Python wird immer komplizierter

Alles, was nicht direkt mit Python-Problemen zu tun hat. Dies ist auch der perfekte Platz für Jobangebote.
Erwin
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Dienstag 8. Januar 2008, 19:29

Leonidas hat geschrieben: Will dich ja nicht verschrecken, aber Python ist "total Objekt-Orientierter" als Delphi.
Damit verschreckst Du mich nicht.
Weil ich bei Python Dinge machen konnte, was ich bei Delphi 2 nicht ohne weiteres auf die Reihe brachte.
z.B.:

Code: Alles auswählen

a = 1
b = 2
print a+b
Was für mich vom Machbarem her einen Art Grundcharakter von Basic für mich hat.
So weit ich mich noch erinnere, musste ich unter Delphi 2 dafür extra einen Button zweckentfremden, nur um 2 Dinge einfach zusammen zählen zu lassen.
Zumindest wusste ich mir da nicht anders zu helfen.
Bzw. war mir das dann einfacher, als extra Art Objekt (oder was es auch immer war) zu schreiben, und diesen dann so wohl unten zu schreiben und oben Bescheid zu sagen, da unten ist noch was, was auch ausgeführt werden muss.
War irgendwie etwas für mich wie ohne Anfang und Ende.
Und Umständlich.
Kam damit halt nicht klar.
Aber vielleicht waren die Bücher dazu einfach auch zu sehr auf das Objektorientierte aus, und haben andere Möglichkeiten deshalb außen vor gelassen.

Da fällt mir gerade ein, eine Diplomierte Informatikerin meinte neulich zu mir, Python wäre gar nicht Objektorientiert.
Interessant was die Heute so an den Schulen lernen. :shock:
Ich mache nie einen Fehler Zweimal.
Schließlich ist die Auswahl ja groß genug.
BlackJack

Dienstag 8. Januar 2008, 19:58

Da Delphi letztlich eine Obermenge von (Turbo)Pascal ist, könnte das Beispiel so aussehen:

Code: Alles auswählen

PROGRAM Test;

VAR a,b:Byte;

BEGIN
    a := 1;
    b := 2;
    WriteLn(a + b);
END.
Etwas mehr Schreibarbeit als in Python, weil etwas formaler und statisch typisiert, aber trotzdem noch recht übersichtlich. :-)

Falls die Informatikerin sich Python tatsächlich mal angeschaut hat, sollte sie ihr Diplom zurückgeben. ;-)
Erwin
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Dienstag 8. Januar 2008, 20:19

BlackJack hat geschrieben:Da Delphi letztlich eine Obermenge von (Turbo)Pascal ist, könnte das Beispiel so aussehen:

Code: Alles auswählen

PROGRAM Test;

VAR a,b:Byte;

BEGIN
    a := 1;
    b := 2;
    WriteLn(a + b);
END.
Etwas mehr Schreibarbeit als in Python, weil etwas formaler und statisch typisiert, aber trotzdem noch recht übersichtlich. :-)

Falls die Informatikerin sich Python tatsächlich mal angeschaut hat, sollte sie ihr Diplom zurückgeben. ;-)
Nein nein, so einfach ging das nicht, so weit ich weiß.
Weil der hatte ja einen Art Kopf, wo erst mal alle Objekte aufgelistet wurde.
Dann kamen die Vars, glaube ich.
Danach dann:
BEGIN ObjecktXY(bla,bla,bla):
a := 1;
b := 2;
WriteLn(a + b); # schon gar nicht. Denn wo soll er es hinschreiben?
END.

Also für mich extrem wirwar.
Ich mache nie einen Fehler Zweimal.
Schließlich ist die Auswahl ja groß genug.
BlackJack

Dienstag 8. Januar 2008, 20:42

`WriteLn()` schreibt auf die Standardausgabe, genau wie ``print`` in Python.
Erwin
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Dienstag 8. Januar 2008, 20:55

BlackJack hat geschrieben:`WriteLn()` schreibt auf die Standardausgabe, genau wie ``print`` in Python.
Dem muss man dann mitteilen, ob der Text dann auf dem Button stehen soll, oder Label, oder Editor, oder Überschrift.
Sonst wird das bei Delphi 2-3 nichts.
So was wie eine Standardausgabe gibt es nicht.
Der ganze Quelltext wird dort Kompiliert, zu exe verarbeitet, und dann läuft das Programm.
Ich mache nie einen Fehler Zweimal.
Schließlich ist die Auswahl ja groß genug.
BlackJack

Dienstag 8. Januar 2008, 22:41

Man kann mit Delphi auch Programme ohne GUI schreiben und da gibt's die ganz normale Standardausgabe.
Erwin
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Dienstag 8. Januar 2008, 23:06

BlackJack hat geschrieben:Man kann mit Delphi auch Programme ohne GUI schreiben und da gibt's die ganz normale Standardausgabe.
Standardausgabe habe ich aber unter Delphi 2 nie gefunden. Nie gesehen. Nie wo was darüber gelesen. Deshalb auch nie danach gesucht. Wieso auch, wenn nirgends was davon steht?

Nur um klar zustellen: Delphi 2 und 3 (hatte mit Beiden programmiert, bis zu 10 kleine nette Programme) ist eigentlich schön und einfach. Vor allem wenn man Datenbanken machen will. Aber halt nicht so ganz mein Ding.
Wenn ich sozusagen etwas ausscheren wollte, wusste ich nicht, wie.
Lag halt vor allem daran, weil ich nirgends dazu was las.
Und weil mir vor kurzem das Objektorientierte nicht so recht greifen konnte.

Leonidas hat geschrieben: Will dich ja nicht verschrecken, aber Python ist "total Objekt-Orientierter" als Delphi.
Ja, das Zitat hatten wir schon mal.
Nur mir ist inzwischen auf einmal bewusst worden, dass dies wirklich stimmt.
Es war die Art und weise, wie das ganze bei Python geschrieben wird, was mich an Basic erinnerte.
Auch die kleinen Beispielprogramme laufen Zeile für Zeile herunter.
Dieser Wiedererkennungseffekt fehlte mir aber bei Delphi 2 und 3. Zu mal das auch nicht Zeile für Zeile Befehle ausführen konnte.
Das war wohl damals ein zu kalter Sprung ins Wasser für mich.
Was auch dazu führte, dass ich nicht ganz Begriff, was da jetzt vor sich geht?

Da finde ich Python einfach übersichtlicher und leichter Individueller zu gestalten.
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Erwin
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Donnerstag 10. Januar 2008, 14:47

Also nach langem hin und her mit Blackjack, welches vermutlich noch lange nicht zu ende ist, kann man meiner Meinung nach zu dem Endergebnis kommen, dass doch einfache Befehle auch möglich sind.

Ich jedenfalls bin nur so weit gekommen, dass Delphi 3 die einfachen Befehle zumindest compiliert hat.
Aber leider nichts wesentliche passierte. Aber zumindest war der Code scheinbar Fehlerfrei geschrieben.
Andere werden vermutlich ... bestimmt auch diese letzte Hürde meistern können.
Aber für mich zu Verwirrend und Anfangs zu Aufwendig.

Aber dass dies dann auch in Verbindung mit den sonst üblichen Schreib- und Gestaltungs-Weise (das von der GUI) bei Delphi 3 gehen soll?
Das will ich persönlich erst gar nicht versuchen.

Will damit ja eh nichts mehr zu tun haben.
Wie gesagt, Python sagt mir irgendwo mehr zu.
Python wirkt auf mich irgendwie Gestalltungsfreier als Delphi und auch leichter Nachvollziehbar.
Ich mache nie einen Fehler Zweimal.
Schließlich ist die Auswahl ja groß genug.
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nomade
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Sonntag 13. Januar 2008, 00:03

Hallo Gerold,

ja, ich muss Dir leider javascript:emoticon(':(') recht geben.
Vielleicht ist es der Zeitgeist, der "scheinbar" alles komplexer erscheinen
laesst, als es ist. Vielleicht sind es andere Gruende. Wer kann das schon
mit Sicherheit sagen.

Python war und ist meiner Meinung nach javascript:emoticon(':!:') erste Wahl in Bezug auf Einfachheit, Klarheit, Uebersichtlichkeit, etc. und diese Vorteile
sollten wir uns nicht (weg)nehmen lassen, von wem auch immer.

Ciao, ciao
nomade
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