Windows 10...

Alles, was nicht direkt mit Python-Problemen zu tun hat. Dies ist auch der perfekte Platz für Jobangebote.
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jens
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BlackJack

Mittwoch 1. Oktober 2014, 09:22

Hach ja, dieses Nischenbetriebssystem. Interessiert mich nicht mehr besonders. Weniger Veränderungen finde ich sogar gut, dann muss man nicht wieder alles umlernen wenn man doch mal an so ein System muss. :-)

Das mit den virtuellen Desktops klingt spannend und unglaublich innovativ. Da muss man erst einmal drauf kommen! :twisted:
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MagBen
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Es gibt Dinge in der IT, die ändern sich rasend schnell, anderes bleibt dagegen über Jahrzehnte konstant:
Beim nächsten Windows wird alles gut ...
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jens
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BlackJack hat geschrieben:Weniger Veränderungen finde ich sogar gut, dann muss man nicht wieder alles umlernen wenn man doch mal an so ein System muss. :-)
Ich bin leider dazu gezwungen, es zumindest Beruflich einzusetzen. Hast recht, wenige Änderungen an der Oberfläche, sind hilfreich. Aber, das überhastete einführen der Touch Bedienung mit Windows 8 bzw. das Wegkürzen der Maus-Bedienung brauchte nun 3 Jahre damit es entlich wieder als Desktop-System bedienbar ist? (Gut hatte schon immer keine Probleme, dank "Classic Start Menu")

Allerdings muß ich auch sagen, das es einige gute Dinge in Windows gibt, die ich unter Linux vermisse. Sind nur Kleinigkeiten, die allerdings produktive Auswirkungen haben... Aber vielleicht sollte ich mir mal was anderes ansehen, als den MATE Desktop...

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Hyperion
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Mittwoch 1. Oktober 2014, 10:22

jens hat geschrieben: Allerdings muß ich auch sagen, das es einige gute Dinge in Windows gibt, die ich unter Linux vermisse.
Kannst Du da bitte (ernsthaft!) mal ein Beispiel bringen?
encoding_kapiert = all(verstehen(lesen(info)) for info in (Leonidas Folien, Blog, Folien & Text inkl. Python3))
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MagBen
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Mittwoch 1. Oktober 2014, 10:37

Die Registry ist eine gute Idee und COM-Komponenten haben mir auch gut gefallen. Was mir fehlt ist der eingebaute Systemadministrator von Ubuntu (Synaptic).

DirectX scheint auch nicht schlecht zu sein. Ich selbst entwickele zwar nicht damit (sondern mit OSG und OpenGL). Wenn es aber nicht so gut wäre, dann gäbe es wohl bestimmt mehr OpenGL basierte Spiele, die damit auch viel besser portierbar wären.
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BlackJack

Mittwoch 1. Oktober 2014, 11:07

@MagBen: Wieso ist die Registry eine gute Idee? Wenn ich unter Linux einen Dienst oder eine Anwendung auf einen anderen Rechner migrieren möchte, ist es relativ einfach die dazugehörigen Konfigurationsdateien zu identifizieren und vollständig zu übertragen. Bei der Registry ist das nicht zu einfach bis hin zu nicht praktikabel durchführbar.

Unter Linux gab und gibt es verschiedene konkurrierende Komponenten-APIs aber es scheint sich in letzter Zeit alles ein wenig mehr auf D-Bus zu konzentrieren. Ist ein freedesktop.org-Projekt und sowohl KDE als auch GNOME verwenden das jetzt schon eine Weile an Stelle ihrer eigenen APIs DCOP und Bonobo.
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MagBen
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Mittwoch 1. Oktober 2014, 11:25

BlackJack hat geschrieben:@MagBen: Wieso ist die Registry eine gute Idee?
Die Registry braucht's damit COM funktioniert. Der Vorteil von COM ist, dass es eben nicht verschiedene konkurierende Komponentenmodelle auf Windows gibt. Wer mal mit Visual Basic entwickelt hat, der weiß, dass es den Komponenten-Markt für Windows tatsächlich gibt. Es ist möglich sich für irgendwas Spezielles eine Komponente zu kaufen.

Die größte Windows-Enttäuschung für mich war Dot-Net (kein Wunder auf hessisch heißt das "funktioniert nicht"). Im Sinne von "eat-your-own-dogfood" hätten Microsoft Office, InternetExplorer und Visual Studio (und eigentlich auch Windows selbst) nicht nur Dot-Net Unterstützung eingebaut haben müssen, sondern hätten auch mit Dot-Net entwickelt sein müssen.
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jens
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Mittwoch 1. Oktober 2014, 11:52

Hyperion hat geschrieben:
jens hat geschrieben: Allerdings muß ich auch sagen, das es einige gute Dinge in Windows gibt, die ich unter Linux vermisse.
Kannst Du da bitte (ernsthaft!) mal ein Beispiel bringen?
z.B.:
Es ist einfach Verknüpfungen von Programmen anzulegen (Im Explorer die .exe als Verknüpfung irgendwo hin ziehen)
Unter Linux gibt es zwar die .desktop Dateien, aber diese erstellen ist wesentlich umständlicher und ist auch nicht wirklich einheitlich über alle Desktops hinweg, oder?

Nett finde ich, das ich in der Taskleiste Verknüpfungen ablegen kann, die beim starten der Programme sich einfärben. Geht in MATE (und auch Cinamon?) Desktop nicht. Dort ist es halt so getrennt wie früher: "Schnellstart Bereich" mit den Icons und separater Bereich für laufende Programme...

Der Standart "Datei öffnen/speichern" Dialog in Windows ist umfangreicher, weil fast ein kompletter Explorer. Unter Linux bekommt ich da keine Thumbnail Ansicht für Bilder. Kann nicht mal was umbenennen/kopieren/verschieben usw.


Das sind nur kleinigkeiten und nur Öberflächliches Zeugs. Aber echt nett, im Alltag.

Dennoch bin ich mehr ein Linux Fan. Paketverwaltung ist einfach 1A. Konfiguration unter /etc/ praktischer und noch einiges mehr.

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BlackJack

Mittwoch 1. Oktober 2014, 13:08

@MagBen: Wieso braucht man die Windows-Registry für COM? Das lässt sich doch aus anders lösen, denn verschiedene andere Komponenten-Systeme kommen ohne die Windowsregistry aus. Und das COM die Windows-Registry verwendet, macht sie ja nicht grundsätzlich zu einer guten Idee.

Microsoft hat in die Richtung „alles in .NET” entwickelt, hat aber feststellen müssen, dass „managed languages” nicht uneingeschränkt für alles verwendbar sind. Zumindest war .NET zu dem Zeitpunkt als sie es versucht haben, noch nicht so weit. Es wäre auch ökonomisch unsinnig so Riesenprojekte wie eine Office-Suite mal eben komplett neu zu schreiben, nur um da eine andere Programmiersprache zu haben. Warum war das eine Enttäuschung für Dich? Die wollten halt Java etwas entgegensetzen und dafür ist das IMHO ganz gut gelungen. Wenn es ausserhalb von Windows verbreiteter wäre, würde ich das Java vorziehen.
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MagBen
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Mittwoch 1. Oktober 2014, 13:50

BlackJack hat geschrieben:Wieso braucht man die Windows-Registry für COM? Das lässt sich doch aus anders lösen
Irgendwas zum Nachgucken, welche Komponenten da sind, ist erforderlich. Das Irgendwas kann auch was anderes sein. Wenn es funktionieren soll, müssen aber alle das Gleiche benutzen. Registry ist unter Windows der Name für die zentrale Registrierungsstelle. Der Vorteil der Registry besteht nicht darin, wie sie implementiert ist, sondern dass es sie gibt.
BlackJack hat geschrieben: Die wollten halt Java etwas entgegensetzen und dafür ist das IMHO ganz gut gelungen.
Eine bessere Motivation wäre gewesen, Microsoft macht die beste Entwicklungsplattform und die ist so gut, dass Microsoft sie auch selbst benutzt. Stattdessen läuft's aber so: Guckt mal wir haben auch was im Katalog, für uns ist es nicht geeignet, aber vielleicht kommt der Kunde ja damit klar.

2001 bis 2005 habe ich für einen Microsoft Goldpartner gearbeitet. Dot-Net kam nicht in Schwung, das Meiste wurde mit VB6 entwickelt und bei Java war die Nachfrage größer als die Anzahl der Mitarbeiter mit entsprechender Qualifikation.
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BlackJack

Mittwoch 1. Oktober 2014, 14:17

@MagBen: Jetzt weiss ich immer noch nicht warum die Registry an sich eine gute Idee ist. „War halt da als man etwas zum registrieren von Komponenten für COM brauchte” kann es ja wohl nicht sein, denn das hätte die jede andere Technik die zufällig da gewesen wäre, auch erfüllt.

Microsoft benutzt .NET doch selbst. Nur halt nicht für alles, weil sich .NET genau so wenig wie die JVM für alle Probleme eignet. Grundsätzlich hat man mit C# aber eine moderne, sichere („safety”), Programmiersprache in der man produktiver arbeiten kann als mit den meisten traditionellen, nicht-managed-Sprachen. Hat Microsoft selbst denn VB6 für irgend etwas verwendet? Und wie sieht das aktuell aus? Im Vergleich zu .NET?
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MagBen
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Mittwoch 1. Oktober 2014, 14:48

BlackJack hat geschrieben:„War halt da als man etwas zum registrieren von Komponenten für COM brauchte”
Nein, war nicht schon da. Die Registry kam zusammen mit COM und Windows 95.
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Mittwoch 1. Oktober 2014, 15:15

@MagBen: Vorläufer von COM war OLE und von der Registry ini-Dateien. Microsoft hat alt mit seiner Marktmacht alle alternativen Ansätze im Keim erstickt. Und dann kommt der wirtschaftliche Aspekt dazu: Was kostet es mich, eine bessere Alternative zu schaffen, oder mit den bestehenden Methoden mein Problem zu lösen. Microsoft hat eben ein viel zu komplexes, viel zu fehlerhaftes Gebilde so in den Weg stellt, dass man nicht drumherum gekommen ist, wenn man etwas kommerziell erfolgreiches schreiben mußte (die Microsoft-Mitarbeiter konnte man einfach dazu zwingen).
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