Microsoft kauft GitHub für 7,5 Milliarden US-Dollar

Alles, was nicht direkt mit Python-Problemen zu tun hat. Dies ist auch der perfekte Platz für Jobangebote.
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__blackjack__
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Montag 4. Juni 2018, 22:46

Nun hat Microsoft GitHub gekauft. Ob es ein Omen ist, dass das GitHub-Maskottchen Octocat, halb Oktopus, halb Katze, so gut zum Begriff Datenkrake passt? :twisted:

Auf zu Gitlab und Bitbucket? Selber hosten? Oder Microsoft einfach alles analysieren und auswerten lassen, ist ja so schön kostenlos. Mal sehen ob da dann auch Werbung kommt. Oder wie bei Sourceforge das in EXE-Downloads und Installer irgendwelche lustige Spyware injiziert wird.

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__deets__
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Montag 4. Juni 2018, 23:34

Ich sehe das nicht kritisch. JEDES kaptital käme mit der Auflage, einen ROI zu generieren. Und was genau das Problem bei Open Source und dessen Analyse sein soll, erschließt sich mir nicht. Du gibst deine code frei, jeder darf ihn sehen, und was davon lernen, außer.....? Für die privat gehosteten Accounts wie den meiner Firma sollte das natürlich bitte nicht so sein. IANAL aber denke mal das ist Teil der AGBs, sonst macht das da ja keiner. Sollten die verletzt werden, ist das ein Vertragsproblem. Sollte sich jemand einen Vorteil dank Wirtschaftsspionage versprechen - warum erst jetzt? Wäre doch vorher genauso gegangen.

Ich denke da bleibt erstmal alles wie es ist. Und MS hat tiefe Taschen, und ein eigenes interesse daran, das die Plattform gut läuft.
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__blackjack__
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Montag 4. Juni 2018, 23:57

@__deets__: Es wird ja nicht nur der Quelltext analysiert, sondern auch die Nutzer und deren Verhalten. Da lassen sich sicher auch Profile erstellen oder anreichern. Beispielsweise anhand der Zeiten wann man an den Sachen arbeitet. Die Daten könnten mit anderen Datenbeständen verknüpft werden, zum Beispiel denen von LinkedIn. Oder Microsoft könnte analysieren an was man so arbeitet und vielleicht auch auf welchem Level man da so ist, und einen dann als Werbeempfänger für LinkedIn-Kunden/Recruiter verhökern.

Zudem gibt es noch die Befürchtungen das Microsoft, weiterhin wie GitHub auch schon, den Lock-In weiter voran treibt, und die Leute darüber auch auf andere Microsoftprodukte lockt. Ab wann hat man keine Möglichkeit mehr zu einem Microsoft-Benutzerkonto nein zu sagen.

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ThomasL
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Dienstag 5. Juni 2018, 06:16

@__blackjack__ es gibt nichts was MS und Facebook und Co nicht sowieso schon über dich wissen....
Ich bin Pazifist und greife niemanden an, auch nicht mit Worten.
Für alle meine Code Beispiele gilt: "There is always a better way."
__deets__
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Dienstag 5. Juni 2018, 08:40

Na ja. Was kommt den bei so einem Tracking auf github rum? Endlich targeted advertising für Prolog Programmierer?

Ich halte das für viel Rauschen im Blätterwald. Natürlich kann alles mögliche passieren. Konnte es vorher aber auch schon.
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DeaD_EyE
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Dienstag 5. Juni 2018, 09:24

Oh man......

Jetzt ist die Hölle schon mehrmals eingefroren.
- MS unterstützt Virtualisierung von Linux
- MS integriert ein Linux-Subsystem (basiert auf Ubuntu)
- MS trägt mit OpenSource zum Kernel bei (auch, wenn es noch sehr wenig ist)
- MS stellt das C# als OpenSource zur Verfügung.
- MS integriert einen SSH Server
- MS kauft GitHub





- MS übernimmt die Welt....

*shit*

Ich denke mal, dass die Übernehme von GitHub durch MS in Ordnung ist. Sollte MS einen Fehler begehen, wird man das Unternehmen öffentlich hinrichten.
sourceserver.info - sourceserver.info/wiki/ - Support für HL2-Server
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__blackjack__
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Dienstag 5. Juni 2018, 10:14

Grosse Firmen wie Microsoft und Google haben auch schon Projekte wie GitHub gehabt und eingestellt. Oder die Bedingungen so geändert, dass es nicht mehr attraktiv ist die zu nutzen. Das kann ein Schlag für OpenSource sein, weil GitHub sich da fast zu einem Monopol entwickelt hat.

„Das war vorher schon möglich“ ist kein gutes Argument, denn *ja* das war vorher auch schon möglich. Es war ja auch vorher schon keine gute Idee sich so abhängig von einem Anbieter zu machen. Wobei ich denke das bei Microsoft a) mehr möglich ist, weil die mehr Geld und Entwickler/Forscher haben, und b) sicher auch mehr Motivation das alles irgendwie zu analysieren und auf alle möglichen Arten zu verwerten. Wobei sie da auch mehr Bedarf haben, weil sie ja einen ganzen Zoo von anderen Projekten haben wo sie nun schauen können wie man daraus Kapital schlagen kann. GitHub war halt nur GitHub. Microsoft ist Cloud, Betriebssystem, Suchmaschine, Werbeagentur, Arbeitsvermittler, KI-Entwickler, …

Wenn GitHub was ”böses” gemacht hätte, dann hätte man die tatsächlich öffentlich ”hinrichten” können. Microsoft nicht. Die können Shitstorms von Programmierern überleben.

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DasIch
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Dienstag 5. Juni 2018, 16:55

__blackjack__ schonmal von GDPR gehört?
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__blackjack__
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Dienstag 5. Juni 2018, 23:35

@DasIch: Will Microsoft das befolgen? Tun sie das in Zukunft? Wie wird das kontrolliert? Durchgesetzt? Wird das in zwei Jahren, wenn die Auswirkungen vom Gesetzgeber überprüft werden, nach viel Lobbyarbeit von den Datenkraken, nicht wieder gekippt oder zumindest soweit entkernt werden, dass der Rohstoff Daten wieder von den Unternehmen genutzt werden kann?

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noisefloor
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Donnerstag 7. Juni 2018, 07:42

Hallo,
Das kann ein Schlag für OpenSource sein, weil GitHub sich da fast zu einem Monopol entwickelt hat.
Aber sind (wir) die Entwickler / Programmierer ja selber Schuld. Viele sind _freiwillig_ weg von Launchpad, Bitbucket, Sourceforge etc. hin zu Github. So kommt halt ein Monopol zu stande.

Gruß, noisefloor
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sls
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Samstag 9. Juni 2018, 10:06

@noisefloor: ganz freiwillig sind diese Entscheidung nicht immer, als Beispiel möchte ich dafür das sehr fragwürdige Lizenzmodell von Gitlab erwähnen das ggü. Bitbucket abstruse monatliche Kosten je benötigter User-Lizenz voraussetzt. Microsoft ist bekannt darin und dafür, Software auch unbrauchbar zu machen (Skype). Ich würde in Bezug auf Github einfach mal abwarten und Tee trinken. Genutzt habe ich das nicht wirklich.
With great processing power comes great responsibility.
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gerold
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Samstag 9. Juni 2018, 20:43

Hi!

Ich habe vor ein paar Tagen auf einem Hetzner-Server für 6 € im Monat einen GitLab-Server aufgesetzt. Das ging mit Docker-Compose wirklich einfach. Auf dem Cloud-Server wurde Ubuntu, Docker und Docker-Compose installiert. Alles läuft unter einem eigenen Benutzer (dockeruser).

/home/dockeruser/docker_projects/gitlab/docker-compose.yaml:

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version: "3.6"
services:
  gitlab:
    image: gitlab/gitlab-ce:latest
    restart: unless-stopped
    environment:
      GITLAB_OMNIBUS_CONFIG: |
        external_url 'https://gitlab.example.at'
        gitlab_rails['gitlab_shell_ssh_port'] = 2224
    volumes:
      - /home/dockeruser/docker_data/gitlab/config:/etc/gitlab
      - /home/dockeruser/docker_data/gitlab/logs:/var/log/gitlab
      - /home/dockeruser/docker_data/gitlab/data:/var/opt/gitlab
    ports:
      - "80:80"
      - "443:443"
      - "2224:22"
Ohne großes Zutun wurde automatisch ein SSL-Zertifikat von Lets Encrypt geholt und nach wenigen Minuten lief alles.
Zuerst hatte ich einen billigen Cloud-Server von Hetzner um 3 € im Monat ausprobiert. Aber der ist für GibLab etwas zu schwach. Der Cloud-Server um 5,90 € (2 CPU 4GB RAM) schafft es aber leicht. Und da ich genug Projekte zum Verwalten habe, dass ich auch mit den 40 GB SSD etwas anfangen kann, fahre ich damit gar nicht mal so schlecht. Bis jetzt habe ich GitHub monatlich 7 $ zukommen lassen. Aber den GitHub-Account werde ich wohl bald kündigen.

Öffentliche Projekte kann ich ja mal bei GitHub lassen. Mal sehen wie es weiter gehen wird.

LG Gerold :-)
http://halvar.at | Kleiner Bascom AVR Kurs
Wissen hat eine wunderbare Eigenschaft: Es verdoppelt sich, wenn man es teilt.
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__blackjack__
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Samstag 9. Juni 2018, 20:57

@gerold: Glückwunsch zu 5555 Beiträgen. :)
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