Eigener kleiner Server zuhause - Eure Erfahrungen

Wenn du dir nicht sicher bist, in welchem der anderen Foren du die Frage stellen sollst, dann bist du hier im Forum für allgemeine Fragen sicher richtig.
Antworten
Benutzeravatar
christheturtle
User
Beiträge: 37
Registriert: Sonntag 29. September 2019, 12:36
Wohnort: Leipzig
Kontaktdaten:

Samstag 20. Februar 2021, 07:29

Liebes Forum,

ich überlege, mir einen eigenen kleinen, günstigen Server zuzulegen, damit ich das ein oder andere Python Skript permanent darauf laufen lassen kann. Natürlich würde das auch über einen Onlineservice gehen, aber ich finde die Idee doch ziemlich romantisch, ein eigenes kleines Stück Hardware daheim zu haben.

Ich hab schon ein wenig gegooglet. Immer wieder werden Intel NUCs und Rasberry Pis genannt. Speziell die Rasberries sehen aber nicht so aus, als könnte man die ohne Wohnungsbrandversicherung permanent laufen lassen. :D

Könnt ihr kleine, sichere und stromsparende Geräte empfehlen? Besonders leistungsfähig muss das Ding übrigens nicht sein: Es geht wirklich nur um kleine Projekte.

Danke und schönes Wochenende
Chris
Benutzeravatar
sls
User
Beiträge: 461
Registriert: Mittwoch 13. Mai 2015, 23:52
Wohnort: Country country = new Zealand();

Samstag 20. Februar 2021, 08:07

Hallo,

raspberry's ansich kannst du bedenkenlos 24/7 laufen lassen. Das einzige was irgendwann mal die Grätsche im Dauerbetrieb machen könnte wäre die SD-Card.
When we say computer, we mean the electronic computer.
Benutzeravatar
Dennis89
User
Beiträge: 201
Registriert: Freitag 11. Dezember 2020, 15:13

Samstag 20. Februar 2021, 09:19

Hallo,
christheturtle hat geschrieben:
Samstag 20. Februar 2021, 07:29
Könnt ihr kleine, sichere und stromsparende Geräte empfehlen?
Raspberry Pi :P
Läuft bei mir seit bald einem Jahr 24/7 als Cloud-Server. Die neueren Modelle können auch beispielsweise vom USB-Stick booten, dann fällt die Sorge um die SD-Karte weg.


Grüße
Dennis
“A ship is always safe at the shore, but that is not what it is built for.”
Benutzeravatar
__blackjack__
User
Beiträge: 8716
Registriert: Samstag 2. Juni 2018, 10:21
Wohnort: 127.0.0.1
Kontaktdaten:

Samstag 20. Februar 2021, 10:05

Ich habe seit ca. 7 Jahren immer mindestens einen Raspi im 24/7-Einsatz als Mediacenter (KODI) und Cloud-Server.

Das mit der Wohnungsbrandversicherung kann ich nicht nachvollziehen‽ Vielleicht wenn man bei der Stromversorgung spart und da gefährliches aus Fernost importiert, aber da kann der Raspi ja nix dafür wenn die Hütte wegen dem Netzteil brennt.
long long ago; /* in a galaxy far far away */
Benutzeravatar
christheturtle
User
Beiträge: 37
Registriert: Sonntag 29. September 2019, 12:36
Wohnort: Leipzig
Kontaktdaten:

Samstag 20. Februar 2021, 11:45

Okay, das war dann wohl ein typischer Fall von Lookism. Ich hol mir das Ding. ;-)
Benutzeravatar
__blackjack__
User
Beiträge: 8716
Registriert: Samstag 2. Juni 2018, 10:21
Wohnort: 127.0.0.1
Kontaktdaten:

Samstag 20. Februar 2021, 12:11

Also der Raspi 4 kann recht warm werden. Da ist nicht so die Gefahr, das der in Flammen aufgeht, sondern der drosselt ab einer bestimmten Temperatur die Rechenleistung. Falls ich mir den 4er irgendwann mal zulege, würde ich den passiv kühlen, also ein entsprechendes Gehäuse oder etwas Gehäuseähnliches zulegen was den kühlt. Alle vorherigen Modelle hatte/habe ich bisher problemlos ohne jegliche extra Kühlung im Betrieb und die 3er gibt es ja auch noch zu kaufen, falls Dir so einer ausreicht. Ich habe für Kodi/Cloud-Server einen 3B im Einsatz. Nicht mal den 3B+ weil mir das Verhältnis Leistungszuwachs/Stromverbrauch nicht wirklich etwas gebracht hat.

Vielleicht reicht Dir ja sogar ein Zero (W)‽
long long ago; /* in a galaxy far far away */
Benutzeravatar
hyle
User
Beiträge: 53
Registriert: Sonntag 22. Dezember 2019, 23:19
Wohnort: Leipzig

Samstag 20. Februar 2021, 12:41

christheturtle hat geschrieben:
Samstag 20. Februar 2021, 11:45
Ich hol mir das Ding. ;-)
Hol Dir dazu auch gleich das zum Modell passende offizielle Netzteil und lass Dir kein Taschentelefonladegerät unterjubeln! :wink:
Alles was wir sind ist Sand im Wind Hoschi.
nezzcarth
User
Beiträge: 1306
Registriert: Samstag 16. April 2011, 12:47

Samstag 20. Februar 2021, 13:51

Woran man beim Raspberry-Pis meiner Meinung nach schon denken sollte, ist, dass das als Arm-basierter Einplatinencomputer schon ein bisschen in den Bereich Sonderhardware fällt (obwohl der Raspi natürlich schon weit verbreitet ist). Üblicherweise wird das System ja zum Beispiel mit speziell darauf abgestimmten Linux Distributionen betrieben usw. Für die allermeisten Anwendungen dürfte das vmtl. egal sein. Und um erste Erfahrungen in der Administration von Linux-Systemen zu sammeln ist das sicher eine der preisgünstigsten Varianten.

Insb. bevor der Raspi so beliebt wurde, habe ich aber auch viele Leute gesehen, die sich Home Server aus (mehr oder weniger) "regulären" Komponenten zusammengebaut haben. Als stromsparende x86 CPU kam da zum Beispiel ein Intel Atom zum Einsatz (dürfte inzwischen nicht mehr so verbreitet sein). Aus meiner Sicht ist das ggf. auch ein Ansatz, den man verfolgen kann, wenn man etwas mehr will und bereit ist, Zeit in die Recherche und die Planung so eines Systems, sowie mehr Geld zu investieren.
Benutzeravatar
noisefloor
User
Beiträge: 3187
Registriert: Mittwoch 17. Oktober 2007, 21:40
Wohnort: Görgeshausen
Kontaktdaten:

Sonntag 21. Februar 2021, 20:27

Hallo,

ich habe seit vielen Jahren meine für mich selber geschriebene Django-App auf einem Raspi 1B+ laufen, der per LAN-Kabel an der FritzBox hängt. Das Netzteil ist das offizielle Netzteil von damals für den 1B. Läuft einwandfrei und stabil. Ich hatte auch mal eine Zeit lang für was anderes einen Zero W 24/7 laufen, hat auch einwandfrei funktioniert.

Gruß, noisefloor
Benutzeravatar
christheturtle
User
Beiträge: 37
Registriert: Sonntag 29. September 2019, 12:36
Wohnort: Leipzig
Kontaktdaten:

Montag 22. Februar 2021, 11:06

Ich danke euch für eure Eindrücke!
maksimilian
User
Beiträge: 77
Registriert: Freitag 2. November 2018, 20:59

Montag 22. Februar 2021, 11:42

Der Arduino soll sparsamer sein.

Ich verwende den Pi 4 mit Alu-Gehäuse Armor Case "BLOCK" seit einem Jahr 24/7 als NAS ohne Probleme und baue gerade mit einem 3 B+ eine Türsteuerung für meine Hühnerhütte. Alles mit Python, einer "Sprache", welche keine Wünsche offen lässt und deren Anwendung einfach Spaß macht..
Benutzeravatar
DeaD_EyE
User
Beiträge: 617
Registriert: Sonntag 19. September 2010, 13:45
Wohnort: Hagen
Kontaktdaten:

Montag 22. Februar 2021, 13:23

sls hat geschrieben:
Samstag 20. Februar 2021, 08:07
Hallo,

raspberry's ansich kannst du bedenkenlos 24/7 laufen lassen. Das einzige, was irgendwann mal die Grätsche im Dauerbetrieb machen könnte wäre die SD-Card.
Du kannst der SD-Karte beim Lesen/Schreiben zuhören? Wäre komisch, falls ja.

Wenn da Geräusche kommen, dann von schlecht isolierten Spulen.
Dann hört man ein lastabhängiges Piepen. Mit veränderter Last verändert sich auch das Piepen.
Viele kennen das von ihrem Desktop-PC. Da reicht es schon aus nur die Maus zu bewegen, um Geräusche aus den schlecht isolierten Spulen zu bekommen. Manchmal stört es auch die Soundkarte/OnBoard-Sound.

Beim Raspberry Pi 1-4 ist mir das noch nicht aufgefallen. Ich werde mal darauf achten, ob er beim Arbeiten Geräusche macht. Die hört man aber normal nicht, wenn man ein Meter weit weg ist.
sourceserver.info - sourceserver.info/wiki/ - ausgestorbener Support für HL2-Server
einfachTobi
User
Beiträge: 323
Registriert: Mittwoch 13. November 2019, 08:38

Montag 22. Februar 2021, 13:31

Grätsche != Geräusche .

Zum Thema: Ich habe hier ohnehin ein QNAP NAS laufen. Das verwende ich auch als Server allerlei interne Dienste und Python-Spielereien. Nur dafür würde es sich natürlich nicht lohnen - da bist du mit einem kleinen Pi sicherlich besser aufgehoben.
Benutzeravatar
DeaD_EyE
User
Beiträge: 617
Registriert: Sonntag 19. September 2010, 13:45
Wohnort: Hagen
Kontaktdaten:

Dienstag 23. Februar 2021, 13:13

Hab ich jetzt auch gesehen, nachdem ich mir nochmal alles durchgelesen habe. Witziges Missverständnis vom SD-Karten-Flüsterer.

Die SD-Karte kann man schützen, in dem man sie ReadOnly mountet. Dafür muss man aber ein paar manuelle Anpassungen vornehmen. Alternativ geht auch das overlayfs, welches man einfach mit raspi-config aktivieren kann.
Ich boote meinen RPI4 mit einer SSD, die über einen USB-Adapter angeschlossen ist.

Falls man dennoch schreiben muss, kann man eine zusätzliche Partition anlegen und könnte diese z.B. mit f2fs formartieren. Das Dateisystem ist von Samsung für NAND-Speicher entwickelt worden.
Ich würde aber auf die Lösung mit einer SSD setzen. Viel kosten die nicht mehr und der Verbrauch ist auch sehr gering. Geringer als bei mechanischen Festplatten.
sourceserver.info - sourceserver.info/wiki/ - ausgestorbener Support für HL2-Server
Antworten