Auf welchem Betriebsystem mit Python anfangen?

Wenn du dir nicht sicher bist, in welchem der anderen Foren du die Frage stellen sollst, dann bist du hier im Forum für allgemeine Fragen sicher richtig.
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PP90
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Donnerstag 22. Februar 2018, 20:28

Guten Tag,
bin neu im Forum und auch allgmein beschäftige ich mich erst seit ein paar Tagen mit Python.
Bin etwas "Fachfremd" und deswegen auch ein laie im programmieren.
Vor einiger Zeit fing mein Interesse für Programmieren zu wachsen, nach etwas "googeln" habe ich oft gelesen das Python eine gute Sprache zum Einsteigen ist und allgemein viel mit ihr gemacht wird.

Nun zu meinem eigentlichen Problem bzw. Frage:

In einem Tutorialvideo hat der Autor gesagt das es Windows für das programmieren mit Python nicht empfielt. Er sagte das man auf einem Mac oder Linux System weniger Probleme hat und alles viel besser läuft. Da ich mich damit nicht auskenne denke mal kann mir hier die Frage beantwortet werden. Wäre aufjeden fall über eine Antwort erfreut da es mich auch aus reiner Neugier interessiert.

Danke schon mal

PP90
__deets__
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Donnerstag 22. Februar 2018, 20:50

Ich finde generell programmieren unter Windows nicht so gut. Zb weil auch die Shell nicht so doll ist, das Filesystem gar schröcklich langsam, etc. Und ein Grund Unix-artige Systeme zu benuzten ist die größere Verfügbarkeit von freier Software und kostenlose Compiler, mit denen zB C-Erweiterungen gebaut werden können. All das macht Windows mühsam.

Aber als Anfänger ist das ziemlich Wurscht. Und kaufst du dir jetzt einen Mac nur zum programmieren? Ich würde das OS benuzten, das du immer benutzt. Das reicht schon. Und mit zB anaconda bekommt man viele interessante Pakete für Python auch für Windows.
Sirius3
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Donnerstag 22. Februar 2018, 20:52

@PP90: ich kenne die Gründe des Autors nicht, und es gibt verschiedene Arten, wie man Programme schreibt. Manchen liegen Konsolen-Anwendungen näher, wo Windows einige Defizite hat (da hilft dann ein Editor mit integrierter Konsole [Visual Code]), andere Arbeiten dann lieber ganz integriert mit IDE, Spyder, Jupyter, etc, wo dann das Betriebssystem so ziemlich egal ist.
PP90
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Donnerstag 22. Februar 2018, 21:05

Ok, vielen dank für eure Antworten.
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noisefloor
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Donnerstag 22. Februar 2018, 21:33

Hallo,

der Punkt ist ja auch: wenn du normalerweise z.B. Windows nutzt und "nur" zum Programmieren auf irgendein Linux wechselst, dann musst du ja direkt zwei Sachen lernen - den Umgang mit Linux _und_ Programmieren.

Wichtig bei Windows ist der schon genannte Tipp: nimm' die Python-Distribution Anaconda (oder deren "kleine Variante" Miniconda). Damit ist die nachträgliche Installation von Python-Modulen viiiiel einfacher als "nur" mit Python+pip. Gerade dann, wenn Python-Module C-Extensions mitbringen, die beim Installieren kompiliert werden.

Gruß, noisefloor
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DeaD_EyE
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Freitag 23. Februar 2018, 08:06

Ich persönlich kann nicht viel mit Windows anfangen. Für mich fühlt es sich immer an, als wenn ein Arm auf dem Rücken festgebunden worden ist. Mir fehlen dort die Tools und die Shell. Ich behaupte mal auch, dass man unter Linux besser entwickeln kann, als unter Windows. Das sind aber alles meine persönlichen Vorlieben.

Andere kommen halt besser mit Windows klar, wieso sollten sich diejenigen selbst zwingen ein anderes OS zu verwenden, wenn es doch gar nicht deren Intention gewesen ist. Wenn du programmieren lernen willst, dann lerne programmieren auf dem System, dass du kennst. Wenn du Betriebssysteme kennen lernen willst, solltest du das unabhängig vom programmieren machen aber nicht deswegen weil du jetzt programmieren lernen willst.

Der Support von Python hat sich unter Windows jedenfalls seit 3.5 verbessert. Viele extensions sind bereits für Windows compiliert, was bedeutet, dass du auch keinen Compiler installieren müsstest. Wenn du eh erstmal anfängst, konzentrierst du dich auf die Sprache und die Standard-Library.
sourceserver.info - sourceserver.info/wiki/ - Support für HL2-Server
funkheld
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Samstag 24. Februar 2018, 16:12

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In einem Tutorialvideo hat der Autor gesagt das es Windows für das programmieren mit Python nicht empfielt.
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Den Autor lynchen....keine Ahnung hat der....auspeitschen....miesmacher...

Ich habe Win10 auf den Notebook und habe das nackte Python 2.7.14 installiert (hat zur Zeit die meisten Package ...viele...viele... und die funktionieren alle).
Danach habe ich die Package nachinstalliert die ich brauche. Funzt wunderbar. Die Fehlerquelle sitzt meistens vor dem PC.

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Python-Distribution Anaconda
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Vergiss den Krempel, nimm pip .... und du fühlst dich wohl beim Erweitern.
Fange nicht mit den vollgepackten fertigen Pythonzeugs an nach dem Motto...da haste schon viele Package drin.
SO etwas hatte ich auch mal gemacht....nie wieder. Du weisst nachher nicht mehr welches Package eigentlich den Fehler macht, warum der Computer nicht das mach mit Python was du erwartest.

Gruss
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noisefloor
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Samstag 24. Februar 2018, 16:33

Hallo,
Du weisst nachher nicht mehr welches Package eigentlich den Fehler macht
??? - die Fehlermeldung ändert sich doch nicht, nur weil man Anaconda nutzt.
Python-Distribution Anaconda
----------------------------------------
Vergiss den Krempel, nimm pip .... und du fühlst dich wohl beim Erweitern.
Bis zu dem Punkt, wo man wie pip das erste Mal eine Modul installieren muss, was eine C-Extension kompiliert und man alle Abhängigkeiten zum Compiler & Co für die verwendete Python-Version selber auflösen muss...
Abgesehen davon würde ich auch immer Miniconda nehmen, nicht Anaconda.

Gruß, noisefloor
Astorek
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Montag 26. Februar 2018, 09:09

noisefloor hat geschrieben:
Python-Distribution Anaconda
----------------------------------------
Vergiss den Krempel, nimm pip .... und du fühlst dich wohl beim Erweitern.
Bis zu dem Punkt, wo man wie pip das erste Mal eine Modul installieren muss, was eine C-Extension kompiliert und man alle Abhängigkeiten zum Compiler & Co für die verwendete Python-Version selber auflösen muss...
Abgesehen davon würde ich auch immer Miniconda nehmen, nicht Anaconda.

Gruß, noisefloor
Kommt das denn als Anfänger oft vor? Ich nutzte bisher stets die Versionen von python.org und bin bisher noch nicht in die Verlegenheit gekommen, mit C-Extensions arbeiten zu müssen^^.

Mein Gedanke dahinter ist, dass ich mit "ActivePython" (ein ähnliches Komplettpaket) schlechte Erfahrungen gemacht habe, weil diese tatsächlich gelegentlich seltsame und nicht nachvollziehbare Fehler wirft, die ich mit den python.org-Versionen noch nie hatte. Seitdem bin ich etwas vorsichtig geworden, was Python-Zusammenstellungen betrifft^^...
__deets__
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Montag 26. Februar 2018, 09:37

Python wird heutzutage oft für Datenvisualisierung, scientific Computing, machine learning verwandt. In all diesen Fällen ist Anaconda von Vorteil, weil die entsprechenden Pakete riesig und mit verzweigten und verzwickten Abhängigkeiten gespickt.
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snafu
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Montag 26. Februar 2018, 15:51

PP90 hat geschrieben:In einem Tutorialvideo hat der Autor gesagt das es Windows für das programmieren mit Python nicht empfielt. Er sagte das man auf einem Mac oder Linux System weniger Probleme hat und alles viel besser läuft.
Die Frage ist ja, ob du den Problemen des Autors überhaupt begegnen wirst. Welche Bereiche interessieren dich beim Programmieren denn?
shcol (Repo | Doc | PyPi)
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noisefloor
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Montag 26. Februar 2018, 18:17

Hallo,
Kommt das denn als Anfänger oft vor?
Kommt drauf, was du vor hast :-) numpy ist nur ein Bespiel, was das relativ viel genutzt wird, siehe Post von __deets__.

Gruß, noisefloor
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