regel, sondern einfach ein neues (unregelmässiges) Wort. Ist ja nicht so als wenn sich sonst *alle* Worte an die Regeln halten würden. Oder gibt's eine Regel für Portmonee? Ist halt auch reingekommen weil es verdammt viele Leute so geschrieben haben.
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grum.py
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Donnerstag 20. September 2018, 14:57

Für unregelmäßige Verben ("laufen", "sprechen", "trinken", "essen", selbst "sein") gilt noch eine völlig andere Regel:

gelaufen
gesprochen
getrunken
gegessen
gewesen
... gecachen?

Regelmäßige Verben werden im Partizip Perfekt hingegen mit ge...t gebildet. Welches Verb hält sich denn nicht an diese Regel? Bitte nenn mir doch mal ein Beispiel.

Und nein, "Portmonee" ist ein Substantiv, kein Verb. Es wird nicht konjugiert und ist daher ein ziemlich unzureichender Vergleich. Es geht gerade um Wortbildungs-, nicht um Rechtschreibregeln - und da ist "gecached" nun mal raus. Dass die Rechtschreibreform so hässliche Dinge wie "man schreibt, wie man spricht" zulässt: d'accord, keine gute Regelung. Aber selbst dann wäre "gecachet" richtig. Oder beendest du es mit einem weichen "d" beim Sprechen, wie Amerikaner? :mrgreen:
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Donnerstag 20. September 2018, 15:16

@grum.py: Ich habe habe nicht unregelmässiges Verb sondern Wort geschrieben und unregelmässig ja auch in Klammern, eben um anzudeuten das es sich nicht an die Regeln hält. Vergiss mal die Regeln komplett, man kann auch einfach ein Wort in einer beliebigen Schreibweise aufnehmen. Wie gesagt, das ist richtiges Deutsch wenn es genug Leute verwenden. Regeln an die sich niemand hält, sind sinnfrei, also kann man da auch nicht wirklich mit argumentieren. Und wenn es so etwas bisher noch nicht gibt, dann kann man es ja einführen. Und vielleicht sogar eine entsprechende neue Regel.
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grum.py
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Donnerstag 20. September 2018, 15:20

Noch mal: Die Schreibweise ist nicht das Problem. Ob man jetzt "cachen", "käschen" oder "cäitschen" schreibt, ist unerheblich. Das Partizip würde trotzdem - wie bei allen Lehnwörtern - mit "-t" oder mit "-en" gebildet. Es gibt auch keinen Anlass, dafür jetzt das Regelwerk aufzubrechen. Bei allen anderen Wörtern machst du es doch auch instinktiv richtig.
Regeln an die sich niemand hält, sind sinnfrei
Du meinst: Wörter, die viele Menschen falsch schreiben, sollten von den Regeln ausgenommen werden? Also doch zum Beispiel das Wort "dass" komplett abschaffen?

Was "richtiges Deutsch" ist, bestimmen nicht "die Leute", sondern zunächst mal die Kultusminister. Und die sagen, dass richtiges Deutsch ist, was im Duden (oder wenigstens im Wahrig oder PONS) steht. Bis dahin ist es falsches Deutsch. Dass die meisten hier nicht an diese Regeln gebunden sind, ist dabei kein Widerspruch. Wenn wir uns darauf einigen können, dass unsere eigene Schreibweise hier Vorrang vor dem Duden zu haben hat, dan kan ich daß auch gärn prowoziern...
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Donnerstag 20. September 2018, 15:56

Die Leute bestimmen a) indirekt die Kultusminister und b) schauen die vom Duden ja auch darauf was die Leute so machen, und das fliesst in den Duden ein. Wenn jetzt wirklich die Mehrheit „das“ statt „dass“ schreibt, dann wird es ziemlich sicher optional. Wie gesagt, machen Regeln an die sich nicht gehalten wird, keinen Sinn.
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grum.py
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Donnerstag 20. September 2018, 15:58

Bis dahin bestehen sie aber und bis dahin ist "gecached" in jedem Fall falsch. Nichts anderes wollte ich sagen.

Mir scheint allerdings die Diskussion von der ursprünglichen Frage ein bisschen abzugleiten... wir sollten auf sie zurückkommen.
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