Gutes Python-Buch

Gute Links und Tutorials könnt ihr hier posten.
the-slaughter
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Mittwoch 17. September 2008, 20:57

ein meiner Meinung nach auch gutes Buch ist Python für Kinds vom MITP-Verlag. Es ist aber ein absolutes Einsteigerbuch.
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numerix
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Mittwoch 17. September 2008, 21:04

Es heißt "Python für Kids"(!) und ist ein sehr spezielles Buch.
Es ist ein Python-Kurs für Jugendliche auf Grundlage des xturtle-Moduls.
DasIch
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Mittwoch 17. September 2008, 21:47

Eignet sich das Buch den gut um xturtle zu lernen? Ich überlege momentan mich für den bwinf mich mal mit xturtle auseinanderzusetzen.
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numerix
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Mittwoch 17. September 2008, 21:54

DasIch hat geschrieben:Eignet sich das Buch den gut um xturtle zu lernen? Ich überlege momentan mich für den bwinf mich mal mit xturtle auseinanderzusetzen.
Im Prinzip ist es das Tutorial zum xturtle-Modul.
Gregor Lingl, der Autor des Buches, ist auch der Entwickler von xturtle.

Da es - soweit ich sehe - ansonsten nur eine ziemlich knappe und auch nur englische Dokumentation gibt, ist das Buch zum Lernen von xturtle schon geeignet.

Eine Alternative zu xturtle ist das frog-Modul. Dazu gibt es im Unterschied zu xturtle eine anständige (kostenlose) deutschsprachige Dokumentation.
DasIch
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Mittwoch 17. September 2008, 22:10

Dann werde ich mir erstmal Frog anschauen, danke :)
farid
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Donnerstag 16. Oktober 2008, 17:34

Peter Gerlach hat geschrieben:Also ein Buch als "Müll" abzutun sollte nur dem zustehen, der selbst ein besseres Buch geschieben hat.
Wer ein Python-Buch geschrieben hat, weiss wie viel Arbeit dahinter steckt. Das Buch eines Kollegen als "Muell" zu bezeichnen kaeme einem Autor i.d.R. gar nicht erst in den Sinn. :lol: Es inhaltlich gezielt zu kritisieren aber schon, aber das ist was ganz Anderes.
lunar

Donnerstag 16. Oktober 2008, 17:43

"Müll" ist auch eine Form der inhaltlichen Kritik, die aussagt, dass der Nutzen des Inhalts dieses Buches in etwa mit dem Nutzen des Inhalts einer Mülltonne zu vergleichen ist.

Nicht-inhaltliche Kritik wäre: "Mir gefällt der Name des Autors nicht."

SCNR lunar
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Donnerstag 16. Oktober 2008, 17:52

Peter Gerlach hat geschrieben:Also ein Buch als "Müll" abzutun sollte nur dem zustehen, der selbst ein besseres Buch geschieben hat.
Nein, sicher nicht.

Man muss selbst noch überhaupt kein Buch geschrieben haben, um beurteilen zu können, ob ein Buch - ob eines über Python oder sonst eins - gut oder schlecht ist. Was man für eine angemessene Beurteilung braucht, ist vor allem die entsprechende Sachkenntnis.
Leonidas
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Donnerstag 16. Oktober 2008, 17:52

Naja, die Autoren wurden ja auch von der Vorgehensweise kritisiert. Wenn man falsch vorgeht kommt eben selten was gutes dabei aus. Nehmen wir Programming in Python 3, eines der ersten Bücher über Python 3 das auch tatsächlich in Druck geht. Der Autor, Mark Summerfield hat während er das geschrieben hat, Dinge auf python-docs besprochen und Fehler in der Original-Dokumentation zu Python 3 aufgezeigt bzw. gefragt ob das welche sind. Das sehe ich schon eher als Leistung an - bin auch gespannt ob das Buch auch wirklich hält was es verspricht.

Anderes Beispiel: Practical Common Lisp, zur Zeit wohl eine der besten Lektüren über Common Lisp für den Einsteiger. Geschrieben mit Hilfe und Beteiligung in der Community, daher inhaltlich korrekt. Der didaktische Ansatz des Autoren scheint hinzuhauen. Gegenbeispiel: Practical O'Caml. Selbes Konzept, im stillen Kämmerlein geschrieben und als eines der schlechtesten Bücher zu dem Thema bekannt. Du hättest dir dir auch die Kommentare zur ersten releasten Version des Django-Buches ansehen sollen: so eine Menge von qualifizierten Lektoren hat kein Verlag. Natürlich ersetzt die Community professionelle Lektoren nicht vollständig, ist aber auch gut als Probeleser verwendbar.
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farid
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Donnerstag 16. Oktober 2008, 18:52

Im Prinzip hast Du recht.

Es gibt aber auch community-driven Buecher, oder Buecher von aktiven community Mitgliedern, die nicht halten was sie versprechen.

Wie findest Du z.B. "Professional Plone Development"?

http://www.packtpub.com/Professional-Pl ... s-CMS/book

Die Credentials des Autors als aktives und super hilfreiches Plone Community Mitglied stehen ausser Frage; aber so ein Buch haette ich ganz anders geschrieben. Es ist voller Informationen, die man in den jeweiligen Mailing-Listen diskutiert hat, aber hmmm... wie soll ich sagen: es ist alles andere als ein Lehrbuch.

Ideal sind IMHO Buecher, die von Autoren-Tandems geschrieben werden: einer der Autoren sollte aktiver Entwickler sein, der die Materie 200% beherrscht und waehrend des Schreibens auch das Programm verbessert ueber das er schreibt; und der andere Autor sollte mehr didaktisch veranlagt sein, und auch nicht sooo tief in der Materie stecken, um Newbies nicht ganz aus dem Blickfeld zu verlieren.

Wenn dann noch so ein Buch als open book mit Community Feedback entstehen wuerde (als Wiki, oder Blog mit Kommentarfunktion), waere es ideal. Aber hier spielen leider nicht alle Verlage gleichermassen mit! In der Praxis wuerden die meisten Verlage open books als Manuskripte nicht akzeptieren: es hat sich einfach noch nicht richtig durchgesetzt. Sonst waere es ja kein Problem. ;)

Insgesamt gehe ich davon aus, dass Buecher zu OSS in Zukunft immer haeufiger als open books entstehen werden. Aber noch sind das die wenigsten (loeblichen) Ausnahmen.
Leonidas
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farid hat geschrieben:Es gibt aber auch community-driven Buecher, oder Buecher von aktiven community Mitgliedern, die nicht halten was sie versprechen.
Außnahmen gibt es natürlich immer, aber ich denke schon, dass zumindest Falschinformationen in Büchern die mit der Community entstehen seltener sind. Hängt natürlich auch von der Community ab.
farid hat geschrieben:Wie findest Du z.B. "Professional Plone Development"?
Habe es selbst nicht gelesen aber ich war auf einem Treffen der RZUG wo das bei vielen auf dem Tisch lag und die es empfohlen haben. Daneben auch Web Component Development with Zope 3, wo der Autor wie mir scheint auch ziemlich in der Community drin steckt.
farid hat geschrieben:aber hmmm... wie soll ich sagen: es ist alles andere als ein Lehrbuch.
Es hängt auch immer ab, was man für einen Umfang haben will. Meiner Meinung nach ist es zumindest vom Sichtpunkt der Qualität gesehen sinnvoller ein Buch kürzer zu machen. Den Fehler halte ich Programming Python vor, das schlicht zu dick. Wenn man das durchgelesen hat, hat man einen Haufen unnötiges Wissen im Kopf und Zeit verschwendet die bei einem Buch was ein Drittel so lang wäre zu zwei dritteln in das Schreiben von Code investieren könnte. Das ist wohl zumindest ein Stück weit auch für das Galileo-Buch der Fall. Django zu behandeln finde ich schlicht überflüssig, zudem es sich ja immer ändert und womit auch schon die dedizierten Django-Bücher Probleme haben. Es sieht nur eben verlockend für Käufer aus wenn man um 40€ ein Buch mit 819 Seiten bekommt, verglichen mit wirklich großartigen Büchern wie dem Little Schemer, welches eher dünn für die geforderten 25€ ist. Ich ertappe mich auch regelmäßig dabei den Trugschluss umfassender ist besser zu ziehen.
farid hat geschrieben:Ideal sind IMHO Buecher, die von Autoren-Tandems geschrieben werden: einer der Autoren sollte aktiver Entwickler sein, der die Materie 200% beherrscht und waehrend des Schreibens auch das Programm verbessert ueber das er schreibt; und der andere Autor sollte mehr didaktisch veranlagt sein, und auch nicht sooo tief in der Materie stecken, um Newbies nicht ganz aus dem Blickfeld zu verlieren.
Für ein Anfänger-Buch: ja. Allerdings sehe ich bei den Autoren des Galileo-Buches auch kein solches Team, obwohl es sich an Anfänger richtet. Ich lese gerne was Matthias Felleisen dazu schreibt, in der PLT-Mailingliste bekommt man so etwas bei einigen Diskussionen manchmal mit.
farid hat geschrieben:Insgesamt gehe ich davon aus, dass Buecher zu OSS in Zukunft immer haeufiger als open books entstehen werden. Aber noch sind das die wenigsten (loeblichen) Ausnahmen.
Ja, das stimmt. Apress macht sowas manchmal, MIT Press auch, von O'Reilly ist mir so etwas gänzlich unbekannt.
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cofi
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Donnerstag 16. Oktober 2008, 20:31

Leonidas hat geschrieben:Ja, das stimmt. Apress macht sowas manchmal, MIT Press auch, von O'Reilly ist mir so etwas gänzlich unbekannt.
http://97-things.near-time.net/wiki `97 Things Every Software Architect Should Know' Wie weit das allerdings von O'Reilly ausgeht kann ich nicht sagen, sondern nur, dass die das eben veröffentlichen ;)
Leonidas
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cofi hat geschrieben:Wie weit das allerdings von O'Reilly ausgeht kann ich nicht sagen, sondern nur, dass die das eben veröffentlichen ;)
Ja, es gibt auch die Cookbook-Serie, wo der Code aus dem Internet geholt ist. Das Buch allerdings hat noch weitere Beschreibungen und ist nicht frei verfügbar.
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farid
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Mittwoch 22. Oktober 2008, 10:20

Leonidas hat geschrieben:Es hängt auch immer ab, was man für einen Umfang haben will. Meiner Meinung nach ist es zumindest vom Sichtpunkt der Qualität gesehen sinnvoller ein Buch kürzer zu machen. Den Fehler halte ich Programming Python vor, das schlicht zu dick. Wenn man das durchgelesen hat, hat man einen Haufen unnötiges Wissen im Kopf und Zeit verschwendet die bei einem Buch was ein Drittel so lang wäre zu zwei dritteln in das Schreiben von Code investieren könnte. Das ist wohl zumindest ein Stück weit auch für das Galileo-Buch der Fall.
Das finde ich auch. Wobei in diesen beiden Buechern es nicht die Dicke an sich, die mich persoenlich stoerte, sondern die fehlende Informationsdichte: was man in 2 oder 3 Seiten erklaeren kann muss man nicht unbedingt auf 10 Seiten ausdehnen. ;)
Leonidas hat geschrieben:Django zu behandeln finde ich schlicht überflüssig, zudem es sich ja immer ändert und womit auch schon die dedizierten Django-Bücher Probleme haben.
Hmmm... das sehe ich anders. Die Frage ist immer, wie ausfuehrlich man es vorstellt. Wenn Django z.B., sagen wir mal, 20 Seiten in einem 800 Seiten Buch einnimmit und in Form eines einfuehrenden Tutorials dargestellt wird, kann man es auch so praesentieren, dass es trotz geringfuegiger API-Aenderungen immer noch eine interessante Ergaenzung darstellt.

Ein weiteres Beispiel sind GUIs. Ich halte z.B. gar nichts davon, wenn Hunderte Seiten in einem Buch benutzt werden, um jedes einzelne Widget eines GUI-Toolkits vorzustellen (natuerlich samt Quellcode und Screenshots). Das ist schlicht Platzverschwendung... besonders wenn man dann doch nicht auf so wichtige Themen eingeht wie Threads und Asynchronitaet. Solche API-abbildende Buecher sind dann nichts anderes als eine alternative Form bereits existierender Doku, und das muss nicht unbedingt sein.
Leonidas hat geschrieben:Es sieht nur eben verlockend für Käufer aus wenn man um 40€ ein Buch mit 819 Seiten bekommt, verglichen mit wirklich großartigen Büchern wie dem Little Schemer, welches eher dünn für die geforderten 25€ ist. Ich ertappe mich auch regelmäßig dabei den Trugschluss umfassender ist besser zu ziehen.
Full ack!

A propos Scheme: bist Du auch ein Fan von SICP (Wizard Book)?

http://mitpress.mit.edu/sicp/full-text/book/book.html

Ich finde solche Buecher viel inspirierender als die klassischen Programmierbuecher... ;)
audax
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Mittwoch 22. Oktober 2008, 10:26

farid hat geschrieben:Im Prinzip hast Du recht.

Es gibt aber auch community-driven Buecher, oder Buecher von aktiven community Mitgliedern, die nicht halten was sie versprechen.

Wie findest Du z.B. "Professional Plone Development"?
Ich finde das Ding äußerst toll und lerne daran Plone. Der kurze Umfang ist so in Ordnung, es steht ja alles drinn. :)
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